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Starkes Comeback? Citroën C4 - Auferstehung als SUV-Coupé

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Als SUV-Coupé kehrt der Citroën C4 im September auf die Straßen zurück.

(Foto: Citroën)

Nach zwei Jahren kehrt der Citroën C4 auf die Straßen zurück. Dafür haben ihm die Franzosen ein zeitgemäßes Kleid und einen ebensolchen Antrieb verpasst. Ob der neue C4 an alte Größe anknüpfen kann, wird sich zeigen.

Vor zwei Jahren verabschiedete Citroën den C4 aus dem Portfolio. Der C4 schien ausgedient zu haben. Übrig blieb nur der immer etwas eigenwillig wirkende C4 Cactus. Jetzt kehren die Franzosen mit einem ë-C4 und einem C4 in Form eines stylischen SUV-Coupés zurück.

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Im Angebot ist neben Benziner und Diesel auch eine Elektro-Variante des C4.

(Foto: Citroën)

Citroen-Chef Vincent Cobée formuliert es so: "Mit dem neuen ë-C4 und dem neuen C4 rüstet sich die Marke für ein starkes Comeback in dem wichtigen Segment der Kompaktlimousinen. Um den Anforderungen einer Vielzahl von Kunden gerecht zu werden, stehen eine rein elektrische Variante sowie verschiedene Benzin- und Dieselmotorisierungen zur Wahl."

Die Gegner des C4 sind klar der Klassenprimus VW Golf, Ford Focus oder Opel Astra, obgleich letztgenannter über kurz oder lang ja dann auch zur PSA-Familie gehören dürfte. Für den Moment soll der 4,36 Meter lange und 1,52 Meter hohe Citroën C4 durch seine SUV-Form einen Vorteil gegen die Konkurrenz herausfahren. Auffälligstes Stilmerkmal neben der erhöhten Bodenfreiheit und den robusten Planken an der Flanke ist die coupéhaft abfallende Dachlinie.

Eigene Wege im Innenraum

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Der Innenraum des neuen Citroën C4 wirkt reduziert und sehr modern, sucht aber auch Anleihen in der Vergangenheit.

(Foto: Citroën)

Natürlich gehen die Franzosen auch im Innenraum ihren eigenen Weg. So wirkt hier alles deutlich reduziert, erinnert aber gleichfalls an längst vergangene Hochzeiten von Citroën-Fahrzeugen. Allerdings haben die Franzosen auf Eigenheiten wie elektrische Fensterheber in der Mittelkonsole verzichtet und die wie gewohnt in die Türen gepackt. Im reduziert ausgekleideten Cockpit fällt zudem ein rahmenloses Display auf, hinterschäumte Kunststoffe auf Armaturenbrett und in den Türverkleidungen sollen für eine wohnliche Atmosphäre sorgen.

Besondere Bequemlichkeit verspricht ein ausklappbarer Tablet-Halter für den Beifahrer, der mit dem Apple iPad Air 2 und dem Samsung Tab A 10,5 kompatibel ist. Wer andere Tablets nutzt, muss eine in der Optionsliste angebotene Universalvariante wählen, um alle Vorzüge nutzen zu können. Insgesamt verspricht Citroën aber viel Wohlfühlatmosphäre - auch durch die Kombination aus speziellen Sitzen und einem wie gewohnt kommod ausgelegten Fahrwerk.

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Der Kofferraum des Citroën C4 wird mit 380 Litern Fassungsvermögen seiner Klasse gerecht.

(Foto: Citroën)

Der Kofferraum fällt mit 380 Litern der Klasse entsprechend aus, soll sich aber dank niedriger Ladekante und breiter Öffnung leicht beladen lassen. Wird die Rücklehne der zweiten Reihe umgeklappt, entsteht eine ebene Ladefläche. Für Ordnung im Gepäckabteil sorgt der doppelte Boden, in dem zum Beispiel das Ladekabel für die E-Variante des C4 verstaut werden kann.

Von Diesel bis Elektro

Apropos E-Antrieb: Der Citroën ë-C4 wird von dem gleichen Elektromotor angetrieben, wie ihn auch der Peugeot e-2008 oder der Opel Corsa-e nutzen. Im ë-C4 soll der 50 kWh große Akku für eine Reichweite von bis zu 350 Kilometern sorgen. Dank eines serienmäßigen Dreiphasen-Laders tankt der C4 an der Wallbox mit bis zu 11 kW, an Schnellladesäulen sind bis zu 100 kW drin. Der erste Ladevorgang soll nach fünf Stunden abgeschlossen sein, im Schnelldurchlauf sind nach 30 Minuten 80 Prozent der Akkukapazität wieder hergestellt.

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Acht Jahre Garantie gewährt Citroën auf die Batterie des e-C4.

(Foto: Citroën)

Auf die Batterie gewähren die Franzosen acht Jahre Garantie oder 160.000 Kilometer. Wobei hier davon ausgegangen wird, dass noch 70 Prozent der Ladekapazität vorhanden sind. Für den Antrieb stehen Benzin- und Dieselmotoren mit Leistungswerten zwischen 100 PS und 155 PS zur Wahl, die mit einem Sechsgang-Schaltgetriebe oder mit einem Achtgang-Automatikgetriebe verbandelt sind.

An Fahrer-Assistenten und sonstigen Helfern bringt der kompakte Franzose unter anderem ein Head-up-Display, eine 180-Grad-Kamera und einen Autobahnpiloten mit, der dem Fahrer die Lenkarbeit abnimmt und den Abstand zum Vordermann automatisch konstant hält.

Die nächsten konzerninternen Wettbewerber des Citroën werden die für die nächsten Monate erwarteten Neuauflagen der Konzerngeschwister Peugeot 308 und Opel Astra sein. Preise sind noch nicht bekannt, dürften aber bei den klassenüblichen rund 20.000 Euro für Fahrzeuge mit Benzinmotor starten.

Quelle: ntv.de, hpr