Politik

Karliczek im "ntv Frühstart" "Maskenpflicht ermöglicht Präsenzunterricht"

Bundesbildungsministerin Anja Karliczek will mithilfe von Masken einen sicheren Schulbetrieb für die Kinder ermöglichen. Masken und Lüften seien effizienter als Raumluftfilter, wiegelt Karliczek Kritik an den weiter fehlenden Geräten ab.

Im Streit um mögliche Corona-Lockerungen an den Schulen positioniert sich Bundesbildungsministerin Anja Karliczek gegen deutliche Lockerungen. "Wenn wir die Maskenpflicht beibehalten, dann werden wir es auch schaffen, den Präsenzunterricht aufrechtzuerhalten. Und das ist doch das Ziel", sagte Karliczek am Donnerstag in der ntv-Sendung "Frühstart". Die Masken seien "unser einfachstes Hilfsmittel", um eine Ansteckung zu verhindern.

Die CDU-Ministerin kann sich aber eine Verkürzung der Quarantäne-Regeln an Schulen und Kitas vorstellen. "Zwei Wochen ist sehr, sehr lang und wenn es gute Gründe gibt, einzelne nach einigen Tagen mit einer Testung wieder aus der Quarantäne zu entlassen, dann kann das eine Alternative sein", sagte die CDU-Politikerin. Die Kultusminister der Länder fordern von der Bundesregierung weitere Lockerungen im Kita- und Schulbetrieb. Das Kanzleramt lehnt das ab und warnt vor einer Durchseuchung der Kinder.

Das Fehlen von Luftfiltern in vielen Schulklassen ist für die Bundesbildungsministerin aber kein Grund zur Sorge. Maskentragen und Lüften sei in den meisten Klassenräumen "wesentlich besser als ein Luftfilter". Außerdem seien die Kommunen für die Anschaffung von Luftfiltern verantwortlich. "Luftfilter sind nicht so teuer, dass die Kommunen die nicht aus ihren Budgets anschaffen können", sagte Karliczek.

Der Ministerin wird vorgeworfen, Förderprogramme viel zu spät gestartet zu haben. Erst im Juli dieses Jahres wurden 200 Millionen Euro Bundesmittel für die Anschaffung von mobilen Luftfiltern in Schulen freigegeben.

Quelle: ntv.de, tbe/shu

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