Montag, 29. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Thomas Badtke und Jan Gänger
17:39 Uhr

Dax startet mit Rekord in die Karwoche

Der Dax wird auch zum Auftakt der verkürzten Karwoche nicht müde: Direkt zum Start in den Montagshandel packt der deutsche Börsenleitindex einen neuen Rekord aus bei 14.817 Punkten. Dieses hat aber nicht lange Bestand, denn der Dax klettert weiter und erreicht erst bei 14.845 Zählern sein Tages- und Allzeithoch. Positive Vorgaben von Seiten der Wall Street und aus Asien stützen die Kauflaune. Aus dem Handel verabschiedet er sich dann 0,5 Prozent fester mit 14.818 Punkten. Es ist der höchste Schlusskurs, den der Index bisher erreicht hat. In den vergangenen vier Wochen konnte der Dax knapp 1000 Punkte oder rund sieben Prozent zulegen.

"Die Börse ist weiter hoffnungsgetrieben", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Sorgen vor einem sich abzeichnenden schärferen Lockdown spielen keine große Rolle", erläutert Marggraf. "Als kleiner Stimmungskiller erweist sich ein Hedgefonds-Debakel in den USA, das vor allem die Bankenkurse in Mitleidenschaft zieht. Demgegenüber stützt das sich abzeichnende Ende der Blockade des Suezkanals. Diese Panne war ein Störfeuer, das keiner gebraucht hat."

Dax
Dax 15.320,52

Bei den Einzelwerten büßen Deutsche Bank mehr als drei Prozent ein. Mehr als zwei Prozent geben Deutsche Wohnen und Delivery Hero ab. Auf der Gewinnerseite finden sich BMW mit einem Aufschlag von gut zwei Prozent sowie Eon und Deutsche Telekom mit knapp 1,5 Prozent an der Spitze.

Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,79
BMW
BMW 86,18

 

17:21 Uhr

Autobauer Stellantis hält Bänder im italienischen Werk an

Der durch die Fusion von Peugeot und Fiat Chrysler entstandene Autobauer Stellantis hält wegen der schwachen Nachfrage in der Corona-Krise die Bänder in seinem Werk im süditalienischen Melfi an. Das Unternehmen habe die Belegschaft darüber informiert, dass die Produktion vom 2. bis 12. April ruhen werde, teilt die Gewerkschaft UILM mit. Der Konzern bestätigte dies. Die mehr als 7000 Mitarbeiter würden in dieser Zeit beurlaubt. In dem Werk laufen die SUV-Modelle Jeep Renegade und Compass sowie der kompakte Geländewagen Fiat 500X vom Band. Die Fabrik gilt schon länger als schwach ausgelastet. Nach Gewerkschaftsangaben erwägt der italienisch-amerikanische Konzern, eine der beiden Produktionslinien in Melfi dauerhaft zu schließen, um Überkapazitäten abzubauen. Stellantis notieren nahezu unverändert.

Stellantis
Stellantis 14,36

17:03 Uhr

Daimler und Siemens planen digitale Modell-Autofabrik

Die Daimler-Pkw-Tochter Mercedes-Benz und Siemens planen zusammen eine voll digitalisierte Modellfabrik für den schwäbischen Autobauer in Berlin. Das fast 120 Jahre alte Mercedes-Werk in Marienfelde soll mit dem Umbau im Wandel von konventionellen Antrieben zu klimaschonenderen Elektroautos erhalten bleiben. Der "Digital Factory Campus" werde zum Vorreiter für alle 30 Mercedes-Werke weltweit, sagt Mercedes-Produktionschef Jörg Burzer. "Wir digitalisieren den gesamten Produktionsprozess und die Lieferketten, nicht nur Bruchstücke davon oder nur einzelne Anlagen", hob Siemens-Vorstand Cedrik Neike hervor, der das Geschäft mit der Industrieautomatisierung (Digital Industries) bei dem Münchner Technologiekonzern leitet. Siemens und Daimler investieren jeweils einen zweistelligen Millionenbetrag in den Umbau.

