Freitag, 24. Juli 2020Der Tag

mit Kai Stoppel
Kai Stoppel
22:40 Uhr

Das war Freitag, der 24. Juli 2020

Es ist Urlaubszeit, das Wetter bessert sich, und die vielleicht wichtigste Meldung heute: An den deutschen Flughäfen wird es künftig Corona-Teststellen für Reiserückkehrer aus Risikogebieten geben, wo sich die Reisenden kostenlos auf das Virus testen lassen können. Allerdings ist der Test nicht verpflichtend.

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Heute auch ein wichtiges Thema: die Wiedereröffnung der Hagia Sophia in Istanbul als Moschee.

(Foto: dpa)

Andere Themen rund um das Coronavirus machen heute ebenfalls Schlagzeilen. So nennt etwa das Robert-Koch-Institut den Anstieg der neu gemeldeten deutschen Coronavirus-Fälle "sehr beunruhigend ". Unterdessen räumt der britische Premierminister Boris Johnson Fehler im Umgang mit der Coronavirus-Pandemie ein. Auch erstaunlich.

Das interessierte Sie heute außerdem:

Damit geht die vorletzte Juli-Woche 2020 zu Ende. Ich wünsche Ihnen noch einen angenehm milden Sommerabend, wo immer Sie diese Zeilen gerade lesen mögen - ob an der Atlantikküste Frankreichs, auf Usedom, in Übersee oder zu Hause auf dem Balkon. Genießen Sie den Moment.

Ihr Kai Stoppel

22:17 Uhr

Trump bedauert manche seiner Tweets

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"Es sind nicht die Tweets, es sind die Retweets, die einen in Schwierigkeiten bringen", sagt Trump.

(Foto: AP)

US-Präsident Donald Trump bedauert nach seinen Worten manche seiner kontroversen Tweets und Retweets. Trump sagte dem Gründer der Webseite "Barstool Sports", Dave Portnoy, in einem Interview auf eine entsprechende Frage, es geschehe "zu oft", dass er aufwache und denke, er hätte etwas lieber nicht auf Twitter verbreiten sollen. "Früher schrieb man einen Brief und sagte: "Dieser Brief ist wirklich schlecht". Und man legte ihn auf den Schreibtisch, ging am nächsten Tag zurück und sagte: "Oh, ich bin froh, dass ich das nicht abgeschickt habe"."

Trump sagte weiter: "Aber das machen wir bei Twitter nicht." Stattdessen veröffentliche man Dinge dort sofort. Dann fühle man sich großartig, bis die Anrufe mit der Frage kämen, ob man das wirklich gesagt habe. "Ich sage: "Was ist daran falsch?", und man findet viele Dinge."

22:07 Uhr

USA lockern Beschränkungen für Drohnen-Exporte

Die USA lockern die Beschränkungen für den Verkauf von Drohnen an Verbündete. Ein Vertreter des Außenministeriums erklärte, dazu werde der vor 33 Jahren geschlossene MTCR-Vertrag neu ausgelegt. Eine entsprechende Erklärung habe Präsident Donald Trump in den vergangenen Tagen unterzeichnet.

Im Juni waren die Pläne bekannt geworden. Insider erklärten damals, damit könnten bewaffnete Drohnen auch an Staaten mit weniger stabilen Regierungen wie Jordanien und den Vereinigten Arabischen Emiraten verkauft werden. Die Trump-Regierung versucht allgemein, amerikanische Rüstungsexporte zu erhöhen.

21:36 Uhr

Deutsche Impfstofffirma Curevac will an die Nasdaq

Der deutsche Impfstoffentwickler Curevac macht mit seinen Börsenplänen in den USA ernst. Das Biotech-Unternehmen reichte heute den Entwurf für seinen Börsenprospekt bei der US-Wertpapieraufsicht SEC ein, die Voraussetzung für ein Listing an der Technologiebörse Nasdaq.

Laut Berichten könnte der Börsengang im September oder Oktober stattfinden. In dem Prospekt ist noch kein Zeitpunkt vermerkt. Das Unternehmen arbeitet - wie zahlreiche Rivalen - an einem Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus Covid-19, der im besten Fall bis Mitte 2021 auf den Markt kommen könnte.

21:03 Uhr

USA-Experte der CDU: "Beginn eines Kalten Kriegs 2.0"

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Hier hingen bis vor kurzem Wappen und Flagge der Volksrepublik China: das ehemalige chinesische Konsulat in Houston.

