Der Tag
20. November 2025
imageHeute mit Max Perseke und Johanna Ohlau
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22:27 Uhr

Das war Donnerstag, der 20. November 2025

Guten Abend, liebe Leserinnen und Leser,

der Abend lässt uns noch mit ein paar "offenen Enden" zurück: Die Klimaverhandlungen in Belém sind ins Stocken geraten, aber nicht wegen inhaltlicher Differenzen, sondern wegen eines Feuers (mehr dazu im Eintrag um 21:48 Uhr). Über die Klimaschutzkonferenz berichtet Clara Pfeffer aus Brasilien. Im niedersächsischen Lindhorst hält ein Polizeieinsatz die Bevölkerung noch in Atem. Wie geht es für die Ukraine weiter? Die Pläne von US-Präsident Donald Trump verheißen nichts Gutes für die Ukraine und stoßen deshalb in der EU auf große Kritik. "Dann wäre die Ukraine verloren", kommentiert meine Kollegin Frauke Niemeyer.

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Leben in Zelten zwischen Trümmern: Für die Überlebenden des Gaza-Kriegs gibt es noch viele Fragezeichen, was ihre Zukunft angeht. (Foto: picture alliance / SIPA)

Dann hätte ich noch diese Leseempfehlungen für Sie:

Wassermangel verschärft sich: Irans Präsident hält Verlegung der Hauptstadt für unausweichlich

Bosnien-Beauftragter beleidigt: Minister schickt Nazi-Helm an deutschen UN-Vertreter Schmidt

Nach Tod deutscher Familie: Weiterer deutscher Tourist nach Hotelbesuch in Istanbul gestorben

Mit 79 Jahren gestorben: Weltmeister von 1974: Dieter Herzog ist tot

Damit verabschiede ich mich für heute von Ihnen und wünsche Ihnen eine gute Nacht.

Das war Donnerstag, der 20. November 2025
21:48 Uhr

Feuer bei Klimakonferenz in Belém: Keine Verhandlungen vor Mitternacht

Die Klimaverhandlungen müssen mitten in der entscheidenden Phase eine Zwangspause einlegen bis mindestens Mitternacht (MEZ). Grund ist ein Feuer auf dem Gelände der UN-Klimakonferenz im brasilianischen Belém. Erst in einigen Stunden wird es frühestens weitergehen, teilt das UN-Klimasekretariat am vorletzten Tag der zweiwöchigen Konferenz mit. Das Klimasekretariat dankte den Delegierten der COP30 für die "schnelle Evakuierung". Das Feuer sei unter Kontrolle gebracht worden, es sei nur "begrenzter Schaden" entstanden. Zehntausende Konferenzteilnehmer brachten sich in Sicherheit.

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Das Feuer war bei den Länderpavillons ausgebrochen. (Foto: picture alliance/dpa/Catherine Ellis)

Verhandlerinnen und Verhandler aus rund 190 Staaten ringen intensiv um Knackpunkte wie Klimafinanzierung und Handelsmaßnahmen. Die brasilianische COP-Präsidentschaft hatte es sich zum Ziel gesetzt, die Klimaverhandlungen anders als in den Vorjahren pünktlich am morgigen Freitag zum Abschluss zu bringen.

Feuer bei Klimakonferenz in Belém: Keine Verhandlungen vor Mitternacht
21:07 Uhr

USA nehmen Abschied von Ex-Vize Cheney - Trump nicht willkommen

Dick Cheney rief im vergangenen Jahr bei der US-Wahl dazu auf, der Demokratin Kamala Harris die Stimme zu geben. In Trump sah der frühere Vizepräsident eine "Bedrohung für die Republik". Anfang November starb der Republikaner im Alter von 84 Jahren und nun nahmen auch zahlreiche Weggefährten aus der US-Politik Abschied bei einer Trauerfeier in Washington. Der ehemalige US-Präsident George W. Bush sagte vor mehr als tausend Gästen in der Nationalen Kathedrale, Cheney habe als sein Stellvertreter alles geleistet, was ein Präsident erwarten könne. Auch der frühere US-Präsident und Demokrat Joe Biden nahm teil neben den früheren Vizepräsidenten Harris und Mike Pence. Der amtierende Präsident Donald Trump war - wenig überraschend - nach Angaben des Weißen Hauses nicht eingeladen. Trump kondolierte der Familie von Cheney nach dessen Tod anders als üblich nicht.

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Mehr als tausend Gäste waren bei der Trauerfeier für Dick Cheney in Washington. (Foto: picture alliance / newscom)
USA nehmen Abschied von Ex-Vize Cheney - Trump nicht willkommen
20:34 Uhr

Polizei warnt Bevölkerung: Einsatz in Lindhorst in Niedersachsen

Die Polizei warnt die Bevölkerung in Lindhorst im Landkreis Schaumburg davor, ihre Häuser zu verlassen. Es laufe ein Polizeieinsatz, heißt es in einer Mitteilung der Beamten. Die Anwohner würden dringend gebeten, in ihren Wohnungen und Häusern zu bleiben und sich nicht außerhalb von Gebäuden aufzuhalten. Weitere Informationen zu dem Einsatz und dem Grund dafür gibt es bislang nicht.

