Panorama

Neue Unwetter auch in Bayern Italiener flüchten vor riesigen Hagelkörnern

In zahlreichen Regionen Deutschlands rücken Einsatzkräfte wegen neuer Unwetter aus. Besonders betroffen ist der Süden des Landes. Am intensivsten gewittert es aber in Italien. Dort fallen Eisbrocken so groß wie Tennisbälle vom Himmel.

Teils heftige Gewitter haben in mehreren Regionen Deutschlands und Italiens erneut für zahlreiche Unwetter-Einsätze gesorgt. Schwerpunkt der Unwetter war in Bayern, besonders extrem war die Lage aber in Norditalien. Dort fielen tennisballgroße Hagelkörner vom Himmel. Im norditalienischen Parma mussten sich Anwohner in Gebäude flüchten, um nicht von den Eisbrocken verletzt zu werden. Die Autobahn A1, die Parma und Mailand verbindet, musste zwischenzeitlich gesperrt werden. Dort wurden Hunderte Autos beschädigt, etliche Windschutzscheiben gingen zu Bruch.

Mehr als 1000 Kräfte im Einsatz

Nach Angaben von wetter.de bildete sich auch über Bayern eine Superzelle, die mehr als fünf Zentimeter große Hagelkörner produzierte. In der Region war die Bahnstrecke München-Salzburg am Abend wegen Bäumen in der Oberleitung zwischen Rosenheim und Salzburg zwischenzeitlich gesperrt. In der Nacht entspannte sich die Lage dann fast überall, wie die Polizeidienststellen mitteilten.

Nach Angaben des Polizeipräsidiums im bayerischen Kempten musste die Feuerwehr im Raum Sonthofen und Burgberg ausrücken, um Keller auszupumpen. Im oberbayerischen Rosenheim waren laut Landratsamt mehr als 1000 Kräfte im Einsatz, etwa um Wasser aus einem übervollen Bach abzupumpen.

Im baden-württembergischen Rastatt fiel ein Baum bei einem Gewitter um und verletzte vier Menschen - darunter einen schwer. In Lügde in Nordrhein-Westfalen sorgte ein starker Gewitterschauer für Überschwemmungen in mehreren Straßen.

Sieben Menschen leicht verletzt

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Auch in Norddeutschland gab es einige Einsätze: Im Leitstellenbereich Kiel meldete die Feuerwehr mehr als 100 Einsätze im Laufe des Abends. Etliche Keller waren nach starken Regenfällen vollgelaufen. Auf der Autobahn 19 Berlin-Rostock wurden an der Mecklenburgischen Seenplatte nach Angaben der Polizei sieben Menschen leicht verletzt, weil ein Auto beim Überholen wohl durch plötzlich einsetzenden Starkregen ins Schleudern geraten war.

Die wegen Beeinträchtigungen durch Unwetter gesperrte Bahnstrecke München-Salzburg war am frühen Morgen wieder befahrbar. Das teilte die Deutsche Bahn auf Twitter mit. Sie schränkte aber ein, dass es weiterhin zu Verzögerungen kommen könne, weil zunächst nur ein Gleis zur Verfügung stehe.

Quelle: ntv.de, chr/dpa

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