Dienstag, 30. März 2021Der Börsen-Tag

Heute mit Max Borowski und Thomas Badtke
17:47 Uhr

Die Bullen sind los: Dax schließt über 15.000

Der Dax bewegt sich in immer luftigeren Höhen: Im Dienstagshandel startet der Leitindex direkt mit einem Allzeithoch über 14.900 Punkten. Im weiteren Verlauf baut er seine Gewinne weiter aus und lässt sich auch von einer mit Abgaben aufwartenden Wall Street nicht bremsen. Im späten Handel überspringt der Dax dann erstmals die psychologisch wichtige Marke von 15.000 Zählern und zieht bis 15.029,70. Zum Handelsende notiert er 1,3 Prozent fester bei einem Stand von 15.009 Stellen.

"Die Bären haben hier nichts zu sagen, die Bullen sind los am deutschen Aktienmarkt", kommentiert ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. "Die Corona-Krise hat scheinbar ihren Schrecken verloren", unterstreicht sie und führt aus: "Auch steigende Anleiherenditen und ein Hedgefonds in Schieflage können die Kauflaune nicht bremsen: Teile der Wirtschaft befinden sich zwar noch immer im Corona-Lockdown, doch die jüngsten Konjunkturdaten zeigen, dass sich die Stimmung in der Wirtschaft weiter verbessert", erläutert die Expertin. "Anleger setzen auf einen Wirtschaftsboom nach Corona."

Dax
Dax 15.320,52

Bei den Einzelwerten sind zyklische Werte gefragt: Auf der Dax-Gewinnerliste tummeln sich VW-Vorzugsaktien mit einem Aufschlag von mehr als vier Prozent an der Spitze, gefolgt von BMW-Papieren, die knapp 3,5 Prozent zulegen und Covestro mit einem Plus von rund drei Prozent. Auf der Gegenseite stehen FMC mit einem Abschlag von rund einem Prozent ganz oben.

VW Vorzüge
VW Vorzüge 231,05
FMC
FMC 65,72

 

17:24 Uhr

Suez-Panne: Industrie fürchtet noch Monate Lieferkettenprobleme

Industrie fürchtet noch Monate Lieferkettenprobleme durch verspätete Schiffe

Die deutsche Industrie fürchtet trotz der jüngsten Entspannung am Suezkanal noch mit monatelangen Verzögerungen im internationalen Handel. "Eine Auflösung des Rückstaus von knapp 400 Schiffen wird nach einer erfolgten Öffnung des Kanals voraussichtlich weitere drei bis sechs Tage dauern", sagt Holger Lösch vom Industrieverband BDI. Als nächstes werde sich der Rückstau dann auf die Häfen verlagern. "Eine zeitverzögerte Abfertigung und Wartezeit der Schiffe in den Häfen in den nächsten Wochen wird so zusätzlichen Druck auf die Lieferketten ausüben." Vor dem dritten Quartal sei insgesamt nicht mit einer Entspannung bei den maritimen Lieferketten zu rechnen.

Am Montag war es gelungen, das im Suezkanal auf Grund gelaufene Riesen-Containerschiff "Ever Given" wieder zu bewegen. Der Kanalbetreiber teilte mit, bis Dienstagabend würden 140 Schiffe die für den Welthandel so wichtige Route passieren können - die kürzeste Seeverbindung zwischen Asien und Europa. Der Stau solle sich in drei bis vier Tagen auflösen. Der Suezkanal war fast eine Woche blockiert.

 

17:08 Uhr

Öffnung für Bitcoin: Paypal-Kurs steigt

Der US-Zahlungsdienstleister Paypal legt rund ein Prozent zu. Das Unternehmen ermöglicht es seinen US-Kunden, Online-Händler künftig mit digitalem Geld zu bezahlen. Zuvor hatte bereits der Kreditkarten-Anbieter Visa angekündigt, künftig Kryptowährungen für Transaktionen zuzulassen. Die Ankündigungen sorgen weiter für Rückenwind bei Bitcoin. Die älteste und wichtigste Cyber-Devise verteuerte sich um mehr als drei Prozent auf 59.170 Dollar.

