Politik

Alle Daten, alle Fakten Die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern

Hoch im Norden darf Manuela Schwesig darüber nachdenken, mit wem sie regieren möchte. Die SPD gewinnt die Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern deutlich. Die wichtigsten Zahlen im Überblick.

Die SPD hat in Mecklenburg-Vorpommern bei der Wahl zum Schweriner Landtag einen deutlichen Sieg eingefahren. Die Partei konnte nach dem vorläufigen Ergebnis mehr Mandate im Landesparlament errungen als AfD und CDU zusammen. Nach Angaben der Landeswahlleitung konnte die Partei von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig im Vergleich zur vorigen Wahl ihr Ergebnis am Sonntag um acht Mandate auf 34 steigern. Die AfD kommt auf 14 Mandate, die CDU auf zwölf, beide verlieren demnach 4 Sitze.

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Die Linke erzielte mit 9 Mandaten 2 weniger als bei der letzten Wahl. FDP und Grüne verfehlten damals den Einzug ins Parlament, konnten dieses Jahr aber je 5 Sitze gewinnen. Bei insgesamt 79 Mandaten wären für eine absolute Mehrheit im Parlament demnach 40 Mandate nötig. Die SPD kann sich also die oder den Partner für eine künftige Koalition aussuchen - wobei zu beachten ist, dass die SPD eine Koalition mit der AfD bereits ausgeschlossen hat. Allein mit Grünen oder FDP käme die Partei zudem nicht auf die nötige Anzahl an Mandaten.

Die SPD regiert in Schwerin seit 2016 mit der CDU. Sie hatte früher allerdings auch schon mit der Linken koaliert. Schwesig betonte im Wahlkampf, sowohl das Bündnis mit der CDU als auch das mit der Linken sei verlässlich gewesen. Der Spitzenkandidat der CDU, Michael Sack, trat nach den Verlusten seiner Partei zurück. Er nehme auch sein Landtagsmandat nicht an, bestätigte der Landesverband. Die CDU will dennoch ein mögliches Angebot zu Sondierungsgesprächen seitens der SPD annehmen, wie der kommissarische Landesvorsitzende Eckhardt Rehberg am Montagabend nach einer Sitzung der Partei-Gremien in Schwerin sagte.

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Der Rücktritt des CDU-Kandidaten Sack ist die Antwort auf ein historisches Wahlergebnis. Die Partei landete deutlich hinter den Sozialdemokraten, die 39,6 Prozent der Stimmen erreichten. Aber auch die AfD mit 16,7 Prozent lag noch vor der CDU mit 13,3 Prozent. Das war für die CDU noch deutlich schlechter, als bei der Wahl 2016, als sie mit 19,0 Prozent bereits schwach abgeschnitten hatte.

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Ministerpräsidentin Schwesig bedankte sich nach der Wahl "bei den Menschen in unserem Land". Sie habe die Unterstützung der Bürger "oft gespürt", in der Corona-Pandemie und während ihrer Krebserkrankung. "Ich freue mich, dass es bei der Wahl ein ganz klares Bürgervotum gibt für die SPD in Mecklenburg-Vorpommern", freute sich Schwesig. Auf die Frage, ob sie nach ihrem Wahlsieg die vollen fünf Jahre in Schwerin bleiben wolle, sagt die SPD-Politikerin im ZDF: "Ja." Darauf könnten sich die Wähler verlassen.

Mehr Informationen zur Landtagswahl in Mecklenburg-Vorpommern finden Sie hier.

Quelle: ntv.de

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