Das war Montag, der 27. August 2018
Trump einigt sich mit Mexiko, er telefoniert mit Merkel, vielleicht kehrt ja bald wieder etwas mehr Harmonie in die US-Außenbeziehungen ein. Aber schauen wir erstmal auf die Artikel, die heute besonderen Anklang fanden:
Ich hoffe, Sie haben noch einen schönen Restabend, ansonsten gute Nacht und bis morgen!
Polizeigewehre durch Spielzeug ersetzt
Mehr als 40 Gewehre sind aus einem Lager der Polizei in Paraguay gestohlen und durch Spielzeugwaffen ersetzt worden. Noch sei unklar, wann der Raub stattfand, sagte Innenminister Ernesto Villamayor.
Die Spielzeugwaffen aus Plastik und Holz wurden demnach bei einer Inventur in dem Depot außerhalb der Hauptstadt Asunción entdeckt. Mehrere dort tätige Polizeibeamte wurden demnach verhört.
Berichten zufolge gab der Leiter des Depots bereits zu, die 42 Waffen in dem Lager angenommen zu haben, ohne sie zu prüfen. Dadurch war es möglich, dass sie bereits vorher durch die Attrappen ersetzt worden waren.
Die Gewehre könnten Schätzungen zufolge für 10.000 Dollar (8600 Euro) auf dem Schwarzmarkt verkauft werden.
Toyota investiert halbe Milliarde Dollar in Uber
Zwischen Uber und Toyota könnte sich ein großes Projekt anbahnen. Aus vertrauten Kreisen heißt es, der Autobauer wolle 500 Millionen Dollar in den Fahrdienstvermittler investieren.
Beide Unternehmen wollten bei der Entwicklung von Technologien zum autonomen Fahren zusammenarbeiten, berichten mehrere Informanten.
Das Toyota-Investment würde Uber mit 72 Milliarden Dollar bewerten, noch etwas höher als Softbank dies mit einer Kapitalspritze früher dieses Jahr getan hat. Uber wollte keinen Kommentar zu dem Thema abgeben, Toyota war bisher nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.
Merkel und Trump geben Statement zu Syrien ab
Die Kanzlerin hat mal wieder mit dem Mann im Weißen Haus telefoniert - bei dem Gespräch Merkels mit Trumps ging es zwar auch um Handelsfragen, die Ukraine und den Balkan, aber vor allem um Syrien. Dort könnte sich die Lage zuspitzen, befürchten manche.
Beide teilten die Sorge um die Entwicklungen in dem Land, insbesondere um die humanitäre Lage in der Region Idlib, teilte Regierungssprecher Steffen Seibert mit.
Russland werde aufgerufen, mäßigend auf das syrische Regime einzuwirken und eine weitere Eskalation zu verhindern.
Die Türkei fürchtet eine für die nahe Zukunft geplante Offensive der syrischen Regierung auf die Rebellenhochburg nahe der türkischen Grenze - unter anderem wegen zu erwartender ziviler Opfer und neuer Flüchtlingsströme Richtung Türkei.
McCain sendet letzte Botschaft an Amerikaner
Der verstorbene US-Senator John McCain ruft seine Landsleute in einer posthum veröffentlichten Abschiedsbotschaft zur Überwindung der tiefen politischen Spaltung auf.
"Wir schwächen unsere Großartigkeit, wenn wir Patriotismus mit Stammesrivalitäten verwechseln", schrieb McCain in dem Vermächtnis, das sein früherer Wahlkampfmanager Rick Davis am Montag in Phoenix verlas. Mit "Stammesrivalität" wird in den USA oft die Gegnerschaft der beiden großen Parteien - Republikaner und Demokraten - bezeichnet.
Unversöhnliche politische Feindschaft habe "Ressentiments und Hass und Gewalt an allen Ecken der Welt", genährt, beklagte McCain. Er grenzte sich in seiner Abschiedsbotschaft ein letztes Mal von US-Präsident Donald Trump ab: Die USA würden schwächer, "wenn wir uns hinter Mauern verstecken anstatt sie niederzureißen, wenn wir an der Kraft unserer Ideale zweifeln anstatt ihnen zu vertrauen und sie als die größte Kraft für den Wandel zu sehen."
