Mittwoch, 31. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Diana Dittmer und Thomas Badtke
17:41 Uhr

Dax klebt an der 15.000er Marke

Der Dax hat zur Wochenmitte die am Dienstag übersprungene 15.000-Punkte-Marke immer im Blick. Mal liegt er darunter und zieht Richtung 14.970, dann notiert er wieder darüber und schrammt mit 15.026 Zählern nur knapp am Allzeithoch vorbei. Aus dem März und dem Mittwochshandel verabschiedet sich der deutsche Börsenleitindex  mit einem Stand von 15.008 Stellen nahezu unverändert.

Dax
Dax 15.320,52

"Der Dax hängt an der Marke von 15.000 Punkten, er klebt förmlich daran", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf den Handelsverlauf. "Getrieben wird er von der Hoffnung auf eine schnelle und starke Konjunkturerholung. Beispiele wie China und die USA zeigen, dass das möglich ist", erläutert Marggraf. Sie verweist darauf, dass der Dax im ersten Quartal knapp 1300 Punkte oder mehr als neun Prozent zulegen konnte, auch getrieben von den Autowerten: "Autotitel erlebten eine Renaissance. VW gewinnen rund 50 Prozent, Daimler etwa 30 und BMW 20 Prozent."

Im Mittwochshandel melden VW Gewinnmitnahmen. Die Vorzugsaktien verlieren etwas mehr als ein Prozent. Auch BASF geben mehr als ein Prozent nach. Zu den Gewinnern gehören dagegen RWE und Siemens, deren Kurse jeweils mehr als zwei Prozent klettern.


Ein Tipp für den Feierabend: Ab heute ist der Doku-Thriller "Der große Fake - Die Wirecard-Story" auf TVNOW zu sehen. Ein Interview mit Christoph Maria Herbst, der den Ex-Wirecard-Chef Markus Braun spielt, lesen Sie hier.

17:19 Uhr

Apple plant batteriebasierte Speicheranlage

Der Technologiekonzern Apple will eine batteriebasierte Speicheranlage für erneuerbare Energien in Kalifornien errichten. Die Anlage soll nahe der bereits bestehenden Solaranlage "California Flats" entstehen, wie der iPhone-Hersteller mitteilt. Ziel sei es, bis zu 240 Megawatt-Stunden zu speichern, um alle Apple-Einrichtungen in Kalifornien Tag und Nacht mit Energie versorgen zu können. Bisher liefere die Solaranlage nur Strom während des Tages. "Die Herausforderung bei sauberer Energie - Solar- und Windenergie - ist, dass sie per Definition unstetig ist", sagte Lisa Jackson, Vizepräsident für Umwelt, Politik und soziale Initiativen bei Apple. Der Konzern hoffe, mit Gelingen des Projekts weiter Unternehmen zum Umsteigen zu bewegen. Apple-Aktien gewinnen 2,5 Prozent.

Apple
Apple 110,00

17:05 Uhr

Varta-Ausblick leicht unter Erwartungen: Kurs steigt dennoch

Varta hat mit der Vorlage der endgültigen Zahlen auch einen Ausblick auf das laufende Jahr gegeben. Dieser liegt leicht unter den Erwartungen der Experten von Warburg. Das Unternehmen strebt einen Umsatz von 940 Millionen Euro an - dem steht eine Warburg-Schätzung von 967 Millionen Euro entgegen. Daneben wird eine Marge von bis zu 30 Prozent angestrebt, was etwas unter der Warburg-Schätzung von 31 Prozent liegt. Die Anleger greifen zu, der Aktienkurs klettert knapp zwei Prozent.

Varta AG
Varta AG 119,50

16:43 Uhr

Starkes Asien-Geschäft pusht BMW

Angetrieben durch das starke Geschäft in Asien sieht sich BMW trotz Corona-Krise auf Kurs für seine Geschäftsziele. "Wir sind insgesamt gut unterwegs, um unsere wesentliche Zielsetzung für das laufende Jahr zu erreichen", sagt BMW-Finanzchef Nicolas Peter. Der Absatz werde eher am oberen Rand der in Aussicht gestellten Spanne von fünf bis zehn Prozent wachsen. Auch beim Ziel einer operativen Rendite (Ebit-Marge) im Automobilgeschäft von sechs bis acht Prozent sei BMW "gut unterwegs". Entsprechend rechne er auch mit einer Verbesserung beim Free-Cashflow. Die Ergebnisse in Asien seien "beeindruckend". BMW-Titel notieren etwa ein Prozent im Minus.