Siemens
Siemens 142,46
Daimler
Daimler 73,55

 

16:45 Uhr

Großauftrag gibt Boeing-Kurs Auftrieb

Die Bestellung von 100 Fliegern des Typs 737 Max durch Southwest Airlines ermuntert Anleger zum Einstieg bei Boeing. Die Aktien des Airbus-Rivalen steigen an der Nyse knapp vier Prozent. Die ersten Maschinen sollen den Angaben zufolge 2022 geliefert werden.

Boeing
Boeing 195,16

16:23 Uhr

Facebook und Google planen Unterwasserkabel in Südostasien

Das weltgrößte Internetnetzwerk Facebook und der US-Suchmaschinenanbieter Google planen zwei neue Unterwasserkabel, um Singapur, Indonesien und Nordamerika miteinander zu vernetzen. Ziel sei es, die Verbindungskapazitäten zwischen den Regionen zu erhöhen, heißt es. Der verantwortliche Facebook-Vizepräsident Kevin Salvadori sagt zu Reuters, die beiden Echo und Bifrost genannten Kabel seien die ersten, die eine neue Route durch die Javasee nutzen würden. Für Facebook sei es eine wesentliche Investition in Südostasien. Eine konkrete Summe nannte Salvadori nicht. Echo wird in Zusammenarbeit mit Google und dem indonesischen Telekomkonzern XL Axiata errichtet und soll 2023 fertiggestellt werden, Bifrost ein Jahr später. Marktforschern zufolge hatten 2020 weniger als zehn Prozent der rund 270 Millionen Indonesier eine Breitbandverbindung. Google-Titel verlieren 0,6 Prozent. Facebook-Papiere legen dagegen 1,3 Prozent zu.

Facebook
Facebook 296,52
Google
Google 2.252,52

 

15:42 Uhr

Gedämpfte Kauflaune an der Wall Street

Nach dem kräftigen Kursplus vom Freitag bestimmen zu Beginn der neuen Woche kleinere Gewinnmitnahmen das Geschehen an den US-Börsen. Kurz nach der Startglocke tendiert der Dow-Jones-Index kaum verändert bei 33.077 Punkten. Der S&P-500 gibt um 0,1 Prozent nach. Der Nasdaq-Composite tritt auf der Stelle.

Auf der Stimmung lasten die Probleme eines US-Hedgefonds, der Margin Calls verschiedener Banken nicht bedienen konnte. Die schweizerische Credit Suisse und die japanische Nomura warnten deshalb vor erheblichen Verlusten mit diesem Kunden, den sie namentlich nicht nannten, bei dem es sich nach Angaben informierter Personen aber um den Hedgefonds Archegos Capital Management handelt. Am Markt geht die Sorge um, dass noch mehr Banken betroffen sein könnten. Unter den Aktien von US-Banken fallen Goldman Sachs um 1,8 Prozent und Morgan Stanley um 3,6 Prozent.

Goldman Sachs
Goldman Sachs 278,10
Morgan Stanley
Morgan Stanley 78,29

 

15:20 Uhr

Brand in Chipfabrik: Schaden größer als gedacht

Der Schaden durch den Brand in einer Chipfabrik des japanischen Konzerns Renesas im Nordosten des Landes ist größer als zunächst erwartet. Es werde mindestens einen Monat dauern, bis Renesas die Produktion wiederaufnehmen könne, sagte eine Firmensprecherin. Der Austausch der durch das Feuer in Folge eines Erdbebens beschädigten Maschinen könne sogar Monate in Anspruch nehmen. Ein längerer Ausfall könnte den weltweiten Chip-Engpass verschärfen, der bereits jetzt Auto- wie Elektronikhersteller unter Druck setzt. Renesas ist aus den ehemaligen Chip-Sparten der Elektronik-Konzerne Hitachi, Mitsubishi Electric und NEC entstanden. Der Infineon-Konkurrent hat bei Mikrocontrollern für die Autoindustrie einen Weltmarktanteil von 30 Prozent, zwei Drittel der in der betroffenen Fabrik produzierten Halbleiter sind für die Autoindustrie bestimmt.