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Videos des Tages
China will sexuelle Belästigung verbieten
In China ist sexuelle Belästigung bislang nicht verboten - doch das könnte sich ändern. Der Staat erwägt ein Verbot. Bis 2020 soll ein dahingehender Gesetzentwurf fertiggestellt werden, meldet die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua. Arbeitgeber müssten nach den vorgeschlagenen Regelungen "vernünftige Maßnahmen" ergreifen, um sexueller Belästigung am Arbeitsplatz vorzubeugen sowie auf Beschwerden zu reagieren. Auch eine Definition sexueller Belästigung wird demnach ausgearbeitet.
Putin erlebt Abenteuerurlaub in Sibirien
Diese Bilder sind immer auch ein bisschen Propaganda, also lassen Sie sich nicht vom russischen Präsidenten um den Finger wickeln. Aber die Bilder, die der Kreml von Putin im Urlaub veröffentlicht hat, möchte ich Ihnen nicht vorenthalten. Der russische Präsident hat sich wieder einmal nach Sibirien zu Abenteuerferien aufgemacht. Wir sehen den Präsidenten mit einer Art Safari-Hut beim Genießen der Natur. Ob es wohl auch wieder Bilder mit freiem Oberkörper gibt? Wir wissen es nicht.
13-Jähriger mit Mamas Auto an Grenze gestoppt
Wollten sie sich massenhaft Toblerone besorgen? Oder bloß wandern gehen? Wir wissen es nicht. Aber an der deutsch-schweizerischen Grenze ist ein 13-Jähriger aufgegriffen worden, der mit zwei Freunden im Auto seiner Mutter unterwegs war.
Der Wagen sei dem deutschen Zoll am Grenzübergang Weil am Rhein aufgefallen, weil er auf der Busspur unterwegs gewesen sei, teilt die Freiburger Polizei mit. Auf ein Haltezeichen hin sei er mit angezogener Handbremse durch die Grenzkontrollstelle gefahren.
Der 13-Jährige hatte demnach die Schlüssel des mütterlichen Autos unbemerkt an sich genommen und war mit den beiden Freunden zu der nächtlichen Spritztour aufgebrochen. Sämtliche Eltern mussten die Kinder am Grenzübergang abholen.
Mehr als 1000 Menschen demonstrieren in Chemnitz
Einen Tag nach Übergriffen auf Ausländer in Chemnitz haben dort mehr als 1000 Menschen gegen rechte Gewalt demonstriert.
"Die Jagdszenen auf Menschen, die nach Ausländern aussehen, machen uns Angst. Wir wollen zeigen, dass Chemnitz ein anderes Gesicht hat: weltoffen und gegen Fremdenfeindlichkeit", sagte der Chemnitzer Linke-Vorsitzende Tim Detzner am Montag bei einer Kundgebung vor der Stadthalle.
Nur wenige Meter entfernt war am frühen Sonntagmorgen ein 35 Jahre alter Deutscher niedergestochen worden und gestorben. Gegen zwei Tatverdächtige aus Syrien und dem Irak wurden inzwischen Haftbefehle wegen gemeinschaftlichen Totschlags erlassen.
USA und Mexiko einigen sich über neuen Nafta-Deal
Nafta, das ist das Nordamerikanische Freihandelsabkommen - und spätestens seit dem vergangenen Wahlkampf ein riesiger Zankapfel zwischen den USA und Mexiko. Die beiden Staaten gehören wie auch Kanada zu der Freihandelszone, die laut Trump ein ganz schlechter Deal für die Vereinigten Staaten ist. Doch nun meldet der US-Präsident, sein Land habe sich mit dem Nachbarn auf einen neuen Deal geeinigt. Viel mehr ist noch nicht dazu bekannt, vor allem auch nicht, ob Kanada das alles so mittragen wird.
Mann drückt Berliner Jungen zwei Pythons in die Hand
Ein Junge hat in Berlin von einem unbekannten Mann eine Jutetasche mit zwei Schlangen in die Hand gedrückt bekommen.
Der Mann rannte daraufhin in einem Einkaufszentrum im Stadtteil Lichterfelde weg, wie die Polizei mitteilte.
"Er ruft noch etwas, das sich aus der Ferne anhört wie: 'Viel Spaß mit den Phyten'." Der Beutel landete schließlich auf der Polizeiwache. Die Polizei übergab die hell- und dunkelbraun gefleckten Würgeschlangen, die jeweils unter einem Meter lang sind, einem Experten.
Die Beamten twitterten auf Berlinerisch: "Allet Jute ihr zwei."
