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"Korruption eingestanden" The Weeknd schießt weiter gegen Grammys

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Mit "Blinding Lights" landete er einen Riesenhit - aber keine Grammy-Nominierung: The Weeknd.

(Foto: picture alliance / ZUMAPRESS.com)

Sänger The Weeknd und die Organisatoren der Grammy Awards werden wohl keine Freunde mehr. Nach heftiger Kritik an ihren Vergabestandards geloben die Macher des Musikpreises zwar Besserung. The Weeknd will mit ihnen aber auch künftig nichts zu tun haben.

Trotz einer am vergangenen Freitag in die Wege geleiteten Regeländerung möchte The Weeknd die Grammy Awards weiter boykottieren. Der "New York Times" sagte der kanadische Sänger, er begrüße zwar die Entscheidung der Organisatoren, werde aber von seiner Haltung dennoch nicht abweichen.

"Obwohl ich meine Musik nicht mehr einreichen werde, ist es ein positiver Schritt für die Zukunft dieses geplagten Preises. Da die Grammys die Korruption jüngst eingestanden haben, wird der Künstlergemeinschaft durch einen transparenten Abstimmungsprozess jetzt hoffentlich der Respekt zuteil, den sie verdient hat", erklärt der 31-Jährige.

The Weeknd hatte in den Wochen vor der bekanntesten Preisverleihung der Musikindustrie die Organisatoren immer wieder dafür kritisiert, seinen Hit "Blinding Lights" nicht für die 63. Ausgabe nominiert zu haben. Zwei Tage vor der Vergabe der Grammys kündigte er zudem seinen Boykott der Veranstaltung an.

"Geheim-Komitee" abgeschafft

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Nominiert werden die Künstler und ihre Werke eigentlich von den Mitgliedern der sogenannten Recording Academy, einer gemeinnützigen Organisation aus dem kalifornischen Santa Monica. Sie setzt sich zusammen aus Künstlern, Produzenten und führenden Kräften der Musikindustrie. Einige der begehrtesten Awards, wie zum Beispiel der "Song des Jahres" und das "Album des Jahres", werden allerdings bislang von einem "Geheim-Komitee" bestimmt.

Am Freitag kündigte die Academy an, dieses abschaffen zu wollen. Ab sofort solle jedes der mehr als 11.000 Mitglieder der Organisation eine Stimme erhalten. In den vergangenen Jahren war mehrfach Kritik an dem System laut geworden. Seit neun Jahren haben nur vier schwarze Künstler Grammys in den wichtigen Kategorien gewonnen - ihre wirklichen Erfolge in den Charts spiegelt das kaum wieder.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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