BMW
BMW 86,18

16:26 Uhr

Alaska Air beglückt Boeing

Die US-Fluggesellschaft Alaska Air ist erneut auf Einkaufstour. Weitere 23 Jets des Typs Boeing 737 Max 9 seien beim US-Flugzeugbauer bestellt worden, teilt die Airline mit. Das Unternehmen wolle den Umbau zu einer reinen Boeing-Flotte vorantreiben. Die Auslieferung der Mittelstrecken-Maschinen soll 2023 oder 2024 erfolgen. Das Auftragsbuch der Airline mit dem Bild eines Inuks auf dem Seitenleitwerk ist mit 120 Boeing-Bestellungen gefüllt, inklusive Optionen und Leasing-Verpflichtungen. Im Dezember hatte die Fluggesellschaft aus Seattle bereits den Kauf von 23 737-Max-9-Jets des Airbus-Rivalen vereinbart. Der Listenpreis lag bei 2,96 Milliarden Dollar. Die 737 Max musste 20 Monate wegen Sicherheitsüberprüfungen nach zwei tödlichen Abstürzen am Boden bleiben. Während Alaska Air-Papiere an der Nyse leichte Abgaben verbuchen, legen Boeing 1,7 Prozent zu.

Boeing
Boeing 195,22

16:15 Uhr

Wall Street legt zu - und wartet auf Biden

Kurz vor Bekanntgabe von Details des billionenschweren Konjunkturprogramms von US-Präsident Joe Biden halten sich Anleger mit größeren Engagements an der Wall Street zurück. Der Dow Jones-Index und der S&P-500 legen im frühen Handel jeweils etwa ein halbes Prozent zu. Der technologielastige Nasdaq, der in den vergangenen Tagen gegen den Trend verloren hatte, gewinnt ein Prozent.

S&P 500
S&P 500 4.136,75
Dow Jones
Dow Jones 33.792,60

 

Bidens Pläne zu Infrastruktur-Investitionen und die steigenden Anleihe-Renditen deuteten darauf hin, dass Investoren in den kommenden Wochen ihr Geld verstärkt in konjunkturabhängige Werte stecken werden, prognostizierte Peter Cardillo, Chef-Volkswirt des Vermögensberaters Spartan. Technologiewerte hatten wegen der Pandemie-bedingt boomenden Nachfrage bei Online-Shopping und Homeoffice in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich zugelegt.

Wegen Spekulationen auf eine anziehende Inflation als Folge der Konjunkturhilfen und der Überwindung der Coronavirus-Krise blieb die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen US-Staatsanleihen mit 1,726 Prozent auf Tuchfühlung mit ihrem 14-Monats-Hoch vom Dienstag.

Zu den Favoriten am US-Aktienmarkt gehört Walgreens Boots Alliance mit einem Kursplus von 2,6 Prozent. Die Drogerie- und Apothekenkette machte im abgelaufenen Quartal einen überraschend hohen Überschuss von 1,40 Dollar je Aktie. Für das Gesamtjahr stellte die Firma ein Gewinnwachstum im mittleren bis hohen statt unteren bis mittleren einstelligen Prozentbereich in Aussicht.

15:53 Uhr

Jungheinrich nahe Allzeithoch - und keine Wende in Sicht

Jungheinrich gehören zu den großen Gewinnern am Markt. Der Kurs steigt rund sechs Prozent auf 42,40 Euro. Der Kurs steht nun nur noch knapp unter dem Allzeithoch von 42,94 Euro vom 15. Januar 2018. Die Hauptversammlung soll den Vorstand zu einem weiteren Aktienrückkaufprogramm ermächtigen. "Eine Wende im Kurs ist nicht in Sicht", so ein Händler. "Gewinne und Umsätze steigen, zudem ist der Konzern einer der großen Gewinner von Infrastrukturprogrammen, wie sie nun in den USA geplant sind."