Renesas
Renesas 9,60
NEC Electronics
NEC Electronics 9,60

 

14:58 Uhr

Bitcoin nimmt Kurs auf 60.000er Marke

Der Bitcoin nimmt Anlauf zum Sprung über die Marke von 60.000 Dollar. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verteuert sich um fast acht Prozent auf 58.194 Dollar. Die wachsende Beliebtheit bei Pensionsfonds und anderen institutionellen Anlegern gebe der Kryptowährung Auftrieb, sagt Naeem Aslam, Chef-Marktanalyst des Brokerhauses Avatrade. Der Sprung über die psychologisch wichtige 60.000er Marke könnte die Initialzündung für einen Lauf in Richtung 100.000 Dollar liefern.

Bitcoin
Bitcoin 52.155,44

14:31 Uhr

Reeder: Folgen von Suezkanal-Blockade könnten Monate anhalten

Die Folgen der Suezkanal-Blockade könnten die internationale Schifffahrtsindustrie nach Einschätzung der weltgrößten Container-Reederei Maersk noch Monate beschäftigen. Selbst wenn der Kanal wieder eröffnet werde, gebe es noch deutliche Nachwirkungen für die weltweiten Kapazitäten, erklärt der dänische Hapag-Lloyd-Rivale. Bis alle derzeit wartenden Schiffe den Suezkanal passiert hätten, könnte es mindestens sechs Tage dauern. Maersk teilt weiter mit, von dem Unternehmen selbst steckten drei Schiffe aktuell im Kanal fest. Weitere 29 warteten auf Einfahrt. Bisher seien 15 auf die Strecke rund um Südafrika umgeleitet worden.

Auch Hapag-Lloyd bekommt den Stau an der wichtigen Wasserstraße zu spüren: Die Hamburger Reederei listet auf ihrer Internetseite mit Stand Samstag neun betroffene Schiffe auf. Sechs weitere wurden demnach über das Kap der Guten Hoffnung umgeleitet. Hapag-Lloyd beobachte die Entwicklung genau, erklärt die weltweite Nummer fünf der Branche. Der Konzern bemühe sich, die Auswirkungen für die Kunden so gering wie möglich zu halten.

Der 193 Kilometer lange Suezkanal zwischen dem Roten Meer und dem Mittelmeer ist Teil der kürzesten Seeverbindung zwischen Europa und Asien und wichtig für die Lieferung von Importwaren nach Europa. Über die Wasserstraße werden Möbel, Elektrogeräte und Kleidung verschifft. Umgekehrt sind durch den Stau auch leere Container auf dem Weg nach Asien auf der Strecke geblieben. Das Riesen-Containerschiff "Ever Given" hatte sich am Dienstag vergangener Woche bei starkem Wind in dem Kanal verkeilt. Am Montag konnte es zwar wieder in Bewegung gebracht, aber noch nicht vollständig flottgemacht werden.

Hapag-Lloyd
Hapag-Lloyd 146,80
Moeller-Maersk
Moeller-Maersk 2.004,00

 

14:02 Uhr

Wirtschaftsforscher: Suez-Blockade bremst Welthandel auch nach Bergung

Die Havarie im Suezkanal wird nach Ansicht der Kieler IfW-Forscher auch nach der Freilegung des den Kanal blockierenden Schiffes nachwirken. Die Blockade der wichtigen Schifffahrtsstraße für mehrere Tage habe schon durch die Corona-Krise entstandene Engpässe im maritimen Welthandel verschärft, erklärt das Institut für Weltwirtschaft (IfW). "Schon die Corona-Krise hat für Verwerfungen im maritimen Handel gesorgt und die Preise für den Container-Transport explodieren lassen", sagt IfW-Experte Vincent Stamer. Die Schiffshavarie im Suezkanal und ihre Nachwirkungen seien nun eine zusätzliche Belastung. "Das treibt tendenziell die Preise für den Seehandel nach oben, was sich früher oder später auch in den Produktpreisen niederschlagen dürfte."