Paypal
Paypal 218,20
Bitcoin
Bitcoin 52.155,44

 

16:46 Uhr

Dax knackt die 15.000-Punkte-Marke

Der Dax überspringt erstmals die Marke von 15.000 Punkten, nachdem er bereits mit über 14.900 Zählern in den Dienstagshandel gestartet war. Er notiert mit 15.018 Punkten 1,3 Prozent im Plus. "Störfaktoren wie die Hedgefonds-Schieflage in den USA wischt der Leitindex einfach weg", kommentiert ein Marktteilnehmer.

16:36 Uhr

Batterie-Engpass behindert Produktion: Tesla-Kurs fällt

Zu den Verlierern am US-Aktienmarkt gehöre Tesla mit einem Minus von fast drei Prozent. Firmenchef Elon Musk zufolge behindert ein Engpass bei Batteriezellen die Produktion des Elektro-Trucks Semi..

Tesla
Tesla 597,80

16:16 Uhr

Steigende Bond-Renditen bremsen Wall Street

Wieder aufgeflammte Inflationssorgen setzen der Wall Street zu. Der US-Standardwerteindex Dow Jones und der breit gefasste S&P-500 fallen zunächst jeweils etwa 0,3 Prozent. Der technologielastige Nasdaq, der in den vergangenen Monaten überdurchschnittlich zugelegt hatte, büßt 0,9 Prozent ein.

"Wir befinden uns in einer Phase, in der sich die Leute an die etwas höheren Renditen anpassen", sagt Jon Maier, Chef-Anleger des Fondsanbieters Global X ETFs. Der Verkaufsdruck bei Staatsanleihen trieb die Rendite der richtungweisenden zehnjährigen T-Bonds zeitweise auf ein 14-Monats-Hoch von 1,776 Prozent. Steigende Anleihe-Renditen bedeuten höhere Finanzierungskosten für Staaten und Unternehmen. Genährt wurden die Inflationssorgen von den Plänen für ein drei Billionen Dollar schweres Konjunkturprogramm, das US-Präsident Joe Biden am Mittwoch vorstellen will.

15:27 Uhr

Spekulationen um Archegos-Verlust: Credit Suisse unter Druck

In Zürich werfen die Anleger Credit Suisse nach dem Kurssturz vom Vortag erneut aus ihren Depots. Angesichts des hohen Verlustrisikos durch die Schieflage des US-Hedgefonds Archegos verlieren die CS-Aktien zeitweise mehr als zwei Prozent. Marktteilnehmer befürchten, dass der Verlust der Großbank infolge der Verstrickungen mit Archegos höher ausfallen könnte als bislang vermutet, Dividenden und Aktienrückkäufe daher gefährdet seien. "Ich denke, es ist an der Zeit, dass sie eine Erklärung abgeben, wie hoch sie den Verlust einschätzen", sagte ein Händler einer europäischen Bank. Insidern zufolge dürfte sich der Verlust bei Credit Suisse durch die Archegos-Probleme auf bis zu vier Milliarden Dollar belaufen.

Credit Suisse
Credit Suisse 8,40

15:06 Uhr

Sahin: Sommer-Folgen "sind große Unbekannte" – Biontech peilt noch mehr Impfdosen an

Biontech und sein Partner Pfizer wollen 2021 mehr Covid-19-Impfstoff herstellen als bislang geplant. Biontech gehe nun von einer Produktionskapazität von bis zu 2,4 Milliarden Impfdosen aus, teilt die Biotechfirma mit. Zuletzt hatten die beiden Partner ihr Produktionsziel auf 2,3 bis 2,4 von zuvor zwei Milliarden Dosen angehoben. Der Anstieg sei hauptsächlich durch verbesserte Herstellungsprozesse, die neue Produktionsstätte von Biontech in Marburg, die Zulassung der Entnahme einer sechsten Impfdosis sowie durch die Erweiterung des Hersteller- und Lieferantennetzwerks möglich geworden. Biontech führe weitere Gespräche mit potenziellen Partnern. Bis zum 23. März wurden weltweit mehr als 200 Millionen Dosen des Impfstoffs ausgeliefert.

14:43 Uhr

Engpass bei Computerchips dauert mindestens bis Sommer

Der durch einen Brand bei dem japanischen Hersteller Renesas Electronics verursachte Engpass bei Computerchips wird sich vermutlich noch einige Monate hinziehen. Es werde mindestens 100 Tage dauern, bis die Produktion wieder normales Niveau erreiche, teilt das Unternehmen mit. Die durch das Feuer am 19. März unterbrochene Fertigung könne zwar voraussichtlich binnen eines Monats wieder aufgenommen werden, sagt Konzernchef Hidetoshi Shibata bei einer Pressekonferenz. Bis alle 23 beschädigten Maschinen ausgetauscht oder repariert seien, könnten aber 100 bis 120 Tage vergehen. Damit zeichnet sich ab, dass sich Lage für die Automobilindustrie, die auf den Lieferanten angewiesen ist, erst im Sommer entspannen dürfte.

