Freitag, 01. Juli 2022Der Tag

Heute mit Lukas Wessling
22:33 Uhr

Das war Freitag, der 1. Juli

Liebe Leserinnen und Leser,

in der ostukrainischen Stadt Lyssytschansk meldete die russische Armee heute einen Erfolg im Kampf um die örtliche Ölraffinerie errungen haben. Einige Frauen russischer Soldaten wollen derweil ihre Männer zurück und äußern das öffentlich. Tragischerweise dürften ihre Bitten derzeit kaum Gehör finden: Die ukrainische Armee verzeichnet weiter heftigen Artilleriebeschuss an der gesamten Frontlinie.

Hoffnungen an einer ungleich komfortableren Front gibt es für den in Großbritannien inhaftierten Boris Becker: Der Ex-Tennisprofi könnte bald nach Deutschland abgeschoben werden. Dort bestünde nach Einschätzungen von Experten Hoffnung für Becker, auf Bewährung freigelassen zu werden. 

Was heute sonst noch wichtig war:

Ich wünsche Ihnen eine ruhige Nacht und ein schönes Wochenende!

22:00 Uhr

Vorschlag für texanischen Lehrplan: Sklaverei als "unfreiwillige Umsiedlung"

In Texas musste der staatliche Bildungsausschuss einen wahrhaft absurden Vorschlag zurückweisen. Eine Arbeitsgruppe dort hatte laut einem Bericht des "Texas Tribune" folgendes empfohlen: Grundschüler in Texas sollten die "freiwillige irische Einwanderung und die unfreiwillige Umsiedlung von Afrikanern während der Kolonialzeit vergleichen". Die Geschichte der Sklaverei als "unfreiwillige Umsiedlung" – diese massive Verharmlosung hatten sich neun Pädagogen, darunter ein Professor ausgedacht. Der Bildungsausschuss wies die Arbeitsgruppe an, die "spezifische Formulierung zu überdenken", so die Vorsitzende Keven Ellis laut "Texas Tribune".

Der Sozialkundeunterricht in Texas werde überarbeitet, nachdem dort ein Gesetz verabschiedet wurde, das Themen aus texanischen Klassenzimmern verbannen soll, die bei Schülern "Unbehagen" auslösen.

21:16 Uhr

Mitarbeiter: Landrat war bei Flut im Ahrtal "nicht er selbst"

"Nicht mehr er selbst", "unheimlich betroffen" und "fahrig" sei er bei der Flutkatastrophe gewesen. Das sagen seine Mitarbeiter in einem Untersuchungsausschuss über den früheren Landrat des Kreises Ahrweiler: Jürgen Pföhler habe sonst in allen Krisen, wie etwa bei Corona, "eigentlich immer die richtigen Entscheidungen getroffen". Gegen den Landrat ermittelt die Staatsanwaltschaft wegen womöglich zu später Warnungen und Evakuierungen. Pföhler wird in einer Woche im Untersuchungsausschuss erwartet.

20:50 Uhr

Biden bezeichnet Supreme Court als "extremistisches Gericht"

Nachdem das Oberste US-Gericht das Abtreibungsrecht gekippt hat, gibt es Kritik aus allen Richtungen. Auch Präsident Joe Biden nimmt kein Blatt vor den Mund: "Ich teile die öffentliche Empörung über dieses extremistische Gericht", sagte. Das Gericht wolle Amerika in die Vergangenheit zurückversetzen und Rechte beschneiden. Unter Ex-Präsident Donald Trump ist der Supreme Court weit nach rechts gerückt.

20:23 Uhr

Arbeitsminister Heil ätzt gegen CDU-Chef Merz

Hubertus Heil hat es besser gewusst: Im September 2020 hatte CDU-Chef Friedrich Merz davor gewarnt, die Kurzarbeit in der Corona-Pandemie zu verlängern. "Wir müssen ein bisschen aufpassen, dass wir uns nicht alle daran gewöhnen, dass wir ohne Arbeit leben können", hatte Merz damals der Bild gesagt. Das nimmt Heil nun zum Anlass eines Rückblicks, der ihn nicht im schlechtesten Licht erscheinen lässt. Heil zeigt sich froh, nicht auf Merz gehört zu haben. Denn heute sei klar: Die Kurzarbeit habe "millionenfach Arbeitsplätze gesichert und Unternehmen geholfen, mit Fachkräften an Bord durchzustarten zu können."

20:00 Uhr
19:50 Uhr

Vatikan macht 135 Millionen Verlust mit Luxusimmobilie

Immobilien gelten als sichere Anlage. Hin und wieder auch als äußerst gewinnbringende. Das dürfte wohl auch der Hintergedanke gewesen sein, als der Vatikan vor mindestens vier Jahren eine Londoner Luxusimmobilie erwarb. Für 350 Millionen Euro - und Berichten zufolge in der Hoffnung, durch eine Wertsteigerung Geld zu verdienen. Ein folgenreicher Kauf: Er zog ein Verfahren gegen Kardinal Giovanni Angelo Becciu nach sich. Ihm wird vorgeworfen, für den Kauf des Gebäudes Spenden von Gläubigen verwendet zu haben. Der Vatikan wollte die unheilvolle Immobilie loswerden, bekam aber nur noch umgerechnet rund 215 Millionen Euro dafür.

