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Ist das Spam oder echt? Sicherheitscheck verunsichert Gmail-Nutzer

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Den Sicherheitscheck sollte jeder Gmail-Nutzer hin und wieder durchführen.

(Foto: jwa)

Gmail-Nutzer erhalten eine E-Mail von Google, in der sie zum Sicherheitscheck aufgefordert werden. Viele sind verunsichert und vermuten Spam dahinter. Kann man dieser Mail trauen?

In Zeiten von Spam-Mails, Phishing-Attacken und Erpresser-Software werden Internet-Nutzer vorsichtiger. Eine E-Mail von Google, in der Gmail-Nutzer dazu aufgefordert werden, ihren Sicherheitsstatus zu überprüfen, lässt bei vielen die Alarmglocken schrillen. Ist das eine fiese Falle, oder ist Google wirklich nur um die Sicherheit seiner Nutzer bemüht?

Auch wenn Betrüger-Mails immer raffinierter werden, sind sie doch bei einem genaueren Blick meistens als solche zu enttarnen. Rechtschreib- und Grammatikfehler, dubiose Absender-Adressen und verräterische URLs hinter harmlos wirkenden Linktexten verraten die Fieslinge. Genauso verhält es sich aber auch anders herum: Wenn die Details stimmen, ist die Mail meistens authentisch und vertrauenswürdig.

Schnell gecheckt

Das ist auch bei der aktuellen Mail der Fall, die Google an seine Gmail-Kunden verschickt. "Schützen Sie sich online mit dem neuen Sicherheitscheck", fordert der Konzern seine Nutzer auf – und diese sollten dem Rat folgen. Wer dem Link in der Mail folgt oder sich direkt unter myaccount.google.com anmeldet, bekommt einen Überblick über den aktuellen Status seines Kontos und über eventuelle Sicherheitslücken.

Dazu zählen zum Beispiel Google-Konten auf alten, nicht mehr genutzten Geräten, die womöglich nicht richtig entfernt wurden. Gelistet werden auch aktuelle Anmeldungen im Google-Konto über bis dato unbekannte Geräte. Ging hier alles mit rechten Dingen zu, bestätigt man einfach die Anmeldungen.

Doppelt abgesichert

Wichtiger Punkt im Sicherheitscheck: Die Zwei-Faktor-Authentifizierung, die Google schon länger anbietet. Wer sie noch nicht eingerichtet hat, sollte das spätestens jetzt tun - so schützt man sich recht einfach und recht sicher vor unbefugtem Zugriff aufs Google-Konto. Nutzer können hier ihre Telefonnummer hinterlegen und bekommen dann bei einer neuen Anmeldung eine SMS mit einem sechsstelligen Code. Alternativ können sie auch ein Gerät registrieren, auf das Google eine einfache Anmeldeaufforderung schickt, die der Nutzer nur mit "Ja" oder "Nein" beantworten muss. Es gibt noch mehr Möglichkeiten für die Zwei-Schritt-Anmeldung, sodass jeder Nutzer die für ihn passende auswählen kann.

Übrigens: Ein Besuch auf der My-Account-Webseite lohnt sich auch unabhängig vom Sicherheitscheck: Google sammelt eine ganze Menge Daten von seinen Nutzern, oft ohne dass diese genau wissen, was wann und wie gespeichert wird. Die Seite gibt einen Überblick darüber, was Google alles weiß - und ermöglicht Nutzern auch, die Sammelleidenschaft des Konzerns mit all seinen Diensten wie Gmail, Youtube und Google Maps wenigstens ein bisschen in die Schranken zu weisen. Im "Privatsphärecheck" finden sich die dafür relevantesten Einstellungen. 

Quelle: n-tv.de, jwa