Das im Suezkanal festgefahrene Riesen-Containerschiff ist wieder in Bewegung. Die "Ever Given" wurde am frühen Montagmorgen ägyptischer Zeit freigelegt, wie der Schifffahrtsdienstleister Inch Cape Shipping Services mitteilte. Der Kanalbetreiber SCA erklärte, das Schiff werde derzeit wieder flottgemacht. Damit der Verkehr im Kanal wieder aufgenommen werden kann, müsse der Frachter noch in eine Warteposition geschleppt werden.

13:14 Uhr

Hedgefonds-Probleme könnten Wall-Street-Stimmung dämpfen

Gewinnmitnahmen dürften zu Beginn der neuen Woche das Geschehen an den US-Börsen bestimmen. Auf der Stimmung lasten die Probleme eines US-Hedgefonds, der Margin Calls verschiedener Banken nicht bedienen konnte. Die schweizerische Credit Suisse und die japanische Nomura warnten deshalb vor erheblichen Verlusten mit diesem Kunden, den sie namentlich nicht nannten, bei dem es sich nach Angaben informierter Personen aber um den Hedgefonds Archegos Capital Management handelt. Die Kurse von Credit Suisse und Nomura brachen um zweistellige Prozentsätze ein. Am Markt geht die Sorge um, dass noch mehr Banken betroffen sein könnten. Unter den Aktien von US-Banken fallen Goldman Sachs vorbörslich um 3,3 Prozent und Morgan Stanley 3,1 Prozent.

Goldman Sachs
Goldman Sachs 278,10

Die Aktien der Medienunternehmen Discovery und ViacomCBS stabilisieren sich derweil. B-Aktien von ViacomCBS liegen nun 1,6 Prozent im Minus, die A-Aktien von Discovery steigen um 2,2 Prozent. Beide Titel waren am Freitag im späten Handel um jeweils gut 27 Prozent eingebrochen. Nach Angaben informierter Kreise warfen die Deutsche Bank, Goldman Sachs und Morgan Stanley im Auftrag von Archegos Aktien im Wert von rund 30 Milliarden Dollar auf den Markt, darunter auch von Discovery und ViacomCBS.

Disney
Disney 151,40

Gute Nachrichten treten derweil in den Hintergrund: Das im Suezkanal festgefahrene Containerschiff "Ever Given" konnte endlich befreit werden, doch wird es voraussichtlich noch einige Tage dauern, bis sich der Schiffsverkehr normalisieren wird.

12:53 Uhr

Ökonomen sind sich sicher: Inflation legt zu - besonders in Deutschland

Der Inflationsdruck im Euroraum dürfte im März wegen gestiegener Energiepreise angezogen haben. Von der Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires befragten Volkswirte erwarten, dass die Verbraucherpreise mit einer Jahresrate von 1,3 (Februar: 0,9) Prozent gestiegen sind. Die Kernteuerung (ohne Nahrungsmittel- und Energiepreise) dürfte bei 1,1 Prozent geblieben sein. Die Statistikbehörse Eurostat veröffentlicht die Daten am Mittwoch.

Der zu Jahresbeginn zu beobachtende Anstieg der Inflationsrate von minus 0,3 auf plus 0,9 Prozent sorgte für einiges Aufsehen. Obwohl eine solche Entwicklung aufgrund von Sondereffekten (Mehrwertsteueranhebung, Verschiebung von Schlussverkäufen) weithin erwartet worden war, sorgte ihre Stärke doch für Überraschung.

