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Der Flachland-Test Skoda Superb iV - sparsamer Plug-in-Hybrid?

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Das Skoda iV verfügt über eine 218 PS starke Kombination aus 1,5-Liter-Turbobenziner und Elektromotor.

(Foto: Skoda)

Vor allem die niedrigen Verbrauchswerte zeichnen Plug-in-Hybride aus. Jedenfalls auf dem Datenblatt. Doch wie viel Sprit und Strom verbraucht man tatsächlich nach 100 Kilometern in einem neuen Skoda Superb iV?

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Den Super iV gibt es gegen 1000 Euro Aufpreis auch als Kombi.

(Foto: Skoda)

Nur 1,1 Liter - so lautet der WLTP-Verbrauchswert für den neuen Skoda Superb iV. Möglich macht das Plug-in-Hybridtechnik, die wahlweise Fahren mit Benziner und/oder E-Motor erlaubt. Recht weit verbreitet ist die Vermutung, der niedrige Verbrauch würde sich aus einer 100-Kilometer-Fahrt mit maximaler elektrischer Reichweite und der Bewältigung der restlichen Strecke mit Benziner berechnen. Tatsächlich aber wird im offiziellen Messverfahren der elektrische Anteil gewichtet.

Doch wie sieht es im Fall des neuen Skoda Superb iV aus, wenn man 100 Kilometer mit gut gefüllter Batterie zunächst rein elektrisch und dann den Rest mit Benziner fährt? Diese Frage sollte bei einer ersten Ausfahrt in Holland kurz vor seinem offiziellen Marktstart beantwortet werden. Soviel vorweg: Er fuhr sich erfreulich sparsam, allerdings nicht so sparsam wie der Normwert es vermuten ließ.

Mit 218 PS Systemleistung

Wie bei anderen Modellen des VW-Konzerns werden auch beim rund 42.000 Euro teurem Superb iV ein 1,4-Liter-Benziner, ein E-Motor und ein Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe zu einem Antrieb geschmiedet, der eine Reihe verschiedener Fahrmodi erlaubt. Es geht rein elektrisch, hybridisch und auf Wunsch mit voller Unterstützung beider Aggregate sogar sportlich. Immerhin ist die Systemleistung mit 218 PS üppig, was im Fall der Superb Limousine eine Sprintzeit aus dem Stand auf 100 km/h in 7,7 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 224 km/h erlaubt. Recht üppig ist auch die Speicherkapazität der fast 140 Kilogramm schweren Batterie mit immerhin 13 kWh. Das, so die Angabe des Herstellers, soll für 62 WLTP-Kilometer rein elektrischen Fahrens reichen.

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Der Ladeanschluss für den Akku ist beim Superb iV im Kühlergrill.

(Foto: Skoda)

Als der Testwagen mit einer laut Bordcomputer vollständig geladenen Batterie übergeben wird, stehen  41 Kilometer rein elektrische Reichweite im Display. Die Fahrt führt vom Amsterdamer Flughafen nach Den Haag, mit hohem Anteil Stadtverkehr und etlichen Überlandpassagen auf absolut planer Strecke ohne jeden Steigung mit Tempolimits von 70, 80 und 100 km/h - für eine effiziente E-Fahrt also beste Bedingungen.

Wird der Superb per Druckknopf gestartet, geht er automatisch in den E-Modus, bei dem konsequent emissionsfrei gefahren wird, solange wie Strom zum Vortrieb zur Verfügung steht. Angesichts des Streckenprofils ist konsequentes Stromern kein Problem, denn der 116 PS starke E-Motor erlaubt eine Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h. Sanft und geschmeidig, jedoch nicht geräuschlos setzt sich der 1,8-Tonner in Bewegung. Sobald das Fahrzeug anfährt, hört man sogar ein typisches Verbrennergeräusch, das erst jenseits der 20 km/h verstummt. Dieser Klang kommt allerdings nicht vom Ottomotor, sondern von einem Soundgenerator, der vor allem Fußgänger warnen soll.