19:35 Uhr

USA ordern weitere 2,5 Millionen Affenpocken-Impfdosen

Insgesamt sind es schon 4,4 Millionen Dosen, die das US-Gesundheitsministerium bestellt hat. Der georderte Impfstoff ist in der EU noch nicht einmal gegen Affenpocken zugelassen, aber die Angst ist offenbar groß. Bislang sind in den USA rund 350 Infektionsfälle gemeldet worden. Dennoch bestellt das Land weitere 2,5 Millionen Impfdosen gegen Affenpocken bei dem dänisch-deutschen Pharmakonzern Bavarian Nordic. Das Vakzin Jynneos soll Ende des Jahres und Anfang kommenden Jahres geliefert werden.

19:05 Uhr

Infektionszahl in UK steigt um ein Drittel – in einer Woche

Um knapp ein Drittel ist die Zahl der Corona-Infizierten innerhalb nur einer Woche gestiegen. Das zeigen Daten des Office for National Statistics (ONS) laut BBC für das Vereinigte Königreich. Schätzungsweise 2,3 Millionen Menschen sind dort mit dem Virus infiziert. Das ist einer von 30 Briten, beziehungsweise ein Anstieg um 32 Prozent gegenüber der Vorwoche. Der Anstieg sei auf die zwei neuen, sich schnell ausbreitende Omikron-Untervarianten zurückzuführen - BA.4 und BA.5. Diese beiden Varianten dominieren auch in Deutschland.

18:48 Uhr

Koloniales Raubgut: "Die Benin-Bronzen kehren heim!"

"Die Benin-Bronzen kehren heim!" Außenministerin Annalena Baerbock fasste in einen Satz, was deutsche Museen und die dafür Verantwortlichen über Jahrzehnte verhindert haben. Deutschland und Nigeria haben nach langen Verhandlungen den Weg frei gemacht für eine Rückgabe der während der Kolonialzeit geraubten Kunstgüter. Baerbock und Kulturstaatsministerin Claudia Roth unterzeichneten eine Absichtserklärung mit Nigerias Kulturminister Lai Mohammed und dem Staatsminister für Auswärtige Angelegenheiten Zubairo Dada.

Die Jahrhunderte alten Metalltafeln und Skulpturen schmückten einst den Königspalast im Königreich Benin. Das liegt im heutigen Nigeria. Nach dem Einmarsch der Briten Ende des 19. Jahrhunderts wurden sie entwendet und landeten als Raubkunst in europäischen Museen. Die nigerianische Regierung fordert seit Jahren die Rückgabe der Kunstschätze.

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18:19 Uhr

Großfeuer in der Gohrischheide: Brandstiftung mit Millionenschaden

Der bis nach Brandenburg reichende Großbrand in der sächsischen Gohrischheide war absichtlich verursacht. Das legen Behördenerkenntnisse nahe: Das verheerende Feuer sei vorsätzlich gelegt worden und habe einen Schaden in zweistelliger Millionenhöhe verursacht. Das haben Polizei und Staatsanwaltschaft in Dresden ermittelt. An drei Stellen auf sächsischem Gebiet wurden Rückstände von Brandbeschleunigern gefunden, mit denen Flächen entzündet wurden - auch noch während der Löscharbeiten.

18:01 Uhr

Nun auch die Schweiz: "Ehe für alle" eingeführt

Als eines der letzten Länder in Westeuropa hat die Schweiz die "Ehe für alle" eingeführt. Somit ist es jetzt nicht mehr nur Frauen und Männern erlaubt, einander zu heiraten. Unter anderem in Zürich wurde das mit mehr als zwei Dutzend Zeremonien gefeiert: Dabei waren auch Paare, die bereits in einer eingetragenen Partnerschaft lebten und ihren Status ändern wollten. Gegner der geplanten Gesetzesänderung hatten im vergangenen Jahr eine Volksabstimmung erzwungen. Diese ging im September mit 64,1 Prozent Zustimmung zur "Ehe für alle" aus.

17:39 Uhr

Erhielt Ausschuss-Zeugin Drohnachrichten aus Trumps Stab?

Der Trubel um Ex-US-Präsident Donald Trumps ehemalige Assistentin hört nicht auf. Gestern hatte Cassidy Hutchinson vor dem Untersuchungsausschuss zum Kapitolsturm ausgesagt, Trump habe vor dem Angriff auf den Parlamentssitz gewusst, dass Demonstranten bewaffnet waren. Nun berichten unter anderem der britische "Guardian" und das US-Magazin "Politico" über mögliche Drohnachrichten, die Hutchinson von einem Mitarbeiter des ehemaligen Stabschefs im Weißen Haus bekommen haben soll. Der Untergebene von Mark Meadows habe sie implizit davor gewarnt, vor dem Untersuchungsausschuss auszusagen. Dabei soll er angedeutet haben, in Meadows Auftrag zu handeln.

