Fußball

"Nicht bei uns" Gladbach schreibt Kruse ab

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Norddeutsche Zärtlichkeiten: Gebre Selassie (r.) macht gegen Freiburg das 2:0, hält Werder auf Europapokal-Kurs und Kruse damit vielleicht an der Weser.

(Foto: imago images / Nordphoto)

Was macht Max Kruse? Der Bremer Kapitän will unbedingt noch einmal international spielen. Das ist mit Bremen nicht unmöglich, aber auch nicht sicher. Entsprechend zögert der 31-Jährige mit einem Bekenntnis. An der Weser sind sie weiter zuversichtlich. Zumal ein Konkurrent nun abwinkt.

Noch lässt Bremens Kapitän Max Kruse offen, für welchen Verein er in der kommenden Saison auflaufen wird. Zuletzt hatte der Manager der Norddeutschen, Frank Baumann, dem Topscorer des Fußball-Bundesligisten aber vorsichtig eine Frist bis Ende Mai gesetzt. Aus dem Rennen nimmt sich derweil Konkurrent Borussia Mönchengladbach.

"Max ist ein fantastischer Fußballer. Wir haben ihn hier zwei Jahre erlebt", sagte nun Gladbachs Sportdirektor Max Eberls im ZDF-"Sportstudio". Er wisse, Kruse werde "seinen Weg weitermachen. Er wird noch einen großen Vertrag unterschreiben, aber nicht in Gladbach."

Kruses aktuelles Arbeitspapier bei Werder Bremen gilt noch bis Sommer. Für den 31-jährigen Kruse geht es nun mit aller Wahrscheinlichkeit um den letzten großen Vertrag seiner Karriere. Der Stürmer hatte dabei jüngst immer betont, nochmals international spielen zu wollen. Zwar haben die Bremer dafür noch alle Chancen. Allerdings hat es das Schlussprogramm in sich. So warten im Halbfinale des DFB-Pokals Branchenprimus Bayern München und in den noch ausstehenden Bundesliga-Partien die derzeitigen Top drei der Liga sowie Hoffenheim und Düsseldorf.

Zuversicht, dass Kruse den Bremern erhalten bleibt, verbreitet derweil Bremens Trainer Florian Kohfeldt - und gibt sich zugleich betont gelassen. "Ich bin da ziemlich entspannt. Wenn Max mir irgendwann in den nächsten Wochen sagt, er wolle zu einem absoluten Topklub, dann muss ich auch sagen: 'Max, das waren überragende Jahre, viel Erfolg!' Aber daran glaube ich nicht. Ich glaube, dass er in den nächsten Wochen irgendwann zu mir kommt und sagt: 'Trainer, wir machen weiter!'" Zudem sagte er: "Wir haben einen klaren Zeitplan für uns beide und wissen, wann wir was voneinander erwarten. Er weiß, was er hier an uns hat, und welchen Status er für uns hat."

Zuvor hatte Sportchef Baumann erklärt, Kruse warte aktuell ab, "ob noch einmal ein absoluter Topklub aus einer Topliga kommt". Die Bremer Hoffnung speist sich auch aus der jüngsten Vertragsverlängerung der Eggestein-Brüder. Der Maximilian und Johannes hatte sich erst vor wenigen Tagen für die kommenden Jahre an den Verein gebunden.

Quelle: ntv.de, jwu/dpa/sid