Fußball

Trainer hoffte auf Tedesco-Job Irrtum brachte Neururer zu Wattenscheid

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Peter der Große - erlebt noch immer unterhaltsame Geschichten.

(Foto: imago images / Markus Endberg)

Seit 2014 befindet sich Trainer Peter Neururer in der Bundesliga-Pause. Ein Missverständnis am Telefon macht die Rückkehr ins Fußballoberhaus erst ganz real und endet mit einem Engagement in der vierten Liga. Dabei beweist der Kult-Trainer, dass er zu seinem Wort steht.

Bei Hannover, Köln oder Bochum hat Peter Neururer als Bundesligatrainer bereits an der Seitenlinie gestanden - und auch beim FC Schalke eine erfolgreiche Zeit erlebt. Für den Revierklub hegt der 64-Jährige noch Sympathien, doch die blinde Liebe zu den Königsblauen hat ihm nun aus Versehen sein Engagement als Sportdirektor der SG Wattenscheid 09 in der Regionalliga West eingebracht, wie er der "Rheinischen Post" erklärte.

Der ehemalige Schalke-Präsident Josef Schnusenberg habe Neururer kurz nach der Entlassung von S04-Trainer Domenico Tedesco angerufen und um Hilfe gebeten. Was Neururer nach eigenen Angaben nicht wusste: Schnusenberg war nicht für S04 tätig, sondern sitzt im Aufsichtsrat von Wattenscheid.

"Er fragte mich, ob ich helfen könne und erzählte mir, was der Klub so alles aufbauen wolle. 'Super, da bin ich dabei', habe ich daraufhin gesagt", sagte Neururer zum Telefongespräch mit seinem alten Kollegen. Schnusenberg habe ihm klar gemacht, dass er als Trainer keine großen Gehaltsforderungen stellen solle. "Kein Problem", dachte sich Neururer in der Hoffnung auf eine Bundesliga-Rückkehr.

Erst als Neururer seine einzige Bedingung stellte, klärte sich das Missverständnis auf: "Ich habe dann also versprochen, dass ich zu 100 Prozent dabei bin. Allerdings mit der Fußnote, dass ich gefordert habe, in der kommenden Saison nicht das Ziel Champions League auszugeben", so Neururer gegenüber der Zeitung. Danach herrschte Stille am Telefon, bis Schnusenberg aufklärte: "Peter, wir reden über Wattenscheid 09. Ich bin da im Aufsichtsrat."

Einen Rückzieher wollte "Peter der Große" dann aber nicht machen. "Da hatte ich ihm mein Wort gegeben. Und wenn ich jemandem ein Versprechen gebe, dann stehe ich auch dazu", sagte Neururer.

Quelle: n-tv.de, mba

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