Der Sport-Tag
11. Juli 2022
20:56 Uhr

Tour-Dominator möchte kein "Kannibale" sein und werden

Tour-de-France Spitzenreiter Tadej Pogacar hat Vergleiche mit Rad-Legende Eddy Merckx lächelnd abgewehrt. Mit zwei Etappensiegen und der Eroberung des Gelben Trikots bereits in der ersten Tour-Woche ähnelt der überragende Slowene immer mehr dem Belgier, der zu seiner aktiven Zeit den Spitznamen "Kannibale" trug. "Wer will nicht immer gewinnen? Ich sehe mich aber nicht als Kannibalen", sagte der 23-Jährige auf der Pressekonferenz am Ruhetag.

Pogacar, der die Frankreich-Rundfahrt bereits in den vergangenen beiden Jahren gewann, liegt in der Gesamtwertung 39 Sekunden vor dem Dänen Jonas Vingegaard und 1:17 Minuten vor dem walisischen Ex-Tour-Champion Geraint Thomas. Das Gelbe Trikot womöglich einem Fahrer in einer Ausreißergruppe für einige Tage zu überlassen, um die eigene Mannschaft zu schonen, kommt ihm dabei nicht in den Sinn. Der Kapitän des UAE-Teams hofft, das Leadertrikot bis nach Paris zu bringen.

20:22 Uhr

Österreichs Fußballerinnen wahren Viertelfinal-Chance

cb14d0ce5a5c28128d194d69410e40d3
Jubel bei den Spielerinnen aus Österreich (Foto: dpa)

Österreichs Fußballerinnen haben bei der EM in England ihren ersten Sieg gefeiert und dürfen auf den Einzug in die nächste Runde hoffen. Fünf Tage nach dem 0:1 zum Auftakt gegen Gastgeber England setzte sich die Mannschaft von Nationaltrainerin Irene Fuhrmann mit 2:0 (1:0) gegen EM-Debütant Nordirland durch.

  • Am Montag brachte Katharina Schiechtl (19.), die bei Werder Bremen spielt, die favorisierten Österreicherinnen in Führung. Kurz vor dem Ende erhöhte die beim Bundesligisten TSG Hoffenheim aktive Katharina Naschenweng (88.) nach einem starken Solo.

  • Mit nun drei Punkten nach zwei Spielen ist Österreich Dritter in Gruppe A. Am Abend (21.00 Uhr/ZDF und DAZN) treffen zudem England und Norwegen aufeinander.

19:42 Uhr

Ronaldo fehlt - und der Man-United-Boss spricht deutlich über seine Zukunft

Ein Verkauf von Superstar Cristiano Ronaldo ist für Erik ten Hag, neuer Teammanager bei Manchester United, kein Thema. "Er steht nicht zum Verkauf. Wir planen mit ihm für die Saison, und wir wollen gemeinsamen Erfolg", sagte der Niederländer einen Tag vor einem Testspiel des englischen Rekordmeisters in Bangkok gegen den Premier-League-Rivalen FC Liverpool.

Diese Partie bildet den Auftakt eine Serie von weiteren Vorbereitungsspielen in Thailand und Australien. Der fünfmalige Weltfußballer Ronaldo hatte seine Teilnahme an dieser Tour aus familiären Gründen abgesagt und damit die Spekulationen über einen Vereinswechsel befeuert. In den Medien wurde spekuliert, der Portugiese sei auf der Suche nach einem neuen, für die Champions League qualifizierten Klub. Man United nimmt als Sechster der vergangenen Spielzeit in England in der kommenden Saison nur an der Europa League teil. Der FC Bayern dementierte jüngst wiederholt, eine Verpflichtung in Betracht zu ziehen.

19:19 Uhr

Von Turin nach Manchester und zurück: Pogba geht wieder nach Italien

Der französische Fußball-Weltmeister Paul Pogba kehrt nach sechs Jahren bei Manchester United wieder zu Italiens Rekordmeister Juventus Turin zurück. Das gab der Renommierklub bekannt. 2016 war Pogba für 105 Millionen Euro von Juve zu ManUnited gewechselt, sein Vertrag dort war am 30. Juni ausgelaufen. Zuletzt hatten italienische Medien berichtet, dass Pogba in Turin einen Vierjahresvertrag mit einem Jahresgehalt von 7,5 Millionen Euro erhalten werde. In Manchester war der WM-Champion hinter den hohen Erwartungen zurückgeblieben, mit den Red Devils gewann er 2017 die Europa League und den Ligapokal.

