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Power-Trio aus dem Hause Dodge Die Hellcats sind los

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Dodge mausert sich immer deutlicher zum Muscle-Car-Spezialisten.

(Foto: Dodge)

Andere Länder, andere Autos! Und weil das so ist, fährt man in den USA auch weiterhin auf Hubraum und Leistung ab. Bei Dodge hat man dann auch gleich gesagt, unter 720 PS geht nichts, und ein bösartiges Höllenkatzen-Trio erschaffen.

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In allen drei Modellen ist der 6,2-Liter-Hemi-V8 mit Kompressor-Aufladung verbaut.

Während man in Deutschland die Mobilität geradezu zwanghaft elektrifizieren will, fährt man in den USA weiterhin auf Hubraum ab. Und weil das so ist, hat man bei Dodge gleich mal richtig zugeschlagen und von der hauseigenen Sportabteilung SRT ein neues Power-Trio von der Leine gelassen. Den Durango SRT Hellcat, den Charger SRT Hellcat Redeye und den Challenger SRT Super Stock. Alle drei tragen unter der Haube den schon seit geraumer Zeit bei SRT verbauten 6,2-Liter-Hemi-V8 mit Kompressor-Aufladung unter der Haube.

Stark und Schnell

Und weil das so ist, kann der erstgenannte, also der Durango SRT Hellcat, sich auch gleich mal einen Weltrekord an die Felge heften. Denn die aus dem Treibsatz resultierenden 720 PS und das maximale Drehmoment von 875 Newtonmeter, machen dieses über fünf Meter lange und mindestens 2,5 Tonnen schwere Trum zum stärksten SUV der Welt. Auf gerader Strecke ballert der V8 das Hyper-SUV in unter vier Sekunden auf Landstraßentempo und SRT verspricht eine Endgeschwindigkeit jenseits von 290 km/h. Nach US-amerikanischen Maßstäben heißt das dann, dass die Viertelmeile, also 402,34 Meter, in 11,5 Sekunden hinter dem Durango liegen.

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Der Durango SRT Hellcat ist nicht nur schnell, sondern kann auch knapp vier Tonnen an den Haken nehmen.

(Foto: Dodge)

Damit es das Monster beim Spiel mit dem rechten Fuß nicht auseinanderreißt, hat SRT einige Modifikationen am Fahrwerk vorgenommen. Das soll vor allem die Wankneigungen des hoch bauenden SUV minimieren. Zudem wurde eine Brembo-Bremsanlage mit 40 Zentimeter großen Scheiben an der Vorderachse verbaut. Das ist nicht nur ein anerkennenswertes Sicherheits-Feature, sondern hat auch einen optischen Wert. Die mächtigen Bremsscheiben füllen nämlich einen guten Teil der 20-Zoll-Räder, auf die 295er Allwetterreifen von Pirelli gespannt wurden. Die sind zwar für den Rundkurs völlig ungeeignet, dürften sich aber mächtig in den Asphalt krallen, wenn der Durango anzieht. Denn mit 3,95 Tonnen, kann dieses Urvieh echt was an den Haken nehmen. Allerdings können das normale Durangos auch.

Die anderen SRT-Gewalten

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Im Dodge Charger SRT Hellcat Redeye leistet der V8 ordentliche 808 PS.

(Foto: Dodge)

Also werfen wir noch einen Blick auf die zwei anderen SRT-Gewalten. Im Dodge Charger SRT Hellcat Redeye leistet der V8 nämlich 808 PS und wuchtet im besten Fall 959 Newtonmeter auf die Hinterachse. Angesichts dieser Macht pulverisiert der Charger die Fahrleistungen des Durango förmlich. Und das, obwohl der über alle vier Räder angetrieben wird: Für den Standardsprint benötigt das Charger Hellcat irgendwas im mittleren Drei-Sekunden-Bereich und wird am Ende 327 km/h schnell. Ach so, die Viertelmeile: die ist nach 10,6 Sekunden überwunden.

Auf dem Drag Strip kann aber auch der Challenger SRT Super Stock seine Qualitäten ausspielen. Da der ohnehin einst für diese Distanz gebaute Ami alles mitbringt, was die Viertelmeile braucht, ist die auch nach 10,5 Sekunden Geschichte. Am Ende muss der Challenger trotz zehn PS mehr dem Charger das Feld überlassen. Denn in der Spitze reicht es nur für 270 km/h. Was übrigens bedeutet, dass auch der Durango schneller ist. Die Limitierung in der Endgeschwindigkeit ist letztlich aber auf die 315er Drag-Reifen zurückzuführen.

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Challenger SRT Super Stock hat seine Qualitäten auf dem Drag Strip.

(Foto: Dodge)

Neben dem leicht modifizierten Triebwerk gibt es noch einige andere technische Ähnlichkeiten bei den Power-Cars: Bei allen erfolgt die Kraftverteilung über eine Achtgang-Automatik, und alle drei Probanden sind mit einem adaptiven Fahrwerk und einer Brembo-Bremsanlage versorgt. Selbstredend dürfen auch die Launch Control und die X-Pipe-Auspuffanlage in den Hellcats nicht fehlen.

Sollten Sie sich jetzt mit dem Gedanken tragen, eines dieser Fahrzeuge auf den freien Strecken der deutschen Autobahnen zu bewegen, dann geht das nur über den Import aus den USA. Dies dürfte momentan nicht ganz einfach und auch nicht billig sein. Zwar sind die Preise für die Power Cars noch nicht genannt, aber bei einem Durango SRT Hellcat sollte man alles in allem mit knapp 100.000 Euro rechnen. Und viel billiger wird es bei den anderen beiden auch nicht. Denn hier liegen die Preise ebenfalls um die 80.000 US-Dollar.

Quelle: ntv.de