Zudem ist auf Basis der Rohöl-Termingeschäfte davon auszugehen, dass die Energiepreise die Teuerung im weiteren Jahresverlauf antreiben dürften - von Interesse sind in diesem Zusammenhang die Beratungen der Ölminister der Organisation Erdöl exportierender Länder (Opec) und ihrer Verbündeten (Opec+) am Donnerstag.

Besonders stark fällt der gemessene Inflationsanstieg aus verschiedenen Gründen in Deutschland aus. Im Februar lag die Jahresteuerung bereits bei 1,6 Prozent, im März (neue Veröffentlichung am Dienstag) ist sie laut Prognose der befragten Volkswirte auf 2,0 Prozent gestiegen. Die Bundesbank hält für Ende 2021 Teuerungsraten von vorübergehend über 3,5 Prozent für möglich.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 65,57

12:26 Uhr

Steigt Allianz in Übernahmeschlacht ein?

Bei den Dax-Unternehmen rückt Allianz in den Vordergrund. Einem Medienbericht zufolge denkt der Versicherer über ein Gegenangebot für Hartford nach. Der US-Konzern hatte zuvor eine 23,2 Milliarden Dollar schwere Offerte des Rivalen Chubb ausgeschlagen. Strategisch wäre der Kauf von Hartford durch Allianz durchaus sinnvoll, weil der Münchener Konzern dadurch seine US-Präsenz ausbauen könne, sagt ein Börsianer. Die Übernahme könnte aber sehr teuer werden. Allianz-Titel fallen zunächst leicht, legen im weiteren Verlauf aber 0,2 Prozent zu.

Allianz
Allianz 216,30

11:11 Uhr

Hedgefonds-Schieflage belastet Bank-Aktien

Die Warnung vor möglichen Einbußen durch die Schieflage eines US-Hedgefonds brocken Credit Suisse den größten Tagesverlust seit dem Börsencrash vom Frühjahr 2020 ein. Die Aktien des Geldhauses fallen in Zürich elf Prozent. Zuvor hatten die Papiere der japanischen Investmentbank Nomura ebenfalls wegen drohender Verluste im US-Geschäft mit 16,3 Prozent das größte Tagesminus seit Jahrzehnten verbucht. Vor diesem Hintergrund geben die Titel der Deutschen Bank fünf Prozent nach. Der europäische Bankenindex verliert 0,7 Prozent.

Credit Suisse
Credit Suisse 8,40
Deutsche Bank
Deutsche Bank 9,79

 

10:54 Uhr

Cazoo-Börsenplan beflügelt Großaktionär - Konkurrent Auto1 unter Druck

Die Hoffnung auf einen erfolgreichen Börsengang der Beteiligung Cazoo beschert Daily Mail and General Trust einen Kurssprung. Die Aktien des Zeitungsverlags steigen in London um fast 16 Prozent. Das Unternehmen verspricht sich durch das Debüt 1,35 Milliarden Dollar in bar und Cazoo-Aktien. Die Titel des Cazoo-Rivalen Auto1 fallen um gut ein Prozent.

Auto1
Auto1 45,85

 

10:37 Uhr

Herunterstufung setzt Leoni deutlich zu

Ein negativer Analystenkommentar schickt Leoni auf Talfahrt. Die Aktien des Autozulieferers fallen knapp sieben Prozent auf etwa 10,60 Euro. Die Experten von JPMorgan haben die Papiere auf "Underweight" von "Neutral" heruntergestuft und das Kursziel auf fünf von neun Euro gesenkt.

Leoni
Leoni 11,16

10:15 Uhr

Kunde brockt Nomura Milliardenverlust ein - Aktie bricht ein

Die japanische Investmentbank Nomura Holdings warnt vor einem möglichen Verlust von zwei Milliarden US-Dollar im Zusammenhang mit einem US-Kunden. Nomura sieht sich deswegen gezwungen, die geplante Anleiheemission von 3,25 Milliarden Dollar zunächst auf Eis zu legen. Am Tokioter Aktienmarkt kommt die Nachricht nicht gut an: Nomura Holdings brechen um 15,6 Prozent ein.