(Foto: AP)

Der Transatlantik-Koordinator der Bundesregierung, Peter Beyer von der CDU äußerte sich angesichts der eskalierenden Konfrontation zwischen den USA und China besorgt: "Wir erleben hier den Beginn eines Kalten Kriegs 2.0", sagte Beyer dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Er äußerte Unverständnis für das Vorgehen Washingtons, das die Schließung des chinesischen Konsulats in Houston angeordnet hatte. Als Vergeltung ordnete Peking am Freitag die Schließung des US-Konsulats in Chengdu im Südwesten Chinas an. Die USA seien aber weiter "unser wichtigster Partner außerhalb der EU und das wird auch so bleiben", sagte Beyer. China sei "Handelspartner und systemischer Rivale", mit dem Deutschland kaum Werte teile.

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20:26 Uhr

Trump will Schulen voll öffnen - die seines Sohnes macht nicht mit

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Barron (li.) ist Trumps fünftes Kind und das einzige für seine Ehefrau Melania.

(Foto: picture alliance/dpa)

Für US-Präsident Donald Trump ist die vollständige Wiedereröffnung der Schulen des Landes nach den Sommerferien eine Priorität. Doch ausgerechnet die Schule seines 14-jährigen Sohnes Barron dürfte da nicht mitspielen. Die Leitung der privaten St. Andrew's Episcopal School bei Washington erklärte, es sei noch offen, wie man angesichts der Corona-Pandemie ins neue Schuljahr starte.

Möglicherweise werde die Schule beim vollständigen Online-Unterricht bleiben. Denkbar sei auch ein "hybrides" Modell, bei dem nur ein Teil der Schüler für Präsenz-Unterricht zur Schule komme. Eine vollständige Wiedereröffnung schlossen Direktor Robert Kosasky und sein Stellvertreter David Brown aus.

19:53 Uhr

Betrug bei Integrationstests - Angeklagte zu Gefängnis verurteilt

Für Schummeln in der Schule gab es maximal eine Sechs. Doch im folgenden Fall sind die Konsequenzen heftiger: Für den massenhaften Betrug bei Deutsch-Tests sind drei Männer und eine Frau am Freitag vom Landgericht München I zu teils mehrjährigen Haftstrafen verurteilt worden. Sie hatten gestanden, Geld von Migranten genommen und dafür die Integrationstests für sie geschrieben zu haben. Die beiden Männer, die als Organisatoren der Bande galten und vor allem die Kunden anwarben, bekamen Strafen von 3 Jahren und 6 Monaten beziehungsweise vier Jahren.

Ein Ex-Pärchen, das zugegeben hat, die Tests mit falschen Ausweisen für die zahlenden Kunden absolviert zu haben, kam mit jeweils einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren davon. "Die Aufgaben waren relativ leicht", hatte der 25-jährige Deutsche zum Prozessauftakt gesagt. Er habe 300 Euro für einen Test bekommen, den er im Namen von Menschen ablegte, die eine Aufenthaltsgenehmigung in Deutschland haben wollten.

19:31 Uhr

Ein Ex-Präsident ist erster Gast in Michelle Obamas Podcast

Die ehemalige First Lady der USA, Michelle Obama, hat für den Start ihres Podcasts kommenden Mittwoch den ersten Gast angekündigt: ihren Ehemann und Ex-Präsidenten Barack Obama. "Ich kann es kaum erwarten, dass ihr die Gespräche hört, die ich für den #MichelleObamaPodcast geführt habe", schrieb sie auf Twitter.

Weitere Gäste für den Podcast sind laut dem Tweet die ehemalige Obama-Beraterin Valerie Jarrett und der Talkshow-Moderator Conan O'Brien. Der Podcast wird auf Spotify zu hören sein. In jeder Episode unterhält sich die erste schwarze First Lady der USA mit einem anderen Gast.

18:54 Uhr

Massenkündigung bei Ungarns größter kritischer Nachrichtenseite

Es ist ein wahrer Exodus: Zwei Tage nach der Entlassung des Chefredakteurs von Ungarns größter unabhängiger Nachrichten-Website Index.hu hat fast die gesamte Redaktion - drei leitende Redakteure und mehr als 70 von insgesamt rund 90 Beschäftigten - aus Protest gekündigt. Index.hu ist die am meisten besuchte Nachrichten-Website in Ungarn und eine der letzten unabhängigen Stimmen in der ungarischen Medienlandschaft.

In einer Stellungnahme kritisierten die Journalisten die Entlassung des Chefredakteurs Szabolcs Dull als einen "offensichtlichen Versuch, Druck auf Index.hu auszuüben". Im März hatte der Orbán-Unterstützer und einflussreiche Geschäftsmann Miklós Vaszily 50 Prozent der Anteile der Werbeagentur von Index.hu gekauft.