Update 21:17 Uhr: In der Gemeinde westlich von Hannover seien Schüsse gefallen, verletzt worden sei niemand, teilt eine Sprecherin der Polizei auf Anfrage mit. Demnach ist ein Spezialeinsatzkommando (SEK) im Einsatz.

Polizei warnt Bevölkerung: Einsatz in Lindhorst in Niedersachsen
20:19 Uhr

Überholender BMW kracht in Autos - Fahrer flieht zu Fuß

Auf einer Landstraße in Baden-Württemberg kommt es zu einem heftigen Unfall. Der Fahrer eines BMW kracht bei einem Überholmanöver in zwei andere Pkw. Mehrere Personen kommen ins Krankenhaus. Die Insassen des BMW ergreifen zu Fuß die Flucht, die Polizei nimmt die Suche per Hubschrauber auf.

Überholender BMW kracht in Autos - Fahrer flieht zu Fuß
19:50 Uhr

Verbrechen vermutet: Spaziergänger findet Frauenleiche im Wald in München

Ein Spaziergänger hat in einem beliebten Münchner Waldgebiet eine grausige Entdeckung gemacht: Der Mann fand dort am Nachmittag laut Polizei eine Frauenleiche. Nach erster Einschätzung ist eine Gewalttat nicht auszuschließen, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums München sagt. Die Tote lag demnach unweit eines Trampelpfads im Forstenrieder Park, einem für seine vielen Wildschweine bekannten grünen Areal im Süden Münchens. Laut Polizei lässt die "Auffindesituation" darauf schließen, dass die Frau gewaltsam um Leben gekommen sein könnte. Noch ist auch unklar, um wen es sich bei der toten Frau handelt.

Verbrechen vermutet: Spaziergänger findet Frauenleiche im Wald in München
19:18 Uhr

Video zeigt Waffen-Übergabe: Frau ermöglicht Häftling filmreife Flucht

Ein Überwachungsvideo zeigt die Flucht eines Gefangenen vor einem Gericht in Kambodscha. Eine Komplizin übergibt dem Häftling unbemerkt eine Pistole, woraufhin mehrere Gefangene fliehen. Die Polizei untersucht mögliche Sicherheitslücken rund um den Vorfall.

Video zeigt Waffen-Übergabe: Frau ermöglicht Häftling filmreife Flucht
18:53 Uhr

Minister schickt Nazi-Helm an deutschen UN-Vertreter Schmidt

Mit einem ziemlich geschmacklosen "Geschenk" versucht ein Minister der Regierung von Bosnien-Herzegowina Aufmerksamkeit auf seine Kritik an dem deutschen Diplomaten Christian Schmidt zu ziehen. Außenhandelsminister Stasa Kosarac hat einen Helm der Waffen-SS an den aus Deutschland stammenden Hohen UN-Repräsentanten für das Land geschickt. "Dieser Helm ist ein Erbe deiner Nazi-Vorfahren, die mein Volk in der dunkelsten Zeit der menschlichen Zivilisation ermordet haben", schreibt Kosarac bei Instagram neben einem Foto des Nazi-Helms.

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Christian Schmidt (Foto: picture alliance / Anadolu)

Der Hohe Repräsentant für Bosnien und Herzegowina hat die Aufgabe, über die Einhaltung des Friedensabkommens von Dayton von 1995 zu wachen, mit dem der Bosnienkrieg endete. In dieser Funktion hat er weitreichende Befugnisse bis hin zur Änderung von Gesetzen. Der frühere Bundeslandwirtschaftsminister Schmidt von der CSU hat den Posten seit 2021 inne und wurde in der Vergangenheit wiederholt von dem bosnischen Serbenführer Milorad Dodik scharf kritisiert. "Es ist an der Zeit, dass du dieses Land verlässt, in das du niemals hättest kommen dürfen", schreibt Kosarac auf Instagram weiter. Der Außenhandelsminister ist Mitglied im Vorstand von Dodiks nationalistischer Partei. Dodik hatte Schmidt wiederholt als Faschisten beleidigt und die Legitimität des UN-Repräsentanten angezweifelt. Anfang August war Dodik als Präsident der serbischen Teilrepublik Republika Srpska seines Amtes enthoben worden, nachdem ein Berufungsgericht eine einjährige Haftstrafe und ein sechsjähriges Ämterverbot gegen den 66-Jährigen bestätigt hatte. Verurteilt worden war Dodik, weil er im Juli 2024 zwei Gesetze in Kraft gesetzt hatte, die die Umsetzung von Entscheidungen des Hohen UN-Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina untersagten. Das Urteil hatte die größte Krise in dem Balkanstaat seit dem Bosnienkrieg (1992-1995) ausgelöst. Der bosnische Serbenführer hatte den Prozess gegen ihn als politisch motiviert angeprangert.