Laut "Politico" präsentierte der Untersuchungsausschuss zwei dieser Mitteilungen. Der Absender wurde demnach nicht genannt, möglicherweise soll er noch befragt werden. Liz Cheney, Vize-Vorsitzende des Ausschusses, soll das Schreiben als mögliche Einschüchterung eines wichtigen Zeugen eingeordnet haben, schreibt der "Guardian".

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17:30 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:12 Uhr

Justizminister schließt weitere Lockdowns aus

Nie wieder Lockdown, nie wieder Schulen zu: Nach dem Gutachten des Corona-Sachverständigenrats sieht Bundesjustizminister Marco Buschmann keine Grundlage mehr für eine Reihe von Corona-Maßnahmen. Es lasse sich "sicher sagen, dass Eingriffe wie Lockdowns, Schulschließungen und Ausgangssperren nicht mehr verhältnismäßig sind", sagte der FDP-Politiker. "Mit diesen Instrumenten wollen wir nicht mehr arbeiten." Dagegen würden Masken in Innenräumen sicher "eine Rolle im Schutzkonzept für den Herbst spielen", sagte Buschmann weiter.

16:48 Uhr

Hunderttausende Flaschen Billigwein als Bordeaux verkauft

Die französische Polizei hat einen großangelegten Etikettenschwindel mit Bordeaux-Wein aufgedeckt. Elf Verdächtige wurden festgenommen. Die Fälscherbande soll mehrere hunderttausend Flaschen Billigwein als Bordeaux verkauft haben. Der Chef der Bande habe mit Hilfe spanischer Mittelsmänner billigen Wein eingekauft und auf seinem Weingut nachts in Flaschen abgefüllt. Diese seien dann mit gefälschten Bordeaux-Etiketten versehen worden.

Der falsche Bordeaux sei unter anderem an große Supermärkte und ins Ausland verkauft worden, hieß es aus den Justizkreisen. Die Fälscher hätten sich auf mittelteure Bordeaux-Weine spezialisiert, die einfacher zu fälschen seien als die höherwertigen Grand-Cru-Weine.

16:26 Uhr

Johnsons Konservative schlittern in den nächsten Skandal

Boris Johnsons Konservative haben schon wieder einen Skandal an der Backe. Nach den ewigen Querelen um die Lockdown-Partys im Regierungssitz, die Johnson ein Misstrauensvotum einbrachten, tritt jetzt der Vize-Geschäftsführer seiner Partei zurück: Laut britischen Medienberichten hatte Chris Pincher in einem Londoner Privatclub zwei Männer sexuell belästigt, darunter einen Abgeordneten.

In seinem am Donnerstagabend veröffentlichten Rücktrittsschreiben erklärte Pincher, er habe bei dem Vorfall "viel zu viel getrunken". Er entschuldigte sich dafür, sich selbst und andere "in Verlegenheit gebracht" zu haben. Der 52-Jährige will allerdings Abgeordneter bleiben, was die Opposition heftig kritisiert. Die moralischen Standards seien unter Johnsons Regierung "komplett ausgehöhlt" worden, die konservative Partei stecke tief in "Filz und Skandalen", kritisierte Angela Rayner, Vize-Chefin der Labour-Partei.

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16:01 Uhr

Lufthansa verknappt Tickets: Höchstpreise für Flüge in Europa

Die Lufthansa hat wegen massiver Kapazitätsprobleme mehr als 3000 Verbindungen in den Monaten Juli und August gestrichen. Der Rattenschwanz, den die Streichungen nach sich ziehen, endet mit einer Preisexplosion. Die Airline will allen Passagieren eine alternative Reisemöglichkeit anbieten, sollten die von einer der 3000 Flugstreichungen betroffen sein. Dafür aber muss Rangiermasse geschaffen werden. Die baut die Lufthansa auf, indem sie ihr aktuelles Angebot verknappt: Über mehrere Tage hinweg können Flüge für Termine im gesamten Monat Juli nur noch in den jeweils teuersten Buchungsklassen erworben werden. Das Unternehmen bestätigte entsprechende Informationen aus Internetforen für Vielflieger.

Nutzer berichten von Economy-Ticketpreisen von mehr als 1000 Euro auf der Strecke Frankfurt-London. Einfache Inlandstickets von Frankfurt nach Hamburg oder Berlin sollten 400 Euro kosten. Erst nach Abschluss der Umbuchungen will Lufthansa das System wieder öffnen. Nach Angaben aus Unternehmenskreisen könnte dies am Mittwoch, den 6. Juli so weit sein.