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Angestellte der Webseite Index.hu in Budapest - Kündigung aus Protest.

(Foto: REUTERS)

18:18 Uhr

Verbrannten Nazis römische Schiffe? Berlin soll nun zahlen

Mehrere Jahrhunderte lagen zwei antike Schiffe des römischen Kaisers Caligula auf dem Grund eines Sees nahe dem italienischen Städtchen Nemi. Zwischen 1928 und 1932 wurden sie gefunden und in einem Museum ausgestellt. Doch in der Nacht vom 31. Mai 1944 wurden sie von Nazi-Truppen, die sich auf dem Rückzug befanden, "absichtlich verbrannt", schrieb die Stadt in einer Presseerklärung.

Nun verlangt der Bürgermeister von Nemi von der deutschen Regierung eine Entschädigung dafür. Einen entsprechenden Beschluss zu einer Schadenersatzforderung habe der Rat der kleinen Stadt südöstlich von Rom gefasst, hieß es von der Stadt. Allerdings gibt es auch andere Theorien über das Feuer - was die Aussicht auf Erfolg schmälern könnte.

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Gemälde eines Schiffes von Kaiser Caligula auf dem Nemi-See - es stammt aus dem Jahr 1935.

(Foto: imago images/KHARBINE-TAPABOR)

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18:00 Uhr

Schlagzeilen zum Feierabend

17:54 Uhr

Beobachter von Depp-Prozess: "Mehr Unstimmigkeiten bei Amber Heard"

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Sie küssten und möglicherweise schlugen sie sich auch: Ex-Ehepartner Amber Heard und Johnny Depp.

(Foto: imago/ZUMA Press)

Im Verleumdungsprozess von Hollywoodstar Johnny Depp gehen die Vorwürfe zwischen ihm und seiner Ex-Frau Amber Heard hin und her. Zuletzt hatte Heards jüngere Schwester Whitney Henríquez mit ihrer Aussage Depp schwer belastet. Doch ein Prozessbeobachter sieht den Schauspieler derzeit im Vorteil, was die Siegchancen gegen die britische Boulevardzeitung "The Sun" angeht, die er wegen eines Artikels verklagt, in dem behauptet wurde, er habe Heard körperlich misshandelt.

"Wenn man sich diesen Prozess als Fußballspiel vorstellt, dann sind wir gerade in der 70. Minute eines 90-minütigen Spiels. Johnny Depp gewinnt wahrscheinlich mit einem 2:1. Aber der Schiedsrichter hat noch nicht abgepfiffen", sagte Vivek Chaudhary, der als Reporter den Prozess begleitet, gegenüber der "Bild"-Zeitung. Interessant sei, dass die Anwälte in den Zeugenaussagen sowohl von Johnny Depp als auch von Amber Heard Unstimmigkeiten gefunden hätten. Aber: "Wenn man beide betrachtet, würde ich sagen, dass man bisher mehr Unstimmigkeiten in Amber Heards Aussagen gefunden hat, als bei Johnny Depp", so Chaudhary.

17:42 Uhr

US-Metropole entfernt Statue von Christoph Kolumbus

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An der Statue hatte sich zuletzt immer wieder der Zorn der Demonstranten entzündet.

(Foto: imago images/ZUMA Wire)

Die US-Millionenmetropole Chicago hat eine umstrittene Statue des Entdeckers Christoph Kolumbus entfernen lassen. Das Denkmal wurde in der Nacht zum Freitag auf Anweisung von Bürgermeisterin Lori Lightfoot vom Sockel geholt, wie die Zeitung "Chicago Tribune" berichtete. Das Blatt sprach von einer Kehrtwende der demokratischen Politikerin. Bisher sei Lightfoot mit der Begründung, damit werde ein Stück Geschichte gelöscht, dagegen gewesen. Nun versuche sie, weitere Konfrontationen zwischen Polizei und Demonstranten zu vermeiden.

17:17 Uhr

So will München in Corona-Zeiten sein Oktoberfest feiern

Trotz Absage des Oktoberfests sollen die Münchner zur Wiesnzeit ihre Maß Bier und ihr Hendl bekommen - möglicherweise sogar mit Blasmusik. Anstelle des geplatzten Oktoberfest-Starts am 19. September wollen Gaststätten in der Innenstadt und Wirte eine Mini-Version starten.

Diese "Wirtshauswiesn" knüpfe an den Ursprüngen der Wiesn vor gut 200 Jahren an, sagt der Sprecher der Münchner Innenstadtwirte, Gregor Lemke. "Als 1810 die erste Wiesn stattgefunden hat, gab es keine Zelte. Es gab nicht diese Verpflegungsmöglichkeiten auf der Theresienwiese. Die Menschen sind danach in die Stadt gezogen, in die Wirtshäuser. Es gehe darum, zu zeigen, "dass wir uns nicht unterkriegen lassen" - und dass ein bisschen das Gefühl entsteht: Jetzt ist Oktoberfestzeit.

