Fußball

Nach künstlichem Koma Blatters "Weg zurück ist noch weit"

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Sepp Blatter, hier im Dezember 2019, ist kein Intensivpatient mehr.

(Foto: REUTERS)

Der umstrittene ehemalige Fifa-Boss Sepp Blatter erholt sich nach einer Woche im künstlichen Koma langsam. Unangenehme Nachrichten werden zu seinem Schutz noch von dem einst mächtigsten Funktionär der Fußballwelt ferngehalten. Und da gibt es etwas, was der Schweizer noch nicht weiß.

Joseph Blatter hat mehr als eine Woche im künstlichem Koma gelegen, befindet sich nach Angaben seiner Tochter inzwischen aber nicht mehr auf der Intensivstation. "Er macht täglich Fortschritte - kleine, aber kontinuierliche", sagte Corinne Blatter Andenmatten den Zeitungen der CH Media über den Zustand des 84 Jahre alten ehemaligen Präsidenten des Fußball-Weltverbandes Fifa. Dass er die Intensivstation verlassen konnte, sei "psychologisch ein ganz wichtiges Zeichen. Die Ärzte sind zufrieden mit seinem Zustand. Aber der Weg zurück ist noch weit."

Blatter wurde im November positiv auf das Coronavirus getestet und schien Ende des Jahres eine Covid-19-Erkrankung überstanden zu haben. Nach einer Herzoperation im Dezember hatte sich sein Zustand aber verschlechtert. Alles sei "komplizierter und gefährlicher" geworden, schilderte seine Tochter. Insgesamt habe Joseph Blatter über eine Woche in einem künstlichen Koma gelegen und sei nicht mehr ansprechbar gewesen.

Von einer Strafanzeige der Fifa gegen seinen früheren Präsidenten rund um die Finanzierung des Museums des Weltverbands in Zürich kurz vor Weihnachten wisse dieser noch nichts, sagte Blatter Andenmatten. "Wir halten diese negativen Dinge so lange wie möglich von ihm fern." Blatters Anwalt hatte die Vorwürfe "vehement" zurückgewiesen. Einen Termin beim Züricher Friedensrichteramt wegen einer anderen Klage der Fifa in der kommende Woche werde ihr Vater nicht wahrnehmen, sagte die Tochter.

Blatter war Ende Dezember 2015 von der Fifa-Ethikkommission von allen Fußball-Aktivitäten ausgeschlossen worden, die Sperre läuft für insgesamt sechs Jahre. Die Schweizer BA führt seit September 2015 ein Strafverfahren gegen Blatter wegen der Millionenzahlung der Fifa an Michel Platini, einst Präsident der Europäischen Fußball-Union. Blatter hatte die Vorwürfe stets zurückgewiesen.

Quelle: ntv.de, ter/dpa