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Ratte, Schildkröten, Insekten: Iran schickt Affen ins All

Nach eigenen Angaben testet der Iran erfolgreich den Flug eines Affen ins All. Er habe in einer Raumkapsel eine Höhe von 120 Kilometer Höhe erreicht und sei dann unbeschadet zur Erde zurückgekehrt. Bis 2020 will Teheran auch einen Menschen ins All schicken.

Der Westen wirft dem Iran vor, das Weltraumprogramm zur Entwicklung von Langstreckenraketen zu nutzen: Hier testet der Iran im September 2009 eine Schahab-3-Rakete.
Der Westen wirft dem Iran vor, das Weltraumprogramm zur Entwicklung von Langstreckenraketen zu nutzen: Hier testet der Iran im September 2009 eine Schahab-3-Rakete.(Foto: picture alliance / dpa)

Der Iran hat nach eigenen Angaben einen Affen erfolgreich ins All geschickt. Wie der staatliche Fernsehsender Al-Alam unter Berufung auf das Verteidigungsministerium berichtete, wurde der Affe in der Raumkapsel "Pischgam" ("Pionier") bis in eine Höhe von 120 Kilometern ins All gebracht; er kehrte demnach "unbeschadet" zur Erde zurück.

Über die Planungen für einen Raumflug mit einem Affen hatten die iranischen Medien in den vergangenen Wochen wiederholt berichtet. Der Starttermin sollte demnach zwischen dem 31. Januar und 10. Februar liegen - zeitgleich mit den Feierlichkeiten zum 34. Jahrestag der islamischen Revolution von 1979. Laut den Medienberichten sollte der kurze Ausflug des Affen ins All Irans ersten bemannten Raumflug vorbereiten. Dieser soll nach den Worten von Präsident Mahmud Ahmadinedschad bis spätestens 2020 stattfinden.

Der Iran hatte bereits im Februar 2010 eine Ratte, Schildkröten sowie Insekten erfolgreich mit einer Kapsel ins All geschickt. Ein erster Versuch mit einem Affen im Jahr darauf schlug allerdings fehl, wie die Behörden indirekt und ohne Angabe von Gründen einräumten.

Iranische Raketenstarts werden vom Westen generell mit Skepsis verfolgt. Westliche Regierungen befürchten, dass Teheran trotz zahlreicher Dementis an einem Atomwaffenprogramm und dafür an der Entwicklung von Langstreckenraketen arbeitet. Auch das iranische Satellitenprogramm stößt deshalb auf Kritik: Zuletzt hatte der Iran am 3. Februar 2012 einen 50 Kilogramm schweren Beobachtungssatelliten mit einer Rakete ins All geschickt.

Quelle: n-tv.de

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