Große Überraschung: Deutsches Tennis-Talent feiert Premierensieg
Tennis-Talent Julia Stusek hat erstmals ein Match auf der WTA-Tour gewonnen. Die 18-Jährige setzte sich beim Turnier in Hamburg in der ersten Runde gegen die Argentinierin Nadia Podoroska mit 4:6, 6:3, 6:4 durch und zog ins Achtelfinale ein. Dort trifft Stusek auf Lokalmatadorin Tamara Korpatsch oder Victoria Jimenez Kasintseva aus Andorra.
Stusek hatte es zuletzt im Oktober letzten Jahres auf Mallorca ins Hauptfeld eines WTA-Turnier geschafft, ihre Premiere hatte sie im Alter von 15 Jahren in Bad Homburg 2024 gefeiert. Beide Male verlor Stusek ihre Auftaktpartie. Nun feierte sie gegen die ehemalige 36. der Weltrangliste ihren ersten Erfolg auf Profilevel.
In Hamburg sind keine Topspielerinnen am Start. Topgesetzt ist die Weltranglisten-45. Oleksandra Olijnykowa aus der Ukraine. Stusek ist eine von acht deutschen Spielerinnen.
Wegen Ärger um Balogun? UEFA-Boss boykottierte WM-Finale
Auf einen Besuch des WM-Finals zwischen Spanien und Argentinien in New Jersey hat Aleksander Ceferin, Präsident der Europäischen Fußball-Union (UEFA), verzichtet - und damit offenbar seine Unzufriedenheit mit dem Weltverband FIFA zum Ausdruck gebracht. So berichten es mehrere britische Medien. Ein Grund für das Fernbleiben Ceferins soll der Fall Folarin Balogun gewesen sein.

Bizarre Begründung: Trump prahlt mit Einmischung bei WM
Das Verhältnis zwischen beiden Verbänden gilt nicht erst seit dem am Sonntag zu Ende gegangenen Weltturnier in den USA, Mexiko und Kanada als angespannt. In den vergangenen Wochen hatte die UEFA nun unter anderem die Aufhebung der Rot-Sperre für den US-Stürmer Balogun kritisiert. Vor der Entscheidung soll US-Präsident Donald Trump FIFA-Chef Gianni Infantino per Telefonat gebeten haben, die Sperre nach Baloguns Platzverweis im Sechzehntelfinale gegen Bosnien-Herzegowina zu überprüfen.
Drohte Trump-Kumpel nach Golf-Eklat mit Anruf beim Präsidenten?
Sollte Donald Trump neben Folarin Balogun, dem Stürmer der US-Fußball-Nationalmannschaft, noch einem weiteren Sportstar aus der Patsche helfen? Wie mehrere Medien berichten, soll Golfer Bryson DeChambeau während seiner Regelkontroverse bei der traditionsreichen British Open gedroht haben, Trump anzurufen und ihn in den Streit mit einzubeziehen.
Der zweifache Major-Sieger hatte am späten Freitagabend eine Strafe von zwei Schlägen erhalten, nachdem er sich am fünften Loch einen regelwidrigen Vorteil verschafft haben soll. Im Nachgang kam es zum Eklat, DeChambeau, ein Freund des golfverrückten US-Präsidenten, weigerte sich ewig, seine Scorecard zu unterschreiben - und hielt so den Rest des Feldes in Geiselhaft, weil niemand wusste, wann und mit wem er am nächsten Tag auf die Runde gehen würde.
"Das Turnier so als Geisel zu halten und uns alle - Spieler, Freiwillige, einfach jeden - warten zu lassen, fand ich nicht besonders gut", schimpfte Superstar Rory McIlroy: "Ich denke, die Zwei-Schlag-Strafe war auf jeden Fall gerechtfertigt."
Anders als bei Balogun, dessen WM-Sperre Trump vor dem Achtelfinale mit einem Anruf bei FIFA-Boss Gianni Infantino verschwinden lassen konnte, blieb DeChambeaus Bestrafung bestehen. "Nein, ich habe keinen Anruf von Präsident Trump erhalten", versicherte Sam Darbon, Geschäftsführer des Veranstalters R&A, gegenüber BBC Sport. "Unabhängig davon, welchen Spieler dies betraf, ist die Entscheidung dieselbe – aus regeltechnischer Sicht war die Sache eindeutig."
DeChambeau, einer der besten Golfer der Welt, war zuletzt im Mai im Weißen Haus zu Gast und golfte bereits mit Trump. Der US-Präsident ist bekannt dafür, es mit den Regeln bei seinem Lieblingssport nicht immer so ganz genau zu nehmen.
Durch die Strafe war DeChambeau auf drei Plätze hinter die Spitze zurückgefallen, am Ende hatte er mit dem Turniersieg nichts zu tun.