Ob dann wieder ausreichend Halbleiter zur Verfügung stehen, ist allerdings fraglich. Denn Computerchips sind waren schon vor dem Brand bei Renesas knapp. Weltweit stockte deshalb bei vielen Autobauern bereits die Produktion. Der Brand bei Renesas verschärfte die Probleme zusätzlich. Experten gehen davon aus, dass die Branche länger mit einer Knappheit bei Halbleitern zu kämpfen haben wird.

Renesas versucht unterdessen, die ausgefallene Chip-Fertigung an andere Hersteller auszulagern. Durch eigene Produktion und Outsourcing solle der Produktionsrückstand bis Dezember aufgeholt werden. Dennoch rechnet das Unternehmen in diesem Jahr mit einem Umsatzrückgang zwischen 19,5 und 26 Milliarden Yen (gut 200 Millionen Euro). Die japanische Regierung unterstützt das Unternehmen dabei, dass die benötigten neuen Maschinen zur Chipfertigung möglichst schnell geliefert werden und hat sich deshalb an Taiwan gewandt: "Wir sprechen mit mehreren Herstellern von Produktionsanlagen (in Taiwan), um die Beschaffung zu beschleunigen", sagte Industrieminister Hiroshi Kajiyama.

Renesas
Renesas 9,60

14:15 Uhr

Geschäftszahlen befeuern Biontech-Kurs

Die Vorlage der Geschäftszahlen ermuntert weitere Anleger zum Einstieg bei Biontech. Die Aktien der Biotechfirma steigen mehr als sieben Prozent auf 86,10 Euro. Vorläufigen Berechnungen zufolge stieg der Umsatz im vierten Quartal 2020 auf 345,4 Millionen Euro von 28 Millionen im Vorjahreszeitraum. Der Gewinn liege bei 366,9 Millionen Euro, nach einem Verlust von 58,2 Millionen Euro im Schlussquartal 2019. Gemeinsam mit dem Partner Pfizer will Biontech bis zum Jahresende 2,5 Milliarden Dosen des Coronavirus-Impfstoffs produzieren.

13:52 Uhr

Wall Street steht vor volatilem Handelstag

An den US-Börsen könnte es am Dienstag volatil zugehen, nachdem die Renditen am Anleihemarkt wieder gestiegen sind und ein neues 14-Monats-Hoch erreicht haben. Der S&P-Future schwankt vorbörslich zwischen positivem und negativem Terrain hin und her. Der Nasdaq-Future gibt derweil um 0,4 Prozent nach, was auf neuerliche Abgaben im Technologiesektor hindeutet. Der Sektor reagiert wegen seines höheren Fremdkapitalanteils besonders empfindlich auf steigende Marktzinsen.

An Konjunkturdaten wird eine halbe Stunde nach der Startglocke der Index des Verbrauchervertrauens für März veröffentlicht. Volkswirte rechnen mit einem deutlichen Anstieg.

S&P 500
S&P 500 4.136,50

13:40 Uhr

Xiaomi investiert Milliarden in E-Fahrzeug-Firma

Der chinesische Smartphonehersteller Xiaomi steigt in das Geschäft mit Elektrofahrzeugen ein und gründet davor eigens eine Firma. In die neue Tochtergesellschaft würden zunächst zehn Milliarden Yuan - 1,29 Milliarden Euro - investiert, wie Xiaomi mitteilt. In den nächsten zehn Jahren sollen weitere milliardenschwere Investitionen in die 100prozentige Tochtergesellschaft fließen. Xiaomi-Aktien klettern rund zwei Prozent im europäischen Geschäft.

13:14 Uhr

Biontech-Chef Sahin bei ntv: "Müssen schnell die über 50-Jährigen impfen"

Im Kampf gegen Corona warnen Politiker und Experten vor künftigen Virus-Mutanten, die immun gegen die Impfstoffe sind. Wann werden wir wieder entspannter leben können? Das ist die Frage, die derzeit viele beschäftigt. Biontech-Gründer Ugur Sahin sagt noch kritische Monate voraus: "In den nächsten drei bis vier Monaten müssen wir versuchen, die Infektionszahlen so niedrig wie möglich zu halten", sagt er im ntv-Interview.