18:42 Uhr

Heute schon? Thomas Müller überrascht den FC Bayern mit verfrühter Rückkehr

Zwei Tage früher als erwartet ist Fußball-Nationalspieler Thomas Müller bei Bayern München wieder ins Training eingestiegen. Der 32-Jährige stand heute im Kreise seiner Teamkollegen auf dem Platz an der Säbener Straße. Am morgigen Dienstag werden in Kapitän Manuel Neuer, dem wechselwilligen Robert Lewandowski sowie Leroy Sané, Lucas Hernandez und Benjamin Pavard die restlichen Nationalspieler aus dem Urlaub zurückerwartet. Dann stehen die obligatorischen Leistungstests an, ehe Coach Julian Nagelsmann am Mittwoch erstmals mit dem kompletten Kader trainieren kann.

18:08 Uhr

Vierter im Vorjahr, jetzt macht der Po Probleme: Nächste Aufgabe bei der Tour

Der Vorjahresvierte Ben O'Connor hat bei der 109. Tour de France verletzungsbedingt vorzeitig aufgegeben. Wie sein Team AG2R Citröen am Ruhetag mitteilte, hat der Australier mit einer Muskelverletzung am rechten Gesäßmuskel zu kämpfen. O'Connor ist nach Teamkollege Geoffrey Bouchard, der am Samstag positiv auf das Coronavirus getestet worden war, der zweite Ausfall der französischen Equipe. Damit sind noch 164 der ursprünglich gestarteten 176 Fahrer im Rennen. Alle Deutschen sind noch dabei.

17:17 Uhr

Vertragsauflösung: Özil spricht nach langer Suspendierung schon mit neuem Klub

Ex-Weltmeister Mesut Özil verlässt einem Medienbericht zufolge den türkischen Erstligisten Fenerbahçe Istanbul. Beide Seiten trennten sich einvernehmlich, meldete der türkische Sender NTV Spor. Ein Sprecher des Klubs bestätigte das auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur bislang nicht. NTV Spor berichtet weiter, Özil sei zudem mit dem türkischen Erstligisten Medipol Basaksehir im Gespräch.

Özil, der im vergangenen Jahr vom FC Arsenal in der englischen Premier League zu Fenerbahçe gewechselt war, ist seit März aus dem Fenerbahçe-Kader ausgeschlossen. Sein Vertrag bei dem türkischen Spitzenklub läuft eigentlich noch bis 30. Juni 2024. Erst im Juni hatte der 33 Jahre alte Weltmeister von 2014 betont, dass er trotz Suspendierung seinen Vertrag bei Fenerbahçe Istanbul erfüllen wolle.

16:35 Uhr

Salihamidzic zu Verhandlungen in Turin? Juventus sagt wenig zum Mega-Transfer

In der Transfer-Debatte um den vom FC Bayern umworbenen Matthijs de Ligt will sich Juventus Turin nicht zu einem angeblichen Treffen mit dem Münchner Sportvorstand Hasan Salihamidzic äußern. Auf einem Video ist Salihamidzic nach seiner Landung in Italien zu sehen. "Gibt es Zuversicht für de Ligt?" wird er darin auf Italienisch gefragt. Der frühere Juve-Profi antwortet in Landessprache: "Schauen wir mal." Ein Sprecher von Juventus Turin bestätigte ein Treffen mit Vertretern von Bayern München auf Nachfrage nicht. "Es gibt im Moment keine Neuigkeiten", sagte er.

Der Niederländer de Ligt will Medienberichten zufolge Juventus verlassen, neben dem FC Bayern ist auch der FC Chelsea interessiert. Weder die Münchner noch die Turiner haben sich bislang öffentlich zu dem Thema geäußert. Übereinstimmenden italienischen Medienberichten zufolge erhöhte der deutsche Serienmeister sein Angebot für den 22 Jahre alten Nationalspieler zuletzt auf mindestens 70 Millionen Euro, dazu kämen noch Boni. De Ligt hat eine Ausstiegsklausel in seinem noch bis 2024 laufenden Vertrag: Für eine Ablösesumme von 120 Millionen Euro kann er Juventus verlassen.