Jungheinrich
Jungheinrich 44,88

15:14 Uhr

Knaus Tabbert pirscht sich an Milliarden-Marke heran: Kurs steigt

Der Wohnmobil-Hersteller Knaus Tabbert will sich einem Milliardenumsatz nähern. Der Umsatz werde 2021 um 20 bis 22 Prozent auf rund 950 bis 970 Millionen Euro wachsen, teilt das Unternehmen aus Bayern mit. Die Branche erlebt in der Corona-Pandemie einen Boom, weil viele Urlauber Hotels meiden. Knaus Tabbert hatte aber zeitweise die Produktion stoppen müssen, so dass der Umsatz 2020 nur um zwei Prozent auf 795 Millionen Euro stieg. Ende Dezember hätten Aufträge für 640 (Ende 2019: 395) Millionen Euro vorgelegen. Das operative Ergebnis (Ebitda) soll in diesem Jahr etwa im gleichen Maß wie der Umsatz steigen: Die Ebitda-Marge werde bei mehr als acht (2020: 8,5) Prozent bleiben. Aus einem Nettogewinn von 31,2 (31,3) Millionen Euro zahlt der Börsenneuling eine Dividende von 1,50 Euro je Aktie. Der Kurs der Papiere legt rund 2,5 Prozent auf 67,40 Euro zu.

14:21 Uhr

Capgemini im Anlegerfokus

Ein optimistischer Ausblick lockt Anleger bei Capgemini an. Die Aktien des IT-Servicedienstleisters steigen rund zwei Prozent. Die in Paris ansässige Gruppe rechnet bis 2025 mit einer operativen Marge von 14 Prozent. Zuvor hatte die Prognosespanne bei 12,5 bis dreizehn Prozent gelegen.

CAP GEMINI
CAP GEMINI 151,50

13:57 Uhr

Neue Impfstoff-Studie pusht Biontech-Kurs

Der Covid-19-Impfstoff von Biontech und Pfizer ist ersten Studienergebnissen zufolge bei Jugendlichen noch wirksamer als bei Erwachsenen. In der Zulassungsstudie für den Einsatz bei 12- bis 15-Jährigen habe das Vakzin sehr hohe Antikörperantworten gezeigt, teilen die beiden Partner mit. Der Impfstoff sei gut vertragen worden und habe eine Wirksamkeit von 100 Prozent gegen Covid-19 geboten. Zum Vergleich: Die aktuelle Zulassung für den Einsatz ab 16 Jahren basiert auf einer Wirksamkeit von 95 Prozent.

 

Schon in den kommenden Wochen wollen Biontech und Pfizer einen Antrag auf Notfallzulassung bei der US-Gesundheitsbehörde FDA und anderen Zulassungsbehörden weltweit, darunter auch bei der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA, einreichen. "Wir hoffen, dass wir dann schon vor dem Beginn des nächsten Schuljahres mit dem Impfen dieser Altersgruppe beginnen können", sagte Pfizer-Chef Albert Bourla. In Deutschland wird der Biontech-Impfstoff bislang vorwiegend bei älteren Menschen über 80 Jahren eingesetzt. An der Studie mit 12- bis 15-Jährigen nahmen 2260 Jugendliche aus den USA teil. Biontech-Aktien, die bereits am Dienstag deutliche Gewinne verbucht hatten, legen weitere rund vier Prozent zu.

Biontech
Biontech 142,55

 

13:33 Uhr

US-Anleger haben Konjunkturentwicklung im Blick

Die US-Aktienmärkte dürften zur Wochenmitte zunächst mehr oder weniger auf der Stelle treten. Marktteilnehmer warten gespannt auf Details zum zwei Billionen Dollar schweren Infrastrukturprogramm, das US-Präsident Joe Biden am Mittwoch voraussichtlich nach Börsenschluss in den USA erläutern wird. Das Hauptaugenmerk gilt dabei der Frage, wie die vorgesehenen Investitionen in den Ausbau der Infrastruktur und erneuerbare Energien durch den Steuerzahler finanziert werden sollen. Biden hat schon angedeutet, dass höhere Einkommen deutlich höher besteuert werden sollen. Auch Unternehmen will der Präsident stärker belasten.