Schlagzeilen zum Feierabend
Helfer retten gestrandete Orca-Wale
Millionen werden Opfer falscher Online-Shops
Wer im Internet einkauft, darf nicht blauäugig sein - denn anders als im normalen Ladengeschäft haben es Betrüger viel einfacher. Sie brauchen nur einen schicken Online-Shop ins Netz zu stellen, lassen sich dann das Geld für Bestellungen überweisen und verschicken dann nichts, weil es nie Ware gab. Solchen Fake-Shops sind laut ARD schon 4,4 Millionen Bundesbürger aufgesessen.
Das habe eine Untersuchung der Organisation "Marktwächter Digitale Welt" der Verbraucherzentrale Brandenburg ergeben, berichtet die Sendung "Kriminalreport". "Es ist schwierig so einen Fake-Shop zu erkennen, weil die Qualität in den letzten Jahren extrem zugenommen hat", sagte Polizeioberkommissar Fabian Herrmann von der Cybercrime-Einheit der Polizei Offenburg in der ARD.
Früher habe man die gefälschten Shops noch an Tippfehlern erkannt. "Aber das ist heute nicht mehr der Fall." In der Regel seien die Fake-Shops aufgebaut wie ein normaler Online-Shop.
Tierärzte holen Kebab-Spieß aus Hundemagen
Wie der da hinein gekommen ist? Würde ich auch gerne wissen. Aber Tierärzte in Glasgow haben einen 20 Zentimeter langen Hühnchen-Kebab aus dem Magen eines Hundes operiert.
Der Shar-Pei, eine Rasse aus China, hatte plötzlich ein merkwürdiges Geschwulst an der Seite. Was die Tierärzte aus Glasgow auf einer Röntgenaufnahme entdeckten, machte sie fassungslos: Nicht selten verschluckten Hunde Steine oder kleine Plüschtiere, aber so ein langer Spieß sei nun doch ungewöhnlich, berichtete Veterinär Ross Allan der Nachrichtenagentur PA.
Hundebesitzer sollten bei Grillpartys sehr aufpassen. Dem sechsjährigen Tier geht es nun wieder gut. "Hoshi ist ein bisschen verrückt", sagte Besitzerin Sandra Kin, die selbst Vegetarierin ist.
Da waren die Augen wohl größer als der Magen.
Macron will enger mit Russland zusammenarbeiten
Zwar wird Frankreichs Präsident ein überdurchschnittlich gutes Verhältnis zu US-Präsident Trump nachgesagt, doch Illusionen macht sich Macron dennoch nicht. Nun sagt er wie viele vor ihm, dass Europa seine Sicherheit nicht mehr allein den Vereinigten Staaten überlassen könne. Seine Konsequenz geht aber weiter als das, was viele andere sagen: Er fordert eine engere Zusammenarbeit mit Russland. Ausgerechnet Russland, das viele eher als Bedrohung wahrnehmen. In einer großen Rede in der Sorbonne-Universität in Paris sprach er von einer verstärkten Zusammenarbeit mit allen europäischen Partnern - "darunter auch Russland". Erst müsse es aber Fortschritte in der Ukraine-Krise geben. Eine "strategische Partnerschaft" solle es nicht nur mit Moskau, sondern auch mit der Türkei geben.
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Sächsische Opferberatung startet dramatischen Aufruf
Dass die Opferberatung der Regionalen Arbeitsstellen für Bildung, Integration und Demokratie in Sachsen so einen Aufruf startet ist schon vielsagend: Sie rät Ausländern, an diesem Nachmittag nicht in die Innenstadt von Chemnitz zu kommen. Man erwarte einen Auflauf von 1000 gewaltbereiten "Neonazis und Rassisten", die gezielt auf Flüchtlinge und Gegendemonstranten losgehen wollten. Man fürchtet offenbar, dass die Sicherheit der Migranten nicht gewährleistet - allein das schon ist ein kleiner Sieg für die Schläger von rechts. Der Verein ruft aber auch dazu auf, sich der Gegendemo um 17 Uhr anzuschließen. Selbiges tut die Band Kraftklub auf Twitter.
Bayerns Grenzpolizei fasst 35 per Haftbefehl Gesuchte
Die neuen Grenzkontrollen in Bayern zeitigen durchaus Erfolge, wenn man dem Innenminister des Freistaats, Joachim Herrmann, glauben darf. Der stellte heute an einem Grenzübergang in Freilassing einen Bericht mit Ergebnissen vor. Demnach griffen die Beamten seit Anfang Juli 35 Personen auf, die per Haftbefehl gesucht wurden. Die Fahnder hätten beispielsweise mehrere Schleuser festgenommen sowie 220 ausländerrechtliche Delikte festgestellt. Insgesamt seien 1750 Anzeigen gestellt worden.