Minister schickt Nazi-Helm an deutschen UN-Vertreter Schmidt
18:28 Uhr

Taucher filmt: Seeschlange würgt Muräne im Ganzen runter

Vor der Küste Thailands bezeugt und filmt ein Taucher einen beeindruckenden Kampf: Eine Seeschlange hat sich als Beute eine Muräne auserwählt. Videoaufnahmen zeigen, wie der Räuber sein Fressen im Ganzen runterwürgt, nur der Kopf guckt noch heraus. Dabei ist die Muräne selbst fast so lang wie ihr Bezwinger.

Taucher filmt: Seeschlange würgt Muräne im Ganzen runter
18:15 Uhr

Feuer bei UN-Klimakonferenz: Gelände wird evakuiert

Auf dem Gelände der UN-Klimakonferenz in Belém ist ein Feuer ausgebrochen. Reporter der Nachrichtenagentur AFP sahen, wie große Flammen im Eingangsbereich in der Nähe der Länderpavillons hochschlugen. Menschen rannten durcheinander, Sicherheitspersonal setzte Feuerlöscher ein und es waren Sirenen und Hubschrauber-Motorenlärm zu hören.

Feuer bei UN-Klimakonferenz: Gelände wird evakuiert
17:54 Uhr

"Verräter" - Trump droht sechs Demokraten mit der Todesstrafe

"König" Trump hat mal wieder gesprochen und zwar bei seinem eigenen Online-Sprachrohr Truth Social: Da droht er ganz unverhohlen mehreren Demokraten mit der Todesstrafe. Nach einem Aufruf der sechs demokratischen Kongressmitglieder zur Befehlsverweigerung in bestimmten Fällen nennt der US-Präsident sie "Verräter", schrieb und warf ihnen "aufwieglerisches Verhalten, bestrafbar mit dem Tode" vor.

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US-Präsident Donald Trump (Foto: picture alliance/dpa/AP)

Die sechs Kongressmitglieder hatten am Dienstag ein Internetvideo veröffentlicht, in dem sie aktive Soldaten oder Geheimdienstler aufrufen, "illegale Befehle" zu verweigern. Die drei Frauen und drei Männer sind selbst frühere Militärs oder Geheimdienstmitarbeiter. "Diese Regierung spielt unser Militär in Uniform sowie professionelle Geheimdienstleute gegen amerikanische Bürger aus", heißt es in dem Video. Die Soldaten und Sicherheitsmitarbeiter hätten jedoch einen Eid geschworen, die US-Verfassung zu schützen und könnten deshalb ungesetzliche Befehle verweigern.

"Verräter" - Trump droht sechs Demokraten mit der Todesstrafe
17:03 Uhr

Miss-Universe-Kandidatin stürzt von Bühne

Das ist mal "schiefgegangen": Miss Jamaika, der 28-jährigen Gabrielle Henry, passiert beim Halbfinale ein folgenschweres Missgeschick: Im letzten Walk tritt sie plötzlich neben die Bühne und stürzt ab. Mit einer Trage wird sie abtransportiert und kommt ins Krankenhaus.

Miss-Universe-Kandidatin stürzt von Bühne
16:44 Uhr

Weiterer deutscher Tourist nach Hotelbesuch in Istanbul gestorben

Nachdem eine vierköpfige Familie aus Hamburg in Istanbul an den Folgen einer Vergiftung gestorben ist, ist offenbar nun ein weiterer Tourist aus Deutschland tot. Türkische Medien berichten übereinstimmend über den nächsten seltsamen Todesfall eines Touristen in Istanbul nach einem Hotelaufenthalt. Demnach sei der 35-Jährige am Montag aus Deutschland für eine Messe in die Türkei gereist und in einem Hotel im Stadtteil Fatih untergekommen. Das ist derselbe Stadtteil, in dem auch das Hotel liegt, in dem die verstorbene Familie aus Hamburg untergebracht war. Zwei Tage später ist er im Krankenhaus gestorben. Die Todesursache ist noch völlig unklar. Ob es einen Zusammenhang mit konsumierten Lebensmitteln oder einem möglichen Pestizideinsatz gab, werde noch ermittelt. Eine Autopsie wurde angekündigt.

