Technik

Amiron Wireless Copper Famoser Luxus-Kopfhörer von Beyerdynamic

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Der Beyerdynamic Amiron Wireless Copper klingt auch ohne Kupfer herausragend gut.

(Foto: kwe)

Der Beyerdynamic Amiron Wireless Copper ist ein Bluetooth-Kopfhörer, der kompromisslos auf Klangqualität, Komfort und Design setzt. Er kostet stolze 800 Euro, aber 200 Euro davon sind reiner Luxus. Den kann man sich leisten, muss man aber nicht.

Dass Beyerdynamic ausgezeichnete Kopfhörer herstellt, hat n-tv.de erst im Juni mit dem Lagoon ANC festgestellt. Aber es geht immer ein bisschen besser und auch luxuriöser. Das aktuelle Glanzstück des Heilbronner Traditionsunternehmens ist der Beyerdynamic Amiron Wireless Copper, der mit 800 Euro doppelt so teuer ist als der Lagoon ANC. n-tv.de hat sich den Edel-Kopfhörer aufgesetzt und ausprobiert, ob man den Preisunterschied hören, fühlen und sehen kann.

Hochwertig und bequem

Was die beiden zuletzt genannten Punkte betrifft, ist die Antwort ein klares Ja. Auch wenn Beyerdynamic die Muscheln aus Plastik fertigt, macht der Amiron Wireless Copper einen sehr hochwertigen Eindruck. Denn Bügel und Aufhängung sind aus massivem Aluminium gefertigt und die Polster mit Alcantara bezogen. Dazu kommen eingelassene Kupferringe an den Außenseiten der Muscheln und gleichfarbige Details am Bügel und an der Beschriftung.

Das viele Metall macht das edle Headset mit 400 Gramm ziemlich schwer. Doch es sitzt trotzdem auch über mehrere Stunden hinweg bequem auf dem Kopf. Das liegt an der üppigen Polsterung und den großen Muscheln, die den Ohren viel Platz lassen und gleichzeitig Gewicht und Anpress-Druck verteilen. Auch Brillen mindern den Tragekomfort kaum.

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Qualität "Made in Germany".

(Foto: kwe)

Wie beim Lagoon ANC setzen die Heilbronner auch bei ihrem Luxus-Kopfhörer auf eine Touch-Steuerung über die Außenfläche der rechten Muschel. Sie reagiert schnell und präzise auf die verschiedenen Wisch-Gesten und Tipper, so weit dies eben bei einer Touch-Steuerung möglich ist. Ein paar markante Tasten wären vermutlich die einfachere und damit wohl auch bessere Lösung gewesen. Platz dafür gäbe auf der großen Muschel neben USB-C-Anschluss, Einschalter, Mikrofon und Kopfhörerbuchse jedenfalls reichlich. Aber das ist Geschmackssache, an der Steuerung gibt es grundsätzlich nichts auszusetzen.

Angepasster Klang

Über jeden Zweifel erhaben ist der Klang des Amiron Wireless Copper, der auch via Bluetooth durch die Unterstützung aller aptX-Codecs sowie AAC für iPhones kaum Verluste hinnehmen muss. Die von Beyerdynamic entwickelten Tesla-Wandler decken einen Frequenzbereich von 5 bis 40.00 Hertz (Hz) ab, was weit mehr ist als normalerweise menschliche Ohren hören können. Dieser Bereich liegt zwischen 20 und 20.000 Hz.

Um die Technik auch ausnützen zu können, empfiehlt es sich, nicht einfach drauflos zu hören, sondern die zugehörige MIY-App zu installieren. Mit ihr kann man nämlich den Klang an seine Ohren anpassen. So kann es schon einen gewaltigen Unterschied machen, wenn man die vorgeschlagenen Einstellungen an sein Alter übernimmt. Macht man einen kurzen Hörtest, fällt die Anpassung noch besser aus.

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Man kann den Kopfhörer nicht zusammenklappen, trotzdem ist sein stabiles Transport-Case nicht allzu groß.

(Foto: kwe)

Das erstellte Profil wird im Kopfhörer gespeichert, man muss den Test also nicht wiederholen, wenn man das Wiedergabe-Gerät wechselt. Dabei sollte man die Stärke der Anpassung in der App aber nicht zu hoch wählen, damit die sehr schöne Grundcharakteristik des Kopfhörers erhalten bleibt.

Präzise, klar und wohldosiert

Belohnt wird man mit einem ungeheuer präzisen Sound, den der Amiron Wireless Copper in einem großen Raum auf breiter Bühne präsentiert. Die Bässe sind ausgeprägt und knackig, auf keinen Fall plump, sondern wohldosiert. Die warmen Mitten sind breit aufgestellt, deutlich definiert und geben den Ton an. Über allem schweben glasklare Höhen, die auch die kleinsten Details nicht vernachlässigen. Stimmen gibt der Lautsprecher natürlich und deutlich wieder.

Ein Schlappschwanz ist der Kopfhörer auch nicht, rund 30 Stunden hält er im Bluetooth-Modus durch. Schön ist, dass ein so teures Gerät kein Wegwerf-Artikel ist. Beyerdynamic gibt auf einer Support-Seite an, dass man einen verbrauchten Akku austauschen lassen kann.

Kupfer kann man sich sparen

Wer einen luxuriösen Bluetooth-Kopfhörer mit ausgezeichneter Klangqualität sucht, liegt beim Beyerdynamic Amiron Wireless Copper richtig. 800 Euro sind aber definitiv zu viel für das Hörvergnügen. Denn für 200 Euro weniger bekommt man exakt den gleichen Kopfhörer ohne Kupfer-Verzierung. Das ist zwar auch noch eine Menge Geld, aber da stimmt dann das Preis-Leistungs-Verhältnis. Wer noch weniger ausgeben möchte, aber trotzdem edel verpackten Spitzenklang auf die Ohren haben möchte, kann sich auch mal den Sennheiser Momentum Wireless 3 anhören und ansehen.

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Quelle: n-tv.de

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