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Schichtwechsel
Über die Autorin
So, die Kollegin Zörner ist schon auf dem Heimweg und träumt heute Nacht hoffentlich nicht von Würgeschlangen. Meine Name ist Volker Petersen und ich übernehme jetzt hier bis zum späten Abend. Auf geht's! Kontakt: volker.petersen (at) nama.de.
Würgeschlange verdirbt Frau die Nachtruhe
Auf der Rangliste meiner schlimmsten Albträume steht dieser Vorfall in Hessen ganz weit oben: In Florstadt entdeckte eine Frau beim Zubettgehen eine Würgeschlange in ihrem Schlafzimmer. Während die Schlange sich unter das Bett verkroch, setzte die Erschrockene telefonisch einen Notruf ab.
Polizisten eilten ihr zu Hilfe. Das Tier entpuppte sich als ungiftige Königspython. Woher die Würgeschlange kam und wie sie in die Wohnung gelangte, ist unklar. Die Beamten nahmen sie in einem Pappkarton mit und brachten sie zu einem Schlangenexperten.
Großbrand verursacht riesige Rauchwolke
Eine riesige Rauchwolke ist über die nordrhein-westfälische Stadt Aachen gezogen. Ursache ist der Brand einer Recyclingfirma. Laut Stadtverwaltung stand eine mehrere tausend Quadratmeter große Lagerhalle für Elektroschrott in Flammen. Die Behörden riefen die Bewohner mehrerer Stadtteile dazu auf, Fenster und Türen zu schließen und drinnen zu bleiben.
Den Brand selbst hat die Feuerwehr im Griff. Das Problem ist die Rauchentwicklung. Einige Häuser in unmittelbarer Umgebung des Feuers wurden deswegen sicherheitshalber ganz geräumt. Ob es Verletzte gibt, ist nicht bekannt.
Massenschlägerei im Regionalzug mit zwei Verletzten
Auf der Zugfahrt von Freiburg nach Basel geraten zwei Gruppen - drei Deutsche und drei Afghanen - in Streit. Weitere Insassen verfolgen das Geschehen und ergreifen Partei für die eine oder andere Seite. Es kommt zu einer Schlägerei, die über mehrere Waggons hinweg ausgetragen wird. Eine Eisenstange und ein Gürtel kommen zum Einsatz. Verängstigte Passagiere verstecken sich unter ihren Sitzen. Dann zieht ein Reisender die Notbremse.
Wie die Bundespolizei nun mitteilt, wurden bei der Massenschlägerei in der Nacht zu Sonntag mit bis zu 20 Beteiligten zwei Männer leicht verletzt. Einer von ihnen erlitt einen Nasenbeinbruch. Noch bevor die Einsatzkräfte am Tatort erschienen, floh ein Verdächtiger. Worüber sich die Gruppen stritten, ist unklar. Der Zug verspätete sich um 70 Minuten.
China will Fahrdienste nach Mord besser beaufsichtigen
Vor wenigen Tagen hat ein Didi-Fahrer eine 20-jährige Passagierin vergewaltigt und getötet. Der bereits zweite solche Fall seit Mai hat zu einem medialen Aufschrei in China geführt. Nun reagiert die chinesische Regierung: Das Verkehrsministerium in Peking kündigte an, man werde nicht einfach zusehen, wenn ein Unternehmen das Leben der Fahrgäste nicht entsprechend schütze. Verschiedene Behörden würden an der Überwachung des Sektors arbeiten, teilte die Reformkommission NDRC mit.
Didi hat mehr als 30 Millionen registrierte Fahrer. Zuletzt hatte das Unternehmen mit verschiedenen Vorgaben und Angeboten versucht, die Sicherheit der Fahrgäste zu erhöhen und beispielsweise Möglichkeiten eingeführt, damit Passagiere ihre Fahrrouten mit Freunden teilen können.
Jungschwäne rufen Feuerwehr auf den Plan
Auf einer Hamburger Straßenbrücke spielen sich dramatische Szenen ab. Vier von ihren Eltern verlassene Jungschwäne versuchen zu fliegen - und schaffen es nicht. Die Vögel sind so erschöpft, dass ihr Vorhaben ständig misslingt. Ein besorgter Zeuge alarmiert die Feuerwehr.