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15:19 Uhr

Wegen "Datenchaos": Kubicki fordert Entlassung von RKI-Chef Wieler

RKI-Chef Lothar Wieler soll gehen. Das fordert Wolfgang Kubicki, der Vize-Vorsitzende der FDP. Er wendete sich an Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach – der solle den Präsidenten des Robert Koch-Instituts (RKI) entlassen. Die FDP bemängelt ein "Datenchaos" im Hinblick auf die Corona-Pandemie. Der Bericht des Corona-Sachverständigenrats habe das "offiziell klar benannt", so Kubicki. Deshalb sei im RKI ein "personeller Neuanfang" notwendig. Zudem müsse das Institut unabhängiger vom Gesundheitsministerium werden.

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14:57 Uhr

Salmonellen in weltgrößter Schokofabrik: Keine Tafel ging in den Verkauf

In einem kleinen belgischen Ort steht die größte Schokoladenfabrik der Welt. Das sagt zumindest die Schweizer Firma Barry Callebaut, die dort produziert. Von hier liefert sie Kakao und Schokolade an Lebensmittelriesen wie Nestle, Mondelez, Unilever und Hershy. Auch Kunden in Deutschland werden von hier aus versorgt. Am Montag musste die Produktion gestoppt werden. Der Grund: ein Salmonellenfund im Werk. Nun die Entwarnung: Sämtliche Produkte, die seit der Entdeckung ausgeliefert wurden, seien noch nicht verarbeitet gewesen und deshalb nirgendwo in den Verkauf gelangt, teilte das Schweizer Unternehmen mit.

14:27 Uhr

Berlin droht Mangel an Gelben Säcken

In Berlin grassiert die Gelbe-Sack-Knappheit. Seit Wochen seien sie kaum noch zu bekommen, berichtet der "Spiegel". Grund ist der weltweite Kunststoffmangel. Betroffen sind laut dem Entsorger Alba rund 220.000 Grundstücke, meist bebaut mit Ein- oder Zweifamilienhäusern. Anwohner sollten sich "untereinander mit Säcken aushelfen, falls es noch Restbestände im Haushalt gibt". Der Abfallentsorger zeigt sich generös: "In dieser Ausnahmesituation" werde man auch transparente Säcke abholen. Schwarze oder blaue Beutel würden allerdings nicht geduldet: Sie "bleiben stehen, weil die Fahrer-Teams keine Sichtkontrolle des Sammelgutes vornehmen" könnten.

14:15 Uhr

Schichtwechsel

Liebe Leserinnen und Leser,

meine Kollegin Heidi Ulrich hat sich in den wohlverdienten Feierabend verabschiedet. Mein Name ist Lukas Wessling, ich übernehme an dieser Stelle und bringe Sie geschmeidig hinüber ins Wochenende.

14:07 Uhr

Viertklässler fallen deutlich zurück

Viertklässler in Deutschland haben zunehmende Rechtschreib-, Lese- und Matheprobleme. Das zeigen Ergebnisse einer von der Kultusministerkonferenz (KMK) vorgestellten Untersuchung, die alle fünf Jahre gemacht wird. Verglichen mit der Studie von 2016 entsprächen die Kompetenzrückgänge im Lesen etwa einem Drittel, in Rechtschreibung und Mathematik einem Viertel eines Schuljahres, schreiben die Autoren der Untersuchung. Verglichen mit 2011 sind es sogar Rückstände von rund einem halben Schuljahr. Grundlage waren Tests an fast 1500 Schulen mit etwa 27.000 Viertklässlern zwischen April und August 2021.

Die KMK nimmt an, dass "die Schulschließungen und Unterrichtseinschränkungen in der Corona-Zeit" die Schüler "erheblich zurückgeworfen" hätten. Die Autoren der Studie vom Institut zur Qualitätsentwicklung im Bildungswesen gehen davon aus, dass die Corona-Einschränkungen "zumindest teilweise" verantwortlich sind. Verschlechterungen habe es auch schon zwischen 2011 und 2016 gegeben.

13:35 Uhr

Riesiger Berghang bricht direkt über Dorf ab

Die Katastrophe im peruanischen Chavin de Huantar deutet sich länger an: An einem Berg oberhalb des Ortes bilden sich Risse. Nun bricht der Hang ab, ein gewaltiger Erdrutsch kracht in das direkt darunter liegende Dorf und begräbt 150 Häuser unter sich. Dennoch wird wohl niemand ernstlich verletzt.

13:33 Uhr

Expertenrunde bewertet Corona-Maßnahmen

Die Sachverständigenkommission zur Evaluierung der Corona-Maßnahmen hat ihr Gutachten vorgelegt. Das Maskentragen etwa sieht sie als wirksam an, wenn die Maske gut sitzt.

