Formel1

Änderung nach 25 Jahren Formel 1 gönnt sich eine kleine Revolution

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Die Safety-Car-Phasen während der Formel-1-Rennen werden künftig für ungewohnte Bilder sorgen.

(Foto: picture alliance/dpa/Aston Martin)

25 Jahre lang stellt Mercedes exklusiv zwei ganz wichtige Autos im Formel-1-Betrieb: Medical Car und Safety Car sollen Sicherheit und Ordnung garantieren. Künftig aber wird die Flotte gemischt bestückt. Und auch die Mercedes selbst werden für ungewohnte Bilder sorgen.

Aston Martin kehrt nach über 60 Jahren in die Formel 1 zurück - und sorgt auch gleich für eine kleine Formel-1-Revolution. Das britische Team fährt 2021 nicht nur mit Sebastian Vettel um Punkte in der Königsklasse, sondern stellt ab dieser Saison auch abwechselnd mit Mercedes das Safety Car. Damit gibt es erstmals seit 25 Jahren zwei Hersteller des Safety Cars. Die beiden Autobauer stellen auch das Medical Car. Der neue Vertrag läuft über mehrere Jahre.

Als Safety Car kommt der Aston Martin Vantage mit 500 PS und einer speziellen Ausstattung zum Einsatz. Safety-Car-Pilot bleibt weiter der Deutsche Bernd Mayländer. "Formel-1-Fans auf der ganzen Welt freuen sich auf die Rückkehr von Aston Martin auf die Rennstrecke - und ich auch", verriet Mayländer, der von einem "wunderschönen" und "leistungsfähigen" Safety-Car der Briten spricht. Das Medical Car ist ein Aston Martin DBX - ebenfalls im klassischen Grün lackiert. Auch hier ist Alan van der Merwe weiter der Stammpilot.

Mercedes fährt künftig in Rot

Während das Safety Car beinahe in jedem Grand Prix zum Einsatz kommt, sind das Medical Car und sein Fahrer inzwischen zum Glück nur selten an einem Rennwochenende zu sehen. Im vergangenen Jahr war van der Merwe einer der ersten Helfer bei einem der dramatischsten Unfälle der letzten Jahre: In Bahrain musste der Südafrikaner mithelfen, den Haas-Piloten Romain Grosjean nach dessen verheerendem Hochgeschwindigkeits-Einschlag in die Leitplanke des Kurses in Bahrain vor einem Feuerball in Sicherheit zu bringen.

Im neuen Look präsentieren sich das Safety und Medical Car von Mercedes. Statt in Silber fahren die Wagen nun im knalligen Rot. Der deutsche Autobauer stellt bereits seit 1996 Safety und Medical Car. Die Formel1-Offiziellen freuen sich über die neue gemischte Flotte: "Die Safety- und Medical-Cars sind ein extrem wichtiger Bestandteil der Formel 1", sagte der neue Formel-1-Boss Stefano Domenicali. Und Rennleiter Michael Masi sekundierte: "Für mich als Rennleiter und mein Team sind es unverzichtbare Werkzeuge, um die Sicherheit für alle zu garantieren und das Racing nach einem Unfall so effektiv es geht wieder freizugeben. Diese Autos müssen bei allen Bedingungen schnell sein und verfügen über eine Menge topaktueller Technologie."

Das neue Safety-Car von Aston Martin ist unter anderem mit zwei Bildschirmen ausgestattet, auf denen Fahrer und Co-Pilot das Live-TV-Bild verfolgen, berichtet formel1.de. Das Medical-Car verfügt unter anderem über einen Defibrillator, zwei Feuerlöscher und einen Verbrennungskoffer. Beim Auftakt am 28. März in Bahrain darf Aston Martin als Erstes ran. Beim zweiten Rennen folgt dann Mercedes.

Quelle: ntv.de, ter

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