Nomura
Nomura 4,52

Zum Namen des US-Kunden schwiegen sich die Japaner aus. Allerdings kommt die Mitteilung der Bank nach einem turbulenten Handel an der Wall Street. Eine kleinere US-Investmentgesellschaft namens Archegos Capital Management hatte Positionen für fast 30 Milliarden US-Dollar liquidiert. Nomura erklärte weiter, dass ein Ereignis am 26. März "bei ihrer US-Tochtergesellschaften einen erheblichen Verlust aus Transaktionen mit einem US-Kunden verursachen könnte". Nomura prüfe nun das Ausmaß der Verluste und die Auswirkungen auf ihre Ergebnisse.

09:41 Uhr

"Aktien bleiben die Anlageklasse der Stunde"

"Aktien bleiben die Anlageklasse der Stunde", sagt Portfoliomanager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners nach dem positiven Dax-Start in die neue und verkürzte Handelswoche. Der Dax klettert direkt auf ein neues Allzeithoch. "Das Positive wird wahrgenommen, das negative wird ignoriert", so Altmann weiter.

Investoren setzten auf eine kraftvolle Erholung der Wirtschaft von den Folgen der Coronavirus-Pandemie. "Wir rechnen für dieses Jahr mit einem weltweiten Wachstum von 6,4 Prozent", prognostiziert Volkswirt Christian Keller von der Barclays Bank. Triebfeder seien vor allem die billionenschweren Staatshilfen in den USA. "Die steigende Inflation in den kommenden Monaten wird vorübergehen und die wichtigen Notenbanken scheinen entschlossen, darüber hinwegzusehen."

Dax
Dax 15.320,52

 

09:07 Uhr

Dax startet mit Allzeithoch

Mit deutlichen Gewinnen hat sich der Dax am Freitag ins Wochenende verabschiedet. Nach Börsenschluss kletterte der Dow-Jones-Index an der Wall Street wieder über die 33.000er Marke, feierte deutliche Kursaufschläge. Im außerbörslichen Handel schob das den deutschen Leitindex wiederum über seinen bisherigen Rekordstand von 14.804 Punkten. Diese Kurseuphorie schiebt den Dax zum Start in den Montagshandel auf den neuen Rekordstand von 14.817 Zählern.

"Es ist schon etwas Erleichterung zu spüren, dass der Suezkanal in absehbarer Zeit wieder befahrbar sein wird", kommentiert ntv-Börsenkorrespondent Frank Meyer mit Blick auf die asiatischen Börsen und deren positive Vorgaben zum Wochenstart.

08:58 Uhr

Deutsche Exporteure so zuversichtlich wie zuletzt vor zehn Jahren

Unter den deutschen Exporteuren breitet sich laut Ifo-Institut große Zuversicht aus. Die Exporterwartungen der Industrie seien im März von 11,9 Punkten auf 24,9 Punkte gestiegen und damit auf den höchsten Wert seit Januar 2011, teilen die Münchner Forscher mit. "Die Exportwirtschaft profitiert von einer starken Konjunktur in Asien und den USA", sagt Ifo-Präsident Clemens Fuest. "Auch der Euroraum nimmt langsam etwas Fahrt auf."

In fast allen Industriezweigen blicken die Betriebe demnach zuversichtlicher auf ihr Auslands-Geschäft. Die Elektroindustrie hoffe auf einen deutlichen Anstieg der Export-Aufträge. Gleiches gelte für den Maschinenbau, wo das Barometer auf den höchsten Wert seit November 2017 geklettert sei. "Auch der Automobilsektor bleibt optimistisch", betonte Fuest. "Die Möbelindustrie hat die Wende geschafft - nach zwei Monaten mit merklich pessimistischeren Aussichten keimt nun wieder Hoffnung auf." Mit rückläufigen Umsätzen rechnen hingegen Unternehmen, die Bekleidung und Schuhe herstellen.