Glück für Argentiniens Rüpel: Ibrahimovic "hätte ihm eine Kopfnuss gegeben"
Es war das hässliche Finale eines vom Verlierer Argentinien über nahezu die komplette Distanz ruppig geführten WM-Endspiels: Argentiniens Mittelfeldspieler Leandro Paredes packte erst Spaniens Eric Garcia am Hals, dann ging er völlig enthemmt auf Jungstar Gavi los. Für seinen Ausraster sah der Weltmeister von 2022 weit nach dem Schlusspfiff von Schiedsrichter Slavko Vincic noch die Rote Karte.
Und dabei hatte der Profi der Boca Juniors noch Glück: Wäre Zlatan Ibrahimovic Teil dieses Endspiels gewesen, wäre die Sache für Paredes nicht so glimpflich ausgegangen, versichert der ehemalige schwedische Weltklassestürmer: "Er kann von Glück sagen, dass es keine Spieler wie mich mehr gibt. Wenn ich das gewesen wäre, hätte ich ihm eine Kopfnuss verpasst und ebenfalls eine rote Karte bekommen – das war sehr unprofessionell von ihm", sagte Ibrahimovic bei FOX Sports.
Ibrahimovic, der für zahlreiche europäische Topklubs gespielt und sich in seiner Karriere mit vollem Einsatz den Ruf als legendäres Großmaul erarbeitet hat, hat seine Karriere 2023 im Alter von 41 Jahren beendet.

Prügelei nach Finale: Argentinier geht auf Gegner los
FC Bayern verlängert mit Konrad Laimer
Der wochenlange Poker um eine Vertragsverlängerung von Konrad Laimer beim FC Bayern ist beendet. Der österreichische Nationalspieler verlängert seinen Vertrag bis zum 30. Juni 2029. Das gab der Rekordmeister bekannt, nachdem zu hohe Gehaltsforderungen des 29 Jahre alten Außenverteidigers die Gespräche erschwert haben sollen.
"Verlässlichkeit auf Top-Niveau hat seinen Namen, und mit seinen Fähigkeiten und seinem Charakter ist er ein wichtiger Teil des Teams. Er ist ein Spieler, der andere mitreißt und motiviert, und das jeden einzelnen Tag", sagte Max Eberl, Sportvorstand des FC Bayern.
Für Laimer, der seit 2023 in München spielt, sei es "etwas sehr Besonderes, im Trikot des FC Bayern aufzulaufen. Ich habe schon oft betont, wie happy ich in München bin und dass es riesig Spaß macht, in dieser Mannschaft Fußball zu spielen. Das habe ich von Tag eins an hier gespürt". Laimers voriger Vertrag wäre nach der kommenden Saison ausgelaufen.
Matthäus rechnet mit Halbzeitshow im WM-Finale ab
Die Halbzeitshow beim WM-Finale in New York stößt auf viel Kritik. Die Länge des Programms sprengt die Grenzen, das größte Spiel des Fußball-Kalenders wird zur Bühne für andere. Auch Lothar Matthäus ist sauer.

Matthäus rechnet mit Halbzeitshow im WM-Finale ab
Belgien trennt sich von Trainer - folgt früherer Bayern-Star?
Belgien hat sich trotz des Viertelfinal-Einzugs bei der Fußball-WM von Trainer Rudi Garcia getrennt. Der bis Ende Juli gültige Vertrag des 62-Jährigen wird nicht verlängert, wie der belgische Verband einen Tag nach dem WM-Endspiel mitteilte. "Ich verlasse Belgien in der Liga A der UEFA Nations League und unter den acht besten Mannschaften der Welt", sagte Garcia laut Mitteilung. Favorit auf seine Nachfolge ist Berichten zufolge der frühere Bayern-Star Mark van Bommel. Der 49 Jahre alte Niederländer hat als Trainer unter anderem bereits für PSV Eindhoven, den VfL Wolfsburg und Royal Antwerpen gearbeitet.
Der 62 Jahre alte Garcia hatte das Amt Anfang 2025 von Domenico Tedesco übernommen und das Team um die Routiniers Kevin De Bruyne und Romelu Lukaku bis ins Viertelfinale geführt. Dort war beim späten 1:2 gegen den späteren Weltmeister Spanien Schluss. Man habe sich nach "Diskussionen" mit dem Verband dagegen entschieden, die eineinhalbjährige Reise bis zur EM 2028 in Großbritannien zu verlängern, sagte Garcia.

Viertelfinale: Spanien kassiert einziges WM-Gegentor
Donald Trump sieht WM-Finale auf ganz eigene Weise
Bis zum Finale lässt sich Donald Trump bei der Fußball-WM nicht blicken. Das Endspiel aber zieht er - mit freundlicher Unterstützung von FIFA-Boss Infantino - zur großen Trump-Show auf: Anflug im Heli, Drängeln beim Siegerfoto. Dabei spielt die eigentliche Hauptrolle ein Land, das Trump jüngst noch hart agitierte.

