Technik

Es muss nur die richtige sein Millionen Deutsche wollen eine Smartwatch

Noch ist die Nachfrage nach Smartwatches nicht groß, das könnte sich aber laut Bitkom bald ändern.

Noch ist die Nachfrage nach Smartwatches nicht groß, das könnte sich aber laut Bitkom bald ändern.

(Foto: kwe)

Kurz bevor die Apple Watch an Erstbesteller ausgeliefert wird, veröffentlicht der Bitkom ein erstaunliches Umfrageergebnis: Angeblich sind rund zehn Millionen Deutsche entschlossen, sich eine Smartwatch zuzulegen - sie warten nur noch auf die richtige.

Bisher waren Smartwatches mehr oder weniger Ladenhüter, selbst Google konnte mit seinem neuen Betriebssystem keinen Boom auslösen. Im vergangenen Jahr wurden weltweit lediglich rund 720.000 Android-Wear-Geräte verkauft. Die Pebble Watch haben sich seit ihrem Marktstart in Januar 2013 knapp eine Million Nutzer ans Handgelenk geschnallt. Damit dürfte die Uhr mit E-Paper-Display die bisher erfolgreichste Smartwatch sein. Bisher. Denn die Apple Watch hat bereits mit den Vorbestellungen in den USA am ersten Tag die Ein-Millionen-Grenze überschritten und offenbar gibt es noch ein großes Käuferpotenzial, das darauf wartet, ausgeschöpft zu werden. Der deutsche Branchenverband Bitkom hat dazu eine repräsentative Umfrage in Auftrag gegeben.

Vier von zehn Deutschen interessieren sich demnach für Smartwatches, jeder Siebte will sich "auf jeden Fall" so ein Gerät zulegen, das entspricht nach Zahlen des Verbands fast zehn Millionen Käufern. Kaum erstaunlich: Die Wearables sind vor allem bei Jüngeren beliebt. Laut Bitkom interessiert sich in der Altersgruppe der 14- bis 29-Jährigen mehr als die Hälfte (56 Prozent) für Smartwatches. Die Frage ist nur, warum bisher nur ein kleiner Teil von ihnen tatsächlich ein Gerät gekauft hat. "Bislang gab es auf dem Markt erst wenig Modelle mit entsprechend hohen Preisen", sagt Bitkom-Mitarbeiter Timm Hoffmann. "Das große Interesse der Verbraucher zeigt aber, dass die Geräte große Chancen auf dem Massenmarkt haben. Schon bald werden die Uhren zu unserem Alltag gehören", prophezeit er.

Welche Eigenschaften eine erfolgreiche Smartwatch haben muss, ergibt sich aus der Bitkom-Umfrage nicht. Deutlich wird nur, warum sich viele keine Computeruhr umschnallen möchten. 45 Prozent der Befragten sagen, dass sie sich noch nicht mit dem Thema beschäftigt haben. Ein gutes Drittel (36 Prozent) erklärt, dass es die alte Armbanduhr nicht eintauschen möchte. Genauso viele haben Angst davor, dass ihre Daten missbraucht werden. Weitere 29 Prozent geben an, dass ihnen der Preis für das Gerät zu hoch sei. Auch der optische Aspekt spielt für manche eine Rolle. Knapp jeder Fünfte (19 Prozent) nutzt die Uhr nicht, weil ihm das Design nicht gefällt. Jeder Zehnte (11 Prozent) bemängelt, dass die Akkulaufzeit der Geräte zu gering sei.

Quelle: ntv.de, kwe

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