Biontech
Biontech 139,95

"In der Zwischenzeit werden wir viele Impfdosen nach Europa liefern, so dass wir Ende Mai einen Impfeffekt sehen werden. Wir müssen jetzt sehr schnell sehen, dass wir die über 50-Jährigen impfen", sagt Sahin weiter. "Ich rechne damit, dass - wenn alle Parteien Impfstoffe liefern und die Impfungen gut vorangehen - wir Ende des Sommers so weit sind, in eine Normalität reinzukommen, so dass wir den Winter ohne weiteren Lockdown erleben können."

Sollten die Infektionszahlen mit steigenden Temperaturen nicht zurückgehen, sei ein harter Lockdown jedoch unumgänglich. "Wir sind in Europa schon mit den Infektionszahlen so weit, dass wir eigentlich gar nicht länger warten können, bis wir striktere Maßnahmen ergreifen."

Hier eine Übersicht zur Bedeutung des Biontech-Impfstoffs für die deutschen Impfbemühungen:

Biontech schreibt Verluste. Die Gewinne, die mit dem Corona-Impfstoff erwirtschaftet weden, will Biontech reinvestieren. "Wir reinvestieren in unsere Pipeline - wir haben insgesamt 13 Produkte -, um die Entwicklungen voranzutreiben", sagt Sahin im ntv-Interview. "Wir haben die Möglichkeit, ein Unternehmen aufzubauen, das global ein neues pharmazeutisches Konzept adressiert: Immun-Therapien nicht nur gegen Krebs oder Infektionskrankheiten. Wir glauben, dass wir ein Unternehmen sind, das auch in anderen Krankheitsgebieten - Autoimmunkerkrankungen, entzündliche Krankheiten - Medikamente entwickeln kann."

Hören und sehen Sie hier das ganze Interview:


12:51 Uhr

Erdogan entlässt auch Vizechef der türkischen Zentralbank

Zehn Tage nach der Entlassung des Notenbankchefs hat der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan auch dessen Stellvertreter vor die Tür gesetzt. Eine Begründung, warum Vize-Notenbankchef Murat Cetinkaya seinen Stuhl räumen musste, wurde nicht gegeben. Sein Nachfolger steht bereits fest. Laut offiziellen Amtsblatt wurde der Banker Mustafa Duman auf den Posten berufen.

Die türkische Lira war um rund 13 Prozent eingebrochen, nachdem Erdogan am 20. März Notenbankchef Naci Agbal entlassen hatte - zwei Tage nach einer kräftigen Zinsanhebung. Ersetzt wurde Agbal durch Sahap Kavcioglu, einen Ex-Banker, Ex-Abgeordneten der Regierungspartei und erklärten Gegner einer straffen Geldpolitik. Damit wurde seit Mitte 2019 bereits zum dritten Mal der Notenbank-Gouverneur seines Postens enthoben. Agbal hatte zuvor im Kampf gegen eine prozentual zweistellige Inflationsrate die Leitzinsen von 17 auf 19 Prozent angehoben. Höhere Zinsen stärken die Landeswährung, was Importe verbilligt und damit den Preisauftrieb dämpft.

Die Entlassung Agbals hatte erhebliche Turbulenzen an den Finanzmärkten ausgelöst und Befürchtungen genährt, die Türkei könnte zu einer unorthodoxen Wirtschaftspolitik und zu schnellen Zinssenkungen zurückkehren. Die Inflationsrate lag im Februar bei 15,6 Prozent. Cetinkaya, ein ehemaliger Chef der Börse in Istanbul, war seit Mitte 2019 bei der Zentralbank beschäftigt.

12:31 Uhr

Inflationserwartungen der Euroraum-Industrie steigen stark

Die Inflationserwartungen im Euroraum haben im März erneut zugenommen, am stärksten in der Industrie. Nach Mitteilung von Eurostat stiegen die im Rahmen des Wirtschaftsstimmungsindex Esi erhobenen Verkaufspreiserwartungen der Industrie auf 17,6 Punkte nach 9,8 Punkten im Februar. Das ist der deutlichste Zuwachs seit zehn Jahren. Die Preiserwartungen im Dienstleistungssektor erhöhten sich auf plus 0,9 (minus 3,2) Prozent, waren aber immer noch unterdurchschnittlich. Die Preiserwartungen der Verbraucher lagen mit 18,6 (15,7) Punkte genau auf dem Durchschnitt der Datenreihe. Die Verkaufspreiserwartungen des Einzelhandels stiegen auf 8,2 (3,9) Punkte und waren überdurchschnittlich.