Die Einsatzkräfte rücken mit einem Gerätewagen und Tiertransportboxen an. Nach zweieinhalb Stunden ist die Rettungsaktion im Stadtteil Rahlstedt beendet. Die Jungtiere kommen in einem Tierheim unter.
Stirnfalten können Hinweise auf Sterberisiko geben
Forscher haben über mehrere Jahre einen genaueren Blick in die Gesichter von 3200 Erwachsenen geworfen und sind zu einem erstaunlichen Ergebnis gekommen: Von den 233 Studienteilnehmern, die in dem Untersuchungszeitraum von 20 Jahren verstarben, hatten 15,2 Prozent zwei oder drei Stirnfalten, 6,6 Prozent eine Stirnfalte und 2,1 Prozent keine. Studienteilnehmer mit den meisten Stirnfalten hatten somit ein zehnmal erhöhtes Sterberisiko im Vergleich zu jenen ohne Stirnfalten.
"Wir untersuchten Stirnfalten als Marker", sagte Yolande Esquirol bei der Studienvorstellung anlässlich des Europäischen Kardiologiekongresses. "Ein Blick auf das Gesicht eines Patienten reicht, um Alarm zu schlagen, und wir können ihm Ratschläge geben, wie das Risiko verringert werden kann." Die Forscher kennen die genaueren Ursachen dieser Zusammenhänge allerdings noch nicht. Vermutlich sei Arteriosklerose oder eine Verhärtung der Blutgefäße infolge von Ablagerungen ein Faktor.
Schlagzeilen zur Mittagspause
Nordkorea will japanischen Gefangenen freilassen
Während die Zeichen zwischen Nordkorea und den USA auf Entspannung stehen, ist das Verhältnis zum östlichen Nachbarn Japan deutlich angespannter. Pjöngjang verurteilt regelmäßig Japans brutale Kolonisierung der koreanischen Halbinsel in den Jahren 1910 bis 1945. Tokio sieht sich durch nordkoreanische Atomwaffen bedroht.
Doch nun setzt Machthaber Kim Jong Un offenbar auf eine Verbesserung der diplomatischen Beziehungen. Wie die staatliche Nachrichtenagentur KCNA berichtet, soll ein inhaftierter japanischer Tourist aus humanitären Gründen bald freigelassen werden. Tomoyuki Sugimoto soll eine militärische Einrichtung in der Hafenstadt Nampo gefilmt haben und werde deshalb festgehalten.
Jürgen Drews muss notoperiert werden
Der Schlagerstar Jürgen Drews befindet sich seit Sonntag erneut im Krankenhaus. Nach Informationen der "Bild"-Zeitung musste sich der 73-Jährige zuvor mehrfach übergeben. Er soll an heftigen Magenkrämpfen gelitten haben.
Das Blatt berichtet, dass bei dem Sänger ein Darmverschluss festgestellt worden sei. Nach Angaben seiner Sprecherin muss Drews am Montag operiert werden. Vor zwei Wochen war er bereits aufgrund eines schweren Magen-Darm-Infekts im Krankenhaus behandelt worden. Am Samstag hatte er dann seinen ersten Auftritt nach der Erkrankung absolviert.
Mehr über den Klinik-Aufenthalt erfahren Sie hier.
Immer mehr Türken fliehen nach Griechenland
Seit dem gescheiterten Putschversuch im Sommer 2016 und dem verhängten Ausnahmezustand sind zahlreiche Türken aus ihrer Heimat geflohen. Allein im Juli hätten 687 Bürger der Türkei einen Asylantrag in Griechenland gestellt, berichteten Medien. Hatten 2015 noch 43 türkische Bürger einen Asylantrag in Griechenland gestellt, waren es 2016 schon 189 und 2017 dann 1827.
Seit Jahresbeginn und bis zum 31. Juli beantragten 1839 türkische Bürger Asyl in Griechenland. Die Anzahl der Geflohenen dürfte allerdings noch viel größer sein als öffentlich bekannt. Eine unbekannte Anzahl Asylsuchender ist einem Offizier der Küstenwache zufolge dabei ums Leben gekommen - entweder in der Ägäis oder beim Versuch, den Grenzfluss Evros zu überqueren.
Mehr zum Thema gibt es hier.
China verschärft Vorschriften für Parteimitglieder
Mitgliedern der Kommunistischen Partei in China drohen in Zukunft der Parteiausschluss oder strafrechtliche Konsequenzen, wenn sie die Vorschriften der zentralen Behörde gegen Korruption wie folgt missachten:
Sie verbreiten "politische Gerüchte"
Sie üben eine Religion aus und bleiben auch nach "Schulungen" noch resistent.