Trump sieht das WM-Finale auf seine ganz eigene Weise
DFB-Team rutscht in Weltrangliste noch weiter ab
Die deutsche Fußball-Nationalmannschaft ist nach dem frühen Ausscheiden bei der WM in der FIFA-Weltrangliste abgerutscht. Das DFB-Team fiel durch die Niederlage im Sechzehntelfinale gegen Paraguay aus der Top Ten des Rankings und belegt nur noch Platz zwölf. Seit Juli 2018 (damals als Weltranglistenerster) stand Deutschland nicht mehr besser als Platz neun da, vor dem Turnier war die Mannschaft Zehnter.
Die Führung übernahm Weltmeister Spanien. Die Rangliste veröffentlichte die FIFA am Tag nach dem Triumph der Spanier im Endspiel gegen Titelverteidiger Argentinien (1:0 n.V.). Die Südamerikaner gaben den Spitzenplatz, den sie erst kurz vor Turnierbeginn übernommen hatten, wieder ab und stehen auf Rang zwei. Dritter ist weiterhin Frankreich, gefolgt vom WM-Dritten England.
Den größten Sprung aller Teilnehmer des Turniers legte Norwegen hin. Das Überraschungsteam um Erling Haaland rückte durch den Einzug ins Viertelfinale bei der ersten Teilnahme seit 1998 um zwölf Ränge bis auf Position 19 vor. Die Schweiz, ebenfalls unter den letzten acht des Turniers, sprang fünf Plätze vor und liegt als 14. auf Tuchfühlung zu Deutschland.
Christian Streich echauffiert sich über WM-Spektakel
Christian Streich hat die Stimmung beim WM-Finale zwischen dem neuen Fußball-Weltmeister Spanien und dem entthronten Titelverteidiger Argentinien in East Rutherford als "echt bescheiden" bezeichnet. "Da war kein Dach, da ist die Lautstärke nach außen gegangen", sagte der ehemalige Bundesliga-Trainer im "Morgenmagazin" des ZDF. Zudem sei es auch ein Mittagsspiel vor Ort gewesen.

Die ganze Halbzeitshow: So überdreht war das WM-Spektakel
Besonders echauffierte sich der Ex-Coach des SC Freiburg aber über die Showeinlagen vor dem Spiel sowie in der Pause, die dadurch statt der üblichen Viertelstunde fast 30 Minuten gedauert hatte. "Ich weiß nicht, was es vorher zu feiern gibt", betonte Streich. Und zur Halbzeiteinlage unter anderem mit Madonna und Justin Bieber sagte der 61-Jährige: "Schrecklich für mich persönlich als Fußballfan, so eine Show anzuschauen." Es gehe ums Spiel. Danach könne man von ihm aus auch eine Fünf-Stunden-Show machen.
Aber das Spiel werde so immer mehr verwässert. Die Frage, warum das so sei, stellte Streich auch und gab umgehend die Antwort: "Weil es um den Mammon geht." Spanien hatte die Partie mit 1:0 nach Verlängerung gewonnen.
Spaniens WM-Superjoker macht Trump-Tanz - vor Trump
US-Präsident Donald Trump stand bei der WM-Siegerehrung im Mittelpunkt. Zusammen mit seinem Kumpel Gianni Infantino überreichte er dem spanischen Team den WM-Pokal. Nach der Übergabe an Kapitän Rodri gab es viele interessierte Blicke Richtung Trump, der nicht direkt beiseite gehen wollte. Mikel Merino, Joker-Torschütze in zwei K.o.-Spielen, packte sogar kurz den Trump-Tanz in Richtung des US-Präsidenten aus, ehe dieser aus dem Bild trat. Die Bewegung mit beiden Händen zur Faust geballt ist ein Markenzeichen Trumps.
Die belgische Nationalelf hatte im Spiel gegen die USA einen Treffer in ähnlicher Weise gefeiert. Zuvor hatte es viele Diskussionen um den Anruf von Trump bei Infantino wegen der Rotsperre von US-Stürmer Folarin Balogun gegeben.
FC Bayern stellt "ikonisches" Trikot vor
Retro in die Zukunft: Der FC Bayern geht mit einem neuen Auswärtstrikot in die kommende Saison. "Das Design spiegelt den Look der legendären 90er und frühen 2000er wider – und lädt ihn mit modernen Details neu auf", wie die Münchner bei der Vorstellung der neuen Trikots mitteilten. Das "ikonische" Dress des Rekordmeisters im Retro-Look setzt auf ein schlichtes Weiß mit Polo-Kragen und rot-marineblauen Details. Auf der Brust soll das historische Logo des FC Bayern e.V. den traditionsreichen Charakter unterstreichen.