12:14 Uhr

Inflationssorgen? US-Renditen treiben Anleiherenditen in Eurozone an

Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihen steigt auf minus 0,285 Prozent. Das ist der höchste Stand seit mehr als einer Woche. Die Renditen der zehnjährigen US-Staatsanleihen stiegen auf ein 14-Monatshoch und zogen die Renditen der Anleihen der Eurozone mit sich, wie Marktteilnehmer zur Begründung sagen.

11:55 Uhr

Aktienrückkauf pusht Scout24-Kurs

Der Kleinanzeigen-Betreiber Scout24 lässt seine Aktionäre am milliardenschweren Verkauf des Autoanzeigen-Geschäfts teilhaben und startet einen Aktienrückkauf in Höhe von fast einer Milliarde Euro. Insgesamt würden bis zu knapp 13,98 Millionen Anteilsscheine für 69,66 Euro zurückgekauft, teilt Scout24 mit. Das Gesamtvolumen des Angebots liege bei 973,6 Millionen Euro. "So nähern wir uns einer ausgewogenen Kapitalstruktur an, die zu unserem auf ImmoScout24 fokussierten Geschäftsmodell passt", sagte Finanzvorstand Dirk Schmelzer. Die Annahmefrist beginnt am 1. April und endet am 16. April. Am Montag war die Aktie bei 62,55 Euro aus dem Handel gegangen. Nun notiert sie bei 65 Euro und liegt knapp vier Prozent im Plus.

Scout24
Scout24 70,24

11:07 Uhr

Millionenschwerer Großauftrag schiebt Nordex-Kurs an

Der Windkraftanlagenbauer Nordex hat einen Großauftrag aus Spanien über 182,4 Megawatt an Land gezogen. Wie der Konzern mitteilt, liefert er 38 Anlagen für einen Windpark in Zentralspanien. Der Auftrag umfasse auch einen Service-Vertag der Turbinen über zwei Jahre. Dem Kurs hilft der Deal auf die Sprünge: Er zieht knapp drei Prozent an.

Nordex
Nordex 25,10

10:13 Uhr

Chip-Schwergewicht erhöht Preise: Branche profitiert

Mit Kursgewinnen warten Chip-Aktien auf. Treiber sind Berichte, wonach Taiwan Semiconductor weitere Preiserhöhungen durchsetzen will. "Das dürfte leicht fallen, nachdem vor allem die Autoindustrie mit dem Chip-Mangel Probleme hat", kommentiert ein Händler. TSMC wolle nun saisonale Preiserhöhungen für alle Wafer-Produkte vornehmen, so dass die Preise am Jahresende um 25 Prozent höher stehen sollen. Vor allem Lenovo profitieren davon und springen nach der Meldung rund 10 Prozent. Infineon notieren dagegen kaum verändert.

Taiwan Semiconductor Manufacturing
Taiwan Semiconductor Manufacturing 96,80
Lenovo
Lenovo 1,16

 

09:57 Uhr

Bertelsmann erzielt Rekordergebnis

Der Medien- und Dienstleistungskonzern Bertelsmann ist gut durch das Corona-Jahr 2020 gekommen und hat im operativen Geschäft einen Rekordgewinn erzielt. Der Betriebsgewinn - operatives Ebitda - stieg auf 3,1 Milliarden Euro von 2,9 Milliarden Euro 2019, wie das Unternehmen mitteilt. Unter dem Strich lag das Ergebnis mit knapp 1,5 Milliarden Euro gut ein Drittel über dem Wert von 2019. Der Umsatz sackte allerdings rund vier Prozent auf 17,3 Milliarden Euro ab und damit etwa auf das Niveau von 2017. "2020 war ein Ausnahmejahr, das wir trotz der Corona-Pandemie mit starken Ergebnissen abgeschlossen haben", sagt Konzernchef Thomas Rabe. "Umsatzrückgänge verzeichneten wir primär im zweiten Quartal, im zweiten Halbjahr hingegen legten nahezu alle Geschäfte wieder zu." Der Anteil des Digitalgeschäfts am Umsatz kletterte 2020 auf 53 Prozent.