Die Stimmung der Firmen in Deutschland hat sich jüngst trotz der dritten Corona-Welle überraschend stark aufgehellt, wie das Münchner Institut am Freitag zu seiner Umfrage unter 9000 Managern bekanntgegeben hatte. Der Ifo-Geschäftsklimaindex stieg im März um 3,9 auf 96,6 Punkte und damit auf den höchsten Stand seit Juni 2019.  

08:42 Uhr

Euro stürzt in Richtung Fünfmonatstief

Der Euro tendiert in der Nähe seines tiefsten Standes seit knapp fünf Monaten notiert. Am Morgen kostet die Gemeinschaftswährung 1,1780 US-Dollar. In der vergangenen Woche wurde mit 1,1761 Dollar der tiefste Stand seit Anfang November erreicht. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs am Freitag auf 1,1782 Dollar festgesetzt.

Der Euro wird seit einiger Zeit durch einen aufwertenden Dollar unter Druck gesetzt. Gründe sind unter anderem steigende Wachstumserwartungen in den USA und steigende Zinsen im Dollar-Raum.

Euro / US-Dollar
Euro / US-Dollar 1,20

08:13 Uhr

Ölpreis rauscht nach unten 

Die nachlassende Furcht vor einem Angebotsengpass schickt den Ölpreis auf Talfahrt. Die Sorte Brent aus der Nordsee verbilligt sich um 2,1 Prozent auf 63,22 Dollar je Barrel. Der Grund: Das im Suezkanal havarierte Containerschiff wurde wieder flottgemacht. Die Blockade der für den Welthandel wichtigen Wasserstraße hatte in der vergangenen Woche den Ölpreis in die Höhe getrieben.

Zur Einordnung: Aus dem Mittleren Osten werden durch den Kanal jeden Tag 600.000 Barrel (je 159 Liter) Rohöl in Richtung Europa und USA transportiert. Auch der Weg von Öl aus dem Atlantischen Becken nach Asien läuft durch den Kanal - mit einem Volumen von 850.000 Barrel täglich.

Rohöl (Brent)
Rohöl (Brent) 65,57

07:51 Uhr

Freier Suezkanal macht Anleger froh

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AP

Der Dax wird zum Handelsstart in die verkürzte Osterwoche leicht im Plus erwartet. So stellt IG den Index am Morgen bei 14.774 Punkten nach 14.749 Punkten zum Freitagsschluss. Dabei gibt es zunächst eine gute Nachricht zu verarbeiten: Die Lage im Suezkanal entspannt sich langsam, das havarierte Containerschiff wurde erfolgreich flott gemacht.

Dax
Dax 15.320,52

Nun können die Güter auf den vor dem Kanal wartenden rund 300 Schiffen nach und nach wieder die Fahrt zu ihren Bestimmungshäfen aufnehmen. Damit können sich Lieferketten zumindest mittelfristig wieder stabilisieren, kurzfristig sind Probleme dagegen nicht auszuschließen.

Zum Wochenauftakt stehen nur wenige Firmentermine im Kalender. Auch relevante Konjunkturindikatoren gibt es kaum.

07:20 Uhr

Viele britische Unternehmen verkaufen nicht mehr in die EU

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picture alliance/dpa/PA Wire


Britische Exportunternehmen leiden einer Umfrage zufolge stark unter dem Ausscheiden Großbritanniens aus der Europäischen Union. "Diejenigen, die international Geschäfte machen, werden mit einem unglaublich aufwendigem, ungewohnten Papierkram konfrontiert", sagte der nationale Vorsitzende des Verbandes kleiner Unternehmen (FSB), Mike Cherry. "Wir hatten gehofft, dass es sich um Kinderkrankheiten handeln würde, aber es scheint zu einem dauerhaften, grundsätzlichem Problemen zu werden."

