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FC Bayern entlässt Trainer Kovac Interimscoach Flick soll es richten

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Ist "bis auf Weiteres" der Nothelfer des FC Bayern: Hansi Flick.

(Foto: picture alliance/dpa)

Einst trägt er selbst das Trikot des FC Bayern. Vergangenen Sommer erweitert er dann den Stab von Ex-Trainer Niko Kovac. Nun ist Hans-Dieter Flick als Interimscoach gefragt: Nach der herben Klatsche gegen Frankfurt soll er die Münchner Fußballer erfolgreich durch eine herausfordende Woche leiten.

Jetzt sind beim FC Bayern die Fußballer auf dem Platz gefragt - und Hans-Dieter Flick. Als Interimscoach soll der langjährige Assistent von Joachim Löw nach dem abrupten Ende der Amtszeit von Niko Kovac den taumelnden Bundesligisten erfolgreich durch eine sehr herausfordernde Woche leiten. Am Mittwoch (ab 18.55 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) kann der 54-Jährige die Münchner mit einem Heimsieg gegen Olympiakos Piräus in der Champions League vorzeitig ins Achtelfinale führen. Und am Samstag (ab 18.30 Uhr im Liveticker bei n-tv.de) kommt es zum Bundesliga-Gipfel gegen Borussia Dortmund.

Eine deutliche Ansage an die Spieler kam vom Sportdirektor. "Ich erwarte jetzt von unseren Spielern eine positive Entwicklung und absoluten Leistungswillen", sagte Hasan Salihamidzic. Das Alibi Kovac ist jedenfalls weg. Der 48 Jahre alte Kroate machte im Krisengespräch mit der Vereinsführung nach dem Tiefpunkt beim 1:5 in Frankfurt Platz für einen nun zu findenden Nachfolger. "Im gegenseitigen Einvernehmen" hätten sich Präsident Uli Hoeneß, Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge und Salihamidzic mit dem Double-Trainer der vergangenen Saison auf eine Trennung verständigt. "Kovac hatte dem FC Bayern München seinen Rücktritt als Trainer angeboten", hieß es am Sonntagabend in der Vereinsmitteilung.

Flick ist "bis auf Weiteres" Nothelfer

"Die Ergebnisse und auch die Art und Weise, wie wir zuletzt gespielt haben, haben mich zu diesem Entschluss kommen lassen", wurde Kovac zitiert. Direkt nach der sportlichen Demontage durch die Eintracht am Samstag hatte er noch das Gegenteil verkündet: "Ich habe im letzten Jahr nicht aufgegeben und werde auch jetzt nicht aufgeben." Aus Sicht der Vereinsführung bestand jedoch "Handlungsbedarf", wie Rummenigge betonte. Und der besteht weiterhin. Die Spieler müssen - nach einem trainingsfreien Montag - gegen Piräus und den BVB wieder ein den Bayern-Ansprüchen genügendes Gesicht auf dem Platz zeigen. Und die Führung um Rummenigge und den nach dem Dortmund-Spiel aus dem Präsidentenamt scheidenden Hoeneß muss mal wieder einen neuen Cheftrainer finden.

Erste Namen wurden schon vor dem Ende von Kovac gehandelt; von Ralf Rangnick über die vereinslosen und international namhaften José Mourinho und Massimiliano Allegri bis hin zu möglichen Kandidaten mit einer Bayern-Vergangenheit wie Erik ten Hag (erfolgreich bei Ajax Amsterdam) und Xabi Alonso, der von 2014 bis 2017 in München spielte und seit Saisonbeginn die zweite Mannschaft von Real Sociedad San Sebastian trainiert.

Zunächst schlägt aber die Stunde von Flick. Er trug von 1985 bis 1990 das Bayern-Trikot und erweiterte im Sommer den Trainerstab von Kovac. Damit wurde Flick nun zum Mann für alle Fälle. Als enger Mitarbeiter und Vertrauter von Bundestrainer Löw hatte er einen erheblichen Anteil am deutschen WM-Triumph 2014 in Brasilien. Jetzt fungiert er "bis auf Weiteres" als Münchner Nothelfer. Das Nothilfeprogramm gilt ausdrücklich erst einmal für die "wichtigen Spiele" gegen Piräus und Dortmund, wie der FC Bayern mitteilte. Aber je nachdem, wie Flick seine Chef-Premiere in Champions League und Bundesliga gestalten wird und wie die Münchner Bosse die Kovac-Nachfolge regeln wollen, könnte die Interimslösung auch in eine Verlängerung gehen.

Quelle: n-tv.de, Klaus Bergmann, dpa

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