Politik

Berlin setzt auf 2G Bayern führt 3G-Regel ab 35er-Inzidenz ein

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Unter anderem in der Gastronomie gilt in Bayern ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von 35 die 3G-Regel.

(Foto: picture alliance/dpa)

Die Pflicht zum Tragen einer FFP2-Maske entfällt, der Präsenzunterricht kehrt zurück, Clubs dürfen wieder öffnen - in Bayern greifen ab Donnerstag neue Corona-Bestimmungen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die 3G-Regel. Berlin geht sogar einen Schritt weiter und schreibt für bestimmte Bereiche die 2G-Regel vor.

In Bayern gelten von Donnerstag an neue Anti-Corona-Regeln: Die FFP2-Maskenpflicht, die allgemeinen Kontaktbeschränkungen, aber auch die Sperrstunde in der Gastronomie sowie die Kundenbegrenzungen im Handel entfallen. Zudem hat nach dem aktuellen Kabinettsbeschluss die Sieben-Tage-Inzidenz als Maßstab für verschärfte Anti-Corona-Maßnahmen quasi ausgedient - bis auf den Grenzwert 35: Bei mehr als 35 Neuinfektionen binnen sieben Tagen in einem Landkreis oder einer kreisfreien Stadt gilt dort in Innenräumen breitflächig der 3G-Grundsatz. Zugang zu vielen öffentlichen und privaten Einrichtungen haben dann nur noch Geimpfte, Genesene oder Personen mit einem aktuellen negativen Corona-Test.

Konkret gilt die 3G-Regel dann unter anderem für Veranstaltungen, Sportstätten, Fitnessstudios, Kulturevents, Theater, Kinos, Museen, die Gastronomie, Beherbergungsbetriebe, Hochschulen, Bibliotheken und weitere Freizeiteinrichtungen aller Art. Ausnahmen von der 3G-Regel gelten etwa für Privaträume, den Handel und den öffentlichen Nahverkehr - sowie für noch nicht eingeschulte Kinder und für Schüler. "Schüler gelten mit Blick auf die regelmäßigen Tests in der Schule als getestet", heißt es im Beschluss des Kabinetts. Schärfere Anti-Corona-Maßnahmen sind stattdessen künftig abhängig von der Klinik-Auslastung.

Ministerpräsident Markus Söder sprach von einem "neuen Kapitel" im Kampf gegen das Coronavirus. Einen neuen Lockdown in der vierten Corona-Welle schloss er aus. Mittlerweile seien 60 Prozent der Menschen zweifach geimpft. "Daher wird es jetzt definitiv keinen Lockdown mehr geben oder Beschränkungen wie wir sie hatten."

Rechtzeitig vor dem Schulstart nach den Sommerferien ist nun auch klar: Bayerns Schüler und Schülerinnen werden künftig nicht mehr in den Wechselunterricht geschickt werden, wenn die Infektionszahlen steigen. Allerdings müssen sie im neuen Schuljahr bis auf weiteres Masken tragen - auch an ihrem Platz.

Berliner Neuregelungen ab dem Wochenende

Clubs und Diskotheken sollen nach Worten Söders ab Oktober wieder öffnen können. Das sei "sicherlich die mutigste Entscheidung", sagte der CSU-Politiker. Es sollen nur Menschen Zutritt haben, die von Covid-19 genesen, geimpft oder negativ darauf getestet wurden. Dabei reiche allerdings kein Schnelltest, sondern es müsse ein PCR-Test sein.

Auch in Berlin dürfen Clubs und Diskotheken ihre Innenbereiche wieder öffnen - allerdings nach der strengeren 2G-Regel, nach der nur Geimpften und Genesenen der Zutritt gestattet wird. Die Neuregelung soll voraussichtlich bereits ab dem Wochenende gelten, wie der Senat nach seiner Sitzung mitteilte. Auch die Maskenpflicht falle dann dort weg, sagte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci. Der Senat setze mit der Öffnung der Innenbereiche der Clubs einen Beschluss des Verwaltungsgerichts um, unterstrich die SPD-Politikerin. Dieses hatte am 20. August das generelle Verbot von Tanzveranstaltungen in der Hauptstadt in einer Eilentscheidung für Geimpfte und Genese aufgehoben.

Der Senat beschloss zudem eine weitere Änderung ausschließlich für Geimpfte und Genesene: In Saunen, Thermen und ähnlichen Einrichtungen dürfen beide Gruppen wieder an Aufgüssen teilnehmen und Dampfbäder betreten. Eine Regelverschärfung plant der Senat dagegen für die Gastronomie: In Innenräumen von Gaststätten und Kantinen sollen künftig die Verantwortlichen "Nachweise zur Testung, Impfung oder Genesung überprüfen und bei fehlendem Nachweis den Zutritt verweigern".

Quelle: ntv.de, chf/dpa/AFP

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