Sie "verfälschen" die Geschichte des Landes.
Berlin will Immobilienkauf für Ausländer erschweren
Die Preise steigen, der Wohnraum in zentrumsnahen Kiezen wird knapp: Im Kampf gegen den Wohnungsmangel in Berlin erwägt die Regierung, wie Neuseeland, ausländischen Investoren den Kauf bestimmter Immobilien zu verbieten. "Wir überlegen das auch", sagte der Regierende Bürgermeister Michael Müller der "Frankfurter Allgemeinen Zeitung". "Der Finanzsenator erarbeitet gerade Vorschläge, wie man Spekulation mit Wohnraum verhindern kann."
Müller forderte zudem, der Bund solle - wie im Koalitionsvertrag vereinbart - Grundstücke der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben für den Bau neuer Wohnungen freigeben. "Ich will alle Grundstücke des Bundes in Berlin für den bezahlbaren Wohnungsbau kaufen", sagte Müller der "FAZ".
Lindner nennt SPD-Vorstoß zur Rente "Verzweiflungstat"
Ich möchte mir gar nicht ausmalen, welche Rente mir im Jahr 2057 blüht. Aber zum Glück geht es bei der aktuellen Debatte zum Thema ja auch gar nicht um mich, sondern um diejenigen, die schon vor dem Jahr 2040 in den Ruhestand gehen. Denn für diese soll - wenn es nach SPD-Finanzminister Olaf Scholz geht - das gleiche Rentenniveau gelten wie jetzt auch.
Der FDP-Vorsitzende Christian Lindner hat diesen Vorstoß nun als "Verzweiflungstat" kritisiert. Die Forderung von Scholz sei "selbst bei drastischen Mehrbelastungen nicht finanzierbar", sagte Lindner der "Rheinischen Post". "Wer einen Rentenwahlkampf ankündigt, der wird daher einen Steuererhöhungswahlkampf führen."
Teilzeit, Leiharbeit & Co. legen in Deutschland zu
7,7 Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr in Deutschland einer sogenannten atypischen Beschäftigungsform nachgegangen. Das sind rund 63.000 mehr als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt mitteilte. Ihr Anteil an allen Erwerbstätigen im Alter zwischen 15 und 64 Jahren legte leicht auf 20,8 von 20,7 Prozent zu.
Als atypisch zählen etwa befristete Beschäftigte (6,9 Prozent), Teilzeitbeschäftigte mit bis zu 20 Wochenstunden (12,9 Prozent), geringfügig Beschäftigte (5,9 Prozent) sowie Zeitarbeiter (2,5 Prozent). Frauen sind mit 30,5 Prozent nach wie vor wesentlich häufiger atypisch beschäftigt als Männer, bei denen der Anteil im vergangenen Jahr bei 12,2 Prozent lag.
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Schlagzeilen am Morgen
Papst empfiehlt homosexuellen Kindern Psychiatrie
Papst Franziskus gilt als moderater Geistlicher, der auch beim Thema Homosexualität nicht vor barmherzigen Aussagen zurückschreckt. Dennoch ist der Heilige Vater nicht vollkommen aufgeschlossen bei diesem Thema: Seiner Meinung nach sollten Kinder mit homosexuellen Neigungen zum Psychiater geschickt werden.
Das Oberhaupt der katholischen Kirche äußerte diese Ansicht während einer Pressekonferenz im Flugzeug auf dem Rückweg von seinem zweitägigen Irlandbesuch nach Rom.
Auf die Frage eines Journalisten, was er Eltern eines möglicherweise homosexuellen Kindes sagen würde, antwortete Franziskus, er würde ihnen raten, "zu beten, nicht zu verurteilen, Gespräche zu führen, zu verstehen, dem Sohn oder der Tochter einen Platz zu geben".
Gerade in der Kindheit könne die Psychiatrie viel erreichen, fügte der argentinische Papst hinzu. 20 Jahre später sehe es anders aus.
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Fan sorgt bei Beyoncé-Konzert für Tumulte
Bei einem Konzert ihrer Welttournee "Everything Is Love" der Popsängerin Beyoncé und ihres Ehemanns Jay-Z in Atlanta hat ein Fan für kleinere Tumulte auf der Bühne gesorgt. Mit einem weißen T-Shirt und einer kurzen Hose bekleidet ging er die Treppen zur Bühne hinauf, als die beiden Musiker diese gerade verlassen hatten.