Weiterer deutscher Tourist nach Hotelbesuch in Istanbul gestorben
16:18 Uhr

Gericht: Skiausflug ist keine Dienstreise - kein Arbeitsunfall

Ist ein Skiunfall ein Arbeitsunfall? Damit hat sich das Sozialgericht Hannover befasst und geurteilt: Versicherungsschutz besteht nur, wenn die Tätigkeit zum Unfallzeitpunkt in einem sachlichen Zusammenhang zum Beruf steht. (Az.: S 22 U 203/23) Geklagt hatte ein Geschäftsführer gegen die gesetzliche Unfallversicherung. Er erlitt 2023 bei einer von einem anderen Unternehmen organisierten Skitour in Österreich einen Unfall. Dazu war er als einziger Mitarbeiter seines Unternehmens eingeladen worden. Die im Programm aufgeführten Fachvorträge fielen alle aus, die Teilnehmer gestalteten daraufhin ihre Vormittage in unterschiedlichen Gruppen eigenständig. Der Kläger schloss sich einer Skigruppe an. Bei einer Abfahrt kam es zum Unfall, bei dem er sich ein Bein brach. Die Unfallversicherung lehnte eine Anerkennung als Dienstunfall ab, weil bei der Reise Freizeitaktivitäten im Vordergrund standen. Einen betrieblichen Zusammenhang sah die Versicherung nicht. Das Sozialgericht gab der Unfallversicherung Recht.

Gericht: Skiausflug ist keine Dienstreise - kein Arbeitsunfall
15:38 Uhr

Züge prallen frontal aufeinander - 50 Verletzte bei Unglück in Tschechien

Nahe der Stadt České Budějovice im Südwesten Tschechiens kollidieren zwei Züge frontal. Der heftige Aufprall führt zu einem Großeinsatz von Feuerwehr und Rettungskräften. Mehr als 50 Menschen werden verletzt, mindestens fünf davon schwer. Bilder vom Inneren der Züge zeigen das Ausmaß des Aufpralls.

Züge prallen frontal aufeinander - 50 Verletzte bei Unglück in Tschechien
15:16 Uhr

ESA plant neues Zentrum für Raumfahrt in Köln

Die ESA hat große Pläne in Köln: In der Stadt am Rhein soll ein neues Zentrum der Europäischen Raumfahrtorganisation ESA entstehen. Die Planungs- und Bauphase werde schon Anfang 2026 beginnen, teilt das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) mit, auf dessen Gelände der Neubau entstehen soll. Geplant ist, den Sitz des sogenannten ESA-Direktorats für astronautische und robotische Exploration vollständig nach Köln zu verlagern. Nach Angaben der NRW-Landesregierung entstehen rund 250 neue Arbeitsplätze. Die Finanzierung des geplanten Gebäudeneubaus soll durch die ESA und das Land Nordrhein-Westfalen sichergestellt werden. Entsprechende Absichtserklärungen wurden heute unterschrieben.

Die Raumfahrt spielt in Köln bereits jetzt eine größere Rolle - das Europäische Astronautenzentrum ist dort angesiedelt, zudem wurde vor nicht allzu langer Zeit eine Mondsimulationsanlage errichtet. Durch den Neubau sollen Synergien für kommende Weltall-Missionen entstehen - etwa zum Mond.

ESA plant neues Zentrum für Raumfahrt in Köln
14:40 Uhr

Sabotage? Russischer Heizöl-Zug geht in Flammen auf

In der russischen Region Perm gerät ein mit Heizöl beladener Güterzug mit mehreren Waggons in Brand. Die Wagen stehen lichterloh in Flammen. Die Ursache des Feuers soll nun ermittelt werden. Eine Sabotage durch Ukrainer wird dabei nicht ausgeschlossen.

Sabotage? Russischer Heizöl-Zug geht in Flammen auf
14:20 Uhr

Schichtwechsel

Mein lieber Kollege Max Perseke kann in den Feierabend entschwinden, aber für "Der Tag" gilt das natürlich noch nicht. Ich übernehme hier an dieser Stelle und halte Sie mit Nachrichten aus Deutschland und der Welt auf dem Laufenden und bestenfalls auch etwas bei Laune. Mein Name ist Johanna Ohlau. Bei Fragen, Hinweisen und Kritik erreichen Sie mich am besten per Mail: johanna.ohlau(ntv).de. Los geht's!

Schichtwechsel
13:55 Uhr

Flixbus fährt jetzt "Down Under"

Flixbus hat am heutigen Donnerstag den Betrieb in Australien aufgenommen und damit seine weltweite Expansion fortgesetzt. Wie das Mutterunternehmen Flix mitteilte, verbindet das Streckennetz zunächst die Metropolen Melbourne, Canberra und Sydney. Für die kommenden Monate seien weitere Verbindungen vorgesehen. Damit sind Flixbusse laut den Unternehmensangaben nun in 45 Ländern auf fünf Kontinenten unterwegs.

"Flixbus ist bereits heute ein weltweiter Erfolg. Wir werden in den kommenden Jahren weiter daran arbeiten, das enorme Marktpotenzial in Lateinamerika, Australien und Indien zu nutzen", erklärt Flix-Chef André Schwämmlein in München. Als Ziel für Australien gibt er an, eine attraktive Reisealternative zum Flugzeug zu bieten und das Reiseverhalten der Menschen nachhaltig zu verändern.