Derweil dürfte sich die Beschäftigungslage in den USA weiter verbessert haben. Der private Dienstleister ADP wird vor der Startglocke seinen Arbeitsmarktbericht für März veröffentlichen. Volkswirte schätzen, dass ADP für den privaten Sektor einen Zuwachs von 525.000 Stellen melden wird. Das wäre ein deutliches Plus im Vergleich zu dem im Februar verzeichneten Stellenaufbau von 117.000. Kurz nach der Startglocke folgt der Einkaufsmanagerindex für die Region Chicago. Auch hier wird für März eine Verbesserung verglichen mit dem Vormonat erwartet.

Kein Störfeuer kommt derweil vom Anleihemarkt. Dort sind die Renditen wieder etwas zurückgekommen, nachdem sie am Dienstag auf den höchsten Stand seit 14 Monaten gestiegen waren, was den Aktienmarkt belastet hatte.

12:49 Uhr

Hitachi kauft Softwarekonzern für fast zehn Milliarden Dollar

Der japanische Mischkonzern Hitachi übernimmt den US-Softwareentwickler GlobalLogic für 9,6 Milliarden Dollar. Die Transaktion soll bis Juli über die Bühne gehen, kündigt Hitachi an. Der Zukauf ist Teil einer Neuausrichtung des Traditionsunternehmens, zu der auch die Akquisition der Stromnetzsparte von ABB für rund sieben Milliarden Dollar im vergangenen Jahr gehörte. Zudem soll Hitachi nach der Trennung unter anderem von seiner Chemiesparte über den Verkauf seiner Tochter Hitachi Metals verhandeln. GlobalLogic mit Sitz in San Jose ist aktuell zu 45 Prozent in den Händen des kanadischen Pension Plan Investment Board und der Schweizer Partners Group. Das 2000 gegründete Unternehmen beschäftigt weltweit mehr als 20.000 Mitarbeiter.

12:27 Uhr

Uniper-Aktie im Plus: Squeeze-Out-Hoffnungen kommen auf

Uniper legen rund 1,5 Prozent zu. Der Versorger-Index in Europa zeigt sich nur 0,4 Prozent höher. Fortum in Helsinki geben 0,1 Prozent nach. Den Grund für das Uniper-Plus machen Händler in aufkommenden Hoffnungen auf ein Squeeze-Out aus. Denn mit der überraschenden Entlassung der zwei deutschen Top-Manager am Montagabend scheinen die Finnen den Weg dafür freimachen zu wollen, heißt es. Nach unten sei die Aktie gut durch ihre Bewertung abgesichert, daher sei es für Marktteilnehmer durchaus interessant, sich die Aktie mit dieser "Call-Option" ins Portfolio zu legen.

Uniper
Uniper 30,20

12:04 Uhr

Wachstumsziel von Home24 enttäuscht Anleger: Kurs sackt ab

Der Online-Möbelhändler Home24 erwartet im laufenden Jahr weiterhin ein starkes Wachstum. Der Umsatz werde währungsbereinigt zwischen 20 und 40 Prozent zulegen, kündigt das Berliner Unternehmen an. Das ist weniger als im Vorjahr, als die Erlöse um 42 Prozent auf 492 Millionen kletterten. Home24 begründete den Ausblick mit der Corona-Pandemie, die auch 2021 "ein unkalkulierbarer Unsicherheitsfaktor" sei. Home24 kündigte an, weiter in das Wachstum zu investieren und eine bereinigte Ebitda-Marge von zwei Prozent (2020: drei Prozent) anzupeilen. Das Jahr sei vielversprechend gestartet. Der Auftragseingang stieg im ersten Quartal um rund 73 Prozent, wie Home24 weiter mitteilte. Das werde sich positiv auf den Umsatz im Folgequartal auswirken. Home24 ist in sieben europäischen Ländern aktiv sowie mit der Marke Mobly in Brasilien, die seit Februar dort auch börsennotiert ist. Home24-Aktien verlieren mehr als sieben Prozent.

