Fußball

"Bayern-Kapitän der Zukunft" Kimmich-Deal fehlt wohl nur die Unterschrift

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Kimmich, das "Mentalitätsmonster", zwischen den anderen Leistungsträgern.

(Foto: imago images/ULMER Pressebildagentur)

Bloß nicht das Vertrags-Desaster mit David Alaba wiederholen. Joshua Kimmich soll unbedingt beim FC Bayern bleiben. Und der 26-Jährige möchte das offenbar auch. Eine Einigung soll mit dem deutschen Fußball-Rekordmeister bereits geben. Das ist ein Zeichen auch für andere, wie etwa Leon Goretzka.

Er wird schon als Kapitän der Zukunft gehandelt, er ist Leistungsträger und Wortführer: Nun soll Joshua Kimmich mit der vorzeitigen Verlängerung seines 2023 auslaufenden Vertrags ein deutliches Zeichen setzen - auch an seinen Kumpel Leon Goretzka.

Eine Einigung zwischen Rekordmeister Bayern München und dem 26-Jährigen gibt es dem Vernehmen nach schon. Laut "Sport Bild" soll der neue Kontrakt eine Laufzeit bis 2025 haben. Die Bayern hatten die Spekulationen am Montag selbst befeuert: Die Allianz Arena war kurzzeitig rot mit dem Kürzel "JK6" in Weiß illuminiert.

Kimmich gilt beim FC Bayern neben Kapitän Manuel Neuer, Torjäger Robert Lewandowski und Vereinsikone Thomas Müller als wichtigster Eckpfeiler in den Planungen. Auch bei Bundestrainer Hansi Flick soll "Mentalitätsmonster" Kimmich künftig eine zentrale Rolle im Mittelfeld einnehmen. "Er hat fußballerische Weltklasse und eine unglaubliche mentale Stärke. Er ist ein Führungsspieler, ein Geschenk für jeden Klub und jeden Trainer", sagte Sportvorstand Hasan Salihamidzic vor dem Bundesligastart in Gladbach (20:30 Uhr im ntv.de-Liveticker) bei "tz/Merkur".

Wie groß der Ehrgeiz des Nationalspielers ist, der 2015 für 8,5 Millionen Euro vom VfB Stuttgart zu den Bayern wechselte, hatte Salihamidzic zuletzt geschildert. Kimmich sitze "jeden Tag in meinem Büro und sagt: 'Ich will hier gewinnen'."

"Keiner hat es bereut, lange geblieben zu sein"

Weiterhin zusammen mit Goretzka? Für ihn könnte die bevorstehende Unterschrift seines Kumpels ein Signal sein. Goretzkas Vertrag läuft im kommenden Sommer aus, die Verhandlungen laufen, sollen sich aber schwierig gestalten. Fakt ist: Die Bayern wollen einen zweiten Fall David Alaba unbedingt verhindern, der nach der vergangenen Saison ablösefrei zu Real Madrid wechselte.

Die Münchner hatten in Pandemie-Zeiten mit Umsatzeinbußen von 150 Millionen Euro die überhöhten Forderungen des Österreichers abgelehnt. Zuletzt hatte der Rekordmeister auch Gespräche mit Kingsley Coman (Vertrag bis 2023) abgebrochen, weil die Vorstellungen zu weit auseinanderlagen. Ex-Boss Karl-Heinz Rummenigge hatte daraufhin das Verhalten einiger Profis gerügt. "Ich glaube, sehr wenige Menschen haben in dieser existenziellen Krise Verständnis, wenn ein Fußballprofi schon 15 Millionen im Jahr verdient und dann mit 19,5 Millionen nicht zufrieden ist", sagte er. Gemeint war wohl vor allem Alaba.

Bei Kimmich, von Rummenigge schon als "Kapitän der Zukunft" bezeichnet, hat man aber offenbar einen Konsens gefunden, den der 26-Jährige sogar persönlich und ohne Berater aushandelte. Der Nationalspieler wird dem Vernehmen nach künftig in die Gehalts-Kategorie Neuer und Müller vorstoßen. Kimmich soll künftig im besten Fall auf 20 Millionen Euro kommen - im Jahr. Nur Lewandowski liegt da bei den Bayern noch darüber.

Vorstandschef Oliver Kahn hatte den wankelmütigen Profis zuletzt erst geraten, bei Verhandlungen nicht nur auf die Finanzen zu schauen. "Natürlich weiß ich, dass Geld immer eine Rolle spielt. Aber ein Spieler ist auch ein Mensch, der sich Gedanken machen sollte", betonte der Bayern-Boss. Er könne aus eigener Erfahrung sagen, fügte Kahn an, "wie viel es einem Spieler gibt, eine Ära zu prägen. Der FC Bayern bietet seinen Spielern unheimlich viel. Und keiner hat es bereut, lange geblieben zu sein".

Offen ist derzeit, wie lange neben Coman auch Niklas Süle (Vertrag bis 2022) noch in München bleibt. Auch Corentin Tolisso (2022) gilt als verzichtbar. Im Gegensatz zu Kimmich, dem Bayern-Kapitän der Zukunft.

Quelle: ntv.de, ara/sid

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