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Das Unternehmen präsentiert mit diesem Bild sein Australiengeschäft. (Foto: Flixbus Medienbibliothek)
Flixbus fährt jetzt "Down Under"
13:05 Uhr

Explosion entfacht riesigen Feuerball über Ölraffinerie in Venzuela

Nach einer Explosion bricht in einer der wichtigsten Ölraffinerien Venezuelas ein Großbrand aus. Aufnahmen zeigen, wie ein riesiger Feuerball und eine dichte schwarze Rauchsäule über der Anlage aufsteigen. Wie es zu der Detonation kommen konnte, ist bislang noch unklar.

Explosion entfacht riesigen Feuerball über Ölraffinerie in Venzuela
12:35 Uhr

20-Jähriger wird in Sachsen-Anhalt von Zug überfahren und stirbt

In Zerbst in Sachsen-Anhalt ist ein 20 Jahre alter Mann von einem Zug überfahren und getötet worden. Es sei von einem Unfall auszugehen, teilt die Polizei in Dessau mit .Demnach wurde der aus Zerbst stammende Mann am späten Mittwochabend im Bereich der Gleise auf der Bahnstrecke zwischen Dessau und Magdeburg von dem durchfahrenden Zug erfasst und so schwer verletzt, dass er noch vor Ort starb. Die Zugstrecke wurde für etwa drei Stunden gesperrt.

20-Jähriger wird in Sachsen-Anhalt von Zug überfahren und stirbt
12:17 Uhr

Kulturstaatsminister Weimer setzt nach Vorwürfen Treuhänder ein

In der Debatte um die Vermischung von Interessen seines Amts mit seiner früheren Tätigkeit als Verleger hat Wolfram Weimar, Kulturstaatsminister im Kabinett Merz, der "Bild"-Zeitung gegenüber angekündigt, dass er sich von seinen Anteilen an der Verlagsgruppe Weimer MediaGroup (WMG) vorläufig trennen werde. Solange er Staatsminister ist, gehen sie an einen Treuhänder. "Ich vollziehe diese Trennung allein, um jeglichen Anschein eines Interessenkonfliktes zu vermeiden, der indes tatsächlich nie bestanden hat", erklärt er dem Medium. Die Entscheidung liegt mittlerweile als Pressemitteilung vor.

Hintergrund sind Berichte unter anderem des Portals "Apollo News", wonach die von Weimer gegründete Weimer Media Group auf dem jährlichen Ludwig-Erhard-Gipfel am Tegernsee Unternehmen gegen Geld exklusiven Zugang zu Bundesministern bieten und mit "Einfluss auf die politischen Entscheidungsträger" werben soll. Die bayerische Staatsregierung überprüft deshalb, ob die Veranstaltung weiter staatliche Unterstützung bekommen soll oder nicht.

Weimer hatte die Vorwürfe zurückgewiesen und bereits zuvor erklärt, dass er in dem veranstaltenden Verlag keine Funktion mehr habe seit seinem Eintritt in die Regierung. "Ich habe den Verlag mit Eintritt in die Regierung verlassen, mein Geschäftsführermandat niedergelegt und das handelsregisterfest eintragen lassen. Ich habe dort keine Funktionen, nicht einmal ein Beratermandat. Die Stimmrechte als Gesellschafter werden vertraglich von der Mitgesellschafterin ausgeübt", sagte der Kulturstaatsminister der FAZ. Bei der Mitgesellschafterin handelt es sich um seine Ehefrau. Nun tritt er "laut Bild" die Anteile an der WMG an einen Treuhänder ab und verzichtet auf jegliche Gewinnausschüttung.

Kulturstaatsminister Weimer setzt nach Vorwürfen Treuhänder ein
11:52 Uhr

Mann bettelt Solo-Backpackerin um Sex an und entblößt Penis

Eine junge Neuseeländerin reist allein durch Sri Lanka und dokumentiert das Abenteuer auf Social Media. Eigentlich will sie ihren Followern zeigen, wie schön das Land ist. Doch dann kommt es zu einem schockierenden Vorfall: Ein fremder Mann fragt, ob sie mit ihm Sex haben wolle. Als sie verneint, entblößt er sich.

Mann bettelt Solo-Backpackerin um Sex an und entblößt Penis
11:10 Uhr

In diesem kleinen Bundesland bekommen die Menschen die höchsten Renten

Die höchsten Renten in Deutschland bekommen Menschen im Saarland und in Nordrhein-Westfalen. Das geht aus dem am Donnerstag veröffentlichten Rentenatlas der Deutschen Rentenversicherung hervor. Die durchschnittliche Bruttohöhe aller Renten nach mindestens 35 Versicherungsjahren lag im vergangenen Jahr im Saarland bei 1805 Euro und in Nordrhein-Westfalen bei 1773 Euro im Monat. Dahinter folgen der ehemalige Ost-Teil Berlins mit 1756 Euro und Baden-Württemberg mit 1755 Euro. Die niedrigsten Renten bekommen Menschen in Ostdeutschland. Thüringen (1572 Euro), Sachsen-Anhalt (1580 Euro), Mecklenburg-Vorpommern (1591 Euro), Sachsen (1594 Euro), der ehemalige Westteil Berlins (1631 Euro) und Brandenburg (1640 Euro) belegen die letzten Plätze. Durchschnittlich beträgt die Bruttorente in Deutschland 1692 Euro.

