Fußball

Vertrag in London aufgelöst Max Meyer, der ungewollte Weltklassespieler

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Max Meyer und Crystal Palace haben ihr Arrangement beendet.

(Foto: imago images / MB Media Solutions)

Max Meyer wird in London einst mit großem Brimborium als Star vorgestellt, zwei Jahre später geht alles ganz leise zu Ende. Der ehemalige Fußball-Nationalspieler wird ausrangiert, eine Ablöse will man gar nicht mehr erzielen. Nun muss der vermeintliche Weltklassespieler wieder auf Vereinssuche gehen.

Bei seiner Vorstellung 2018 wurde Max Meyer bei der Ankunft bei Crystal Palace vom Premier-League-Klub als "deutscher Messi" vorgestellt, allerdings in den sozialen Medien mit Bildern seines ehemaligen Nationalmannschaftskollegen Joshua Kimmich. Der spielte damals und heute beim FC Bayern München, ist der Weltklassespieler, als den man - vor allem der eigene Berater - den einstigen Schalker Max Meyer sah.

Zwei Jahre und eine Handvoll Premier-League-Spiele geht alles mit deutlich weniger Getöse zu Ende, als es begann: "Alles Gute für die Zukunft" wünsche man dem ehemaligen Fußball-Nationalspieler Meyer, dem man zehn Millionen Euro pro Jahr zahlte. Der Spieler und der Verein lösten den gemeinsamen Vertrag auf, Meyer wird den Klub damit ablösefrei verlassen. "Max Meyer hat Crystal Palace Football Club in gegenseitigem Einvernehmen verlassen" - mit dünnen Worten kommt das Ende unspektakulär daher, überraschend war es nicht mehr.

Zu einer "europäischen Spitzenmannschaft" wolle er Max Meyer transferieren, hatte Roger Wittmann 2018 angekündigt. Der damalige Schalke-Manager Christian Heidel hatte von einem Gespräch mit dem Berater berichtet, in dem der seinen Spieler als "Weltklassespieler" bezeichnet habe, der "sicher zur Weltmeisterschaft nach Russland" fahren werde. Nichts davon traf ein.

Meyer machte bei dem Londoner Klub, der eher in der unteren Mittelschicht der Premier League beheimatet ist, in seiner ersten Saison 29 Spiele, in der zweiten nur noch 17 und in der laufenden Runde schließlich gar keins mehr. Zuletzt durfte der Deutsche nur noch in der U23 wirken. Nun endet das für den Klub teure, für den Spieler sportlich katastrophale Engagement vorzeitig. Wie die Zukunft des viermaligen Nationalspielers aussieht, ist offen.

Köln oder Gelsenkirchen?

Zuletzt berichtete der "Kölner Stadtanzeiger" von einem Interesse des 1. FC Köln an Meyer, allerdings erst für den Sommer. Durch die Vertragsauflösung haben sich die Dinge nun aber drastisch geändert, der 25-Jährige ist ablösefrei zu haben - ab sofort.

Ob vielleicht sogar der FC Schalke anklopft, den Meyer mit viel Getöse trotz eines gut dotierten Vertragsangebots 2018 im Streit verließ? Der abstiegsbedrohte Bundesligist ist derzeit auf großer Rückhol-Mission, nach dem Transfer des einstigen Schalkers Sead Kolasinac rückt wohl auch eine Rückkehr des einstigen Star-Stürmers Klaas-Jan Huntelaar näher. "Er würde uns wahnsinnig gut tun. Wenn ein Spieler mit der Erfahrung, mit dieser Aura, dieser Persönlichkeit und mit diesen Qualitäten sich noch mal bei uns reinhängen würde, wäre das fantastisch", schwärmte Schalkes neuer Trainer Christian Gross.

Auch der Torjäger bestätigte das Interesse der Gelsenkirchener. "Schalke hat sich gemeldet, und ich muss das jetzt überlegen. Es ist schon etwas, um drüber nachzudenken", sagte er dem niederländischen TV-Sender NOS. Allerdings falle es ihm schwer, eine Wahl zwischen seinen beiden Herzensvereinen zu treffen: "Bei Ajax habe ich sechseinhalb Jahre gespielt, bei Schalke sieben Jahre. Es sind zwei schöne Klubs. Als ob man sich zwischen zwei Kindern entscheiden muss."

Quelle: ntv.de, ter