Fußball

Widerspruch zu Geschäftsführer Investor lässt Türkgücü doch nicht im Stich

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Gute Nachrichten.

(Foto: imago images/Werner Scholz)

Dreimal in Folge steigt Türkgücu München auf, doch mit dem Rückzug von Hasan Kivran droht dem Drittliga-Neuling die Insolvenz. Nun entscheidet sich der Unternehmer um, gibt große Ziele aus und widerspricht überraschenderweise auch noch seinem Geschäftsführer.

Der Unternehmer Hasan Kivran bleibt dem Fußball-Drittligisten Türkgücü München nun doch als Investor erhalten. Nachdem er bereits seinen Rückzug als Hauptgesellschafter bekannt gegeben hatte, führte die Perspektive, ein Nachwuchsleistungszentrum für den Verein zu bauen, - "Ohne NLZ kommst du nicht hoch, und wir wollen aufsteigen" - offenbar zum Umdenken.

"Die wichtigsten Gründe dafür, dass ich mich umentschieden habe, waren meine Verantwortlichen in der GmbH, hohe Fan-Unterstützung in den zurückliegenden zwei Wochen und die Aussicht auf ein Nachwuchsleistungszentrum im Südosten von München", sagte Kivran bei Sport1: "Ich habe immer gesagt, dass ich nicht der Verwalter, sondern der Entwickler dieses Vereins bin. Doch jetzt scheint es eine ernstzunehmende Bereitschaft der Stadt zu geben, dass wir endlich ein Gelände bekommen."

Zudem konterte Kivran Aussagen von Geschäftsführer Max Kothny, dass der Verein verschuldet sei. "Das stimmt nicht", sagte er: "Diese negativen Ergebnisse sind gedeckt durch gezeichnetes Eigenkapital beziehungsweise Einlagen in die Kapitalrücklage. Zwischenzeitlich verfügt die GmbH über 2,2 Millionen Euro Eigenkapital. Schade, dass manche den Unterschied zwischen Verlust und Schulden nicht zu kennen scheinen."

Bis zum 21. Januar muss der Verein eine Liquiditätslücke schließen und beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) nachweisen, dass er die 3. Liga in den nächsten Monaten wirtschaftlich stemmen kann. "Das wird in den nächsten Tagen geschehen", sagte Kivran. Der Klub hatte zuvor mitgeteilt, es sei nicht realistisch, "ohne einen Geldgeber auf eigenen Beinen zu stehen".

Der Unternehmer Kivran war 2016 beim damaligen Landesligisten eingestiegen und hatte zunächst das Ziel vorgegeben, bis zum Jahr 2020 in der Regionalliga Bayern zu spielen. In den vergangenen drei Saisons stieg Türkgücü jeweils als Meister auf, erst in die Bayernliga, dann in die Regionalliga und schließlich in die 3. Liga. Dort stehen die Münchner in ihrer ersten Spielzeit im Profifußball aktuell im Tabellen-Mittelfeld.

Quelle: ntv.de, tsi/sid