Home24
Home24 19,50

11:11 Uhr

Dax tanzt um die 15.000er Marke

Zum Mittag notiert der Dax nach leichten Anlaufschwierigkeiten um die psychologisch wichtige 15.000-Punkte-Marke. Eine große Handelsspanne weist er bislang nicht auf: Das Tagestief liegt bei 14.947 Punkten, das Tageshoch bei 15.027 Zählern. "Es ist der Tanz um die 15.000, eine Art Durchschnaufphase", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Spekulationen um steigende Zinsen fungieren zwar als Bremsklotz. Allerdings ist über 15.000 die Luft auch ziemlich dünn."

10:25 Uhr

Euro-Inflationserwartungen auf Zweijahreshoch

Die sehr langfristigen Inflationserwartungen im Euroraum sind weiter auf dem Vormarsch. Deutsche-Bank-Analyst Jim Reid weist darauf hin, dass die aus Swaps abgeleiteten Inflationserwartungen in fünf Jahren für die darauf folgenden fünf Jahre am Dienstag auf 1,54 Prozent gestiegen seien - den höchsten Stand seit Anfang 2019. Eurostat veröffentlicht um 11.00 Uhr Verbraucherpreisdaten für März. Volkswirte erwarten einen Anstieg der Inflationsrate auf 1,3 (Februar: 0,9) Prozent.

09:54 Uhr

Deliveroo-Kurs bricht bei Börsendebüt satt ein

Die Aktie des britischen Essenslieferdienstes Deliveroo ist bei ihrem Debüt auf dem Londoner Parkett eingebrochen. Der erste Börsenkurs notiert bei 331 Pence und damit deutlich unter dem Ausgabepreis von 390 Pence. Danach startete das Papier eine Talfahrt und weitete noch in den ersten Minuten die Verluste auf 275 Pence aus, was einem Minus von 30 Prozent entspricht. Zum Ausgabepreis wurde Deliveroo mit 7,6 Milliarden Pfund - umgerechnet 8,91 Milliarden Euro - bewertet - bereits weniger als ursprünglich angepeilt - und stemmte damit den größten Börsengang in London seit einem Jahrzehnt und den größten eines Technologieunternehmens aller Zeiten in der britischen Hauptstadt.

Zuvor hatten Fondsmanager bereits mit Skepsis auf die Neuemission des 2013 gegründeten Unternehmens geschaut. Einige stellten die Frage, ob der rote Zahlen schreibende Lieferdienst, an dem Amazon beteiligt ist, jemals seine Bewertung rechtfertigen könnte.

09:26 Uhr

Trotz Chip-Krise: Daimler bekräftigt Jahresprognose

Trotz des Engpasses bei der Versorgung mit Computerchips bleibt Daimler zuversichtlich für das laufende Geschäftsjahr. "Im ersten Quartal 2021 setzt sich der positive Trend der vorherigen Quartale fort", teilt der Autobauer mit. Absatz und Umsatz im Hauptgeschäftsfeld Mercedes-Benz Cars & Vans sollten im Auftaktquartal vor allem dank hoher Nachfrage in China über dem Vorjahreszeitraum liegen. Auch blicke der Autobauer zuversichtlich auf die Profitabilität, da er gute Preise durchsetzen könne und die Kosten weiter strikt unter Kontrolle halte. Daimler erwartet demnach weiter, dass Absatz, Umsatz und operatives Ergebnis im Jahr 2021 deutlich über dem Vorjahresniveau liegen werden.

Vorstandschef Ola Källenius kündigt außerdem an, die Elektrifizierung des Produktportfolios zu beschleunigen. Das vor knapp zwei Jahren angekündigte Ziel einer CO2-neutralen Pkw-Neuwagenflotte bis 2039 solle früher erreicht werden. 