Für 2021 sieht Bertelsmann weiter Unsicherheiten aufgrund der weltwirtschaftlichen Auswirkungen der Corona-Pandemie. Der Konzern sei aber breit aufgestellt und könne dies gut abfedern, sagt Finanzchef Rolf Hellermann: "Vor diesem Hintergrund erwarten wir eine hohe operative Profitabilität sowie ein Konzernergebnis erneut von mehr als einer Milliarde Euro."

08:50 Uhr

Blut in der Sohle: Nike klagt gegen "Satans-Schuh"

Der weltgrößte Sportartikelhersteller Nike hat laut einem Medienbericht das US-Kunstkollektiv "MSCHF" wegen Markenrechtsverletzung nach ihrer Zusammenarbeit mit dem Rapper Lil Nas X verklagt. MSCHF hatte am Montag 666 Paare eines "Satan Schuhs" verkauft, der zusammen mit dem Rapper entwickelt wurde. Diese seien jedoch ohne Genehmigung des Unternehmens hergestellt worden, berichtete das Musik-Magazin "Rolling Stone", dem die Klage vorlag. Die "Satan-Schuhe" sind demnach inoffizielle Redesigns von Nikes Markenzeichen, dem Air Max 97-Sneaker. Weiter hieß es von Nike, der Schuh habe bereits "erheblichen Schaden für [Nikes] Firmenwert verursacht".

Die Schuhe zeichnen sich durch ein Pentagramm-Design aus, außerdem durch ein umgekehrtes Kreuz und einen Verweis auf eine Stelle in der Bibel, Lukas 10:18 ("Ich sah Satan wie einen Blitz vom Himmel fallen"). Die Schuhe wurden zu einem Preis von 1018 US-Dollar pro Paar verkauft. Der Preis war wiederum eine Anlehnung an den Bibelvers. Laut MSCHF seien die Schuhe innerhalb einer Minute ausverkauft gewesen.

Die Turnschuhe sollen, wie der Sender NBC News berichtete, auch einen Tropfen menschlichen Blutes in der Sohle enthalten, das von Mitgliedern des MSCHF-Teams stammt.

08:41 Uhr

Insider: Saudis wollen Ölförderung bis Juni kürzen

Saudi-Arabien ist nach Insiderinformationen dazu bereit, die Verlängerung der freiwilligen Ölkürzungen durch die Organisation Erdöl exportierender Länder und ihrer Kooperationspartner (OPEC+) zu unterstützen. Das Land sehe "die Nachfrage noch nicht als stark genug an und will verhindern, dass die Preise fallen", wie eine Person aus dem Umfeld des Ölkartells zu Reuters sagte. Saudi-Arabien sei daher daran interessiert, die Reduzierung der Fördermenge bis in den Juni hinein zu verlängern.

Brent Rohöl
Brent Rohöl 65,25

Im April soll bei einem weiteren OPEC+-Treffen das Vorgehen für den Monat Mai und darüber hinaus abgesprochen werden. Der Branchen-Benchmark Brent-Rohöl-Future, der in diesem Monat mit 71 Dollar pro Barrel seinen höchsten Stand seit der Pandemie erreichte, ist seitdem auf etwa 65 Dollar gefallen.

Aktuell an diesem Morgen haben sich die Ölpreise nur wenig verändert. Ein Barrel Brent kostete am Morgen 64,85 US-Dollar. Das waren 13 Cent weniger als am Vortag. Der Preis für ein Fass WTI fiel ebenfalls geringfügig um 7 Cent auf 61,49 Dollar.

08:25 Uhr

"Prinzipiell" bleibt der Euro unter Druck

Der Kurs des Euro hat sich am Morgen kaum verändert.

Euro / Dollar
Euro / Dollar 1,20

Die Gemeinschaftswährung wird bei 1,1764 US-Dollar gehandelt und damit nahezu zum gleichen Kurs wie am Vorabend. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte den Referenzkurs zuletzt am Montagnachmittag auf 1,1784 Dollar festgesetzt.