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Ein kleines Ersatz-Oktoberfest steht bereits im Münchner Olympiapark.

(Foto: imago images/Marja)

16:44 Uhr

Immer mehr NSU-2.0-Drohmails - Polizei glaubt, Grund zu kennen

Die Zahl rechtsextremer Drohmails mit dem Absender NSU 2.0 nimmt offensichtlich weiter zu. Allerdings glauben Ermittler mittlerweile, dass dies mit Trittbrettfahrern zusammenhängt, die nun ebenfalls rechtsextreme Inhalte, Drohungen und Beleidigungen an Politiker, Medien, Künstler und andere Prominente verschicken, berichtet der "Spiegel". Dadurch seien die Drohungen mittlerweile unüberschaubar geworden, hieß es.

16:31 Uhr

Erneute Krokodil-Attacke auf Borneo - bereits drei Tote

Wieder ist auf Borneo ein Mann einer Krokodil-Attacke zum Opfer gefallen. Es handelt sich bereits um den dritten tödlichen Angriff dieser Art auf der Insel in nur rund einem Monat. Anfang Juli war ein 62-Jähriger ebenfalls in Sarawak, einem Bundesstaat Malaysias, von einem solchen Krokodil getötet worden, nur eine Woche zuvor war eine 50-jährige Frau an einem Flussufer in Sabah ums Leben gekommen.

Das jüngste Opfer, ein 47-jähriger Mann, habe gerade ein Boot repariert, als das Reptil ihn in einen Fluss gezogen habe, berichtete die malaysische Nachrichtenagentur Bernama. Ein Sprecher der örtlichen Rettungskräfte sagte, als Helfer versucht hätten, zu dem Opfer vorzudringen, habe das Krokodil den Mann erneut ins Wasser geschleift.

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In den fischreichen Flüssen Borneos leben zahlreiche Salzwasserkrokodile, die größten Krokodile der Erde.

(Foto: imago images / Westend61)

15:53 Uhr

Tropisches Virus taucht in weiterem Bundesland auf

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Eine ganze Reihe verschiedener Stechmückenarten kann das West-Nil-Virus übertragen.

(Foto: imago images/Shotshop)

Das West-Nil-Virus ist ein Erreger, der aus tropischen Gefilden stammt - daher auch der Name. Er steckt vor allem Vögel an, kann aber auch auf Menschen übertragen werden und das West-Nil-Fieber auslösen, welches in sehr seltenen Fällen tödlich verläuft. Im Großen und Ganzen ist das Risiko jedoch gering: Nur etwa 20 Prozent der Infizierten bekommen Fieber, nur etwa jede 150. infizierte Person erkrankt schwer.

Nun ist das von Stechmücken übertragene Virus in Deutschland in einem weiteren Bundesland nachgewiesen worden, in zwei Vögeln in Sachsen-Anhalt. In diesem Jahr habe es außerdem schon Nachweise in Berlin und Erfurt gegeben, teilte das Landesamt für Verbraucherschutz von Sachsen-Anhalt mit. Mitte Juli dieses Jahres wurde der Erreger bereits bei einer Blaumeise in Berlin gefunden. In Sachsen-Anhalt handle es sich um eine Alpendohle aus Halle und einen Uhu aus Bernburg.

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15:30 Uhr

Motorradfahrer bricht 42 Verkehrsregeln in acht Minuten

Auf der Flucht vor der Polizei hat in Wien ein Motorradfahrer in nur acht Minuten 42 Verkehrsdelikte begangen. Der 29-Jährige war einer Polizeistreife aufgefallen, weil er nur auf dem Hinterrad über eine Kreuzung gefahren war. Nach Angaben der Polizei ignorierte er alle Versuche der Beamten, ihn anzuhalten. Stattdessen sei er teils mit mehr als 100 Kilometer pro Stunde durch die Stadt gerast.

Der Raser habe aufgrund seiner Fahrweise zwei Fußgänger, die bei Grün die Straße überqueren wollten, gefährdet, so die Polizei. Darüber hinaus habe er acht Mal eine rote Ampel missachtet, neun Mal das Tempolimit verletzt und diverse andere Delikte begangen. Das Motorrad war nicht zugelassen. Der Fahrer selbst war laut Polizei nicht alkoholisiert und stand auch nicht unter Drogeneinfluss.