Erstmals läuft der Doublesieger am 25. Juli im Vorbereitungsspiel beim SV Wehen Wiesbaden im neuen Jersey auf. Bei den Bayern-Frauen feiert das neue Away-Trikot im Test am 1. August gegen den 1. FC Nürnberg Premiere.
Wie viel WM schwappt in die Bundesliga? "Hoffe, wenig"
Nach dem XXL-Turnier im amerikanischen Stil, zieht "11 Freunde"-Chefredakteur Philipp Köster die WM-Bilanz. "Ein gemischtes Fazit" bleibt - und eine Hoffnung, "dass möglichst wenig aus dieser Fifa-WM rüberkommt in die Bundesliga".

Wie viel WM schwappt in die Bundesliga? "Hoffe, wenig"
Robbie Williams redet sich wegen Tuchel-Attacken in Rage
Weltstar Robbie Williams crasht die Expertenrunde von MagentaTV zum WM-Finale. Dort liefert der Sänger eine fundierte Analyse des Endspiels. Zudem hat er eine klare Meinung zur Mentalität in seinem Heimatland England und übt scharfe Kritik an der heimischen Presse.

Robbie Williams redet sich wegen Attacken auf Tuchel in Rage
Cucurella will bizarres WM-Versprechen schnell einlösen
Ein Mann, ein Wort: Der spanische Fußball-Weltmeister Marc Cucurella will sein Versprechen nach dem WM-Triumph gegen Argentinien (1:0 n.V.) einlösen und sich das Gesicht seines Trainers Luis de la Fuente tätowieren lassen. "Ist hier irgendwo ein Tätowierer?", schrieb der Profi von Real Madrid in seiner Instagram-Story zu zwei Sternen für die jetzt zwei spanischen WM-Titel.
In spanischen Medien wurde Cucurella nach dem Endspiel von East Rutherford überdies so zitiert: "Ich muss jetzt herausfinden, wo ich mir das Tattoo stechen lassen kann. Ich werde es mir an einer gut sichtbaren Stelle machen lassen. Auf dem Rückflug überlege ich mir, wo genau."
Sein Coach reagierte mit Humor auf die ungewöhnliche Ankündigung. "Versprechen muss man halten", sagte de la Fuente, "und so hässlich bin ich ja nun auch wieder nicht." Cucurella hatte die Tattoo-Idee im Rahmen der WM-Vorbereitung geäußert. Sein erstes Tattoo wäre es nicht. Auf seinem linken Oberarm prangt bereits ein stolzer Löwe. Schon auf den Gewinn der EM 2024 in Deutschland hatte Cucurella mit einer Typ-Veränderung reagiert: Nach dem 2:1-Finalsieg über England ließ er sich seine vormals braune Lockenpracht rot färben.
Spanier holen neben Titel noch Weltrekord
Die unglaubliche Serie der spanischen Nationalmannschaft geht weiter. Weil die Furia Roja auch das Finale gegen Argentinien (1:0) gewonnen hat, schnappt sich das Team von Trainer Luis de la Fuente auch den Weltrekord an ungeschlagenen Spielen in Serie. 38 Partien in Folge hat Spanien nicht verloren. Die Niederlage im Elfmeterschießen gegen Portugal (Nations-League-Finale 2025) wird statistisch als Unentschieden gewertet.
Die italienische Nationalmannschaft war zwischen 2018 und 2021 ebenfalls 37 Spiele am Stück ungeschlagen geblieben. Die letzte Niederlage der roten Furie stammt vom Frühjahr 2024 gegen Kolumbien (0:1). In Pflichtspielen hat das Team den Rekord schon länger geknackt, steht nun bei 39 Partien in Folge ohne Pleite.
"Da hat Gianni Infantino recht behalten"
Sportreporter Felix Görner begleitete für RTL und ntv die Fußball-WM in den USA und fällt nun sein finales Urteil über das Gastgeberland und die Teilnehmer-Expansion von Gianni Infantino. Bei aller Kritik: Infantinos Rechnung geht zumindest für den FIFA-Boss auf.

Görner: "Da hat Infantino recht behalten"
Vingegaard meldet sich nach schmerzhaftem Tour-Aus
Der zweimalige Tour-de-France-Sieger Jonas Vingegaard hat gefasst auf sein plötzliches Aus bei der Frankreich-Rundfahrt reagiert. "Mir geht es überraschend gut", sagte Vingegaard nach seinem folgenschweren Sturz auf der 15. Etappe im dänischen Sender TV 2 Sport. "Natürlich ist es sehr enttäuschend für uns, auf diese Weise auszuscheiden und dass die Tour so endet. Aber so ist der Radsport. Zum Glück ist es nur ein Schlüsselbeinbruch", ergänzte er.