In diesem kleinen Bundesland bekommen die Menschen die höchsten Renten
10:42 Uhr

Oberhausen: Bus rammt drei Autos und kracht in Wohnhaus

In Oberhausen rast ein Linienbus mit 20 Passagieren in ein Wohnhaus. Zuvor rammt der Bus drei Autos. Der Fahrer soll während des Vorfalls gesundheitliche Probleme gehabt haben. Sieben Menschen werden verletzt.

Oberhausen: Bus rammt drei Autos und kracht in Wohnhaus
10:17 Uhr

Kanzleramtschef Frei sieht in Merz' Belém-Äußerung keine Entgleisung

Kanzleramtschef Thorsten Frei wertet die jüngsten Äußerungen des Bundeskanzlers zu Brasilien nicht als Entgleisung. "Nein, das würde ich nicht sagen. Es ist erstaunlich, welche Wendungen manche Äußerungen nehmen können. Aber wenn man es im Gesamtzusammenhang sieht, dann erschließt sich, was er gesagt hat", so Frei im RTL/ntv Frühstart. "Ich habe diese Szene einer Rede hier in Berlin gesehen, da hat er ja vor allen Dingen darüber gesprochen, dass Deutschland ein sehr schönes Land ist und dass es auch ein starkes Land ist, trotz all der Herausforderungen, die wir haben und dass die Menschen im Großen und Ganzen ja auch gerne in unserem Land leben und dass wir an vielen Stellen sehen können. Das war im Grunde genommen der Kern seiner Aussage", so der CDU-Politiker weiter.

Bundeskanzler Friedrich Merz hatte sich nach seinem Besuch bei der Klimakonferenz in Belém auf einem Handelskongress in Berlin zu seinen Eindrücken von der Stadt am Amazonas geäußert. "Ich habe einige Journalisten, die mit mir in Brasilien waren, letzte Woche gefragt: Wer von euch würde denn gerne hierbleiben? Da hat keiner die Hand gehoben", sagte er. "Die waren alle froh, dass wir vor allen Dingen von diesem Ort, an dem wir da waren, in der Nacht von Freitag auf Samstag wieder nach Deutschland zurückgekehrt sind." In Brasilien hatten seine Worte Empörung ausgelöst.

Kanzleramtschef Frei sieht in Merz' Belém-Äußerung keine Entgleisung
09:37 Uhr

Michael J. Fox verteilt dickes Lob an Harrison Ford

Der an Parkinson erkrankte Hollywoodstar Michael J. Fox lobt seinen Schauspiel-Kollegen Harrison Ford und dessen Fürsorglichkeit beim gemeinsamen Dreh der Serie "Shrinking". Ford sei "so brillant und es macht so viel Spaß, mit ihm zu arbeiten", sagt der 64 Jahre alte Fox dem US-Magazin "People". Der "Indiana Jones"-Schauspieler sei "so beschützend mir gegenüber und wollte, dass ich eine tolle Erfahrung mache".

Ford spielt in der Comedy-Serie "Shrinking" einen Verhaltenstherapeuten, der an Parkinson erkrankt ist. Im Frühjahr wurde bekannt, dass Fox, bei dem vor Jahrzehnten im echten Leben die Nerven-Krankheit diagnostiziert worden war, eine Gastrolle in der dritten Staffel der Serie hat. Im Oktober sagte Fox dem "People"-Magazin, dass er in seiner "Shrinking"-Rolle ebenfalls jemanden mit Parkinson spielen werde. "Es war das erste Mal, dass ich am Set erscheinen konnte, ohne mir Gedanken darüber machen zu müssen, ob ich zu müde bin, husten muss oder Ähnliches", sagte er.

Michael J. Fox verteilt dickes Lob an Harrison Ford
08:55 Uhr

Zwei Züge stoßen in Tschechien zusammen - über 40 Verletzte

Bei einem Zusammenstoß zwischen zwei Zügen im Süden Tschechiens sind nach Angaben von Rettungskräften dutzende Menschen verletzt worden. "40 Menschen haben leichte Verletzungen und zwei haben schwere Verletzungen", sagte eine Sprecherin des tschechischen Rettungsdienstes. Der Unfall ereignete sich nahe der Stadt Budweis (Ceske Budejovice) etwa 150 Kilometer südlich von Prag. Der Zusammenstoß wurde den Angaben zufolge um 06.19 Uhr gemeldet. Alle Passagiere seien aus den Zügen gerettet worden, erklärte ein Sprecher des staatlichen Eisenbahnunternehmens Sprava zeleznic. Die Ermittlungen zur Ursache des Unfalls dauerten an.