16:07 Uhr

Da Silva wechselt aus Berlin zum FC Barcelona

Oscar da Silva verlässt nach einem Jahr den deutschen Basketball-Meister Alba Berlin und wechselt zum spanischen Topklub FC Barcelona. Das gab der Verein bekannt. Der Power Forward kam in der vergangenen Saison auf 78 Einsätze für die Berliner in allen Wettbewerben und feierte mit Alba sowohl den Meistertitel als auch den Pokalsieg. "Wir sind sehr stolz auf Oscar und die Art und Weise, wie sehr er sich bei uns in nur einer Saison entwickelt hat", sagte Alba-Sportdirektor Himar Ojeda: "Er hat in dieser Spielzeit sein Können ausdrucksvoll zur Schau gestellt und ist als Sportler und Mensch gewachsen. Er ist ein toller Typ mit einer großen Zukunft."

15:40 Uhr

Mehr als 470 Millionen Euro verschwiegen? Ex-Formel-1-Boss wegen Betrugs angeklagt

Der frühere Formel-1-Chef Bernie Ecclestone wird wegen Betrugs angeklagt. Es gehe um Vermögenswerte im Ausland im Wert von mehr als 400 Millionen Pfund (472,6 Mio Euro), teilte die britische Staatsanwaltschaft Crown Prosecution Service mit. Demnach soll der 91-Jährige die Besitztümer den britischen Steuerbehörden verschwiegen haben.

"Die Staatsanwaltschaft erinnert alle Beteiligten daran, dass gegen diesen Angeklagten jetzt ein Strafverfahren läuft und er ein Recht auf ein faires Verfahren hat", sagte Generalstaatsanwalt Andrew Penhale. Die erste Anhörung ist am 22. August in London geplant, theoretisch ist eine Strafe von bis zu zehn Jahren Haft möglich.

Es ist nicht sein erstes Mal vor Gericht. Wegen des Verkaufs der Formel 1 an das Investmentunternehmen CVC im Jahr 2006 musste Ecclestone sich im April 2013 als Angeklagter in München verantworten und sich dem Vorwurf der Bestechung stellen. Im August desselben Jahres wurde das Verfahren gegen eine Geldauflage von 100 Millionen US-Dollar eingestellt. Im Januar 2017 wurde Ecclestone von den neuen Formel-1-Besitzern Liberty Media als Geschäftsführer abgesetzt.

14:59 Uhr

Niederlande müssen für Rest der EM auf Kapitänin verzichten

Die niederländische Frauen-Nationalmannschaft muss bei der Fußball-EM in England in den kommenden Spielen auf ihre Kapitänin Sari van Veenendaal verzichten. Wie der niederländische Verband KNVB bekannt gab, fällt die Torhüterin für den Rest des Turniers aus.

c576c1d239f78528916440bae2bb45dc
Für van Veenendaal ist die EM schon vorbei. (Foto: AP)

Die 32-Jährige hatte sich im ersten Gruppenspiel gegen Schweden (1:1) am Samstag an der Schulter verletzt und musste noch in der ersten Halbzeit ausgewechselt werden. Für den Titelverteidiger ist es bereits der zweite Ausfall im laufenden Turnier, nachdem Mittelfeldspielerin Jackie Groenen positiv auf Corona getestet wurde.

14:31 Uhr

Jens Lehmann schließt Ausbildung erfolgreich ab

Der ehemalige Fußball-Nationaltorhüter Jens Lehmann darf sich ab sofort als zertifizierter Sportmanager bezeichnen. Der 52-Jährige absolvierte einen entsprechenden Lehrgang an der Universität St. Gallen. Lehmann steht damit in einer Reihe mit ehemaligen Absolventen wie Mladen Petric, Heiko Westermann oder Gerald Asamoah. Der 61-malige Nationalspieler hatte seine aktive Karriere 2011 beendet. In der Bundesliga lief er für Schalke 04, Borussia Dortmund und den VfB Stuttgart auf. Zuletzt war er im Jahr 2019 für knapp drei Monate als Co-Trainer beim FC Augsburg aktiv.