  • "Da die Übertragung des Coronavirus im Innenbereich ungleich stärker als im Außenbereich ist, sollte eine Maskenpflicht zukünftig auf Innenräume und Orte mit einem höheren Infektionsrisiko beschränkt bleiben", heißt es in dem Gutachten.
  • "Der Effekt von 2G/3G-Maßnahmen ist bei den derzeitigen (und betrachteten) Varianten in den ersten Wochen nach der Boosterimpfung oder der Genesung hoch." Der Schutz vor einer Infektion lasse mit der Zeit jedoch deutlich nach.
  • Zu Lockdowns heißt es: "Wenn erst wenige Menschen infiziert sind, wirken Lockdown-Maßnahmen deutlich stärker." Je länger ein Lockdown dauere und je weniger Menschen bereit seien, die Maßnahme mitzutragen, desto geringer sei der Effekt.
  • An Schulen seien zeitgleich mehrere Maßnahmen eingeführt worden, sodass der genaue Effekt einzelner Maßnahmen wie Schulschließungen nicht gemessen werden könne.
  • Mit Blick auf künftige Maßnahmen schreiben die Gutachter, es müssten vor allem Menschen geschützt werden, die am stärksten von Krankheit bedroht sind.
  • Zudem müssten die Maßnahmen auf eine Vermeidung einer Überlastung des Gesundheitswesens abzielen.
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13:03 Uhr

Erbprinz von Hannover kann Schloss behalten

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Das Schloss Marienburg liegt südlich von Hannover.

(Foto: dpa)

Der jahrelange Erb- und Familienstreit um die Marienburg innerhalb des Adelsgeschlechts der Welfen ist entschieden. Das Landgericht Hannover lehnt die Rückabwicklung einer Schenkung von Schloss Marienburg und anderer historischer Besitztümer ab. Ernst August Prinz von Hannover hatte das historische Immobilienerbe der Familie frühzeitig im Rahmen einer Schenkung auf seinen Sohn - Ernst August Erbprinz von Hannover – übertragen. Später wollte er den Schritt wegen angeblichen "groben Undanks" seines Sohns rückgängig machen. Allerdings zog der Vater seine Klage kurz vor der Verhandlung zurück und verkaufte die Forderungen an eine Unternehmensgesellschaft aus Österreich. Diese Klage wurde nun verhandelt. Hintergrund waren nicht zuletzt Bestrebungen des Sohns, das im Unterhalt teure Schloss Marienburg in öffentliche Hand zu überführen. Dieses ist ein beliebtes Ausflugsziel. Ernst August junior überführte es inzwischen in eine gemeinnützige Stiftung.

12:34 Uhr

Fans erbost über Konzertabsage der Red Hot Chili Peppers

Die Red Hot Chili Peppers haben ihr für heute Abend geplantes Konzert in Schottland kurzfristig abgesagt - wegen Krankheit. Zahlreiche Fans reagierten sehr enttäuscht, einige gar erbost. "Habt ihr Verständnis für mich, dass ich jetzt Geld für Reisen und Unterkunft verloren habe? Plant ihr irgendwas dagegen zu tun?", twittert ein Fan. Die Band sagt zwar nicht, wer erkrankt ist, schreibt aber, sie sei schwer enttäuscht, nicht auftreten zu können und bittet die Fans, ihre Tickets zu behaltet. "Wir arbeiten daran, umzuplanen". Auch das besänftigt nicht alle: Der Vater einer Teenagerin schreibt: "Leider hilft mir und meiner Familie Verschieben nicht, nachdem wir, aus Irland kommend, 1000 Pfund für Reise und Hotel ausgegeben haben. Nur acht Stunden davor abzusagen ist skandalös. Danke, dass ihr das Herz eines jungen Mädchens gebrochen habt."

12:17 Uhr

Zahl der Intensivpatienten mit Corona steigt

Angesichts steigender Infektionszahlen hat sich die Zahl der auf Intensivstationen behandelten Patientinnen und Patienten mit Corona in Deutschland deutlich erhöht. Das geht aus dem Wochenbericht zur Pandemielage des Robert-Koch-Instituts (RKI) hervor. Demnach stieg die Zahl bundesweit in der vergangenen Woche stark und lag am Mittwoch bei 934. Am Mittwoch vergangener Woche waren es noch 780. Auch die Zahl der Krankenhausbehandlungen von Patientinnen und Patienten mit schwereren Coronaverläufen stieg letzte Woche an. Betroffen waren weiterhin vor allem ältere Menschen über 80 Jahre.

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11:49 Uhr

Fast alle Händler wollen Lebensmittelpreise erhöhen

Die Preise für Lebensmittel werden wohl noch weiter steigen. Das legt eine Umfrage des Wirtschaftsforschungsinstituts Ifo nahe. Demnach will fast jeder Händler für Nahrungs- und Genussmittel seine Preise erhöhen. Auch in den übrigen Sparten des Einzelhandels will eine Mehrheit der Befragten ihre Preise anheben. "Damit dürften die Inflationsraten vorerst weiter hoch bleiben", sagt Ifo-Konjunkturexperte Timo Wollmershäuser. Allerdings gebe es erste Anzeichen, dass die Inflationsrate im weiteren Verlauf des Jahres allmählich sinken könnte. "Denn die Preiserwartungen in einigen Wirtschaftszweigen, deren Produktion dem Konsum vorgelagert ist, sind bereits das zweite Mal in Folge gesunken", erklärt Wollmershäuser. Dazu zählen die Industrie, das Baugewerbe und der Großhandel.

