Fußball

Klares Foul vor dem Ausgleich? Körpereinsatz gegen Kimmich sorgt für Wirbel

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Wie immer voll in Action: Joshua Kimmich.

(Foto: dpa)

Der FC Bayern spielt beim Debüt des neuen Torwarts Yann Sommer gefällig, aber nicht überragend. Die Quittung beim Bundesliga-Topspiel bei RB Leipzig bekommt der Rekordmeister schon kurz nach der Halbzeitpause. Zwei strittige Szenen sorgen für Aufregung.

Foul an Joshua Kimmich vor dem Ausgleich? Gelbe oder Rote Karte für Dayot Upamecano? Schiedsrichter Daniel Siebert hatte beim Bundesliga-Topspiel zwischen RB Leipzig und Bayern München am Freitagabend zahlreiche knifflige Szenen zu bewerten. Besonders ein vermeintliches Foul von RB-Stürmer Andre Silva an Kimmich vor dem Treffer von Marcel Halstenberg (52.) zum 1:1 (1:0)-Endstand sorgte für Wirbel.

"Es war ein klares Foul, mehr kann ich nicht dazu sagen. Wir können uns nicht beschweren über Schiedsrichter-Leistungen, auch wenn er nicht seinen Glanztag hatte. Es liegt eher an uns, dass wir nicht gewonnen haben", sagte Bayern Münchens Sportvorstand Hasan Salihamidžić bei Sat1. Silva hatte Kimmich im Laufduell leicht berührt, ehe er eine Flanke auf Dominik Szoboszlai schlug. Dessen Kopfball landete schließlich bei Halstenberg, der den Ball über die Linie drückte.

"Der Einwurf war nicht das Problem"

"Kontakt ist da, das kann ich nicht leugnen. Aber insgesamt ist das für mich kein Foul. Ein bisschen Kontakt muss erlaubt sein bei einem Bundesliga-Spitzenspiel. Es war eine großzügige Linie heute und dementsprechend für mich in Summe kein Foul", sagte Siebert nach der Partie. Auch für Bayern-Trainer Julian Nagelsmann ging die Entscheidung in Ordnung: "Ich sehe da jetzt keinen regelwidrigen Treffer. Das ist schon okay."

Kimmich selbst machte das übrigens nicht zum Thema. Er ärgerte sich vielmehr darüber, dass er den Ball in der Situation vorher nicht klären konnte. "Der Einwurf war nicht das Problem. Wir hatten die Situation vor dem Spiel besprochen. Ich muss ihn rausprügeln, dann passiert nichts. Der Fehler war nicht, dass Alphonso Davies den Einwurf schnell ausgeführt hat. Am Ende des Tages gewinnen wir das Spiel ohne meinen Fehler. Trotzdem war es ein verdientes Unentschieden." Auch Nagelsmann sah in dem Kontakt schließlich nicht die wichtigste Szene. Er urteilte über die Leistung seiner Münchner: "Teilweise war es gut, aber teilweise können wir auch Dinge besser machen. Haben wir in der ersten Hälfte ein wenig mehr Ruhe, können wir auch schon klarer führen. Da haben wir leider ein paar gute Situationen verschenkt. Das Gegentor war total unnötig."

Warum Upamecano nicht Rot sah

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Diskussionen gab es auch, nachdem Bayern-Verteidiger Upamecano in der 66. Minute Szoboszlai wenige Meter hinter der Mittellinie zu Fall gebracht hatte. Der Ungar hätte auf das Tor von Bayern-Neuzugang Yann Sommer zulaufen können, wobei sich Upamecanos Kollege Matthijs de Ligt kurz dahinter befand. Siebert zeigte die Gelbe Karte und verzichtete darauf, den Franzosen wegen einer Notbremse vom Platz zu stellen.

"Wenn dieses Vergehen zentral direkt vor dem Strafraum oder im Strafraum stattgefunden hätte, wäre das eine andere Situation. Wenn de Ligt nicht im Vollsprint ist, wäre es auch eine andere Situation", erklärte Siebert: "Ich hatte das Gefühl, dass de Ligt so nah bei der Szene dran ist, dass er noch nicht überspielt ist. Dementsprechend keine Rote Karte für Upamecano." RB-Coach Marco Rose stimmte am DAZN-Mikrofon zu: "In der Situation habe ich es zuerst anders gesehen, da ich dachte, er ist weg, aber die Entscheidung ist okay."

Quelle: ntv.de, tno/sid

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