Die Dollar-Stärke der vergangenen Woche hat sich vorerst nicht weiter fortgesetzt. Im Gegenzug konnte sich der Euro vorerst stabilisieren. Nach Einschätzung von Devisenexperten sind aber weitere Kursverluste möglich. "Prinzipiell bleibt der Euro unter Druck", sagte Analystin You-Na Park-Heger von der Commerzbank. Sie verwies auf die angespannte Corona-Lage in der Eurozone. Im weiteren Handelsverlauf dürfte sich der Fokus am Devisenmarkt stärker auf Konjunkturdaten aus der Eurozone richten. Auf dem Programm stehen unter anderem Preisdaten aus Deutschland. Es wird damit gerechnet, dass sich die Inflation in der größten Volkswirtschaft der Eurozone im März weiter verstärkt hat. «Die Inflationszahlen, die aus den Ländern der Eurozone veröffentlicht werden, dürften dem Euro kaum Unterstützung liefern», sagte die Commerzbank-Expertin.

08:07 Uhr

USA untersuchen neuen Unfall mit Tesla-Autopilot

In den USA wird erneut ein Unfall mit einem Tesla, der vermutlich im Autopilot-Modus unterwegs war, untersucht. Am Montag krachte ein Tesla in New Jersey in einen Sattelschlepper. Der 44-jährige Fahrer sagte, er habe den Tempomaten eingeschaltet gehabt, "als er kurzzeitig nicht auf die Fahrbahn achtete" und sich sein Auto unter den Anhänger bohrte, hieß es in eine Erklärung der lokalen Polizei. Der Aufprall sei so heftig gewesen, dass das Dach auf der Beifahrerseite abgerissen wurde, der Fahrer habe jedoch nur leichte Verletzungen erlitten. Die US-Verkehrssicherheitsbehörde NHTSA untersucht derzeit 23 Unfälle, in die ein Tesla verwickelt ist.

07:56 Uhr

Rückenwind für Ökostrom: USA kündigen riesige Windkraftinvestition an

Mit erneuten Kursgewinnen bei Windkraftanlagenherstellern und -betreibern rechnen Händler am Dienstag und darüber hinaus. Denn erste Aussagen der Biden-Regierung präzisieren, welche Mittel genau in den Ausbau von Offshore-Windenergie fließen sollen. Bislang habe der Markt nur mit allgemeinen Hoffnungen gearbeitet. Weitere Details werden am Mittwoch im Rahmen der Vorstellung des US-Infrastrukturpaketes erwartet. Am Vorabend teilte das Weiße Haus mit, bis 2030 sollten 10 Millionen Haushalte mit 30 Gigawatt aus Wind versorgt werden. Dazu werden mehr als 12 Milliarden US-Dollar in die Hand genommen.

07:54 Uhr

Dax höher erwartet - "Alle wollen in Aktien investiert sein"

Der Dax wird heute Berechnungen von Banken und Brokerhäusern zufolge erneut höher starten.

Gestern war der deutsche Leitindex um bis zu 0,7 Prozent auf ein Rekordhoch von 14.845 Punkten gestiegen, bevor er mit einem Plus von 0,5 Prozent aus dem Handel ging. "Der Optimismus bleibt hoch. Im Moment wollen einfach alle in Aktien investiert sein", sagte Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners.

Im Blick der Anleger ist weiter die Finanzbranche. Die Schieflage des US-Hedgefonds Archegos Capital hatte am Vortag Finanztitel auf beiden Seiten des Atlantiks gedrückt. Durch die Probleme des Hedgefonds drohen der Schweizer Credit Suisse und der japanischen Investmentbank Nomura Milliardenverluste. Anleger befürchteten, dass weitere Aktienverkäufe bevorstehen könnten.

In der verkürzten Karwoche stehen nur wenige Firmentermine im Kalender. Auf der Konjunkturseite wird der Index für das US-Verbrauchervertrauen erwartet. Der private Konsum gilt als Hauptstütze der weltgrößten Volkswirtschaft. Zudem werden vergleichbare Zahlen für die Euro-Zone veröffentlicht.

07:37 Uhr

Gewerkschaft und Metallindustrie einigen sich auf Pilotabschluss

In den Tarifverhandlungen für die nordrhein-westfälische Metall- und Elektroindustrie gibt es eine Einigung. IG Metall und Metallarbeitgeber in Düsseldorf einigten sich nach sieben Verhandlungsrunden auf einen Pilotabschluss.