Daimler
Daimler 73,59

09:09 Uhr

Die 15.000 beim Dax sind wieder futsch

Die Rally der vergangenen Tage, die den Dax über die psychologisch wichtige 15.000-Punkte-Marke geführt hat, legt zum Start in den Mittwochshandel erst einmal eine Pause ein. Der deutsche Börsenleitindex kann die 15.000 nicht halten und gibt0,1 Prozent auf 14.997 Zähler nach. Der Abschlag fällt nach allein 1,8 Prozent Kursplus am Montag und Dienstag aber vergleichsweise gering aus.

"Der Dax muss die 15.000 erst einmal verdauen und durchschnaufen", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer. "Zum Teil sind ein paar Gewinnmitnahmen verantwortlich, das Zinsgespenst treibt auch wieder sein Unwesen", erläutert Meyer. "Der Index hat es am Dienstag aber auch mit letzter Kraft über die Marke geschafft."

08:49 Uhr

Weniger Firmenpleiten - niedrigster Stand seit Jahren

Die Zahl der Unternehmenspleiten ist trotz der Corona-Krise im vergangenen Jahr auf den niedrigsten Stand seit 1999 gesunken. Die deutschen Amtsgerichte meldeten 15.841 Firmeninsolvenzen. Das waren 15,5 Prozent weniger als im Jahr zuvor, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden mitteilt. Die wirtschaftliche Not vieler Unternehmen schlug sich nicht in den Zahlen nieder, weil die Pflicht, einen Insolvenzantrag zu stellen, in der Krise ausgesetzt wurde. Nach Angaben der Behörde war es der niedrigste Stand seit Einführung der Insolvenzordnung im Jahr 1999.

Die bereits seit Oktober 2020 wieder geltende Antragspflicht für zahlungsunfähige Unternehmen wirkte sich nach Angaben der Statistiker unter anderem aufgrund der Bearbeitungszeit der Gerichte bislang nur leicht aus. Für überschuldete Firmen war die Pflicht bis Ende Dezember ausgesetzt. Dies gilt weiter bis Ende April für jene Unternehmen, bei denen die Auszahlung der seit dem 1. November vorgesehenen staatlichen Hilfeleistungen noch aussteht.

08:23 Uhr

Weltweite Rückrufaktion bei Honda

Der japanische Autobauer muss weltweit rund 761.000 Acura- und Honda-Fahrzeuge der Modelljahre 2018 bis 2020 wegen Problemen mit Kraftstoffpumpen zurückrufen. Diese müssten ausgetauscht werden, da es ansonsten möglich sei, dass Motorprobleme auftreten, teilte das Unternehmen mit. Honda habe bislang keine Berichte über Unfälle oder Verletzungen im Zusammenhang mit dem Defekt erhalten. Der Rückruf betreffe Fahrzeuge der Modelle Accord, Civic, CR-V, Fit, Pilot, Ridgeline, MDX, RDX und TLX.

Honda Motor
Honda Motor 24,79

08:15 Uhr

Starke China-Daten dürften Dax stützen

Mit einer Konsolidierung der 15.000er-Marke im Dax rechnen Händler heute. Wie erwartet hatte der Markt das gute Sentiment am Vortag zum Sprung über die psychologisch wichtige Marke genutzt und damit das Wunschziel vieler Marktteilnehmer pünktlich zum Quartalsultimo erreicht. Mit dem Start des neuen Quartals nach Ostern könnten daher wieder Gewinnmitnahmen einsetzen, vermuten einige Händler. Denn die Nachrichtenlage ist gemischt: Vor allem die erneute Teilaussetzung von Impfungen mit Astrazeneca bringt Impfplanungen erneut durcheinander.

Dax
Dax 15.320,52

Für die Wirtschaft sieht es dagegen sehr gut aus: Am Abend will Joe Biden seinen Billionen-Dollar-Infrastrukturplan für die USA vorstellen und aus China kamen starke offizielle Einkaufsmanager-Indizes. Damit gehen zumindest zwei Wirtschaftsblöcke klar auf Wachstumskurs. Selbst für Europa fallen gute Nachrichten dabei ab, da die neuen Aufträge in China kräftig anzogen und die Export-Komponente über die Expansionsmarke von 50 Punkten sprang.