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11:27 Uhr

Zeitansage endet in Frankreich nach 89 Jahren

Dass man auf der Straße mal nach der Uhrzeit gefragt wird, ist wirklich selten geworden. Schließlich hat fast jeder ein Handy. Kein Wunder, dass auch die Anrufe bei der automatischen Zeitansage in Frankreich immer weniger wurden. Außerdem kostete der Service zuletzt 1,50 Euro. Vergangene Nacht endete die Ära der Zeitansage nach 89 Jahren. Um Mitternacht stellte die staatliche Telefongesellschaft diesen Dienst ein. Die automatisch sprechende Zeitansage in Frankreich war die erste dieser Art weltweit gewesen und am 14. Februar 1933 in Betrieb genommen worden. Der Sender BFMTV berichtet, auf den 20 Linien seien 140.000 Anrufe eingegangen, nur 20.000 davon hätten von der damaligen Technik beantwortet werden können.

In Deutschland gibt es die Zeitansage noch, kostet allerdings auch Geld. Besonders zur Zeitumstellung von Sommer- und Winterzeit erfreue sich die Zeitansage auch noch heute großer Beliebtheit, heißt es von der Telekom.

11:16 Uhr

RKI zählt insgesamt über 1000 Affenpocken-Fälle

Das Robert-Koch-Institut zählt jetzt insgesamt mehr als 1000 Affenpocken-Fälle in Deutschland. Im aktuellen Tagesbericht heißt es: "Es scheint weiterhin möglich, den aktuellen Ausbruch in Deutschland zu begrenzen, wenn Infektionen rechtzeitig erkannt und Vorsichtsmaßnahmen umgesetzt werden."

10:53 Uhr

20 Menschen bei Brand verletzt

Bei einem Wohnhausbrand in Gerlingen in Baden-Württemberg sind 20 Menschen verletzt worden. Vier Bewohner kamen schwer verletzt ins Krankenhaus. Das Feuer in dem Mehrfamilienhaus war gestern Abend ausgebrochen. Die Feuerwehr rettete einen Bewohner mit einer Drehleiter aus dem Dachgeschoss. Dort war das Feuer nach ersten Ermittlungen ausgebrochen. Warum, ist aber bisher unklar. 

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Das Feuer konnte gegen 22:15 Uhr unter Kontrolle gebracht werden.

(Foto: dpa)

10:41 Uhr

Lapid ist neuer israelischer Ministerpräsident

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Lapid ist nun Premier. Die Rotation mit Bennett war im Koalitionsvertrag vereinbart worden. 

(Foto: dpa)

In Israel hat der bisherige Außenminister Jair Lapid das Amt des Ministerpräsidenten übernommen. Wie im Koalitionsvertrag vorgesehen löst er den bisherigen Regierungschef Naftali Bennett ab. Lapid ist außerdem Vorsitzender der moderaten Zukunftspartei. Damit ist in Israel seit mehr als 20 Jahren erstmals wieder ein Ministerpräsident im Amt, der nicht aus dem rechten Lager stammt. Lapid - früher Journalist und TV-Moderator - soll die Regierung jetzt durch die nächsten Monate führen. Nach der Auflösung des Parlaments gestern steht fest, dass es am 1. November Neuwahlen gibt.

10:14 Uhr

Kreuzfahrtschiff rammt Eisberg vor Alaska

"Plötzlich wackelte das ganze Schiff" - Kreuzfahrtpassagiere erleben auf dem Weg zu einem berühmten Gletscher einen Schockmoment. Vor der Küste Alaskas rammt die "Norwegian Sun" einen im Wasser treibenden Eisberg. Die Fahrt muss unterbrochen, das Schiff untersucht werden.

10:05 Uhr

Lauterbach: "Bürgertests werden bleiben"

Der Streit mit der Kassenärztlichen Bundesvereinigung um die Corona-Bürgertests geht in die nächste Runde. Jetzt legt Gesundheitsminister Lauterbach nach und twittert: "Die Tests werden bleiben und ab heute korrekt abgerechnet." Sein Ministerium sei mit der KBV "in konstruktiven Gesprächen zur Abrechnung der Bürgertests". Die Tests seien "nicht sinnfrei, sondern helfen, dass Infizierte andere nicht anstecken". Vorher hatte KBV-Chef Gassen eine komplette Einstellung der Bürgertests gefordert. "Sie sind viel zu teuer, der bürokratische Aufwand ist riesig und die epidemiologische Aussagekraft ist null", sagte er der "Bild"-Zeitung. Medienberichten zufolge kündigten die Kassenärztlichen Vereinigungen zudem in einem Brief an Lauterbach an, dass sie fortan keine Corona-Bürgertests mehr "abrechnen und auszahlen können". Sie könnten "nicht verantworten, sehenden Auges Auszahlungen auf Abrechnungen zu leisten, deren Richtigkeit sie nicht ansatzweise prüfen können".