Zwei Züge stoßen in Tschechien zusammen - über 40 Verletzte
08:25 Uhr

Was heute wichtig wird

Gute Morgen liebe Leserinnen und Leser,

Liebe verbindet? Vielleicht könnten ja sogar US-Präsident Donald Trump und der neu gewählte New Yorker Bürgermeister Zohran Mamdani auf einen gemeinsamen Nenner kommen, wenn sie sich am morgigen Freitag im Weißen Haus treffen. "Wir werden etwas hinbekommen. Wir wollen, dass alles funktioniert für New York", hat Trump bereits gesagt. Im Falle der beiden wäre es die Liebe zu New York, die verbindet. Auch wenn die Stadt traditionell politisch weit links von Trump steht, hat dieser als geborener New Yorker ein besonderes Verhältnis zum "Big Apple". Wie etwa auch zur "New York Times", deren Journalisten er regelmäßig schlechte Berichterstattung vorwirft - und dennoch das Blatt regelmäßig lesen soll. Aber wirklich Hoffnung möchte man nicht schüren ...

... und der morgige Freitag ist - gemessen an der mittlerweile normalen Taktzahl sich überschlagender Ereignisse - noch weit entfernt. Konzentrieren wir uns erst einmal auf den heutigen Donnerstag. Was unter anderem ansteht:

  • Nach einer mutmaßlich radikal-islamistisch und antisemitisch motivierten Messerattacke auf einen Besucher des Holocaust-Mahnmals in Berlin beginnt um 9.15 Uhr der Prozess.

  • Das Bundesverfassungsgericht will ab 9.30 Uhr eine Entscheidung über die Anforderungen an eine Durchsuchung in einer Gemeinschaftsunterkunft im Zuge einer Abschiebung veröffentlichen.

  • Die Außenminister der EU-Staaten beraten in Brüssel über die jüngsten Entwicklungen im Ukraine-Krieg und im Nahen Osten.

  • In Tübingen wird um 11.00 Uhr eine Studie über Femizide in Deutschland vorgestellt.

  • Pk Unfallforscher der Versicherer (UDV) zu tödlichen Pkw-Unfällen in Städten und Ortschaften um 12.00 Uhr in Münster.

  • Bundesjustizministerin Stefanie Hubig (SPD) und Bundesbauministerin Verena Hubertz (SPD) stellen um 10.15 Uhr in Berlin Eckpunkte zum Gebäudetyp E vor.

  • Die deutschen Tennisprofis um Alexander Zverev spielen bei der Endrunde im Davis Cup um den Einzug ins Halbfinale. Gegner auf dem Messegelände in Bologna ist Argentinien (nicht vor 17.00 Uhr).

Außerdem startet der Magdeburger Weihnachtsmarkt heute (11.00 Uhr) in seine diesjährige Saison. Eine Eröffnungszeremonie oder ein besonderes Programm zum Start wird es aber nicht geben. Wegen einer Debatte über die Sicherheit und Nachbesserungen war lange unklar, ob der Weihnachtsmarkt wie geplant beginnen kann. Auf den Tag genau vor elf Monaten war in Magdeburg der damals 50 Jahre alte Taleb al-Abdulmohsen mit einem 340 PS starken Mietwagen über den Weihnachtsmarkt gerast. Es starben sechs Menschen, mehr als 300 wurden verletzt. Sein Strafprozess läuft. Hoffentlich wird der Weihnachtsmarkt den Magedeburgern die Gelegenheit geben, den Opfern in der Gemeinschaft zu gedenken.

Liebe Leserinnen und Leser, starten Sie wohlbehalten in diesen Donnerstag!

Was heute wichtig wird
07:44 Uhr

Wadephul hält an Syrien-Einschätzung fest: "Es ist leider so, wie es ist"

Außenminister Johann Wadephul hält auch nach unionsinterner Kritik an seiner Einschätzung der Lage in dem vom Bürgerkrieg gezeichneten Syrien fest. Sein Satz, dass die Rückkehr an zerstörte Orte in Damaskus kurzfristig nur sehr eingeschränkt möglich sei, "ist das Mindeste, was man an der Stelle sagt und dabei bleibe ich auch, weil es meine nüchterne Analyse ist", sagt der CDU-Politiker beim Wirtschaftsgipfel der "Süddeutschen Zeitung". "Das ist meine Einschätzung dort und wer das anders sieht, der müsste dort entsprechend argumentieren und auch Fakten nennen. Aber es ist leider so, wie es ist."

Ende Oktober hatte Wadephul beim Besuch einer schwer verwüsteten Vorstadt von Damaskus angezweifelt, dass angesichts der massiven Zerstörung kurzfristig eine große Zahl syrischer Flüchtlinge freiwillig dorthin zurückkehren werde. "Hier können wirklich kaum Menschen richtig würdig leben", sagte er. Eine Woche später soll er in einer Sitzung der Bundestagsfraktion nach Angaben mehrerer Teilnehmer gesagt haben, Syrien sehe schlimmer aus als Deutschland 1945. Auch diese Aussage zog massive Kritik nach sich.

