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Das Boost-Konzept BMW Vision M Next - fahrdynamisch in die Zukunft

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So sieht die Zukunft von BMW in Form des Vision M Next aus.

(Foto: BMW)

Mit dem BMW Vision M Next präsentieren die Bayern ihre Zukunftsvision vom dynamischen Autofahren. Dass der Antrieb dabei fast konventionell erscheint, sei dahingestellt. Echte Visionen gibt es hingegen im Innenraum.

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Der Vision M Next ist eine Mischung aus Vergangenheit und Zukunft.

(Foto: BMW)

Nachdem die deutschen Hersteller fast unisono ihre elektrischen Zukunftsstrategien in Form eines Mercedes EQC, VW ID.3 oder Porsche Taycan haben Blech werden lassen, ist jetzt auch BMW bereit, sich den neue Herausforderungen zu stellen. Nun gut, immerhin waren die Bayern die Ersten, die mit dem i3 ein echten Stromer auf dem Markt hatten. Und zwar in einer Zeit, als die anderen deutschen Autobauer diesbezüglich noch im Tiefschlaf waren. Doch wie dem auch sei, im Rahmen der neuen Infotainment-Plattform #NEXTGen feiert BMW auch die Weltpremiere des Vision M NEXT.

Dass BMW mit dem Sport-Stromer gleich mal seine Kompetenzen als Hersteller dynamischer Autos unter Beweis stellt und zeigt, dass es auch neben einem kommenden Porsche Taycan noch Boliden mit Teil-E-Antrieb geben wird, erklärt sich von selbst. Aber neben diesem Sidekick werden auch gleich die neuesten technologischen Standards der Bayern präsentiert. "Das Visionsfahrzeug BMW Vision M Next gibt einen Ausblick auf das sportliche Fahren von morgen", frohlockt BMW-Designchef Adrian van Hooydonk in der BMW-Welt.

Weiter gedacht?

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Im Vision M Next steckt etwas vom ikonischen BMW Turbo und dem Plug-in-Hybrid BMW i8.

(Foto: BMW)

Mit dem Vision M Next denkt BMW also weiter, viel weiter. Für künftige Autos soll es zwei "Erlebniswelten" geben: "Ease" und "Boost". Erstgenanntes umfasst alle Erlebnisse beim autonomen Fahren. Hier wird der Wagen zum Ort der Ruhe, Entspannung, Interaktion oder Unterhaltung. Boost hingegen steht, wie könnte es anders sein, für das aktive Fahrerlebnis. Insofern ist der M Next eine Art progressiver Hybrid-Sportwagen geworden, der von den Merkmalen klassischer und moderner Sportwagen inspiriert wurde. Kenner werden sowohl den legendären BMW Turbo als auch den Plug-in-Hybrid BMW i8 wiedererkennen.

Entsprechend seinem Äußeren sind auch die von BMW versprochenen Fahrdaten: Wie beim i8 handelt es sich auch beim Vision M Next um einen Plug-in-Hybrid, der wahlweise die Fahrt mit Allrad- oder Hinterradantrieb ermöglicht. Dabei erfolgt der Vortrieb rein batterieelektrisch oder durch einen aufgeladenen Vier-Zylinder-Ottomotor. Mit einer Systemleistung von 600 PS, verspricht BMW, beschleunigt der Sportwagen per Boost in 3,0 Sekunden aus dem Stand auf 100 km/h und kann bis zu 300 km/h schnell werden. Rein elektrisch, so heißt es, können bis zu 100 Kilometer zurückgelegt werden.

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Natürlich braucht auch der Vision M Next Flügeltüren.

(Foto: BMW)

Nun mag sich der kritische Leser die Frage stellen, ob die Vision M Next, mit Blick auf die kommenden Fahrzeuge anderer Hersteller, nicht nur eine dürftige Weiterentwicklung des i8 ist? Denn der ist ebenfalls als Plug-in-Hybrid unterwegs, wird von einem Dreizylinder-Benziner und einem Elektromotor an der Vorderachse angetrieben, wobei die Systemleistung hier 374 PS angegeben wird und die rein elektrische Reichweite bei 40 Kilometern liegt. Um diese Frage beantworten zu können, müssen wir einen Blick in den Innenraum werfen, denn dort liegt einiges an Innovationen versteckt.

Innen liegt die Zukunft

So entriegelt das Fahrzeug beispielsweise automatisch per Gesichtserkennung, sobald der Fahrer sich nähert. Ein Druck auf den Touchscreen an den Flügeltüren lässt sie aufschwingen. Wenn der Fahrer nun die extrem tief liegenden Schalensitze entert, soll er förmlich mit dem Wagen "verschmelzen". Auf drei Sichtebenen verteilt BMW die Bedienmöglichkeiten und Informationen. Die erste Ebene, so die Bayern, bildet das horizontal ausgerichtete Lenkrad mit zwei kleinen Displays. Dahinter befindet sich ein gebogenes Glas-Display, das sich wie das Visier eines Integralhelms um das Lenkrad spannt. Die Frontscheibe selbst wird in Gänze zum "Augmented Reality Head-up-Display".

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Die eigentliche Zukunft steckt aber in den Innovationen im Innenraum.

(Foto: BMW)

So können über das Lenkrad die Fahreinstellungen vorgenommen werden, im Glas-Display werden auf "fünf Ebenen" nicht nur Drehzahl, Geschwindigkeit und Energiemanagement des Fahrzeugs angezeigt, sondern auch die Herzfrequenz des Fahrers. Je höher die Geschwindigkeit des Fahrzeuges ist, desto mehr werden die Anzeigen auf fahrrelevante Daten reduziert. Egal, wie schnell man unterwegs ist, kann natürlich immer mit dem "Personal Assist" konferiert werden. Zum Beispiel, um den Parkplatz am Zielort oder das Hotelzimmer zu buchen. Nach der Ankunft am Zielort, so die Vorstellung von BMW, übernimmt ein Concierge das Fahrzeug, parkt es und bringt es später zur rechten Zeit an einen gewünschten Ort.

Am Ende ist der BMW Vision M Next noch lange nicht die finale Form unserer künftigen Fortbewegung, aber vielleicht eine viel realistischere als die andere Autobauer, die in unbestimmter Zeit rein elektrisch und vollautonom unterwegs sein wollen. Eins ist aber Fakt, und das spricht für die Bayern, sie werden auch in Zukunft nicht davon ablassen, eine gehörige Portion Dynamik und Fahrspaß in ihre Autos zu packen.

Quelle: n-tv.de

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