Fußball

"Strafverfahren eingeleitet" Fan-Choreo bringt Schalke viel Ärger mit Polizei

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Ein Hingucker, der für Ärger sorgt.

(Foto: IMAGO/Kolvenbach)

Die Niederlage in der Fußball-Bundesliga gegen den SC Freiburg schmerzt den FC Schalke 04 sportlich. Zum Festhängen im Tabellenkeller kommt nun weiterer Ärger: Weil die organisierten Fans bei einer Choreografie Rauchtöpfe zünden, muss das Spiel unterbrochen werden. Die Polizei leitet Strafverfahren ein.

Imposant war sie ja schon, die Choreografie der Schalke-Fans beim Heimspiel gegen den SC Freiburg (0:2). Der gesamte Block hielt längliche Ballons in Blau und Weiß hoch, "Für Schalke alles geben" stand auf einem Banner, ein weiteres riesiges Banner mit einem gemalten Oberkörper mit weißem Schalke-Trikot wurde vor der Tribüne hochgezogen. So weit, so gut. Doch dann passierte das, was nun die Polizei Gelsenkirchen beschäftigt: das Abbrennen von Rauchtöpfen.

Denn das sei "entgegen der Absprachen" gewesen, beklagt die Polizei in einer Mitteilung. Der Verein hatte die Durchführung einer Choreografie durch die Ultras zuvor bei Polizei und Feuerwehr angemeldet. Jedoch nicht inklusive der Rauchtöpfe. Das ziehe einen Vertrauensverlust und Konsequenzen nach sich. "Es werden entsprechende Strafverfahren eingeleitet", hieß es.

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Der Rauch färbte das weiße Trikot um zum blauen Trikot - soweit die Absicht. Doch mit dem Herunterlassen des Banners verteilte sich der Rauch auf dem Spielfeld. Schiedsrichter Christian Dingert musste das Bundesliga-Spiel nach vier Minuten für insgesamt 71 Sekunden unterbrechen, weil der Rauch die Sicht nahm. Schalkes Torhüter Alexander Schwolow war vom Rauch umgeben, hielt sich sein Trikot und seine Hand schützend vor Nase und Mund. "Die Polizei weist darauf hin, dass das Abbrennen von Pyrotechnik aller Art in Fußballstadien verboten ist, weil es gesundheitsgefährdend ist", hieß es in der Mitteilung.

"Da Polizei und Feuerwehr in dieser Handlung einen Vertrauensverlust sehen, haben sie sich noch während des Spiels darauf verständigt, bis auf Weiteres dem Sicherheitskonzept des Vereins nicht mehr zuzustimmen, sobald Choreografien angemeldet werden", hieß es weiter. "Die Spiele müssten in einem solchen Fall ohne gültiges Sicherheitskonzept durchgeführt werden", so Peter Both, Leitender Polizeidirektor der Polizei Gelsenkirchen.

Quelle: ntv.de, ara/dpa

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