Auf die Frage, wie es zu seinem Unfall habe kommen können, entgegnete Vingegaard: "Wir wollten den Etappensieg holen und sind vielleicht etwas zu schnell in diesen Kreisverkehr gefahren. Dann ist mir einfach das Vorderrad weggerutscht. Es blieb keine Zeit zu reagieren - so läuft es im Radsport manchmal. Ehrlich gesagt ist es einfach wahnsinnig schade für uns." Der 29-Jährige lag nach 14 Etappen auf Rang zwei hinter dem viermaligen Sieger Tadej Pogacar. Das die Rennfahrer begleitende Motorrad "mag einen Fehler machen", ergänzte Vingegaard zum Unfallhergang, "aber wir können uns nicht auf die Motorräder verlassen. Wir müssen unser eigenes Urteilsvermögen nutzen. Menschen machen Fehler, das können wir jetzt nicht mehr ändern."
Nach krachender WM-Watschn: Argentinien legt das Land still
Argentinien darf seine entthronten Weltmeister um Superstar Lionel Messi im Rahmen eines nationalen Feiertages ehren. Die Regierung des Landes hat nach der Finalniederlage gegen Spanien (0:1 n.V.) bestätigt, dass am Tag der Feierlichkeiten nach der Rückkehr der Nationalmannschaft in ihre Heimat die Arbeit ruhen werde. Das wird voraussichtlich am Dienstag der Fall sein. Messi und Co. sollen in der Casa Rosada empfangen werden, dem Amtssitz von Staatspräsident Javier Milei. Der Rechtspopulist bedankte sich nach der Niederlage im Endspiel bei den Spielern. "Ihr habt bis zum Schluss gekämpft", schrieb er bei X, Argentinien werde "für immer" an der Spitze thronen. In einem weiteren Beitrag kündigte er den Feiertag an.
Die Albiceleste wird am Montagabend nach einem elfstündigen Flug um 18 Uhr Ortszeit (23 Uhr MESZ) in Buenos Aires erwartet. Mit seiner Feiertags-Ankündigung kommt Milei einer Aufforderung der Gewerkschaft der Staatsangestellten ATE nach, einer der größten und einflussreichsten des Landes. "Herr Präsident, diese Nationalmannschaft ist eine Quelle enormen Stolzes für das argentinische Volk. Wir müssen sicherstellen, dass sie bei ihrer Heimkehr die Anerkennung erfährt, die sie verdient. Es ist Ihre Pflicht, einen landesweiten Feiertag auszurufen. Zögern Sie nicht länger!", erklärte Rodolfo Aguiar, der Vorsitzende der Gewerkschaft, bei X.
Gegen Papa im Elfmeterschießen: Herzige Tradition eines Weltmeisters
Das Stadion von New Jersey war schon ziemlich leer, der Pokal längst vergeben, aber die Spanier und ihre Liebsten wollten den Rasen noch nicht verlassen. Da war Zeit für eine schöne Tradition des frischgebackenen Weltmeisters Pedri: ein Elfmeterschießen gegen seinen Vater Fernando.
Berichten zufolge war Pedris Vater einst Torhüter bei einem lokalen Klub, gab den Fußball aber auf, als sein Vater starb. Ihm zu Ehren schießt Pedri nun immer einen Elfmeter gegen seinen Vater, wenn er einen Titel gewinnt. Ist ja klar, dass das auch passiert, wenn er Weltmeister wird.
Fußballgott hat ein Einsehen: Die richtige Mannschaft wird Weltmeister
Spanien ist nach einem 1:0 gegen Argentinien Fußball-Weltmeister 2026. In einem einseitigen Finale rettet sich der da noch amtierende Titelträger Argentinien ohne Torschuss in die Verlängerung, aber nicht mit elf Spielern. Sie spielen zu brutal. Ferran Torres erzielt das entscheidende Tor, kurz ist da noch Angst, dann nur Jubel. Den können am Ende der XXL-WM nicht einmal Argentinien-Rüpel Leandro Paredes und US-Präsident Donald Trump stören. Wir schauen auf das Finale und die Halbzeit-Show.
Darum geht's in der neuen Folge unseres WM-Podcasts "ntv Sport".
Außerdem in dieser Folge: Arie van Lent hat eine dringende Bitte an FIFA-Präsident Gianni Infantino. Tobias Nordmann und Stephan Uersfeld fragen sich, was nach 104 Spielen in 39 Tagen bleibt und was der dritte Platz für England-Trainer Thomas Tuchel bedeutet.
ntv Sport - der WM-Podcast
"ntv Sport - der WM-Podcast" ist das tägliche Audio-Briefing zur Fußball-WM. Das Format bringt die wichtigsten Entwicklungen der WM-Nacht, alle Ergebnisse, zentrale Stimmen und aktuelle Reporter-Informationen jeden Morgen schnell, klar und relevant auf den Punkt.