Der Mann machte Anstalten in den Backstage-Bereich der Bühne zu gehen, doch mehrere Tänzer hinderten ihn daran. "Danke an alle Fans, dass ihr so besorgt seid. Den beiden geht es gut, und sie freuen sich auf die morgige Show", schrieb Beyoncés Sprecherin auf Instagram. Das Promi-Paar selbst äußerte sich bislang nicht zu dem Vorfall.
Stromausfall legt griechische Ferieninsel lahm
Viele schwören im Urlaub ja auf "Digital Detox" und eine Abnabelung von der Alltagsrealität. Was nun auf der griechischen Ferieninsel Hydra passiert, dürfte den meisten aber wohl zu weit gehen. Denn durch einen stundenlangen Stromausfall kam es auf der nahe Athen gelegenen Insel auch zu Engpässen bei der Wasserversorgung.
Der Energieversorger Dedie erklärte laut der griechischen Nachrichtenagentur ANA, das Stromnetz sowie Unterwasser-Kabel "unter schwierigen Bedingungen" zu überprüfen. Ein Schiff der griechischen Marine sollte Wasser auf die Insel bringen. Die Urlaubsstimmung dürfte damit wohl erst einmal dahin sein.
John McCain wird öffentlich aufgebahrt
Bevor der US-Republikaner John McCain voraussichtlich auf dem Gelände der Marineakademie in Annapolis im US-Staat Maryland beigesetzt wird, soll die Öffentlichkeit Abschied nehmen können. Der Politiker wird sowohl im Kapitol in Washington als auch in seinem Heimatstaat Arizona öffentlich aufgebahrt werden. Als Termine nannten die Organisatoren für Phoenix in Arizona Mittwoch und für die Rotunde im Kongress-Sitz der US-Hauptstadt den Freitag.
Am Mittwoch hätte McCain seinen 82. Geburtstag gefeiert. Lokalen Medienberichten zufolge sollen die Ex-Präsidenten Barack Obama und George W. Bush bei seiner Beisetzung die Trauerreden halten. Der amtierende Präsident Donald Trump werde wohl an keiner Veranstaltung teilnehmen.
Rechte marschieren in Chemnitz auf
Hitzesommer setzt Alpengletschern stark zu
"Es gibt schon Anzeichen, dass der Sommer sehr schmelzintensiv war." So hört es sich an, wenn ein Experte über den Zustand der Alpengletscher spricht. Und der Schweizer Glaziologe Andreas Bauder fügt noch hinzu: "Viele Gletscher sind in den vergangenen Monaten bereits komplett ausgeapert." Das bedeutet, dass der Winterschnee auf der gesamten Gletscherfläche wegtaute.
Was sich nicht weiter schlimm anhört, ist doppelt problematisch: Zum einen reflektiert der hellere Winterschnee die Sonne besser und schützt die darunter liegenden dunkleren Eisschichten vor Sonneneinstrahlung, erklärt Bauder. Zum anderen ist Winterschnee nötig, damit die Gletscher Rücklagen bilden können. Winterschnee, der den Sommer überdauert, wird über Jahre kompakter und schließlich zu Gletschereis.
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Kölner bei Bauarbeiten verschüttet
Ein Mann hat sich bei Ausschachtungsarbeiten in eine missliche Lage gebracht. Er wurde an seinem Haus in Köln verschüttet und steckte bis zum Hals in der nachrutschenden Erde fest. Feuerwehrleute mussten ihn wieder ausbuddeln - erst mit Händen und einem Klappspaten, später mit schwererem Gerät.
Die Retter waren rund 90 Minuten damit beschäftigt, den Hauseigentümer zu befreien. Schon während der Rettungsaktion wurde der Mann von einem Notarzt betreut.
Bayerns Justiz prüft offenbar Beugehaft für Politiker
Die bayerische Justiz ist scheinbar zu drastischen Maßnahmen bereit, wenn es um das Wohl der Allgemeinheit geht. Einem Bericht der "Süddeutschen Zeitung" zufolge erwägt der Verwaltungsgerichtshof im Kampf gegen die Luftverschmutzung, die "Erzwingungshaft gegen Amtsträger" prüfen zu lassen.
Es habe sich gezeigt, dass Bayern auch unter dem Druck von Zwangsgeldern zur Änderung von Luftreinhalteplänen und der Vorbereitung von Dieselfahrverboten für München nicht einlenke.