Die Schattenseite ist der damit verbundene Zinsanstieg. Der Markt dürfte die Fed-Bereitschaft zu Eingriffen austesten wollen, heißt es im Handel. Mit dem am Vortag vermeldeten Anstieg des US-Verbrauchervertrauens auf Vor-Corona-Niveau werde es immer schwerer, die Geldschwemme der Notenbanken zu rechtfertigen. Stark im Fokus der Märkte stehen daher die Entwicklungen an der Inflationsfront. Hier legen unter anderem mit Frankreich und Italien viele Länder Europas ihre Preisdaten vor. Bei der Inflation der Verbraucherpreise in der Eurozone (CPI) wird mit einem Anstieg der Kernrate um 1,3 Prozent gerechnet. In den USA rücken dann der ADP-Arbeitsmarktbericht und der Chicago-PMI in den Mittelpunkt. Hier fürchtet man eher "zu gute" Zahlen - denn diese würden unvermeidlich einen weiteren Renditeanstieg nach sich ziehen.

Und so hat die Wall Street gestern Abend geschlossen!

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08:02 Uhr

Ölpreise legen zu - Opec+ vor schwieriger Entscheidung

Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostet am Morgen 64,44 US-Dollar. Das sind 24 Cent mehr als am Vortag. Der Preis für ein Fass US-amerikanisches Rohöl der Marke West Texas Intermediate (WTI) steigt um 29 Cent auf 60,84 Dollar. Nachdem sich die Lage in dem tagelang durch ein Schiff versperrten Suezkanal zu normalisieren scheint, rückt ein Treffen großer Ölförderländer zunehmend in den Mittelpunkt. Morgen treffen sich Delegierte des Erdölverbunds Opec+, um über ihre Förderpolitik zu beraten.

Die Länder rund um die Ölgiganten Saudi-Arabien und Russland stehen vor einer schwierigen Entscheidung. Auf der einen Seite sprechen die Wachstumsaussichten für die großen Volkswirtschaften USA und China für eine höhere Ölnachfrage. Andererseits sind die Aussichten für die Eurozone ungünstiger. Ausdruck dieser unsicheren Ausgangslage sind auch die zuletzt stark schwankenden Preise am Rohölmarkt.

07:46 Uhr

Voltswagen statt Volkswagen? Großer Quatsch!

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Die Fake News aus Wolfsburg kommen am Markt nicht gut an.

picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild

Wollte es Volkswagen mit dieser PR-Aktion Tesla und Elon Musk nachmachen? Die Idee hinter diesen "Fake News" wird wohl im Verborgenen bleiben. Fest steht aber: Mit der Ankündigung dieser angeblichen Namensänderung seiner Marke in den USA haben sich die Wolfsburger nun jede Menge Kritik eingefangen. Tatsächlich handelt es sich nämlich um einen Aprilscherz und eine aus dem Ruder gelaufene PR-Aktion.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05

Ein US-Unternehmenssprecher bestätigte der Nachrichtenagentur AP, dass es keine Umbenennung des Markennamens in den USA in "Voltswagen of America" geben werde. Tags zuvor hatte der gleiche Sprecher noch bekräftigt, die Pressemitteilung zur Namensänderung sei echt.

Zahlreiche große Medien berichteten über die Umbenennung, allerdings teilweise bereits mit der Vermutung, dass es sich um einen Aprilscherz oder eine PR-Panne handeln könnte - auch ntv.de hat den Braten gestern schon gerochen:

07:31 Uhr

Über 40 Prozent Gewinnplus: Stratec boomt

Die hohe Nachfrage nach diagnostischen Produkten zur Eindämmung der Corona-Pandemie treibt den Labor- und Biotechzulieferer an. Im vergangenen Jahr verbuchte die Firma bei einem Umsatzplus von 16,8 Prozent auf 250 Millionen Euro einen Anstieg des bereinigten operativen Ergebnisses (Ebit) um 42,6 Prozent auf 41,7 Millionen Euro. Für 2021 kündigte der Vorstand ein Umsatzplus im mittleren einstelligen Prozentbereich an und eine bereinigte Ebit-Marge von 17 bis 18 (Vorjahr: 16,7) Prozent.