Keine Meisterleistung im Flachland

Das Beschleunigungspotenzial im E-Modus reicht, um im Verkehr gut mitschwimmen zu können. Der Energievorrat des Akkus ist indes für eine längere Tour bescheiden. Aus den ursprünglich 41 wurden am Ende der rein elektrischen Testrunde 43 emissionsfrei gefahrene Kilometer. Kurz vor Ende des Stromvorrats blinkt noch einmal mahnend die Batterieanzeige im Kombiinstrument, bevor die E-Reichweitenanzeige auf null fällt. Selbst dann geht es noch elektrisch weiter, allerdings nur kurz, bis sich endgültig der Benziner zu Wort meldet und im dann einsetzenden Hybridmodus weitgehend den Vortrieb übernimmt.

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Nur 1,1 Liter - so lautet der WLTP-Verbrauchswert für den neuen Skoda Superb iV.

(Foto: Skoda)

Sechsgang-Doppelkupplungsgetriebe und der Benziner harmonieren vorzüglich. Es ist spürbar, dass hier mehr längsdynamisches Potenzial zur Verfügung steht, als es auf dieser Strecke braucht. Entsprechend bleibt auch der Verbrauch niedrig, zunächst steigt der Wert zwar kräftig um gut einen Zehntelliter pro Kilometer an, doch schnell verlangsamt sich der Zuwachs. Ebenfalls verlangsamt wird das Auto durch die Motorbremse der E-Maschine, die per Rekuperation Bewegungsenergie in elektrische Energie wandelt, die in die Batterie zurückgeführt wird.

Dank dieser Rückgewinnung war immer mal wieder kurzes Stromern möglich. Hier setzt der Superb iV seine effizienzsteigernde Hybridtechnik geschickt ein. Wohl auch dank Energierückführung zeigte der Bordcomputer nach exakt 100 Kilometer einen Benzinverbrauch von 2,9 Liter an. Angesichts dieses Wertes würden 100 Kilometer ohne E-Antrieb einen Verbrauch von 5,2 Liter bedeuten. Was ebenfalls durchaus sparsam ist. Allerdings sind angesichts des Streckenprofils beide Ergebnisse keine Meisterleistung, wie etwa der WLTP-Normverbrauch von 1,1 Liter hat erwarten lassen.

Sparsam wird es mit Prämie

Denn zum Sprit- gibt es noch den Stromverbrauch. Hier konnte die erste Ausfahrt keine verlässliche Auskunft geben. Fährt man eine volle Batterie leer, hat man gut zehn Kilowattstunden verbraucht. Diesen Wert vorausgesetzt, dürfte der Superp iV auf 100-Kilometer-Test Energiekosten von rund fünf Euro für Benzin und 3 Euro Strom verursacht haben. Preislich wäre das vergleichbar mit einem Diesel, zu dem der Teilzeitstromer auch als grundsätzliche Alternative gedacht ist, dem er aber am Ende rechnerisch nicht das Wasser reichen kann.

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Als rein elektrische Reichweite sind 56 Kilometer für den Skoda Superb iV angegeben.

(Foto: Skoda)

Über 80 Prozent der Superb iV will Skoda an Flottenkunden verkaufen, die traditionell vor allem Diesel als Dienstfahrzeuge eingesetzt haben. Theoretisch kann der Nutzer den Skoda sogar günstiger als einen Diesel fahren, wenn er ihn denn konsequent rein elektrisch bewegt. Ein vergleichbarer Superb Diesel ist zwar rund 2000 Euro günstiger in der Anschaffung, dafür können Kunden beim Superb den Umweltbonus abrufen, mit dem sich der Kaufpreis um über 3000 Euro verringert. Und Dienstwagennutzer müssen nur ein halbes Prozent des Neupreises ihres Fahrzeugs monatlich versteuern. So gesehen bietet der Superb iV gegenüber konventionell angetriebenen Schwestermodellen grundsätzlich Sparpotenzial.

Quelle: n-tv.de, hpr/sp-x

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