Betroffen könnten einem Schreiben zufolge führende Beamte der Landesregierung sein, darunter Umweltminister Marcel Huber oder Ministerpräsident Markus Söder.
Inwieweit ein solches Vorgehen tatsächlich mit deutschem Recht vereinbar ist, ist allerdings fraglich.
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Mann nach Schüssen auf St. Pauli in Klinik
In Hamburg-St. Pauli ist aus unbekannten Gründen ein Mann angeschossen und schwer verletzt worden. Sanitäter versorgten den Mann und brachten ihn ins Krankenhaus. "Die Schüsse fielen am Montag um kurz nach Mitternacht auf dem Millerntorplatz", sagte ein Sprecher der Polizei. Fachleute sicherten am Tatort Spuren.
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Das wird heute wichtig
Guten Morgen liebe Leserinnen und Leser,
weltweit erinnern Weggefährten derzeit an den verstorbenen US-Politiker John McCain. Der Kriegsveteran war (auch) einer der schärfsten Kritiker des amtierenden US-Präsidenten Donald Trump. Letzterer scheint nun nicht über seinen Schatten springen zu können, den als Helden verehrten McCain entsprechend zu würdigen.
In einer Sache waren sich aber Trump und McCain tatsächlich einig: Sie lehnten beide das Atomabkommen mit dem Iran ab. Der 45. US-Präsident kündigte dieses bekanntlich auf und verhängte Sanktionen. Nun wird in Den Haag vor dem Internationalen Gerichtshof eine Klage des Irans gegen die USA verhandelt.
Diese Themen werden heute außerdem wichtig:
Der Rechtsausschuss des nordrhein-westfälischen Landtags tagt in einer Sondersitzung zu dem Fall Sami A. Dieser war zu Unrecht nach Tunesien abgeschoben worden.
Die CSU-Innenminister Horst Seehofer und Joachim Herrmann stellen die Ergebnisse der Kontrollen der bayerischen Grenzpolizei vor. Diese führt seit dem 18. Juli eigenständige Grenzmaßnahmen durch.
Volkswagen stellt den ersten Bericht des US-Aufsehers Larry Thompson vor. Thompson wurde nach Bekanntwerden des Abgas-Skandals im Zuge eines Milliardenvergleichs zwischen dem Automobilkonzern und dem US-Justizministerium eingesetzt.
Ein Ex-Kindergartenleiter muss sich vor einem Heilbronner Gericht wegen der Vergewaltigung eines Jungen verantworten. Er soll sich an dem Kind mehrfach vergangen und den Missbrauch gefilmt haben.
In Magdeburg wird der bundesweite Verkehrs-Aktionstag "sicher.mobil.leben" vorgestellt. Damit soll auf die Gefährdung im Straßenverkehr aufmerksam gemacht und das Gefahrenbewusstsein in der Bevölkerung gesteigert werden.
Über die Autorin
Mein Name ist Friederike Zörner. Ich begleite Sie heute durch die erste Tageshälfte und trage als enthusiastische Fahrradfahrerin angesichts der Tücken der Berliner Straßen immer einen Helm. Bei Fragen und Anregungen erreichen Sie mich via Mail an friederike.zoerner[at]nama.de
Die Woche hat einen sonnigen Start
Vor allem im Südosten sorgt Hoch "Niklot" heute für einen freundlichen bis sonnigen und trockenen Start in die neue Woche. Im übrigen Land ziehen kompaktere Wolken durch. Zeitweise fällt hierbei auch etwas Regen - besonders am Vormittag. Nachmittags ist es dann mehrheitlich trocken und Schauer sowie einzelne Gewitter beschränken sich tendenziell auf den Norden.
Die Temperaturen: in der Früh gibt’s im Südosten gelegentlich leichten Bodenfrost. Ansonsten beginnt der Tag meistens mit Frühwerten zwischen 7 und 16 Grad. Tagsüber bringen es die Spitzentemperaturen dann auf 22 bis 25 Grad im Süden und Osten. Der Westen und der Norden bekommen hingegen windige 19 bis 22 Grad.
Die weiteren Aussichten: morgen und übermorgen will es der Sommer mal wieder wissen, bevor neuerlich teils kräftige Gewitter aufkommen. Aber: auch das nächste Dauerhoch wird nicht mehr lange auf sich warten lassen. Hier die Details hierzu sowie zum Sommerende auf Rekordniveau. Einen guten Start in den Tag. Ihr Björn Alexander