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Wechselwunsch lässt Tuchel kalt Neymar provoziert Chaos, Mbappé brilliert

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"Völlig entspannt" ist Thomas Tuchel nach eigener Aussage. Ob Neymar in Paris bleibt oder nach Barcelona geht, könne er ohnehin nicht beeinflussen.

(Foto: imago/PanoramiC)

Bleibt Neymar bei Paris St. Germain oder wechselt der Stürmerstar zum FC Barcelona? Während die Klubs verhandeln, bleibt PSG-Coach Thomas Tuchel ruhig. Beim Test in Dresden fehlt der brasilianische Fußballer. Vermisst wird er nicht. Das Spiel des französischen Meisters prägt ein anderer Angreifer.

Thomas Tuchel wirkte weder aufgebracht noch sauer oder gar zornig. Auf den drohenden Abgang seines Superstars Neymar reagierte der 45 Jahre alte Cheftrainer von Paris Saint-Germain mit Gelassenheit. "Völlig entspannt" sei er, betonte Tuchel am Dienstagabend in den Gängen des Rudolf-Harbig-Stadions in Dresden. Die Zeit drängte, draußen wartete bereits eine Polizeieskorte, die die PSG-Delegation nach dem 6:1-Sieg gegen die SG Dynamo zum Flughafen bringen sollte. Tuchel aber nahm sich einige Minuten und beantwortete freundlich die Fragen - auch nach seinem divenhaften Superstar. "Für mich es ganz normal zwischen uns. Solange er bei uns ist, trainiert er mit, als würde er bei uns bleiben", sagte Tuchel. "Es ändert sich eigentlich nichts."

Seit Montag ist Neymar wieder dort, wo er nicht mehr sein will: in Paris bei Saint-Germain. "Ob ich weiß, dass er gehen wollte? Ja, vor der Copa America. Aber das ist eine Sache zwischen dem Klub und Neymar", sagte Tuchel nach dem Spiel vor französischen Medien. Die Südamerika-Meisterschaft hatte der 27-Jährige wegen einer Verletzung verpasst. den Trainingsstart hatte er unentschuldigt geschwänzt - wie allgemein vermutet wird, um seine Rückkehr zum FC Barcelona zu forcieren. Tuchel sagte, er sei nicht in die Gespräche eingebunden: "Ehrlich gesagt, weiß ich nicht, was passieren wird." Prinzip laissez-faire. Wie die französische Sportzeitung "L'Équipe" berichtete, soll PSG-Sportdirektor Leonardo bei einem dieser Gespräche, in die Tuchel nicht involviert ist, Neymar klargemacht haben, dass der Verein ihn nicht gehen lassen wird, solange nicht ein akzeptables Angebot für ihn vorliege.

40 Millionen Euro plus zwei Spieler für Neymar?

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War der zweite französische Meistertitel Neymars letzter in Paris? Der 27-Jährige möchte zum FC Barcelona zurückkehren.

(Foto: imago images / PanoramiC)

Zur Erinnerung: Für die Dienste des exzentrischen Brasilianers zahlte PSG vor zwei Jahren die irrwitzige Rekordablösesumme von 222 Millionen Euro an den FC Barcelona, zunächst von Neymar selbst hinterlegt. Alle Varianten, die bisher als Angebot kolportiert wurden, scheinen den Parisern noch zu missfallen. Barcelona hat gerade erst 120 Millionen Euro für Antoine Griezmann bezahlt und überlegt, wie Neymar zu finanzieren sein könnte. Immer wieder ist die Rede von 40 Millionen plus zwei Spieler, so dass der Gesamtwert die 222 Millionen Euro übertreffen würde. Laut "L'Équipe" soll es sich bei dem von Neymars Wunschverein FC Barcelona angebotenen Duo weiterhin um Philippe Coutinho, aber nun zusätzlich um Kroatiens Vizeweltmeister Ivan Rakitic handeln anstelle von Ousmane Demebélé. "Ein sehr schlechter Deal", titelte das Sportblatt auf Seite eins aber auch.

Auch Neymars PSG-Kollegen sind gespannt, wie es weitergeht. Ein Weggang des Offensivspielers wäre ein großer Verlust, versicherte 2014er-Weltmeister Julian Draxler, der beim Testspielsieg gegen Dresden einen Treffer beisteuerte. Mittlerweile ist es aber auch schwer vorstellbar, wie Neymar, dessen Vertrag bis Ende Juni 2022 noch gültig ist, in Paris bleiben will. Und dazu noch die Wertschätzung erfährt, die er sich offenbar wünscht.

In Dresden wurde Neymar dann auch nicht so vermisst. Dass die 30.003 Zuschauer im Rudolf-Harbig-Stadion auch ohne ihn einiges geboten bekamen, lag an einem 20-Jährigen, der vor zwei Jahren für 180 Millionen Euro von der AS Monaco zu PSG kam. "Ohne Neymar kann der Pariser Klub auf Kylian Mbappé zählen", schrieb "L'Équipe". "Mbappé hat seinem Coach gezeigt, dass er bereit ist", meinte "Le Parisien". Ohne die Kapriolen eines Neymar machte Mbappé, was er am besten kann: mitreißenden Fußball spielen. Zwei Tore erzielte er selbst, zwei bereitete er vor. Mit respektvollem Applaus verabschiedeten sogar die Dresdner Fans den pfeilschnellen französischen Fußball-Weltmeister. Davon kann Neymar, dessen Einsatz beim nächsten PSG-Test in Nürnberg (Samstag, 18.30 Uhr) fraglich ist, im Moment wohl nur träumen.

Quelle: n-tv.de, Jens Marx, dpa

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