Alle Folgen finden Sie in der ntv-App, RTL+, Apple Podcasts und Spotify. Für alle anderen Podcast-Apps können Sie den RSS-Feed verwenden.
Ist "Schande" der Dopingkontrolle schuld an Vingegaards Tour-Aus?
"Unmenschlich", "Schande", "Respektlos!" Nach dem Sturz-Aus von Mitfavorit Jonas Vingegaard auf einer der schwersten Bergetappen der Tour de France war der Aufschrei wegen der nächtlichen Dopingkontrollen bei den Stars der Branche groß. Fehlte dem zweimaligen Tour-Champion aus Dänemark beim Malheur im Kreisverkehr womöglich die Konzentration, nachdem er um 2 Uhr in der Nacht von den Kontrollen aus dem Bett geholt wurde? Doppel-Olympiasieger Remco Evenepoel fand nach seinem Etappensieg klare Worte. "Ich kann nur sagen, dass es ziemlich respektlos ist, die Fahrer mitten in der Nacht zu wecken. Kontrollen um 2 und 5 Uhr morgens sind etwas, das wir als Fahrer eigentlich nicht hinnehmen können. Es ist schlicht unmenschlich, uns mitten in der Nacht aus dem Schlaf zu reißen", sagte der Belgier und bezeichnete die Vorgänge als "Schande".
Evenepoel konnte in der Nacht zu Sonntag gut schlafen. Bei Vingegaard klopfte es indes um 2 Uhr an der Tür, Tadej Pogacar war um 5 Uhr dran. Vingegaard stürzte schließlich während der Etappe und musste mit einem Schlüsselbeinbruch aufgeben. "Nach einer Nacht, bei der der Schlaf ruiniert wird, liegt es vielleicht daran. Seine Tour ist ruiniert. Es ist wirklich traurig", sagte Pogacar, der Mann im Gelben Trikot, und fügte hinzu: "Schlaf ist wichtig. Die Erholung des Körpers ist entscheidend. Wenn man auch nur ein bisschen die Konzentration verliert... Und die Strecke dort in der Ortschaft war wirklich gefährlich."
Warum auch Real Madrid ein WM-Dominator ist
Spanien ist der verdiente neue Weltmeister dank des 1:0-Sieges nach Verlängerung gegen Argentinien. Eben jenes Spanien, bei dem Trainer Luis de la Fuente für Aufregung bei der Nominierung seines Teams gesorgt hatte. Erstmals in der Geschichte stand kein Spieler von Real Madrid im spanischen Kader. Das änderte sich erst, als während des Turniers der Transfer von Marc Cucurella vom FC Chelsea zu den Königlichen vollzogen wurde. Und doch kann sich auch der Klub ein wenig als WM-Dominator fühlen. Denn Spieler von Real haben die meisten Tore im Turnier geschossen.
Auf 22 Tore kommen Kylian Mbappé, er allein traf zehnmal, Jude Bellingham (7), Vinicius Junior (4) und Arda Güler (1) insgsamt. Zweiterfolgreichster Klub ist in dieser Statistik Champions-League-Sieger Paris St. Germain mit 15 Toren von Ousmane Dembélé (6), Bradley Barcola (3), Ibrahim Mbaye (2), Joao Neves (1), Nuno Mendes (1), Achraf Hakimi (1) und Fabian Ruiz (1). Der FC Bayern ist das beste deutsche Team nach WM-Toren: Harry Kane traf sechsmal, Neuzugang Ismael Saibari trug bereits drei Treffer für die Münchner bei, Luis Diaz, Nathaniel Brown, und Jamal Musiala trafen je einmal - macht in Summe zwölf Tore und Platz vier.
Wütender Argentinier stellt Rodri zur Rede
Nicht nur Leandro Paredes sind nach Abpfiff des WM-Finales noch die Sicherungen durchgebrannt, als er Spaniens Gavi nach der Finalpleite umrammte. Aber auch sein argentinischer Teamkollege Nicolas Otamendi war wütend. Er stellte Spaniens Rodri zur Rede, die beiden diskutierten sichtlich angespannt in einer Kleingruppe - Rodri wurde dabei von Borja Iglesias zurückgehalten. Dabei ging es um "olle Kamellen": Aymeric Laporte hatte sich vor dem Endspiel über die teils versteckte, teils offensichtliche Aggressivität der Argentinier geäußert. Dass die Schiedsrichter im Laufe der WM einige Provokationen hätten durchgehen lassen, hatte er der "Marca" gesagt. "Das sollte im Fußball nicht erlaubt sein, besonders nicht bei so großen Turnieren, denn es kann einen verunsichern und wütend machen."
