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Flitzer stört "Mighty Mike" kurz Michael van Gerwen feiert zweiten WM-Titel

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Michael van Gerwen holt sich seinen zweiten WM-Titel.

(Foto: REUTERS)

Es ist das Duell der Darts-Superstars der vergangenen drei Jahre: Weltmeister Gary Anderson will gegen den Weltranglistenersten Michael van Gerwen den Titel-Hattrick. Er führt auch bereits 2:1 nach Sätzen, ehe sich das Spiel dreht - und der Niederländer triumphiert.

Topfavorit Michael van Gerwen hat zum zweiten Mal den Titel bei der Darts-Weltmeisterschaft in London gewonnen. Der 27 Jahre alte Niederländer bezwang Titelverteidiger Gary Anderson im Finale deutlich mit 7:3 und entthronte damit den Schotten, nachdem dieser 2015 und 2016 im Alexandra Palace triumphiert hatte. In ihrem ersten WM-Finale gegeneinander zeigte "Mighty Mike" die deutlich konstantere Leistung. Zwar kam er mit 107,79 Punkten pro Aufnahme nicht an seinen im Halbfinale aufgestellten WM-Rekord (114,05 Punkte) heran, er hielt Anderson (104,93) jedoch über weite Strecken in Schach.

Im dritten Durchgang gelang dem Weltranglistenzweiten Anderson, der zuvor 17 WM-Partien am Stück gewonnen hatte und sich mit immerhin 160.000 Pfund (rund 188.000 Euro) trösten kann, das erste Break. Doch van Gerwen kämpfte sich mit fünf Satzgewinnen in Folge mehr als beeindruckend zurück und zeigte, warum er im Jahr 2016 mit 25 Turniersiegen der dominierende Spieler war. Selbst ein Flitzer beim Stand von 6:2 brachte van Gerwen nur kurz aus dem Spiel, Anderson gewann einen weiteren Satz, ehe van Gerwen sich seinen siebten Satz und damit den WM-Titel sicherte. Damit zementierte van Gerwen auch die Machtverhältnisse im direkten Duell. In zuvor 35 Spielen gegeneinander hatte der Niederländer 22 gewonnen, der "Flying Scotsman" nur 13.

Im Endspiel glänzten beide Spieler mit insgesamt 42 Maximums, also perfekten Aufnahmen von 180 Punkten. Das ist ein Rekord in WM-Finals nach Version des Verbandes PDC (seit 1994). Insgesamt konnten die frenetischen Fans im "Ally Pally" während dieser WM 708  Maximums bejubeln – und damit deutlich mehr als noch im Vorjahr (654). Max Hopp (Idstein) war als bester Deutscher in der zweiten Runde am Belgier Kim Huybrechts gescheitert. Dragutin Horvat (Kassel) hatte bereits seine Auftaktpartie gegen den Australier Simon Whitlock verloren.

Quelle: ntv.de, bad/dpa/sid