14:16 Uhr

Coronafall im deutschen EM-Aufgebot

14:03 Uhr

Tour meldet erfreuliche Ergebnisse der Corona-Testreihe

Die neueste Testreihe bei der Tour de France hat keine weiteren Corona-Fälle ergeben. Das teilte der Radsport-Weltverband UCI am heutigen Montag mit, dem zweiten Ruhetag der diesjährigen Frankreich-Rundfahrt. Die Tests waren am Sonntagabend durchgeführt worden.

Schon vor Beginn der Tour waren einige Profis aus dem Fahrerfeld genommen worden, Bob Jungels (Luxemburg/AG2R Citroen Team) hingegen, Etappensieger vom Sonntag in Chatel, durfte aufgrund seiner niedrigen Viruslast an den Start gehen. Das Rennen wegen Corona aufgegeben haben Jungels' Teamkollege Geoffrey Bouchard (Frankreich) und Vegard Stake Laengen (Norwegen/UAE Team Emirates) aus der Mannschaft des slowenischen Gesamtführenden Tadej Pogacar.

13:31 Uhr

"Damit niemand nebenbei arbeiten muss": Nationalspielerin will Mindestlohn

Fußball-Nationalspielerin Lina Magull wünscht sich eine bessere Bezahlung. "Wir Fußballerinnen sollten ab der 2. Liga so gut verdienen, dass niemand mehr nebenbei arbeiten gehen muss", sagte die 27-Jährige der "Bild"-Zeitung: "Da sprechen wir von einem Mindestgehalt von 2000, 3000 Euro im Monat. So kannst du die Entwicklung im Frauenfußball nachhaltig voranbringen."

  • Sie "brauche keine zehn oder 20 Millionen Euro im Jahr", meinte Magull, aber "klar ist: Unsere Gehälter sollten steigen, damit alle - nicht nur die Nationalspielerinnen - ihren Sport professionell ausüben können, und bei den Männern sollte man die hohen Summen anpassen, auch weil es im Vergleich zu vielen anderen Berufen überdimensioniert ist."

  • Zu diesem Zweck müsse die Lücke bei den Vermarktungserlösen kleiner werden, meinte die Offensivspielerin von Bayern München. "Wir brauchen mehr Mittel, um die Entwicklung voranzutreiben", sagte sie.

  • In England etwa müssten Lizenzvereine ihre Spielerinnen professionell bezahlen, damit sie in der Liga spielen dürfen. "Ich weiß nicht, warum das in Deutschland nicht geht", meinte sie.

12:51 Uhr

Influencer und Pannewitz spielen Kreisliga C, Team hat mehr Insta-Fans als Berliner Klubs

Mit Ex-Fußball-Profis und Influencern: Der FIFA-Streamer Elias Nerlich will mit seinem neu gegründeten Team Delay Sports Berlin ab der kommenden Saison die Kreisliga C in der Hauptstadt aufmischen. Am Wochenende bestritt die Mannschaft ihre ersten beiden Testspiele.

  • Zum Kader gehören unter anderem ehemalige Profis wie Sidney Friede, der bei Hertha BSC und dem SV Wehen Wiesbaden unter Vertrag stand und Kevin Pannewitz, der einst für Hansa Rostock in der 2. Bundesliga aufgelaufen war. Auch Influencer Diyar Acar, der mehr als 600.000 Follower auf der Plattform TikTok hat, startet für Delay Sports.

  • Mit der Mannschaft "können wir bestimmt in der Bezirksliga spielen, wir sehen das aber ganz entspannt", sagte Nerlich in einem Video, das das Team auf Youtube veröffentlichte: "Der Spaß steht im Vordergrund." Dennoch hoffe Mitbegründer Friede, dass "wir so oft wie möglich aufsteigen, dass wir auf höherem Niveau spielen".

  • Zumindest auf Social Media ist die Mannschaft schon jetzt erfolgreich. Mehr als 300.000 Menschen folgen Delay Sports bereits auf Instagram, dahinter reiht sich Hertha mit 244.000 Followern ein, Union bringt es auf 172.000.

12:12 Uhr

Rennauto überschlägt sich und schlittert auf Dach weiter

Rennauto überschlägt sich und schlittert auf Dach weiter

Video poster

Beim Sechs-Stunden-Rennen von Monza bereitet eine Schikane der berühmten Rennstrecke so manchem Fahrer arge Schwierigkeiten. Besonders heftig erwischt es den Portugiesen Chavez, der sich mit seinem Aston Martin überschlägt und auf dem Dach landet.

