Politik

"Anpassung an den Klimawandel" Klöckner fordert Milliarden für den Wald

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Für den 25. September will Umweltministerin Klöckner Forst- und Umweltexperten zum "Waldgipfel" nach Berlin einladen.

(Foto: picture alliance/dpa)

Der deutsche Wald leidet schwer unter der Trockenheit und den Folgen der extremen Sommerhitze. Zur Dürre kommen Schäden durch Borkenkäfer und zurückliegende Stürme. Bei einem eilig einberufenen "Waldgipfel" will Agrarministerin Klöckner konkrete Maßnahmen beraten.

Für die Rettung der Wälder in Zeiten des Klimawandels und die Bewältigung bestehender Waldschäden müssen nach Einschätzung von Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner in den kommenden Jahren mindestens 1,5 Milliarden Euro aufgebracht werden.

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"Wir müssen jetzt tätig werden": Julia Klöckner ruft zum "Waldgipfel".

(Foto: picture alliance/dpa)

Allein für die Beseitigung der jüngsten Sturm- und Waldbrandschäden müsste mindestens eine halbe Milliarde Euro veranschlagt werden, wie die CDU-Politikerin der "Augsburger Allgemeinen" sagte. "Zur verstärkten Anpassung der Wälder an den Klimawandel brauchen wir zusätzlich über eine Milliarde Euro in den nächsten Jahren."

"Wir müssen jetzt tätig werden, denn der Wald ist unser Klimaschützer Nummer eins, unsere grüne Lunge", betonte Klöckner. Zusätzliche Mittel will Klöckner bereits beim Klimakabinett am 20. September lockermachen.

Über die Verwendung der Gelder soll bei einem eigens angesetzten "Waldgipfel" gesprochen werden. Dieses Treffen von Forst- und Umweltexperten mit Interessenvertretern soll den Angaben der Ministerin zufolge am 25. September in Berlin stattfinden. Bei dem von Klöckner angeregten "Gipfel" sollen vor allem auch konkrete Maßnahmen und Empfehlungen zur Umsetzung vorbereitet werden.

Bei der Umsetzung ihrer Pläne verfolgt Klöckner einen ehrgeizigen Zeitplan: Bereits für den 29. August hat sie Vertreter der Waldbesitzer, der Forstwirtschaft, der Schutzgemeinschaft Deutscher Wald, der Waldjugend, der Holzverarbeitungsbranche, des Städte- und Gemeindebundes, der Jagdverbände, der Naturschutzverbände sowie anderer Ministerien zu einem sogenannten Verbändegespräch eingeladen, wie ihr Ministerium auf Anfrage mitteilte. Dabei soll es um eine Bestandsaufnahme gehen und darum, die verschiedenen Perspektiven und Nöte zu betrachten.

Fließt ab dem Herbst Geld?

Ausgestattet mit den Ansichten und Empfehlungen der Betroffenen will sie dann am 20. September im Klimakabinett eine Art Lagebericht abgeben. Dort soll anschließend über die Verwendung der Gelder aus dem Klimafonds entschieden werden. Aus diesem Topf hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft den Angaben zufolge bereits einen Bedarf von mehr als einer halben Milliarde Euro für die Bewältigung der Schäden und die Anpassung der Wälder an den Klimawandel angemeldet.

Das für den 25. September geplante Treffen in Berlin soll laut Klöckner dann ein "Ergebnis- und Tatengipfel" werden. Die dort vereinbarten Maßnahmen sollen dann von den zuständigen Stellen in den Ländern umgesetzt werden. Dabei wird es auch darum gehen, hieß es aus dem Landwirtschaftsministerium, wie das Geld schnell und zuverlässig vor Ort ankommt.

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Quelle: n-tv.de, mmo/DJ/dpa