Wadephul hält an Syrien-Einschätzung fest: "Es ist leider so, wie es ist"
07:06 Uhr

Entwurf für neues Jagdrecht sieht hartes Vorgehen gegen den Wolf vor

Im Umgang mit dem Wolf setzt das Bundeslandwirtschaftsministerium auf drastische Verschärfungen. Einem Entwurf für das neue Jagdrecht zufolge strebt Minister Alois Rainer von der CSU eine weitreichende Freigabe der Jagd auf Wölfe in Deutschland an. Das geht aus dem Referentenentwurf für eine Novellierung des Bundesjagdgesetzes hervor, der "Tagesspiegel Background" exklusiv vorliegt. Der Novelle zufolge sollen Wölfe in Deutschland künftig vom 1. September bis zum 28. Februar des Folgejahres regulär jagdbar sein. Voraussetzung ist, dass zuvor revierübergreifende Managementpläne aufgestellt werden und sich die Wolfspopulation in einem günstigen Erhaltungszustand befindet. Diesen hatte die Bundesregierung vor wenigen Wochen für zwei der drei biogeografischen Regionen Deutschlands an die EU-Kommission gemeldet.

Über die halbjährige Jagdzeit hinaus wäre die zuständige Jagdbehörde laut Gesetzentwurf bevollmächtigt, zur Abwendung von land- und forstwirtschaftlichen Schäden die Tötung einzelner Wölfe oder ganzer Rudel anzuordnen – selbst dann, wenn ihnen keine Risse von Nutztieren zuzuordnen sind. Union und SPD hatten sich im Koalitionsvertrag darauf verständigt, Wölfe in Deutschland dem Jagdrecht zu unterwerfen und die Jagd auf sie zu erleichtern.

Entwurf für neues Jagdrecht sieht hartes Vorgehen gegen den Wolf vor
06:39 Uhr

Neue Bilder von Komet 3I/Atlas - bald ist er uns am nächsten

Der Komet 3I/Atlas fasziniert Forscher auf der ganzen Welt. Die Nasa sammelt deswegen so viele Daten über den interstellaren Besucher wie möglich - und hat jetzt neue Bilder veröffentlicht. Er ist das dritte bekannte interstellare Objekt im Sonnensystem. Bislang ist vieles noch unklar über den ziemlich großen, von Gas und Staub umhüllten interstellaren Gast, der rasend schnell durch unser Sonnensystem unterwegs ist. Am nächsten soll der Komet unserem Planeten am 19. Dezember kommen, wenn er sich auf 270 Millionen Kilometer annähert. Zum Vergleich: Die mittlere Distanz von der Erde zur Sonne beträgt etwa 150 Millionen Kilometer. Eine Gefahr für die Erde stellt der Komet Wissenschaftlern zufolge nicht dar.

Neue Bilder von Komet 3I/Atlas - bald ist er uns am nächsten
06:10 Uhr

Nazi-Verschlüsselungsmaschine für Rekordsumme versteigert

Ein sehr seltenes und voll funktionsfähiges Exemplar einer "Enigma"-Verschlüsselungsmaschine aus der Nazizeit ist in Paris für die Rekordsumme von fast einer halben Million Euro versteigert worden. Das in einem Holzkasten untergebrachte und mit einer Tastatur und vier Rotoren bestückte Modell "Enigma M4" erzielte bei einer Auktion am Vortag 482.600 Euro und übertraf damit bei weitem die Erwartungen, wie das Auktionshaus Christie's am Mittwoch mitteilte.

This-photograph-shows-an-Enigma-M4-rotor-key-machine-used-for-encrypted-communication-during-World-War-II-ahead-of-its-auction-exhibited-at-the-Christie-s-auction-house-in-Paris-on-November-13-2025-The-Enigma-M4-machine-will-be-auctionned-on-November-18-2025-at-the-Christie-s-auction-house-in-Paris
Während des Zweiten Weltkriegs setzten die deutschen Truppen die Maschine ein, um ihre Kommunikation zu chiffrieren. Dem britischen Mathematiker Alan Turing und seinem Team gelang es jedoch im Rahmen eines streng geheimen Programms, den Code zu knacken. (Foto: AFP)

Christie's zufolge erwarb ein unbekannter Käufer die Maschine. Zuvor befand sie sich demnach im Besitz eines französischen Sammlers. Zuletzt wurde ein seltenes Modell der "Enigma M4" im Jahr 2015 in New York für 365.000 US-Dollar versteigert. Laut dem Auktionshaus Bonhams war dies damals ein Rekordpreis.

Nazi-Verschlüsselungsmaschine für Rekordsumme versteigert