Donnerstag, 09. September 2010
Altersvorsorge: Junge Deutsche desinteressiert
Das Thema "private Altersvorsorge" ist für viele junge Menschen öde. Die Rente scheint in unendlicher Ferne und oft fehlt es auch an Durchblick. Das ist das Ergebnis einer Umfrage.
Finanzplan: Laut einer Umfrage legen die meisten Deutschen nur kurzfristig Geld zurück. Nur ein gutes Drittel planen langfristig für ihre Rente. (Bild: dpa/tmn)
Junge Deutsche vernachlässigen die private Altersvorsorge. Sie kommen zwar recht gut mit ihrem Einkommen aus, ihr Finanzmanagement ist einer Umfrage zufolge jedoch oft unsystematisch. Grund: Einige fühlen sich von dem Thema überfordert.
73 Prozent der Befragten verfüge über eine kurzfristig abrufbare Finanzreserve. 65 Prozent sparten auf ein mittelfristiges Ziel wie beispielsweise eine Reise. Aber ein Viertel dieser Sparer verfüge noch nicht einmal über einen Notgroschen. Die Risiko- und Altersvorsorge steige erst bei den über 30-Jährigen deutlich an. Zu diesem Ergebnis kommt eine repräsentative Forsa-Studie.
Im Auftrag des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes und des F.A.Z.-Instituts waren 1006 junge Erwachsene im Alter zwischen 18 und 39 Jahren befragt worden. Insgesamt gaben 16 Prozent von ihnen an, dass sie sich von den Themen Finanzen und Geldanlage überfordert fühlten und sich daher nicht mehr damit beschäftigten. Kapituliert hätten vor allem Geringverdiener (33 Prozent), Alleinlebende (20 Prozent) und Frauen (20 Prozent). Mehr als ein Drittel verlässt sich laut Studie in Finanzfragen lieber auf den Rat von Freunden oder Verwandten, als selbstständig Finanzinformationen zu sammeln.
Eine bedeutende Rolle für den späteren Umgang mit Geld spiele den Angaben zufolge das Finanzverhalten im Elternhaus. Junge Menschen, die ihre Eltern als sparsam und vorsorgend erlebt haben, seien im Erwachsenenalter ebenfalls eher vorsichtig. Sie sind auch bereit in die Altersvorsorge zu investieren.
dpa
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