Otamendi, der mit Rodri gemeinsam bei Manchester City gespielt hatte, warf diesem nun vor, Spanien habe "die ganze Woche lang geheult". Er warf ihm vor, damit auch die Schiedsrichter beeinflusst zu haben. Finalschiedsrichter Slavko Vincic ließ während der Partie nicht erkennen, dass er die Spanier besonders in Schutz nahm. So manche "fiese" Aktion der Argentinier ging durch.
Lamine Yamal feiert absurden Rekord
Für Jungstar Lamine Yamal ist der WM-Triumph mit Spanien in mehrfacher Hinsicht eine historische Leistung. Der Offensivstar vom FC Barcelona ist der erste Fußballer, der im Alter von 19 Jahren bereits die Titel bei Europameisterschaft und Weltmeisterschaft gewann. 2024 in Deutschland wurde er erst während der EM 17 Jahre alt, die WM in Nordamerika begann er nun noch als 18-Jähriger - und gewann am Sonntag mit 19 Jahren und sechs Tagen den Titel gegen Argentinien (1:0 n.V.)
Yamal ist damit der jüngste spanische Weltmeister der Geschichte und zudem der viertjüngste überhaupt. Nur die Brasilianer Pelé (1958/17 Jahre und 249 Tage) und Ronaldo (1994/17 Jahre und 298 Tage) sowie der Italiener Giuseppe Bergomi (1982/18 Jahre und 174 Tage) waren noch jünger.
Spanien erwartet gigantische WM-Party
Riesiger Bahnhof für den neuen Weltmeister: Zum Empfang der spanischen Fußball-Nationalmannschaft werden am Montagnachmittag im Zentrum von Madrid nach Behördenangaben bis zu einer Million Menschen erwartet.
Die Mannschaft soll um 12.50 Uhr Ortszeit am Flughafen von Madrid landen. Anschließend werden die Spieler vom Moncloa-Palast, dem Amtssitz von Ministerpräsident Pedro Sánchez, zum Cibeles-Platz fahren. Das teilte Francisco Martín, der Vertreter der Zentralregierung in Madrid, dem öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Spanien mit.
Auf dem Platz, dem traditionellen Treffpunkt für Feierlichkeiten der spanischen Nationalmannschaft und ihrer Fans, findet anschließend eine Zeremonie mit den Spielern statt. Zur Bewältigung des Andrangs sind zusätzliche Sicherheits- und Verkehrsmaßnahmen geplant, so Martín. Insgesamt werden 2050 Polizeibeamte und 400 Einsatzkräfte der Guardia Civil im Einsatz sein.
Rodri zum besten Spieler der WM gekürt
Der Spanier Rodri ist nach dem WM-Finale als Spieler des Turniers ausgezeichnet worden. Nach dem 1:0 des Fußball-Europameisters gegen Titelverteidiger Argentinien bekam der 30-Jährige von Manchester City einen goldenen Ball als Trophäe überreicht. Zum besten Torhüter der XXL-WM in den USA, Kanada und Mexiko kürte der Weltverband FIFA den Spanier Unai Simón. Die Auszeichnung als bester junger Spieler ging an seinen 19 Jahre alten Teamkollegen Pau Cubarsi vom FC Barcelona.
Der Goldene Schuh für den besten Torschützen des Turniers ging an den Franzosen Kylian Mbappé. Der Stürmerstar hatte sich mit seinen beiden Treffern im Spiel um Platz drei gegen England (4:6) noch an Lionel Messi vorbeigeschoben und traf insgesamt zehn Mal. Der Argentinier kam mit acht Toren auf den zweiten Platz. Auch in der ewigen WM-Torjägerliste liegt Mbappé mit 22 Treffern nun vor Messi (21).
Messi sichert sich nächste WM-Rekorde
Lionel Messi ist der zweite Spieler in der Fußball-Geschichte, der in drei WM-Finals zum Einsatz gekommen ist. Nach 2014 (0:1 n.V. gegen Deutschland) und 2022 (4:2 i.E. gegen Frankreich) stand er auch beim Anpfiff des Spiels zwischen Argentinien und Spanien am Abend in den USA auf dem Platz. Als einziger Spieler zuvor hatte dies der Brasilianer Cafú geschafft, der 1994, 1998 und 2002 um den WM-Titel spielte.
Messi hält zudem die Rekorde für die meisten Teilnahmen an WM-Endrunden (6, geteilt mit Cristiano Ronaldo und Guillermo Ochoa), die meisten Spiele (34) und die meisten Siege (23 bis zum Finale). Zudem ist der 39-Jährige seit Sonntag der älteste Feldspieler in einem WM-Finale. In der "ewigen" Torjägerliste liegt er auf Platz zwei (21 Tore bis zum Finale) hinter dem Franzosen Kylian Mbappé (22).