11:50 Uhr

Schweizer Team leidet vor zweitem EM-Spiel heftig an Magen-Darm-Problemen

Wegen Magen-Darm-Symptomen bei vielen Personen ist das heutige Training der Schweizer Fußballerinnen bei der Europameisterschaft abgesagt worden. Nach Verbandsangaben sind gleich acht Spielerinnen und elf Mitglieder des Betreuerstabs betroffen.

Das Team von Trainer Nils Nielsen bestreitet am Mittwoch (18 Uhr im ntv.de-Liveticker) in Sheffield sein zweites Gruppenspiel gegen Schweden. Die Auftaktpartie gegen Portugal war 2:2 ausgegangen.

11:33 Uhr

Kyrgios schimpft auf Zuschauerin mit "700 Drinks"

Erst spielt er groß auf, dann lässt er sich von Nichtigkeiten ablenken und steigert sich total in diese hinein: Tennisprofi Nick Kyrgios sorgte im Wimbledon-Finale wieder mal für Aufsehen. Der Australier fühlte sich in der Partie gegen Novak Djokovic von einer aus seiner Sicht betrunkenen Zuschauerin gestört.

  • Im dritten Satz beim Stand von 2:2 forderte er ihren Rausschmiss. "Sie spricht mitten im Punkt", beschwerte sich der 27-Jährige bei Schiedsrichter Renaud Lichtenstein und fügte hinzu: "Sie lenkt mich ab, während ich in einem Wimbledon-Finale aufschlage." Er forderte bei Lichtenstein ihren Rausschmiss: "Ich weiß genau, wer das ist. Es ist die in dem Kleid."

  • Und dann beschuldigte er sie auch noch der Trunkenheit: "Sie sieht aus, als hätte sie ungefähr 700 Drinks gehabt."

  • Auch nach seinem ersten Grand-Slam-Finale regte er sich noch über die Zuschauerin auf. "Ich spiele im Wimbledon-Endspiel gegen einen der besten Spieler der Geschichte. Da brauche ich nicht jemanden, der jeden Punkt Blödsinn zu mir redet", sagte Kyrgios. "Ich war schon einige Nächte in meinem Leben unterwegs und ich wusste, dass sie zu viel hatte. Ich habe dem Schiedsrichter gesagt: Sie redet viel mit mir und sie ist betrunken. Was willst du deswegen machen?"

11:04 Uhr

"Ein paar Tode gestorben": Geschke über seinen größten Erfolg

Der deutsche Radprofi Simon Geschke hat stolz auf die Eroberung des Bergtrikots bei der Tour de France reagiert. "Man kommt nicht immer in die Situation, ein Trikot bei der Tour zu haben", sagte der 36-Jährige im Anschluss an die neunte Etappe der Frankreich-Rundfahrt.

  • "Ich habe schon im Bus gesagt: 'Ich will es unbedingt probieren'", so Geschke: "Ich bin ein paar Tode gestorben bei der letzten Bergwertung, aber es hat sich gelohnt."

  • Der Berliner hatte gestern auf der ersten Alpenetappe der Tour als insgesamt achter Deutscher die Führung in der Bergwertung übernommen. Für Geschke, der 2015 eine Etappe beim wichtigsten Radrennen der Welt gewann, ist es einer der größten Erfolge der Karriere.

  • Trotz seiner starken Leistungen in der ersten Tour-Woche sieht sich der Cofidis-Fahrer nun aber nicht als Anwärter auf den Titel des besten Bergfahrers: "Die Tour ist noch lang, ich sehe mich jetzt nicht sehr lange im Bergtrikot." Geschke wolle vielmehr einfach das Erreichte genießen: "Jeder Tag im Bergtrikot ist ein Bonus."

10:37 Uhr

Romeo verzückt seinen Papa: Beckham trifft natürlich per Freistoß

Beckham-Sohn Romeo versenkt ersten direkten Freistoß

Video poster

Kick it like Papa: Romeo Beckham hat sein Premierentor für die Zweitvertretung von Inter Miami erzielt - natürlich per Freistoß. Der Sohn der englischen Fußball-Ikone David Beckham war beim 3:1 (0:1) gegen Orlando City B zum Endstand erfolgreich.