Stratec
Stratec 113,20

07:04 Uhr

US-Anleiherenditen auf 14-Monatshoch - Kurse in Asien unter Druck

Wie schon an der Wall Street zu beobachten gewesen, belasten einmal mehr steigende Rentenrenditen in den USA die Aktienmärkte in Asien. Am Mittwochmorgen ziehen die Anleiherenditen weiter an und markieren ein 14-Monatshoch.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

Unter Vermögensverwaltern wächst die Überzeugung, dass die US-Notenbank im kommenden Jahr die Zinsen erhöhen werde. Steigende Konjunkturhoffnungen und damit einhergehende Sorgen über eine anziehende Inflation lassen die Marktzinsen zulegen. Der Dollar zieht auf breiter Front mit den gestiegenen Marktzinsen an und verbucht das beste Quartal seit einem Jahr.

Auch besser als erwartet ausgefallene Konjunkturdaten in China heben die Stimmung kaum. Die Aktivität in der chinesischen Industrie ist im März deutlicher als erwartet gestiegen und hat sich von der Produktionsunterbrechung während des chinesischen Neujahrsfestes erholt. Die Einkaufsmanagerindizes für den verarbeitenden Sektor wie auch für den Dienstleistungsbereich erhöhten sich und deuten klar auf Expansion hin.

In Japan vermag nicht einmal ein schwacher Yen den Aktienmarkt zu stützen, der Nikkei-225 verliert 0,7 Prozent - auch belastet von schwachen Daten zur Industrieproduktion. Der Greenback klettert auf den höchsten Stand seit einem Jahr. Erstmals seit Ende 2016 könnte der Dollar in drei aufeinanderfolgenden Monaten zur japanischen Devise zulegen. Der vermeintlich sichere Yen-Hafen wird am Mittwoch von den positiven Daten aus China belastet, der US-Dollar profitiert aber insgesamt vom gestiegenen Renditeniveau.

In Tokio zeigen sich unter anderem Bankenwerte sehr schwach. Die finanzielle Schieflage des Hedgefonds Archegos Capital Management trifft nun auch den Finanzkonzern Mitsubishi UFJ Financial Group. Transaktionen mit einem US-Kunden könnten einen Verlust von 300 Millionen US-Dollar nach sich ziehen, meldete die Gesellschaft. Mitsubishi UFJ Financial Group stürzen um 3,4 Prozent ab.

06:00 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Die Kauflaune der vergangenen Handelstage hat sich auch am Dienstag fortgesetzt und sogar noch einmal an Dynamik gewonnen: Der Dax sprang über die psychologisch wichtige Marke von 15.000 Punkten und schloss mit einem Aufschlag von 1,3 Punkten auf Tageshochniveau. Der Leitindex ließ sich dabei auch nicht von zwischenzeitlich negativen Vorzeichen an der Wall Street beeindrucken oder der Schieflage eines US-Hedgefonds. Die Frage ist nun: Kann der Dax die 15.000er Marke auch zur Wochenmitte halten und sich darüber etablieren?

Dax
Dax 15.320,52

Für Kursimpulse könnten zahlreiche frische Konjunkturdaten sorgen: So wird etwa die britische Leistungsbilanz veröffentlicht. In Deutschland stehen die Erzeugerpreise auf der Agenda und in Frankreich sowie in Italien die Verbraucherpreise. Beschäftigtenzahlen aus den USA folgen dann noch am Nachmittag.

Auch auf der Unternehmensseite ist einiges los, überwiegend aber in der zweiten und dritten Reihe. So gibt es etwa Zahlen und Geschäftseinblicke von Centrotec, Biotest, Aareal Bank und Varta.

Was den Handelsverlauf am Dienstag befeuert und gebremst hat, lesen Sie hier.

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