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Dupasquier flog aus der Kurve 19-jähriger Motorrad-Pilot stirbt nach schwerem Sturz

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Dupasquier war an der Strecke behandelt und dann sofort in ein Krankenhaus geflogen worden.

(Foto: REUTERS)

Der bei der Motorrad-WM in Italien schwer verunglückte Schweizer Fahrer Jason Dupasquier ist gestorben. Der 19-Jährige war am Samstag beim Qualifikationsrennen der Moto3 in einer Kurve gestürzt. Dabei soll ihn mindestens ein nachfolgender Fahrer touchiert oder gar überrollt haben.

Der Schweizer Motorrad-Rennfahrer Jason Dupasquier, der am Samstag im Qualifying der Moto3-Klasse beim italienischen Grand Prix in Mugello schwer verunglückt war, ist seinen schweren Kopfverletzungen erlegen. Das teilten die Organisatoren mit. Der 19-Jährige vom deutschen Team PrüstelGP befand sich zuvor laut Aussagen der Ärzte mit "schweren Hirnverletzungen" in kritischem Zustand. Zudem war er in der Nacht zum Sonntag wegen seiner Gefäßverletzungen am Brustkorb operiert worden. Zunächst war auf eine Operation vorerst verzichtet worden, um den kritischen Zustand des Patienten nicht weiter zu destabilisieren.

"Im Namen der gesamten MotoGP senden wir seinem Team und seiner Familie unsere Liebe", hieß es in der Mitteilung: "Wir werden Dich sehr vermissen." Das Rennen der Moto3 war zu dem Zeitpunkt gerade beendet, der WM-Lauf der Moto2 startete nur wenige Minuten nach Bekanntgabe des Todes dennoch.

"Mit schwerstem Herzen verkünden wir den Tod von Jason Dupasquier", schrieb das aus dem sächsischen Callenberg stammende Team PrüstelGP auf Facebook. "Wir sind am Boden zerstört und zu diesem Zeitpunkt sind alle unsere Gedanken bei Jasons Familie. Du wirst schmerzlich vermisst und nie vergessen, Jason." Der Schweizer fuhr seine zweite Saison in der Motorrad-WM. Nach fünf Rennen belegte er mit 27 Punkten den zehnten Platz.

Jason Dupasquier war mit seiner KTM zu Fall gekommen. Der folgende Japaner Ayumu Sasaki soll den am Boden liegenden Schweizer am Kopf touchiert haben oder Dupasquier gar überrollt haben. Nach einem Zusammenprall mit der Maschine Dupasquiers stürzte er selbst wie auch der Spanier Jeremy Alcoba. Beide blieben unverletzt. Die TV-Bilder können den Unfallhergang nicht genau aufklären. Dupasquier wurde 40 Minuten am Unfallort medizinisch versorgt und dann per Rettungshubschrauber in die Klinik geflogen. Dupasquier lag auf der Intensivstation des Krankenhauses Careggi in Florenz.

Die Qualifikationsrennen waren nach einer Unterbrechung fortgesetzt worden. Der Franzose Fabio Quartararo, Spitzenreiter in der MotoGP, hatte am Samstag seine Pole Position dem Schweizer gewidmet. "Ich bete für ihn und seine Familie", hatte der Yamaha-Pilot gesagt. Das Team PrüstelGP hatte sich schon vor dem Tod Dupasquiers vom Italien-GP zurückgezogen.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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