Politik

"Entscheidung gemeinsam treffen" Auch Laschet drückt bei K-Frage aufs Tempo

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Laschet tritt an diesem Sonntag zusammen mit CSU-Chef Markus Söder bei einer Klausurtagung der Spitze der Unionsfraktion im Bundestag auf.

(Foto: picture alliance/dpa)

Nach mehreren Unionspolitikern plädiert nun auch CDU-Chef Laschet für eine zügige Klärung der K-Frage. Wichtig sei, dass CDU und CSU die Entscheidung gemeinsam träfen, erklärt der Ministerpräsident von NRW. Geschlossenheit innerhalb der Union habe eine hohe Bedeutung.

Der CDU-Vorsitzende Armin Laschet verlangt eine schnelle Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union. "Wenn ich die Stimmung in der Breite der CDU berücksichtige, sollte die Entscheidung sehr zügig fallen", sagte der nordrhein-westfälische Ministerpräsident der "Bild am Sonntag". Dies sollte aus seiner Sicht einvernehmlich geschehen: "Geschlossenheit hat hohe Bedeutung. CDU und CSU tut es sehr gut, die Entscheidung gemeinsam zu treffen. Und zwar sehr zeitnah."

Laschet tritt an diesem Sonntag zusammen mit CSU-Chef Markus Söder bei einer Klausurtagung der Spitze der Unionsfraktion im Bundestag auf. Dass bei dieser Gelegenheit schon der Kanzlerkandidat ausgerufen wird, erwartet er nicht: "Nein", antwortete Laschet auf eine entsprechende Frage. Der Termin sei seit Monaten geplant, die Parteivorsitzenden von CDU und CSU seien als Gäste geladen, um die Arbeit eng zu verzahnen. Bei der Klausurtagung wird auch Kanzlerin Angela Merkel erwartet.

Laschet machte deutlich, dass er - anders als die CSU und Söder - in vielen politischen Fragen stets an der Seite Merkels gestanden habe. "In den Grundfragen der Politik stimme ich seit Jahren mit der Bundeskanzlerin überein - von der Euro-Rettung bis zur Flüchtlingspolitik. Auch, als vor zwei Jahren der Konflikt mit der CSU über eine europäische Flüchtlingspolitik eskalierte", betonte er. "Ein solcher Riss darf sich in der Union nie wiederholen."

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Zur Form der internen Auseinandersetzung im Machtkampf um die Kanzlerkandidatur sagte Laschet: "Bei mir werden Sie keine Sticheleien, Schmutzeleien oder Ähnliches feststellen. Das ist nicht mein Stil. Die Pandemie ist zu ernst für parteipolitische Spielchen."

Der Begriff "Schmutzeleien" stammt ursprünglich vom früheren CSU-Chef Horst Seehofer. Der hatte Söder 2012 bei einer CSU-Weihnachtsfeier "charakterliche Schwächen" und einen Hang zu "Schmutzeleien" vorgeworfen.

Quelle: ntv.de, jpe/dpa

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