15:08 Uhr

Ungarn erhält deutsche Kampfpanzer - Hightech-Versionen folgen

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Kampfpanzer des Typs Leopard 2 A7 - gut dazu geeignet, Menschen ins Jenseits zu befördern (Achtung: Sarkasmus!).

(Foto: imago images / Björn Trotzki)

Meiner Ansicht nach ist es bedauerlich, dass Länder heutzutage immer noch auf hochgerüstete Armeen angewiesen sind. Ungarn etwa - ein Land im Herzen Europas - erhielt heute eine erste Lieferung von deutschen Kampfpanzern des Typs Leopard 2. Verteidigungsminister Tibor Benkö bekam vom deutschen Hersteller Krauss-Maffei-Wegmann symbolisch den Schlüssel überreicht.

Bei den Fahrzeugen handelt es sich um vier gebrauchte Panzer des Modells Leopard 2 A4, die Schulungs- und Ausbildungszwecke dienen sollen. Acht weitere gebrauchte Panzer sollen bis Ende des Jahres eintreffen. Von 2023 an erhält der EU- und Nato-Partner 44 neue Kampfpanzer des Modells Leopard 2 A7, die modernste Variante. Zu diesem Zeitpunkt werden in Europa ansonsten nur Deutschland und Dänemark darüber verfügen.

14:50 Uhr
Breaking News

Gesundheitsminister vereinbaren Corona-Tests an Flughäfen

Rückkehrende Urlauber aus Risikogebieten sollen künftig bei ihrer Ankunft an deutschen Flughäfen auf das Coronavirus auf eigenen Wunsch hin getestet werden. Das geht aus dem Beschluss hervor, auf den sich die Gesundheitsminister der Länder am Freitag geeinigt haben.

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14:42 Uhr

Tricks der Waffenschmuggler - EU sagt "Ameisen" den Kampf an

Was schätzen Sie, wie viele illegale Schusswaffen es in der EU gibt? Es sind nach offiziellen Schätzungen 35 Millionen. EU-Kommissarin Ylva Johansson will das Problem nun mit einem neuen Aktionsplan angehen - vor allem der Schmuggel von Waffen soll dabei ins Visier genommen werden.

Denn die Waffenschmuggler arbeiten mit ausgereiften Tricks und greifen etwa auf die Taktik des "Ant Trades" ("Ameisenhandel") zurück. Wie bei einer Ameisenstraße werden nur einzelne Teile geschmuggelt, versteckt in Expresspäckchen, Autos und Fernbussen. Dabei geht es etwa um Signalpistolen, die leicht in tödliche Waffen umgerüstet werden können, und den Import von Waffenteilen, die zusammengesetzt und teils mithilfe von 3-D-Druckern vervollständigt werden.

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Vom Zoll beschlagnahmte Waffen: Seit 2009 gab es nach Angaben der EU-Kommission bei 23 großangelegten Schusswaffenangriffen in Europa insgesamt 341 Tote.

(Foto: imago/CommonLens)

14:17 Uhr

Hollywood-Star Mel Gibson hatte Covid-19

Hollywood-Star Mel Gibson war bereits im April an Covid-19 erkrankt. Der australische Schauspieler und Regisseur wurde dem US-Magazin "People" zufolge eine Woche lang in einem Krankenhaus in Los Angeles behandelt. Mittlerweile ist er wieder komplett genesen. Gibson wurde seit seiner Entlassung "mehrere Male negativ" auf das Coronavirus sowie "positiv auf Antikörper" getestet, wie ein Sprecher des Schauspielers dem Magazin bestätigte. Während seiner Behandlung wurde dem 64-Jährigen auch das Mittel Remdesivir verabreicht, das ursprünglich zur Behandlung von Ebola- und Marburgvirusinfektionen entwickelt wurde.

14:00 Uhr

Schichtwechsel

Der Nachmittag kommt, Max Raudszus geht: Meinem geschätzten Kollegen wünsche ich einen angenehmen Feierabend und übernehme für ihn den "Tag" bei ntv.de. Mein Name ist Kai Stoppel. Bei Fragen, Anregungen und Kritik erreichen Sie mich unter kai.stoppel@nachrichtenmanufaktur.de. Gehen wir's an.

13:43 Uhr

Vater will neunjährige Tochter aus Teich retten und ertrinkt

In Schleswig-Holstein ist ein Vater bei einem Rettungsversuch für seine in einen Teich gefallene Tochter ertrunken. Nach Angaben der Polizei sprang der 61-Jährige seinem neunjährigen Kind gestern Abend in der Gemeinde Tornesch hinterher. Zeugen retteten das Mädchen aus dem Wasser, der Vater aber ging unter. Beide konnten nach ersten Erkenntnissen offenbar nicht schwimmen.

