Fußball

Nächster harter Karriere-Hammer Der ungebremste Absturz von Max Meyer

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Ohne Zukunft bei Fenerbahce: Max Meyer.

(Foto: imago images/HJS)

Die nächste bittere Nachricht für Max Meyer: Bei Fenerbahce Istanbul steht der ehemalige Fußballer des FC Schalke 04 vor dem Aus. Der türkische Großklub nimmt den deutschen Spielmacher nicht mal mehr mit ins Trainingslager ins österreichische Graz. Das gilt auch für Mesut Özil.

Max Meyer hat mal wieder ein Problem. Der Fußballer aus Oberhausen, der noch immer unter der drückenden Last des "Weltklasse"-Labels leidet, wird bei seinem Arbeitgeber nicht mehr gebraucht. Der türkische Großverein Fenerbahce Istanbul verzichtet auf die Dienste des 26-Jährigen. Nachdem Coach Jorge Jesus zuletzt erklärt hatte, nicht mehr mit dem zentralen Mittelfeldspieler zu planen, manifestierte er seine Ansage nun und verzichtet im Trainingslager im österreichischen Graz auf Meyer.

Dem ehemaligen Schalker droht die nächste lange und krachende Frust-Saison. Ein Jahr ist er noch an "Fener" gebunden. Sein Vertrag läuft im Sommer 2023 aus. Dass er für den Klub nochmal aufläuft, das scheint ziemlich unwahrscheinlich. Für seine Position wurde gerade erst Emre Mor verpflichtet. Das einstige Top-Talent kennt man noch aus seiner Zeit bei Borussia Dortmund, die indes nicht sonderlich erfolgreich war. Das Schicksal des Aussortierten in Istanbul teilt Meyer übrigens mit einem Ex-Weltmeister, auch Mesut Özil steht vor dem Aus.

Für den viermaligen deutschen Nationalspieler ist es die nächste bittere Etappe einer Karriere, die ihn ganz nach oben führen sollte und in einem krachenden Absturz endete. Sein Marktwert liegt "nur" noch bei 500.000 Euro, einst, im April 2018, wurde er auf 20 Millionen Euro taxiert. Er war damals in der besten Form seiner Karriere, verzockte sich dann aber böse. Das "Weltklasse"-Label wurde ihm zum sportlichen Verhängnis.

Erhoffter Mega-Vertrag als bittere Wende

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Das Label war Meyer von seinem Berater angehängt worden, als er im Winter 2018 mit dem FC Schalke 04 über einen neuen Vertrag verhandelte. Roger Wittmann argumentierte, Meyer sei einer, der bei jedem Topklub Europas Stammspieler sein könnte. Der erhoffte Mega-Vertrag (5,5 Millionen jährlich sollten es werden) wurde nie unterzeichnet. Danach begannen die bitteren Wanderjahre des Mittelfeldspielers, die mit bösem Spott begleitet worden waren. Meyer galt einst als großes Talent beim FC Schalke 04, nach seinem Wechsel zu Crystal Palace im Sommer 2018 schaffte er in England aber nicht den Durchbruch. Über die Stationen Köln und Istanbul kam er in der Rückrunde der vergangenen Saison nach Dänemark. Und nun zurück in die Türkei.

Er war im ersten Halbjahr 2022 an den FC Midtjylland ausgeliehen und gewann mit dem dänischen Erstligisten den Ligapokal, den Triumph in der Meisterschaft verpasste er knapp. Meyer kam zwar regelmäßig zum Einsatz, eine prägende Rolle konnte er aber nicht einnehmen. Und als bitterste Ironie seines Schicksals verschoss er in der Conference League auch noch einen Elfmeter gegen Paok Saloniki. Als erster stand er am Punkt und scheiterte an Alexandros Paschalakis. Meyer war der Einzige, der vergab - Midtjylland war raus. Dass er seinen Verein überhaupt erst mit seiner guten Flanke in das Elfmeterschießen gebracht hatte, egal. Tragisch. Wie seine Karriere. Ein neuer Arbeitgeber? Bislang nicht in Sicht.

Quelle: ntv.de, tno

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