Politik

RTL/ntv-Trendbarometer Union wieder über 20 Prozent, SPD stabil

Ist das die von der Union erhoffte Trendwende? Im Trendbarometer legen CDU und CSU zwei Punkte zu. Alle anderen Parteien mit Ausnahme der FDP verändern ihre Werte nicht. Auch in der Kanzlerfrage geht es für Laschet leicht aufwärts.

Die Union legt im aktuellen Trendbarometer zwei Prozentpunkte zu und hat es damit wieder über die 20-Prozent-Marke geschafft. Allerdings steht die SPD noch immer vier Punkte vor CDU und CSU. Die FDP fällt auf 11 Prozent zurück, alle anderen Parteien bleiben im Vergleich zu Vorwoche unverändert.

Wenn bereits jetzt Bundestagswahl wäre, könnten die Parteien mit folgendem Ergebnis rechnen: SPD 25 Prozent (Bundestagswahl 2017: 20,5), CDU/CSU 21 Prozent (32,9), Grüne 17 Prozent (8,9), FDP 11 Prozent (10,7), AfD 11 Prozent (12,6), Linke 6 Prozent (9,2). Die sonstigen kleineren Parteien erreichen zusammen 9 Prozent (5,2). Unter den sonstigen Parteien erreichen die Freien Wähler 3 Prozent. Der Anteil der Nichtwähler und Unentschlossenen ist mit 25 Prozent größer als in der Vorwoche und liegt etwas über dem Anteil der Nichtwähler bei der Bundestagswahl 2017 (23,8).

Im durch Überhang- und Ausgleichsmandate im Vergleich zu 2017 nochmals um 50 Abgeordnete größeren Bundestag (759 Abgeordnete) wäre die Union mit 178 Abgeordneten (68 weniger als 2017) vertreten, während die SPD 208 Abgeordnete in den Bundestag entsenden könnte. Die Grünen-Fraktion bestünde aus 141 Abgeordneten, FDP und AfD wären mit jeweils 91, die Linke mit 50 Abgeordneten im Bundestag vertreten.

Folgende Dreier-Koalitionen hätten eine regierungsfähige Mehrheit von 380 Sitzen:

  • ein Bündnis aus SPD, Union und FDP (477 Mandate),
  • eine Ampel aus SPD, Grünen und FDP (440 Mandate)
  • eine Jamaika-Koalition aus Union, Grünen und FDP (410 Mandate)
  • sowie eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken (399 Mandate).

Auch ein Bündnis aus SPD und CDU/CSU hätte wieder eine Mehrheit (386 Mandate). Keine Mehrheit hätte eine rot-grüne Regierung (349 Mandate) oder ein Bündnis aus CDU/CSU und FDP (269 Mandate).

Laschet legt in der Kanzlerfrage zwei Punkte zu

Bei der Kanzlerpräferenz gewinnt Unionskanzlerkandidat Armin Laschet im Vergleich zur Vorwoche zwei Prozentpunkte, während die Werte für SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz und Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock unverändert bleiben. Mit 30 Prozent liegt Scholz jetzt 19 Prozentpunkte vor Laschet und 15 Punkte vor Baerbock. Wäre CSU-Chef Markus Söder Kanzlerkandidat der Union, würden sich wie in der Vorwoche 38 Prozent für ihn entscheiden. Scholz würden in diesem Fall 22 Prozent wählen, Baerbock 14 Prozent.

Auf die Frage, welche Partei am besten mit den Problemen in Deutschland fertig wird, nennen 14 Prozent die Union, zwei Punkte weniger als in der Vorwoche. Der SPD trauen 13 Prozent, den Grünen 9 Prozent diese politische Kompetenz zu. Anderen Parteien trauen 11, keiner Partei 53 Prozent zu, mit den Problemen in Deutschland fertig werden zu können.

Mit dem Krisenmanagement der Bundesregierung bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie sind 46 Prozent zufrieden. 54 Prozent sind nicht zufrieden. Überdurchschnittlich unzufrieden sind weiterhin die Anhänger der FDP (37 zu 63 Prozent), der Linken (36 zu 64 Prozent) und vor allem der AfD (9 zu 91 Prozent). Überwiegend zufrieden sind Anhänger der CDU/CSU (66 zu 34 Prozent), der Grünen (60 zu 40 Prozent) und der SPD (55 zu 45 Prozent).

Quelle: ntv.de, hvo

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