Polizisten bargen den leblosen Körper des 61-Jährigen etwas später aus dem kleinen Teich, weitere Rettungskräfte reanimierten ihn. Der Mann starb aber am Morgen in einem Hamburger Krankenhaus, in das er danach gebracht wurde. Seine Tochter stand demnach unter Schock.

13:28 Uhr

Mann beißt Fremdem an S-Bahn-Station Fingerkuppe ab

Ein 27-Jähriger hat in Baden-Württemberg einem 41-Jährigen im Streit eine Fingerkuppe abgebissen. Zwischen den Männern kam es in einer S-Bahn-Station in Weinstadt zu einer körperlichen Auseinandersetzung, wie die Bundespolizei in Stuttgart mitteilte. Der 41-Jährige verlor bei dem Angriff einen Teil seines rechten Zeigefingers und wurde durch einen weiteren Biss leicht am Bauch verletzt.

Nach ersten Erkenntnissen geriet der 41-Jährige mit seinem Kontrahenten und einem 23-Jährigen gestern Abend während der Fahrt mit einer S-Bahn in einen Streit.

Der Grund soll gewesen sein, dass die beiden mutmaßlich alkoholisierten Jüngeren mehrere bislang unbekannte Reisende in der Bahn belästigt haben sollen. Der 41-Jährige habe mit anderen unbekannten Reisenden versucht, die beiden Männer an einer Station aus dem Zug zu bringen. Die Bundespolizei sucht nun nach Zeugen.

13:15 Uhr

Disney sagt mehrere Blockbuster für 2020 ab

Das US-Medienunternehmen Disney verschiebt wegen der Corona-Pandemie seine geplanten Blockbuster "Mulan", "Avatar" und "Star Wars". Die Filme würden nicht wie geplant veröffentlicht, teilte ein Konzernsprecher mit. Die globale Gesundheitskrise mache es derzeit unmöglich, Filme wie geplant ins Kino zu bringen.

Die Blockbuster-Fortsetzungen "Star Wars" und "Avatar" sollen nach Angaben von Disney um ein Jahr verschoben werden, der Kinostart von "Mulan" verzögert sich sogar auf unbestimmte Zeit. Anfang April hatte Disney bereits beschlossen, mehrere Marvel-Filme zurückzustellen, darunter "Black Widow" mit Scarlett Johansson.

12:50 Uhr

Menschen mit Neandertaler-Gen empfinden stärkere Schmerzen

Menschen mit einer bestimmten Genvariante des Neandertalers sind schmerzempfindlicher als andere. Darauf deutet eine aktuelle Studie von Wissenschaftlern des Max-Planck-Instituts für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und des Karolinska-Instituts in Schweden hin, wie die Forscher mitteilten. Hintergrund sind neue Erkenntnisse über die Neandertalervariante eines speziellen Ionenkanals in Nervenzellen.

Ein solcher Ionenkanal spielt eine Schlüsselrolle beim Auslösen des elektrischen Schmerzimpulses, der an das Gehirn übertragen wird. Anhand von Daten aus einer umfangreichen Bevölkerungsstudie in Großbritannien zeigen die Studienautoren nun, dass Menschen mit der Neandertalervariante des Ionenkanals mehr Schmerzen empfinden. Die entsprechende Genvariante erbten demnach insbesondere Menschen aus Mittel- und Südamerika, aber auch in Europa.

12:21 Uhr

91-Jähriger zündet bei Gartenarbeit zwei Doppelhaus-Hälften an

Bei Gartenarbeiten hat ein 91 Jahre alter Mann zwei Doppelhaushälften in Brand gesetzt. Der Rentner flammte im nordrhein-westfälischen Emmerich mit einer Gasflasche mit Brenner Unkraut in seinem Garten ab. Dabei geriet eine Hecke in Brand. Das Feuer breitete sich in Richtung des Hauses aus und setzte die Wohnung der Nachbarn bis zum Dachstuhl in Brand. Auch das Haus des 91-Jährigen sei in Mitleidenschaft gezogen worden, sagte eine Polizeisprecherin. Verletzt wurde niemand. Alle Bewohner wurden vorübergehend bei Verwandten untergebracht. Der 91-Jährige reagierte geschockt. Er muss sich nun wegen fahrlässiger Brandstiftung verantworten.

11:44 Uhr

Auge ausgeschossen: Soldat verklagt AKKs Ministerium

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Der Mann verlor 2018 bei einer Häuserkampfübung sein rechtes Auge.