  • "Gut gemacht, Junge. Bin so stolz", schrieb David Beckham seinem Sohn bei Instagram. Der 19-Jährige antwortete mit zwei Herzchen und dem Satz: "Ich liebe dich, Dad, der war für dich!"

  • Beckham zirkelte den Ball aus rund 25 Metern über die Mauer in die linke untere Torecke (84.) - wie einst sein Vater mit seinem starken rechten Fuß. In seinen zuvor 13 Saisonspielen in der Liga MLS Next Pro hatte der Rechtsaußen bereits sieben Vorlagen gegeben.

  • Vater Beckham war einst selbst für LA Galaxy in der nordamerikanischen Profiliga MLS aktiv. Als Mitglied einer Investorengruppe gründete er Inter Miami mit; der Klub nahm 2020 den Betrieb auf.

09:29 Uhr

Ist Hoeneß schuld an der anhaltenden Lewandowski-Blockade?

Bislang hofft Robert Lewandowski vergeblich auf eine Einigung im Wechselpoker zwischen seinem FC Bayern und dem FC Barcelona, zu dem er nur allzu gerne wechseln würde. Angeblich haben der Goalgetter und sein Management inzwischen einen Hauptschuldigen für seine verzwickte Lage identifiziert: Uli Hoeneß.

  • Während das Führungsduo um Präsident Oliver Kahn und Sportvorstand Hasan Salihamidžić langsam weich würde und Kompromissbereitschaft andeute, bliebe der frühere Präsident bei seiner unerbittlichen Ablehnung, schreibt die "Bild".

  • Zwar trifft der 70-Jährige an der Isar formell keine operativen Entscheidungen mehr, als Mitglied des Aufsichtsrats hängen alle Transfer jedoch letztlich auch von seiner Zustimmung ab.

  • Viel wichtiger noch könnte sein unterschwelliger Einfluss sein, munkelt die "Bild". Salihamidžić höre immer noch genau auf die Meinung von Hoeneß, der in München als sein Mentor gilt. Kahn fehle nach nur einem Jahr im Chefsessel ebenfalls der Rückhalt im Verein, um sich in letzter Konsequenz gegen den Bayern-Macher zu stellen.

  • Zuletzt hatte Hoeneß seine klare Ablehnung eines Lewandowski-Wechsels erneut öffentlich untermauert. "So, wie der Stand in München ist, kann sich Barcelona ein weiteres Angebot sparen", polterte die Klub-Legende am Rande des Zukunftskongresses "Neuland" in Aachen.

Mehr lesen Sie auch bei sport.de.

08:34 Uhr

Federer fliegt aus der Weltrangliste - Djokovic rutscht ab

Trotz seines vierten Wimbledon-Titelgewinns in Serie ist Novak Djokovic in der Tennis-Weltrangliste so weit abgerutscht wie seit knapp vier Jahren nicht mehr. Der 35 Jahre alte Serbe fiel von Position drei auf sieben zurück. Wegen des Banns gegen russische und belarussische Profis nach dem Angriffskrieg Russlands in der Ukraine wurden keine Weltranglistenpunkte in Wimbledon vergeben. Damit verlor Djokovic die 2000 Zähler für seinen Vorjahressieg. Zuletzt stand er im August 2018 so tief wie heute.

Da Roger Federer seit Wimbledon 2021 nun ein Jahr lang kein Turnier mehr gespielt hat, erscheint der 40-Jährige erstmals seit langer Zeit nicht mehr in der Weltrangliste. Federer wurde im September 1997 erstmals im Ranking geführt und führte es später 310 Wochen an. Dieser Rekord wurde inzwischen von Djokovic mit 373 Wochen übertroffen. Federer war im vergangenen August zum dritten Mal am rechten Knie operiert worden. Bislang hat er für dieses Jahr unter anderem seine Teilnahme am Laver Cup Ende September zugesagt, dem Duell eines europäischen Teams mit einer Weltauswahl.