09:31 Uhr

FBI setzt deutsche "Krypto-Queen" auf "Most Wanted"-Liste

Die vermeintliche Digitalwährung "OneCoin" versprach riesige Renditen, war aber komplett frei erfunden. Unzählige Anleger fielen auf den Betrug herein. Der mutmaßliche Kopf der Bande, die "Krypto-Queen" Ruja Ignatova, steht nun auf der Liste der zehn meistgesuchten Flüchtigen. Ignatova soll mit "OneCoin" Millionen von Investoren weltweit betrogen haben. Das FBI setzte gestern eine Belohnung von bis zu 100.000 US-Dollar für Hinweise aus, die zu ihrer Festnahme führen. Die in Bulgarien geborene 42-Jährige mit deutscher Staatsbürgerschaft ist seit 2017 untergetaucht. Sie verschwand nach einer Reise von Sofia nach Athen. In Deutschland wird gegen die promovierte Juristin wegen Geldwäsche sowie gemeinschaftlichen Betrugs in einem besonders schweren Fall ermittelt.

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Ruja Ignatova gilt als Erfinderin der frei erfundenen Kryptowährung Onecoin

(Foto: picture alliance/dpa/Bundeskriminalamt)

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08:44 Uhr

Grünen-Politiker Dahmen ermahnt KV

Der Grünen-Gesundheitsexperte Janosch Dahmen kritisiert den angekündigten Boykott der neuen Corona-Testverordnung durch die Kassenärzte scharf. Die Kassenärztliche Vereinigung habe in den vergangenen Pandemie-Jahren viel Geld erhalten, um Tests abzuwickeln. "Es wundert mich, dass mit diesem vielen Geld nicht das Maß an Kontrolle, was geboten gewesen wäre, durchgeführt wird", sagt Dahmen im "ntv Frühstart". Sowohl die Kassenärztliche Bundesvereinigung als auch die Landesvereinigungen hatten gestern angekündigt, Bürgertests nicht mehr abrechnen zu können. Die KVen befürchten eine deutliche Zunahme von betrügerischen Falschabrechnungen. Dahmen pocht auf den Status der Kassenärztliche Vereinigung als eine Körperschaft öffentlichen Rechts. "Ich gehe davon aus, dass sie sich an Gesetze und gesetzliche Regelungen halten wird und das entsprechend auch umsetzen wird."

08:20 Uhr

Influencer in Norwegen müssen retuschierte Fotos kennzeichnen

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Der Hinweis soll rund sieben Prozent der Bildfläche ausmachen.

(Foto: dpa)

Klar, Werbebilder werden immer bearbeitet. Wenn es ums Aussehen geht, wird jedoch gerade in sozialen Medien oft sehr tief in die Filter-Kiste gegriffen, sodass Menschen auf Bildern zum Beispiel eine Wespentaille haben oder ihre Gesichter unnatürlich aussehen. In Norwegen gilt seit heute ein Gesetz, wonach Influencer und andere Werbeschaffende solche Veränderungen am Aussehen von Personen in Werbeanzeigen kennzeichnen müssen. Demnach müssen retuschierte und anderweitig manipulierte Erscheinungsbilder in bezahlten Anzeigen mit einem kreisrunden einheitlichen Hinweis versehen werden müssen. Darunter fallen die Körperform, -größe und -haut, also zum Beispiel Veränderungen der Gesichtsform, breitere Schultern und schmalere Hüften. Wer sich nicht daran hält, muss mit einem Bußgeld rechnen. Das Gesetz soll helfen, Verbrauchern bewusst zu machen, dass Menschen in der Werbung nicht immer so gezeigt werden, wie sie in Wirklichkeit aussehen – und vor allem jüngere Menschen schützen.  

07:47 Uhr

Holzöfen und Kamine sind kaum noch zu kriegen

Wegen der hohen Energiepreise und des Kriegs in der Ukraine machen sich viele Menschen Gedanken um ihre Heizsituation. Es gibt deshalb einen Ansturm auf Kamin- und Holzöfen, die sind bundesweit Mangelware geworden. Laut dem Zentralverband Sanitär Heizung Klima (ZVSHK) können sich Ofenbauer und Installateure vor Aufträgen besorgter Kunden kaum retten, die eine zusätzliche Heizmöglichkeit in Haus oder Wohnung einbauen wollen. "Mit Ausbruch des Krieges ist die Nachfrage explodiert", sagt ein Sprecher des Verbands. "Die Menschen sind verunsichert oder gar verängstigt." Zumindest einige Kunden werden ihren Ofen aber wohl nicht mehr vor Ende des Winters bekommen. Die Wartezeit liegt laut ZVSHK zum Teil bei einem Jahr. Allerdings ist seit Jahresbeginn auch Holz teurer geworden. Das gilt für Brennholz und Pellets, ebenso für Bauholz.