(Foto: imago images / Martin Müller)

Ein Berufssoldat verklagt das Verteidigungsministerium, weil ihm bei einer Übung das rechte Auge ausgeschossen worden ist. Der 38-Jährige verlange mindestens 150.000 Euro Schmerzensgeld, sagte ein Sprecher des Landgerichts Bonn. Der Vorfall ereignete sich 2018 bei einer Häuserkampfübung in Brandenburg. Der Soldat war dabei als Ausbilder tätig. Er wirft dem Unglücksschützen vor, die Dienstvorschriften nicht eingehalten zu haben. Das Bundesverteidigungsministerium sagt dagegen den Angaben zufolge, dass er selber in den Schusskanal getreten sei, ohne die Übung vorher zu unterbrechen. Das Verfahren beginnt am 28. Oktober.

11:24 Uhr

Hagia Sophia eröffnet mit muslimischem Freitagsgebet als Moschee

In Istanbul haben die Feierlichkeiten zur Wiedereröffnung der Hagia Sophia als Moschee begonnen. Zahlreiche Gläubige versammelten sich bereits am Morgen vor dem ehemaligen Museum im Voraus des ersten muslimischen Freitagsgebets seit der Umwandlung. Auch im Inneren der Moschee sind Gläubige versammelt, wie Fernsehbilder zeigten. Das Freitagsgebet beginnt am Mittag. Auch der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan will daran teilnehmen.

Einige hatten in Zelten vor der Moschee übernachtet. Behörden forderten die Gläubigen auf, Masken zu tragen und auf den Mindestabstand zu achten. Journalisten berichteten am Vormittag von riesigen Menschentrauben, die dicht an dicht stehen würden. Viele Straßen wurden bereits am Vorabend für den Verkehr gesperrt. Insgesamt sollen mehr als 20.000 Polizisten im Einsatz sein.

11:08 Uhr

Historisch wenige Menschen sterben auf deutschen Straßen

Die Zahl der Verkehrstoten auf deutschen Straßen ist im Mai wegen der Folgen der Corona-Krise auf den niedrigsten Stand seit der Wiedervereinigung gesunken. Wie das Statistische Bundesamt mitteilte, lag sie in dem Monat nach vorläufigen Daten bei 237. Auch die Zahl der Verletzten war mit 27.600 so niedrig wie noch nie seit der Wiedervereinigung 1990.

Auch bei der Gesamtzahl der Unfälle zeichneten sich die Folgen der Beschränkungen zur Bekämpfung der Corona-Pandemie nach Angaben des Bundesamts im Mai deutlich ab. Bundesweit wurden 181.000 Unfälle registriert. Das war ein Minus um 23 Prozent im Vergleich zum Mai 2019.

10:32 Uhr

US-Politstar wehrt sich mit flammender Rede gegen üble Beleidigung

Mit einer eindrucksvollen Rede vor dem US-Repräsentantenhaus hat sich die bekannte linke US-Politikerin Alexandria Ocasio-Cortez gegen die rüde Beschimpfung durch einen republikanischen Kongressabgeordneten zur Wehr gesetzt. "Der Abgeordnete (Ted) Yoho hat mich vor Reportern - ich zitiere - eine 'fucking bitch' genannt", sagte Ocasio-Cortez im Repräsentantenhaus.

Der Abgeordnete aus Florida habe sie außerdem als "ekelhaft", "verrückt" und "gefährlich" bezeichnet. Das Verhalten des 65-jährigen Republikaners beruhe auf der "Akzeptanz von Gewalt und gewalttätiger Sprache gegen Frauen", sagte die mit 30 Jahren jüngste Kongressabgeordnete während ihrer zehnminütigen Rede. Solche Beschimpfungen seien typisch für ein Verhaltensmuster, das gegen Frauen gerichtet sei und zur Entmenschlichung anderer genutzt werde.

"Ich habe in Restaurants gekellnert. Ich habe Männer aus Bars hinausgeworfen, die eine Sprache wie die von Herrn Yoho verwendet haben", sagte die Abgeordnete. Sie erwarte keine Entschuldigung von Yoho, denn sein Verhalten sei "symptomatisch für ein größeres Problem". Yoho hatte sich am Vortag in einer Stellungnahme "für die abrupte Art des Gesprächs" entschuldigt, jedoch bestritten, die Parlamentskollegin mit einem "anstößigen Namen" beschimpft zu haben.

