Sport

Sieben Spieler - ein Satzgewinn Reihenweise deutsche Pleiten in Wimbledon

2b39a1c50e4d15f9936029d40b8e62a7.jpg

Alex Zverev kann nun gucken, was die anderen besser machen.

(Foto: REUTERS)

Zverev, Kohlschreiber, Barthel, Friedsam, Gojowczyk, Stebe und noch einmal Zverev: Für sie endet Wimbledon bereits am ersten Tag. Damit ist für die Hälfte der deutschen Starter das Turnier schon wieder vorbei. Dabei war ihnen nur ein Satzgewinn gegönnt.

Rabenschwarzer Tag in Wimbledon: Zu Beginn des berühmtesten Tennis-Turniers der Welt haben alle sieben gestarteten Deutschen die Segel streichen müssen. Als Letzter schied am Abend Hoffnungsträger Alexander Zverev in der ersten Runde aus. Damit reduzierte sich das anfangs 14 Spieler umfassende Aufgebot des Deutschen Tennis Bunds bereits nach dem ersten Tag um die Hälfte. Titelverteidigerin Angelique Kerber greift am erst am morgigen Dienstag in das Spielgeschehen ein.

Zverev - immerhin bester deutscher Tennisprofi - verlor in London gegen den tschechischen Qualifikanten Jiri Vesely 6:4, 3:6, 2:6, 5:7. Damit musste der Weltranglisten-Fünfte und French-Open-Viertelfinalist einen herben Rückschlag hinnehmen. Nach dem ersten Matchball für den Vorjahres-Achtelfinalisten war sein Aus besiegelt - die Niederlage fügte sich in ein Auf und Ab in einer bislang durchwachsenen Saison der deutschen Nummer eins ein. 

Zunächst lief zwar alles wie gewünscht für den 1,98 Meter großen Schlaks aus Hamburg mit Wohnsitz in Monte Carlo. Beobachtet von seinem Trainer Ivan Lendl verlor der 22-Jährige jedoch mit dem Aufschlagverlust im zweiten Satz seine Linie. Nach dem Satzausgleich fing Zverev an, mit dem Schiedsrichter zu diskutieren und gab prompt schon wieder seinen Aufschlag ab. Noch nie war Zverev bei seinen vier Wimbledon-Teilnahmen zuvor in der ersten Runde ausgeschieden, diesmal hatte ihm Davis-Cup-Teamchef Michael Kohlmann sogar den erstmaligen Sprung ins Halbfinale zugetraut. Das erste Erstrunden-Scheitern bei einem der vier wichtigsten Turniere seit mehr als zwei Jahren ist zweifelsohne ein herber Rückschlag in Zverevs ambitioniertem Karriereplan.

Schon zuvor war der Eröffnungstag auf der berühmten Tennis-Anlage ernüchternd verlaufen. Philipp Kohlschreiber verpasste gegen den serbischen Titelverteidiger Novak Djokovic die Sensation. Der Augsburger zeigte zwar eine couragierte Leistung, blieb aber letztendlich chancenlos. Auch für Mona Barthel, Anna-Lena Friedsam, Peter Gojowczyk, Cedrik-Marcel Stebe und Mischa Zverev war das besondere Wimbledon-Gefühl schnell wieder Geschichte. Außer Zverev gelang es keinem, einen Satz für sich zu entscheiden.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/