07:22 Uhr

Deutsche Welle in der Türkei gesperrt

Die Internetangebote der Deutschen Welle und des US-Auslandssenders Voice of America sind in der Türkei gesperrt worden. Grund seien fehlende Lizenzen, twittert die türkische Rundfunk-Aufsichtsbehörde. Der Zugang zu den beiden Sendern sei von einem Gericht blockiert worden. Seit Februar drohte der DW und weiteren ausländischen Medien die Sperre ihres Online-Angebots in der Türkei. Damals hatte die Rundfunk-Aufsichtsbehörde die Sender dazu aufgefordert, eine Lizenz für On-Demand-Angebote zu beantragen. Die Deutsche Welle kündigte an, gerichtlich dagegen vorzugehen.

Die Aufforderung zur Lizenzbeantragung beruht auf einer 2019 in Kraft getretenen Regelung. Die islamisch-konservative Regierung hat darüber eine weitreichende Kontrolle von Internet-Plattformen eingeführt, die Filme, Videos oder Radioinhalte verbreiten. Türkische Medien stehen zum Großteil unter direkter oder indirekter Kontrolle der Regierung, auch Inhalte im Internet unterliegen starker Regulierung.

Update von 09:03 Uhr: Die Deutsche Welle bestätigt die Sperrung ihrer Internet-Seiten in der Türkei. Die Angebote seien dort gestern Abend in allen 32 Sendesprachen gesperrt worden. Der deutsche Auslandssender kündigt an, juristisch gegen die Sperre vorzugehen. Die DW habe die Lizenz nicht beantragt, "weil eine Lizenzierung die Zensur von redaktionellen Inhalten durch die türkische Regierung ermöglicht hätte". In den sozialen Medien könnten sich Nutzer informieren, wie eine Zensur umgangen werden kann.

06:54 Uhr

Kassenärzte-Chef will Aus "unsinniger" Bürgertests

Die Corona-Bürgertests kosten für die meisten Menschen seit gestern drei Euro. Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung (KBV), Andreas Gassen, ist dafür, die Bürgertests ganz abzuschaffen. In der "Bild"-Zeitung nennt er sie "unsinnig". Sie seien viel zu teuer, der bürokratische Aufwand sei riesig und die epidemiologische Aussagekraft sei Null. Es sei eine "völlig sinnfreie Veranstaltung, anlasslos gesunde Menschen mit fragwürdiger Qualität zu testen", so Gassen. PCR-Tests bei Patienten mit Symptomen dagegen seien wichtig, um Corona-Infektionen eindeutig nachzuweisen.

Mehreren Medienberichten zufolge kündigen die Kassenärztlichen Vereinigungen in einem Brief an Gesundheitsminister Karl Lauterbach an, dass sie fortan keine Corona-Bürgertests mehr "abrechnen und auszahlen können". Lauterbach verteidigt die neue Testregelung. Im ZDF sagt er gestern, der bürokratische Mehraufwand sei überschaubar.

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06:28 Uhr

Das wird heute wichtig

Guten Morgen, liebe Leserinnen und Leser!

Vielleicht geht es Ihnen wie mir und Sie trinken heute einen Kaffee mehr, weil Hitze und Sommergewitter sie wachgehalten haben. Schon gestern Abend hatte es unter anderem in Nordrhein-Westfalen und Bayern geblitzt und gedonnert. Heute stehen diese Themen an:

  • Um 12 Uhr legt eine Expertenkommission eine Auswertung der bisherigen Corona-Maßnahmen vor. Die Ampel-Koalition wollte diese wissenschaftliche Beurteilung abwarten, ehe sie über den Corona-Kurs für den Herbst entscheidet.
  • Das Kabinett will den Bundeshaushalt 2023 auf den Weg bringen. Finanzminister Lindner will sich dazu um 13:45 Uhr äußern.
  • Tschechien übernimmt zum zweiten Mal seit dem EU-Beitritt des Landes 2004 die rotierende Ratspräsidentschaft der Europäischen Union.
  • In Lissabon geht die zweite Ozeankonferenz der Vereinten Nationen zu Ende. Dabei geht es unter anderem um die Vermüllung, Überfischung und Versauerung der Weltmeere.
  • Im Streit um die Marienburg verkündet das Landgericht Hannover um 10 Uhr seine Entscheidung. Jahrelang hatte Ernst August Prinz von Hannover mit seinem Sohn um das Schloss gestritten, zog dann aber seine Klage zurück und verkaufte seine Forderungen an eine Firma. Deren Klage wurde verhandelt.
  • Um 16 Uhr beginnt in Köln das dreitägige Straßenfest zum Christopher-Street-Day-Wochenende.
  • Um 16:30 Uhr unterzeichnen Deutschland und Nigeria eine Erklärung. Diese soll den künftigen Umgang mit den als koloniales Raubgut geltenden Benin-Bronzen in deutschen Museen regeln.

Jetzt haben wir Juli und mit dem Monatswechsel ändert sich wieder einiges: Pakete bei DHL werden teurer, die EEG-Umlage fällt weg und auf mehr Getränkeflaschen gibt es Pfand – was sich sonst noch ändert, können Sie hier nachschauen. Ich bin Heidi Ulrich, Sie können mir über dertag(at)n-tv.de schreiben.

06:00 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht

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