In der Umfrage des FSB gaben mehr als ein Fünftel der kleinen britischen Exporteure an, ihre Verkäufe in die EU vorübergehend ausgesetzt zu haben, zusätzliche vier Prozent haben den Handel mit der EU dauerhaft eingestellt. Etwas mehr als jeder Zehnte habe bereits eine Niederlassung in einem EU-Land gegründet oder ziehe dies in Erwägung, hieß es weiter.

Nach offiziellen Angaben des nationalen Statistikbüros brachen britische Warenexporte in die EU im Januar im Vergleich zum Dezember um 40,7 Prozent ein, die Importe fielen um 28,8 Prozent. Großbritanniens Chefunterhändler für den Brexit, David Frost, erklärte dazu mit Blick auf die Corona-Pandemie, dass es infolge der "einzigartige Kombination von Faktoren unvermeidbar war, einige ungewöhnliche Zahlen zu sehen".

07:01 Uhr

Gute Laune in Japan und China

Hoffnung auf eine beschleunigte globale Erholung versetzt Anleger in Asien in Kauflaune. "Wir gehen davon aus, dass die Weltwirtschaft in diesem Jahr mit 6,4 Prozent solide expandieren wird, angetrieben von einem großen fiskalischen Stimulus in den USA, mit positiven Spillover-Effekten für den Rest der Welt", sagt etwa Christian Keller, Ökonom bei Barclays. "Die steigende Inflation in den kommenden Monaten dürfte nur vorübergehend sein, und die wichtigsten Zentralbanken scheinen entschlossen zu sein, darüber hinweg zu sehen."

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index liegt 1,1 Prozent höher bei 29.485 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index steigt um 0,7 Prozent und lag bei 1997 Punkten. Die Börse in Shanghai liegt 0,7 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewinnt 0,7 Prozent.

Nikkei
Nikkei 29.188,17

06:27 Uhr

Das wird heute wichtig für den Dax

Mit deutlichen Gewinnen hat sich der Dax in der Vorwoche ins Wochenende verabschiedet. Nachdem der deutsche Börsenleitindex am Donnerstagvormittag noch bis auf knapp über 14.400 Punkte gefallen war, schloss er am Freitag bei einem Stand von 14.749 Zählern. Allein am Freitag war es dabei 0,9 Prozent aufwärts gegangen. Das Allzeithoch von 14.804 Punkten ist damit wieder in greifbare Nähe gerückt. Doch während einige Marktexperten die 15.000er Marke im Dax schon bald fallen sehen, gehen andere davon aus, dass sich der Leitindex vorerst weiter in seiner bisherigen Handelsspanne bewegen wird.

"An der Börse findet derzeit ein Tauziehen statt zwischen den Bullen, die auf weitere Stimulus-Maßnahmen, entschlossene Notenbanken und ein Ende der Pandemie mit anschließendem Boom hoffen, und den Bären, die wegen einer dritten Welle und dynamisch steigender Corona-Infektionen mit einer langsameren Konjunkturerholung rechnen", sagt Marktanalyst Milan Cutkovic vom Brokerhaus Axi. "Ohne frische Impulse dürfte es für die Aktienmärkte schwer werden, diesen Kampf zu entscheiden und eine klare Richtung zu finden."

Und Impulse sind zum Wochenstart zumindest rar gesät: Von Konjunkturseite sollten die Anleger nach Großbritannien blicken, wo etwa Verbraucherpreise veröffentlicht werden. Unternehmensseitig sieht es gleichfalls eher dünn aus: In Deutschland geben bet-at-home und Hypoport Einblicke in die geschäftliche Lage.

Was den Dax-Kurs am Freitag befeuert hat, lesen Sie hier.

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