07:37 Uhr

"Habe nicht vor, mich impfen zu lassen": Trotzdem will Djokovic in die USA

Wimbledonsieger Novak Djokovic hofft auf eine Änderung der Einreisebestimmungen in die USA, um Ende August bei den US Open in New York um seinen 22. Grand-Slam-Titel spielen zu können. "Ich bin nicht geimpft und habe auch nicht vor, mich impfen zu lassen", sagte der Serbe: Eine Ausnahmegenehmigung sei "nicht realistisch". Daher hoffe er, "dass die grüne Impfkarte, oder wie sie das nennen" wegfalle.Djokovic weist totternden Kyrgios in die Schranken

  • Für die Einreise in die USA ist ein vollständiger Impfnachweis erforderlich. Djokovic würde "wirklich gerne" in New York und bei den Hartplatz-Masters in Nordamerika spielen. "Wenn das nicht klappt, muss ich schauen, wie mein Turnierplan aussieht", sagte er.

  • In Wimbledon gab es nach dem Streit um den Bann der russischen und belarussischen Profis keine Weltranglistenpunkte zu gewinnen. Djokovic fällt damit trotz seines Triumphs im Ranking von Platz drei auf sieben zurück. Weiter abrutschen würde er, wenn er in den USA nicht antreten darf, im vergangenen Jahr hatte er beim vierten und letzten Grand Slam des Jahres in Flushing Meadows das Finale erreicht.

06:37 Uhr

"Auf Lebenszeit ausgeschlossen werden": F1-Fahrer verurteilen Fans

Sebastian Vettel hat nach den Berichten über rassistische, homophobe und sexistische Beleidigungen am Rande des Formel-1-Rennens in Spielberg deutliche Konsequenzen gefordert. "Wer auch immer diese Leute sind, sie sollte sich schämen und auf Lebenszeit von Rennveranstaltungen ausgeschlossen werden", sagte der 35 Jahre alte viermalige Formel-1-Weltmeister: "Ich denke, es sollte null Toleranz geben."

  • Max Verstappen schlug in der Diskussion eine Alkoholgrenze als möglichen Lösungsansatz vor. "Du machst manchmal dumme Sachen, wenn du Alkohol trinkst. Ich will damit nichts entschuldigen. Aber man könnte das regulieren. Es gibt eine bestimmte Menge an Alkohol."

  • Es sei Zeit zum Handeln, forderte Rekordweltmeister Lewis Hamilton. Der Slogan der Formel 1 "Wir fahren als eins" sei ja gut und schön. "Aber es waren nur Worte." Es habe nichts geholfen. Es gilt, dem Treiben auch Einhalt zu gebieten, sagte der siebenmalige Weltmeister.

  • Am Grand-Prix-Wochenende von Spielberg hatten Berichte vor allem von weiblichen Fans aufschrecken lassen. Darin ging es um Übergriffe, sexistische Kommentare, rassistische oder homophobe Beleidigungen.

05:59 Uhr

Tennis-Rüpel Kyrgios: Wimbledon-Sieg hätte mir geschadet

Ein Wimbledontriumph hätte Nick Kyrgios nicht gutgetan. Das sieht der Australier selbst so. "Ich habe das Gefühl, hätte ich diesen Grand Slam gewonnen, hätte mir etwas die Motivation gefehlt", sagte Kyrgios nach seiner Niederlage im Finale gegen Novak Djokovic: "Mir wurde mein ganzes Leben lang eingeredet, dass ein Wimbledon-Sieg die ultimative Leistung sei." Trotzdem fokussiert zu bleiben, wäre sicher mühevoll geworden.

  • Mit Stolz auf seine Leistung im All England Club reist der 27-Jährige nach Hause, auch wenn die Erfahrung schmerzt. Er könne "Selbstvertrauen" daraus ziehen, sagte er: "Im ersten Satz sah ich wie derjenige aus, der viele Finals gespielt hat. Ich habe den Eindruck, dass ich mit dem Druck sehr gut umgegangen bin."

  • Kyrgios stand zum ersten Mal in seiner Karriere in einem Grand-Slam-Finale, Djokovic zum 32. Mal, der Serbe gewann seinen 21. Titel - seinen siebten in Wimbledon.

  • Von dessen Ruhe kann der aufbrausende Kyrgios lernen. "Ich kann noch eine Menge in meinem Spiel verbessern, nicht nur die Gelassenheit", sagte er: "Mein Vorhand-Return muss besser werden, daran arbeite ich viel. Man kann immer stärker werden, immer fitter."