Politik

"Sexy und zugleich solide" sein Söder will K-Frage an Beliebtheit knüpfen

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Wird er der Kanzlerkandidat der Union? Markus Söder erfreut sich zumindest großer Beliebtheit.

(Foto: picture alliance / SvenSimon)

Fragt man die Deutschen, steht der Unions-Kanzlerkandidat bereits fest: Bayerns Ministerpräsident Söder ist deutlich beliebter als sein NRW-Kollege und CDU-Chef Laschet. Kein Wunder also, dass der CSU-Chef nun erklärt: Der Rückhalt der Bevölkerung sei bei der K-Frage besonders wichtig.

Kurz vor der Entscheidung über die Kanzlerkandidatur der Union hat CSU-Chef Markus Söder auf die Bedeutung von Popularitätswerten verwiesen. Person und Programm müssten "nicht nur von der Partei, sondern auch in der breiten Bevölkerung akzeptiert werden", sagte er dem "Spiegel". Der bayerische Ministerpräsident liegt seit Monaten in allen Umfragen weit vor seinem Konkurrenten Armin Laschet. Im Trendbarometer von RTL und ntv hatten zuletzt die Hälfte der Unions-Wähler angegeben, ihre Wahlentscheidung im September davon abhängig zu machen, wen die Partei als Kanzlerkandidaten aufstellt.

Söder skizzierte zudem die Grundzüge eines Wahlprogramms. "Die Ausgangslage ist anders als früher: Diesmal wird wohl nicht die SPD der Hauptgegner um Platz eins sein, sondern die Grünen", sagte der CSU-Chef. "Deshalb müssen wir den Menschen ein Angebot machen, das ein modernes Gesellschaftsbild mit kompetentem und seriösem Regierungshandeln verbindet - die Union muss also sexy und solide zugleich sein."

Söder rief die Union zu einem entschlossenen Wahlkampf auf. "Es geht nicht nur darum, die untergehende Sonne zu repräsentieren, sondern die Hoffnung auf das Morgen", sagte er. "Es ist wichtig, dass wir nicht altväterlich oder müde wirken, sondern uns als interessante und moderne Gemeinschaft präsentieren, die neben neuen Ideen auch weiß, wie man Deutschland regiert." Einfach nur ein Regierungsprogramm zusammenzutragen, wäre der falsche Weg. Nötig sei "eine klare Führungsidee" für Deutschland und für Europa.

"Wir müssen die AfD entschieden bekämpfen"

Vor einer Aufstellung von Ex-Verfassungsschutzpräsident Hans-Georg Maaßen als Kandidat für die Bundestagswahl warnte Söder die Thüringer CDU. "Das wäre ein schwieriges Signal - ich hoffe, dass die Thüringer CDU klug entscheidet", so Söder. Zugleich betonte er die Bedeutung des Kampfs gegen Rechtsextremismus und stellte sich klar gegen die AfD. "Ich wehre mich mit aller Konsequenz gegen antidemokratische Kräfte", sagte Söder. "Wir müssen die AfD entschieden bekämpfen und dürfen uns nicht vor ihr verstecken."

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Ein moderner Demokrat müsse Haltung zeigen, sagte der CSU-Chef. "Für mich ist inakzeptabel, wenn Menschen wegen ihrer Herkunft, ihres Glaubens oder ihrer Orientierung diskriminiert werden." Die Bekämpfung von Rassismus, Antisemitismus und Engstirnigkeit sei "oberste Pflicht".

Die Pläne für eine mögliche Kandidatur Maaßens in Südthüringen sind in der Union hochumstritten. Der aus Nordrhein-Westfalen stammende Maaßen stand von 2012 bis 2018 an der Spitze des Bundesamtes für Verfassungsschutz. Er geriet 2018 nach relativierenden Äußerungen über rechtsextreme Ausschreitungen in Chemnitz in die Kritik. Abgelöst wurde er nach langem Hin und Her, als er später zudem von "linksradikalen Kräften" in der SPD sprach.

Quelle: ntv.de, hny/AFP

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