Wirtschaft

Investition in Trade Republic "Wird sich verhundertsechzigfacht haben"

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Florian Heinemann und sein Team investieren in aufstrebende Unternehmen.

(Foto: Project A)

Für Investor Florian Heinemann ist klar, dass deutsche Gründer und Startups mit der Substanz und Qualität der Firmen aus dem Silicon Valley mithalten können. Wie er die Perlen unter den deutschen Startups findet, erzählt er in der neuen Folge des ntv-Podcasts "So techt Deutschland".

Florian Heinemann ist kein Kontrollfreak, ansonsten könnte er seinen Job nicht machen. "Man ist für nichts so richtig verantwortlich und kann natürlich auch nichts so richtig entscheiden", sagt der erfolgreiche Manager von "Project A Ventures" im ntv-Podcast "So techt Deutschland". Es sei eine Typenfrage, ob man lieber Unternehmen auf ihrem Weg begleite oder selbst steuere. "Es gibt Leute, die macht das wahnsinnig, was ich mache."

In "So techt Deutschland" haken die ntv-Moderatoren Frauke Holzmeier und Andreas Laukat bei Gründern, Investoren, Politikern und Unternehmern nach, wie es um den Technologie-Standort Deutschland bestellt ist. Alle Folgen finden Sie in der n-tv App, bei Audio Now, Apple Podcasts, und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden. Kopieren Sie die Feed-URL und fügen Sie "So techt Deutschland" einfach zu Ihren Podcast-Abos hinzu.

Heinemann und sein Team steigen sehr früh in junge Unternehmen ein. Dann, wenn der Erfolg noch nicht absehbar ist. Die Chance für eine hohe Rendite sei in dieser Phase aber größer, meint Heinemann. Das beste Beispiel sei die Investition in das deutsche Fintech Trade Republic vor nicht einmal zwei Jahren. Damals sei der Online-Broker mit etwa 20 Millionen Euro bewertet worden. Inzwischen habe es weitere Finanzierungsrunden gegeben und "der Euro, den wir investiert haben, wird sich wahrscheinlich verhundertsechzigfacht haben", rechnet Heinemann vor. Trade Republic hat vor einigen Tagen eine neue Finanzierungsrunde abgeschlossen und eine Bewertung von mehr als fünf Milliarden Euro erreicht.

Besonders in Finanz-Startups und im Gesundheitsbereich würden in Deutschland große Investitionen getätigt, sagt Heinemann. "Die regionale Regulierung bedingt, dass hier eher lokale Spieler eine Rolle spielen." Diese würden sich mit den regionalen Regulierungen besser arrangieren. Außerdem sei die Finanzbranche in Deutschland besonders für Disruption anfällig.

Der Druck, etwas für den Klimaschutz zu tun, wird für Investoren ebenfalls größer. Das merken Fondsmanager wie Florian Heinemann. "Von jedem institutionellen Investor bekomme ich einen Fragebogen, wo Du gefragt wirst, was Du da machst", erzählt Heinemann. Das fange beim Datenschutz an, gehe über Diversität bis zum Thema CO2. Ob er bewusst in Umwelttechnologien investiere? "Bisher: nein." Sein Team müsse erst einmal Kompetenz aufbauen, um Investitionen sinnvoll beurteilen zu können, erklärt der Investor.

Warum Florian Heinemann in Unternehmen wie Lilium oder Isar Aerospace nicht investieren kann, erzählt er in dieser Folge von "So techt Deutschland".

Quelle: ntv.de, sks

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