Fußball

Es geht um einen Millionenbetrag Blatter und Platini wegen Betrug angeklagt

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Ex-FIFA-Präsident Joseph Blatter wurde gemeinsam mit Ex-UEFA-Chef Michel Platini wegen Betrugs angeklagt.

(Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Von der FIFA-Ethikkommission wurden sie schon vor längerem zu einer Strafe verdonnert, nun drohen Sepp Blatter und Michel Platini auch die strafrechtliche Verurteilung durch ein Zivilgericht. Die Schweizer Bundesanwaltschaft hat Anklage erhoben. Es geht um eine Zahlung von fast zwei Millionen Euro.

Der frühere FIFA-Präsident Sepp Blatter und der ehemalige UEFA-Chef Michel Platini werden wegen einer Millionenzahlung des Betrugs angeklagt. Die Schweizer Bundesanwaltschaft wirft den beiden Ex-Spitzenfunktionären vor, unrechtmäßig eine Zahlung von zwei Millionen Schweizer Franken vom Fußball-Weltverband an den Franzosen Platini erwirkt zu haben.

"Die von der BA erhobenen Beweise haben den Verdacht erhärtet, dass diese Zahlung an Platini ohne Rechtsgrundlage erfolgte. Durch diese Zahlung wurde die FIFA am Vermögen geschädigt und Platini unrechtmäßig bereichert", heißt es in einer Mitteilung der Behörde. Der 85-jährige Blatter reagierte gelassen. "Ich blicke der Verhandlung vor dem Bundesstrafgericht mit Optimismus entgegen", teilte er über seinen Sprecher Thomas Renggli mit. "Ich hoffe, dass damit diese Geschichte ein Ende findet und alle Fakten sauber aufgearbeitet werden."

Die Angeklagten bestreiten jegliche Vorwürfe

Blatter hat wie Platini stets alle Vorwürfe zurückgewiesen. Kern des Verfahrens ist die Zahlung von zwei Millionen Franken (1,86 Millionen Euro) der damals von Blatter geführten FIFA an Platini aus dem Jahr 2011. Das Geld habe Platini für Beratertätigkeiten für die FIFA zwischen 1998 und 2002 erhalten, teilte Blatter mit. Bei der Zahlung seien die entsprechenden Sozialabgaben abgerechnet worden, und Platini habe den Betrag in der Schweiz versteuert.

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Die Bundesanwaltschaft stellte indes bei ihren Ermittlungen fest, dass Platini während seiner Tätigkeit als Blatters Berater zwischen 1998 und 2002 eine jährliche Entschädigung von 300 000 Schweizer Franken vereinbart und von der FIFA auch erhalten habe. Acht Jahre nach Ende dieser Tätigkeit habe Platini zusätzlich die zwei Millionen Franken eingefordert. Unter Mitwirkung von Blatter habe er sie von der FIFA schließlich auch bekommen.

Die Strafverfolger werfen Blatter zudem Veruntreuung, ungetreue Geschäftsbesorgung und Urkundenfälschung vor. Der 65-jährige Platini muss sich für die Mithilfe dabei verantworten. Die FIFA-Ethikkommission hatte Blatter und Platini vor sechs Jahren gesperrt, für beide bedeutete die später teils in der Dauer reduzierte Sanktion das Ende ihrer Karrieren. Blatter hatte allerdings zuvor schon seinen Rückzug von der FIFA-Spitze angekündigt.

Quelle: ntv.de, nfi/dpa

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