Hertha BSC - Greuther Fürth 2:1 (0:0)
Hertha BSC hat seinen Siegeszug in der 2. Fußball-Bundesliga auch nach der Länderspielpause fortgesetzt. Das Team von Trainer Stefan Leitl gewann am Sonntag mit 2:1 (0:0) gegen die SpVgg Greuther Fürth und baute nach den Punktverlusten der Verfolger die Tabellenführung aus. Mads Pedersen (65.) und Paul Seguin (80.) bescherten den Berlinern den mühsam erkämpften siebten Sieg im siebten Saisonspiel. Jannis Heuer (90.) verkürzte für die Fürther, die trotz einer couragierten Auswärtsleistung im Tabellenkeller feststecken.
Die Hertha hatte Schwierigkeiten im Spielaufbau und war immer wieder defensiv gefordert. Fürth stieß wiederholt ins letzte Drittel vor und wurde dabei gefährlich. Omar Sillah (23.) zögerte im Strafraum zu lange, Shinta Appelkamp (27.) chippte den Ball am Tor vorbei. Berlin hatte durch Luca Schuler (25.) seine beste Gelegenheit der ersten Halbzeit, der Angreifer verzog aus kurzer Distanz. Kurz vor der Pause erhöhte Hertha den Druck. Oluwaseun Adewumi (41.) scheiterte am starken Fürth-Torhüter Florian Hellstern.
Herthas Offensivspiel blieb auch nach der Pause ungewohnt fehleranfällig. Berlin tat sich schwer und kam kaum zu nennenswerten Aktionen vor dem gegnerischen Tor. Auf der Gegenseite ließ Sillah (62.) die Gäste jubeln, der Treffer wurde wegen einer minimalen Abseitsstellung in der Entstehungg nach VAR-Prüfung aber aberkannt. Im direkten Gegenzug erlöste Pedersen die Blau-Weißen. Der eingewechselte Gustaf Nilsson (77.) verpasste die Entscheidung per Kopf, für diese sorgte Seguin mit einem Flachschuss aus der Distanz. Heuer traf nach einer Ecke.
FC St. Pauli - Karlsruher SC 2:0 (1:0)
Zweiter Saisonsieg für den FC St. Pauli: Der Bundesliga-Absteiger vom Kiez kommt immer mehr in Schwung. Das Team von Trainer Marcel Rapp bezwang den Karlsruher SC mit 2:0 (1:0). Damit festigen die Hamburger ihre Position im oberen Tabellenmittelfeld. Der KSC gerät dagegen als Vorletzter unter Druck.
Abdoulie Ceesay brachte den Gastgeber in der 32. Spielminute in Führung. Der Rechtsschuss des Angreifers war allerdings alles andere als unhaltbar, der Karlsruher Keeper Hans Christian Bernat gab eine unglückliche Figur ab. Nach dem Seitenwechsel erhöhte Lars Ritzka (51.) dann für die Braun-Weißen.
Schon der Start in die Partie war für den KSC denkbar unglücklich verlaufen. Nach einer Ecke von Marvin Wanitzek hatte Verteidiger Christoph Kobold zur vermeintlichen Gästeführung eingeköpft (21.), Schiedsrichter Lukas Benen verweigerte dem Treffer aber aufgrund eines angeblichen Foulspiels in der Entstehung die Anerkennung - eine umstrittene Entscheidung.
St. Pauli war dann das zielstrebigere Team und verschaffte sich mit dem zweiten Treffer weitere Sicherheit. Auch der vermeintliche Karlsruher Anschlusstreffer kurz vor Schluss durch Lilian Egloff (83.) wurde aufgrund einer knappen Abseitsposition aberkannt.
VfL Bochum - Arminia Bielefeld 0:1 (0:0)
Der VfL Bochum muss weiter auf seinen ersten Heimsieg der Saison warten. Die Mannschaft von Trainer Uwe Rösler verlor das Westfalen-Duell mit Arminia Bielefeld mit 0:1 (0:0) und verpasste damit auch im vierten Anlauf den ersten Heim-Dreier der Spielzeit.
Benjamin Boakye (78.) traf in einer über weite Strecken chancenarmen Partie zum zweiten Saisonsieg für die Bielefelder, die sich etwas Luft zum Tabellenkeller verschafften. Bochum steckt nach dem dritten Ligaspiel in Folge ohne Sieg derweil weiter im unteren Mittelfeld fest.
Vor der Partie hatte das "Hüpfverbot" für die Bochumer Fans für Aufsehen gesorgt. Wegen angeblich starker Schwingungen bei bestimmten Zuschauerbewegungen auf der Osttribüne, in deren Folge es bei "ungeübten" Stadionbesuchern zu Unwohlsein kommen könne, hatte die Bochumer Bauaufsichtsbehörde den Verein per Verfügung dazu angehalten, das Verbot umzusetzen.
Die Ultras bezeichneten den Beschluss als "irrsinnig" und "lächerlich", hielten sich am Sonntag aber daran. Viel Grund zum Hüpfen gab es ohnehin nicht. Zwar war Bochum etwas aktiver als die Gäste, der Führung nahe war in einer durchwachsenen ersten Halbzeit aber keine der beiden Mannschaften.
Das änderte sich erst nach über einer Stunde, Arminia-Profi Felix Hagmann (62.) schoss aus kurzer Distanz jedoch völlig freistehend über das Tor. Kurz darauf hatte Bochum erneut Glück, als der Ball vom Gesicht von Maximilian Großer nur an den Pfosten prallte (69.). Die nächste Chance nutzte der eingewechselte Boakye.

