Politik

69 Prozent sind unzufrieden Laschet verliert in NRW massiv an Rückhalt

Die Menschen in Nordrhein-Westfalen sind unzufrieden mit ihrer Regierung - und vor allem mit Ministerpräsident Laschet. Nur noch ein Viertel der Wahlberechtigten ist zufrieden mit dessen Politik. Das bekommt die gesamte CDU in dem Land zu spüren: Sie stürzt in der Sonntagsfrage ab.

Die Union sucht einen Kanzlerkandidaten und CSU-Chef Markus Söder will die Entscheidung auch an die Beliebtheit knüpfen. Das ist ein deutlicher Seitenhieb auf den CDU-Vorsitzenden Armin Laschet. Denn dieser liegt in Umfragen meist deutlich hinter Söder. Ginge es danach, würde sich der bayerische Ministerpräsident also in der sogenannten K-Frage gegen seinen Amtskollegen aus Nordrhein-Westfalen durchsetzen.

Doch während das Rennen keinesfalls ausgemacht ist und auch viele Argumente für Laschet sprechen, wirkt der aktuelle NRW-Trend des WDR wie ein Dämpfer. Denn laut der im Auftrag des Senders erhobenen Umfrage von Infratest dimap verliert Laschet auch in seinem eigenen Bundesland stark an Rückhalt. Demnach ist derzeit nur noch jeder vierte Wahlberechtigte (26 Prozent) mit der Arbeit des Ministerpräsidenten zufrieden. Das sind 34 Prozentpunkte weniger als im Januar. 69 Prozent zeigen sich unzufrieden - ein Plus von 31 Punkten. Laut WDR ist das der schlechteste Wert für Laschet seit seiner Wahl zum Ministerpräsidenten 2017.

Doch auch die schwarz-gelbe Landesregierung insgesamt schneidet schlecht ab. Nur noch 33 Prozent sind zufrieden mit deren Arbeit, das sind 26 Prozentpunkte weniger. Mit 64 Prozent sind fast zwei Drittel unzufrieden, ein Zuwachs um 23 Punkte im Vergleich zum Januar.

9 Punkte Verlust in Sonntagsfrage

Diese Werte spiegeln sich auch in der aktuellen Sonntagsfrage für Nordrhein-Westfalen wider - die CDU würde demnach massive Verluste erleiden. Sie kommt auf 28 Prozent, das sind 9 Punkte weniger als im Januar. Dagegen liegen die Grünen mit einem Zuwachs um 2 Punkte auf 26 Prozent fast auf Augenhöhe. Es ist ein Allzeithoch für die Partei im NRW-Trend. Die SPD legt nur wenig um 1 Punkt auf 18 Prozent zu. Die FDP gewinnt 3 Punkte und liegt nun bei 11 Prozent. Für eine Fortführung von Schwarz-Gelb würde es damit nicht reichen. Die AfD verbessert sich um 2 Punkte auf 8 Prozent. Die Linke liegt bei 3 Prozent und würde nicht in den Landtag einziehen.

Damit nicht genug, liegt Laschet auch bei der Frage nach der Kanzlerkandidatur der Union in seinem Bundesland hinter Söder. Letzteren halten 49 Prozent für einen guten Kanzlerkandidaten - ein Verlust um 7 Punkte -, 37 Prozent finden das nicht. Nur noch 24 Prozent halten Laschet für einen guten Kandidaten, er fällt damit im Vergleich zum Januar um 23 Punkte. 66 Prozent sehen in ihm dagegen keinen guten Kandidaten.

Für den WDR-Trend wurden vom 6. bis 8. April über Telefon und Online 1197 Menschen befragt.

Quelle: ntv.de, mli

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