Die Einigung sieht die Zahlung einer Corona-Prämie in Höhe von 500 Euro an die rund 700.000 Beschäftigten in Nordrhein-Westfalen vor. Außerdem vereinbarten die Tarifpartner zwei Einmalzahlungen in Höhe von 18,4 Prozent eines Monatseinkommens im Februar 2022 und in Höhe von 27,6 Prozent eines Monatsentgelts ab Februar 2023. Der Tarifvertrag hat eine Laufzeit von 21 Monaten. IG Metall-Vorstand und Gesamtmetall empfahlen die Übernahme des Pilotabschlusses von Nordrhein-Westfalen auch für die übrigen Tarifgebiete.

07:33 Uhr

Turbulenzen um Hedgefonds verunsichern Asien kaum

Die Schieflage des US-Hedgefonds Archegos Capital verunsicherte zu Beginn des Handels zunächst die asiatischen Anleger. Die Probleme des Hedgefonds hatten zuvor die globalen Bankaktien in Aufruhr versetzt. Michael McCarthy, Chef-Marktstratege bei CMC Markets, sagte, die Sorgen der Anleger "sind sehr spezifisch für eine kleine Anzahl von Hedgefonds". Er erwarte aber keine systemischen Auswirkungen.

Der 225 Werte umfassende Nikkei-Index lag im Verlauf 0,1 Prozent tiefer bei 29.354 Punkten. Der breiter gefasste Topix-Index sank um 1,1 Prozent und lag bei 1972 Punkten. Die Börse in Shanghai lag 0,3 Prozent im Plus. Der Index der wichtigsten Unternehmen in Shanghai und Shenzen gewann 0,7 Prozent.

07:21 Uhr

Ändert VW US-Markennamen in "Voltswagen"?

Einerseits ist es für den ersten April etwas zu früh und mehrere seriöse Medien melden, Insider hätten die Nachricht bestätigt - andererseits hat die Geschichte auch Zutaten eines elaborierten PR-Gags ...

Wie unter anderem CNBC und USA Today berichten, hatte Volkswagen USA gestern auf seiner Website eine Presseerklärung veröffentlicht, die die Umbenennung der E-Mobilitätsaktivitäten in den USA in "Voltswagen" ankündigt. Der Text sei jedoch nach kurzer Zeit wieder verschwunden. Die Erklärung sei auf den 29. April 2021 datiert gewesen, also offenbar einen Monat zu früh veröffentlicht. Das Unternehmen war bislang nicht für Nachfragen der Medien erreichbar, was weiter dazu beitrug, dass die Spekulationen ins Kraut schossen.

Gleichzeitig hat Volkswagen UK seinen für E-Mobilitätsthemen verwendeten Twitterkanal in "Voltswagen" umbenannt.

06:34 Uhr

Das wird wichtig heute für den Dax

Vier Wochen mit Kursaufschlagen von mehr als 1000 Punkten oder rund sieben Prozent – und der Dax hat noch immer nicht genug. Am Montag startet er in den Handel mit einem neuen Allzeithoch von 14.817 Punkten, schraubt das im weiteren Verlauf bis auf 14.845 Zähler und schließt am Ende mit 14.818 Punkten etwa 0,5 Prozent im Plus. "Die Stimmung bleibt optimistisch", kommentierte ntv-Börsenkorrespondentin Sabrina Marggraf. Der Dax dürfte sich zunächst im Bereich um 14.800 Zählern stabilisieren, könnte aber seinen Aufwärtstrend dann weiter fortsetzen.

Impulse sind allerdings sowohl auf der Konjunktur- als auch auf der Unternehmensseite rar gesät. So geben etwa Cancom, Sixt und auch Manz Einblick in ihre Geschäftsentwicklungen. In Deutschland stehen frische Daten zu den Import- und Verbraucherpreisen auf der Agenda. In den USA werden Zahlen zum Case-Shiller-Hauspreisindex und zu den Öl-Lagerbeständen veröffentlicht. Vor allem letztere könnten für Rohstoffinvestoren angesichts der mehrere Tage umfassenden Blockade des Suezkanals interessant sein. Zudem spricht der Präsident der New Yorker Fed, John Williams, auf einem Onlineevent. Hier könnte es zwischen den Zeilen Hinweise auf das weitere Vorgehen der US-Notenbank geben.

Was den Dax-Kurs zum Wochenstart befeuert hat, lesen Sie hier.

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