DFB treibt nächste Schlüsselpersonalie voran
Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) entwirft bereits das Team hinter dem künftigen Bundestrainer Jürgen Klopp - und hat in diesem Zuge auch mit Per Mertesacker gesprochen. Das bestätigte der Weltmeister von 2014 am Sonntagabend im ZDF. "Man muss dem DFB eins lassen. Der Kontakt zu mir ist nie abgerissen", sagte Mertesacker vor dem WM-Finale zwischen Argentinien und Spanien: "In der letzten Woche ist nochmal ein bisschen Dynamik reingekommen. Wir unterhalten uns sozusagen."
Es gebe allerdings "noch nichts zu verkünden. Natürlich ist die Priorität erstmal bei Jürgen Klopp, und dann schauen wir, was mit meiner Person passiert", sagte der 41-Jährige. Mertesacker galt zuletzt bereits als erster Kandidat für die Nachfolge des zum Jahresende ausscheidenden DFB-Geschäftsführers Andreas Rettig. Der frühere Innenverteidiger bekundete auch öffentlich schon sein Interesse an einer Position beim Verband. Die Rede war dabei auch von einer Auszeit, bei einem Einstieg Anfang 2027 wäre diese möglich.
Für Mertesacker hatten sich schon Rekordnationalspieler Lothar Matthäus und Bayern-Patron Uli Hoeneß ausgesprochen. Der langjährige Profi des FC Arsenal hatte nach Abschluss seiner aktiven Karriere acht Jahre lang die Akademie des Londoner Topklubs geleitet.
Christoph Kramer lästert über den seltsamen Final-Rasen bei WM
Für Ex-Weltmeister Christoph Kramer hat der Rasen beim WM-Finale zwischen Spanien und Argentinien eher den Charme eines wenig hochklassigen All-Inclusive-Urlaubs. "Das habe ich nicht kommen sehen. Auf so etwas habe ich noch gar nicht gespielt. Es ist wie eine Kegelbahn, wo du einen Teppich drauflegst. Vor allem für Spanien ist das ein anderes Fußballspiel", sagte Kramer im ZDF.
Sowohl für die Spanier als auch für die Argentinier ist das Finalduell das erste Turnierspiel in East Rutherford nahe New York. "Das ist wie in einem Zwei-Sterne-Superior-Hotel irgendwo in Spanien ein Kunstrasen. Der Kunstrasen, auf dem wir neben dem Platz stehen, ist besser als der, auf dem gespielt wird", kritisierte Kramer. Er sehe "einen krassen Unterschied" zu anderen Plätzen.
Spanien geht als leichter Favorit in die Partie gegen den Titelverteidiger mit Superstar Lionel Messi. Kramer sieht den ungewöhnlichen Rasen als größeres Problem für den Europameister. "Der Ball hoppelt", stellte Kramer fest. "Beide haben die gleichen Bedingungen", sagte sein Kollege Per Mertesacker. Es gehe um die Frage, wer sich schneller an den Rasen gewöhne.
Fans planen große Final-Aktion gegen Trump und Infantino
Fußballfans haben vor dem WM-Finale in East Rutherford nahe New York eine Aktion vorbereitet, um US-Präsident Donald Trump und FIFA-Präsident Gianni Infantino bildstark einen Denkzettel zu verpassen. In New York wurden auf dem Weg Richtung Metlife-Stadium Rote Karten verteilt, die Fans (21 Uhr/MagentaTV und ZDF und im Liveticker bei ntv.de) beim Endspiel zwischen Spanien und Argentinien zeigen können.
Auf den Roten Karten war ein QR-Code zu sehen, der auf die Plattform finalredcard.com verlinkt. "Wenn Trump und Infantino am 19. Juli die Trophäe überreichen, halten Sie diese Rote Karte in Richtung Spielfeld", heißt es auf der Plattform. Dazu ist in Anlehnung an den Videobeweis bei der WM zu lesen: "Nach der Prüfung hinsichtlich politischer Korruption und Amtsmissbrauchs lautet die Entscheidung: Rote Karte"
FIFA-Boss Infantino und US-Präsident Trump stehen seit zwei Wochen massiv in der Kritik, nachdem US-Stürmer Folarin Balogun seine Sperre trotz Roter Karte für das Achtelfinale gegen Belgien erlassen bekommen hatte. Die in der jüngeren WM-Geschichte beispiellose Aufhebung der Sperre folgte auf einen Anruf Trumps bei Infantino. Balogun spielte in Seattle, konnte das 1:4 gegen Belgien aber nicht verhindern.







