Politik

Wolken stoppen Putins Kampfjets Russland streicht Luftshow bei Militärparade

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Zu viel für die russische Luftwaffe: Bei dieser Bewölkung über Moskau kann sie 2022 nicht fliegen.

(Foto: picture alliance / ASSOCIATED PRESS)

Das "Z" ist das Symbol des russischen Angriffs auf die Ukraine. Beim Tag des Sieges sollen daher 77 Flugzeuge und Hubschrauber den Buchstaben im Formationsflug in die Luft malen. Dann werden sie allerdings von angeblich schlechtem Wetter gestoppt.

Die russische Führung hat die Luftshow bei der Moskauer Militärparade abgesagt. "Der Luftteil findet wegen des Wetters nicht statt", sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow der staatlichen Nachrichtenagentur Tass. Ursprünglich sollten 77 Flugzeuge und Hubschrauber an der Militärparade teilnehmen. Medienberichten zufolge war geplant, dass die Kampfflugzeuge ein "Z" am Himmel bilden.

Ein leitender Mitarbeiter des Wetterzentrums Fobos führte die Erklärung gegenüber der staatlichen Nachrichtenagentur RIA Novosti aus. Er bezeichnete die Witterungsverhältnisse als "schwierig". Demnach befand sich die Wolkendecke am Morgen der Parade auf nur etwa 300 Metern Höhe und damit zu niedrig für die Show.

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Moskau im Mai 2021: ...

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Während der Parade waren am Himmel allerdings nur wenige Wolken zu erkennen. Als der russische Präsident Wladimir Putin die Bühne betrat und seine Rede hielt, war es über dem Roten Platz in Moskau heiter bis wolkig. Es gab keinen Regen. Für den weiteren Verlauf wurden nur eine leichte Bewölkung und geringe Windgeschwindigkeiten vorausgesagt.

Meteorologe war optimistisch

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... Es ist deutlich bewölkter. Dennoch fliegen Putins Kampfjets.

(Foto: picture alliance/dpa/TASS)

Zu dieser Darstellung passen Angaben, die der Direktor des staatlichen Wetterdienstes Gidrometzentr, Roman Wilfand, am Vorabend gemacht hatte. Er sah keine witterungsbedingten Gefahren, da die Wolkendecke voraussichtlich höher als 300 Meter sein würde und die Wolken zudem mit Chemikalien auseinander getrieben werden könnten. Bei der Militärparade im Mai 2021 fand die Luftshow trotz starker Bewölkung und regnerischen Wetters statt.

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Auch in anderen Millionenstädten wie St. Petersburg, Jekaterinburg, Nowosibirsk und Samara fielen die Flugshows als Teil der Militärparade aus. In der Region Ferner Osten, in den Städten Chabarowsk und Komsomolsk-am-Amur, wurden zuvor geplante Flugeinlagen ebenfalls abgesagt. In der Millionenstadt Wolgograd, die zum Jubiläum des Weltkriegsendes für einen Tag wieder in Stalingrad umbenannt wurde, war die Luftwaffe bei der Parade hingegen zu sehen.

Es ist nicht das erste Mal, dass Russland seit Beginn des Angriffs auf die Ukraine mit dem Wetter hadert. Unter Berufung auf das Verteidigungsministerium hatte die Staatsagentur Tass im April mitgeteilt, dass der Raketenkreuzer "Moskwa", das Flaggschiff der Schwarzmeerflotte, während eines Sturms gesunken ist. Auch damals war in Wetterberichten kein schlechtes Wetter zu erkennen. Die ukrainische Armee behauptet, dass sie das Schiff mit Raketen vom Typ "Neptun" versenkt habe.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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