10:09 Uhr

Richter: Trumps Ex-Anwalt kam wegen Enthüllungsplänen ins Gefängnis

Ein US-Richter hat die neuerliche Inhaftierung von Donald Trumps früherem Anwalt Michael Cohen als eine Bestrafung für dessen Buchpläne über den US-Präsidenten eingestuft und Cohens Freilassung angeordnet. Richter Alvin Hellerstein gab der Argumentation von Cohens Anwälten statt, dieser sei nach einer Haftenlassung wegen der Corona-Pandemie nur deshalb aus dem Hausarrest wieder ins Gefängnis gebracht worden, weil er sich weigerte, auf die Veröffentlichung eines Enthüllungsbuches über Trump zu verzichten.

Er komme zu dem Schluss, dass es sich bei Cohens erneuter Gefängniseinweisung Anfang Juli um eine "Vergeltungsmaßnahme" handele, erklärte Richter Hellerstein laut US-Medienberichten. Der frühere Trump-Anwalt werde damit dafür bestraft, dass er sein Recht auf freie Meinungsäußerung wahrnehme und ein Buch veröffentliche. Cohen müsse heute aus dem Gefängnis entlassen werden, um sich erneut in Hausarrest zu begeben.

09:28 Uhr

"Let's Dance"-Traumpaar macht private Beziehung offiziell

Bei der RTL-Tanzshow "Let's Dance" haben sie sich kennengelernt, richtig gefunkt hat es dann danach. Der Schweizer Sänger Luca Hänni und Profitänzerin Christina Luft sind ein Paar. In der 13. Staffel von "Let's Dance" belegten Luca Hänni und Christina Luft im Frühjahr 2020 den dritten Platz. Nach der RTL-Tanzshow haben sich die beiden näher kennengelernt - und jetzt ihre Beziehung offiziell gemacht. "Danach hatten wir mal Zeit, uns öfter zu sehen und hatten auch das eine oder andere Projekt und da war auch mal Zeit ohne Arbeit und Stress und dann hat's irgendwie gefunkt", erklärt Christina Luft im Interview mit RTL.

08:52 Uhr

Flugzeug mit kranken jungen Flüchtlingen nach Deutschland gestartet

Dutzende kranke Minderjährige und Mitglieder ihrer Familien sind am Morgen aus Athen nach Kassel abgeflogen. Dies bestätigte eine Sprecherin des Flughafens der griechischen Hauptstadt. Sie stammen aus den überfüllten Camps auf den griechischen Inseln im Osten der Ägäis. Wie das Ministerium für Migration mitteilte, handelt es sich um 85 Asylsuchende. Sie sollen nach der Landung in Kassel auf die Bundesländer verteilt werden.

In den nächsten Wochen sollen weitere 243 kranke Minderjährige und ihre Familienmitglieder nach Deutschland ausreisen. Die Ausreise von minderjährigen Flüchtlingen aus Griechenland nach Deutschland und anderen EU-Staaten war vorübergehend wegen der Corona-Pandemie ausgesetzt worden.

08:39 Uhr

Wer ist schlauer - Mini-Schweine oder Hunde?

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Mini-Schweine werden als Haustiere immer beliebter.


Mini-Schweine, die als Haustiere gehalten werden, neigen eher als Hunde dazu, Probleme eigenständig zu lösen. Das berichten Wissenschaftler von der Budapester Universität ELTE in der Fachzeitschrift "Animal Cognition". In Versuchen testeten die Forscher bei etwa sieben Monate alten Mini-Schweinen und ähnlich alten Hunden das Verhalten beim Lösen von Problemen unterschiedlicher Schwierigkeitsgrade.

Dabei mussten die Tiere, die sämtlich in Familien aufgewachsen waren, in einem Raum eine zunächst leichte, dann aber schwerer zu öffnende Schachtel knacken, in der als Belohnung ein Leckerbissen enthalten war. Bei den schwierigen Aufgaben kamen die Schweine schneller zum Erfolg als die Hunde. Und als das Problem unmöglich zu lösen war, blieben die Mini-Schweine hartnäckiger, während die Hunde sich den Menschen in der Umgebung zuwandten.

08:24 Uhr

Megastar Taylor Swift veröffentlicht überraschend neues Album - hier sind die Songs

Vor etwas mehr als zwei Stunden hat US-Megastar Taylor Swift ihr achtes Studioalbum veröffentlicht. Völlig überraschend hatte die 30-Jährige erst wenige Stunden vorher die neue Platte angekündigt. Sie habe alle ihre "Launen, Träume, Ängste und Überlegungen" in die 16 Songs von "Folklore" hineingesteckt, schrieb sie auf Twitter. Das komplette Album wurde in Isolation während der Corona-Lockdowns aufgenommen und produziert - inklusive Kollaborationen mit anderen Künstlern. Innerhalb kürzester Zeit (und nicht zu vergessen, in den USA mitten in der Nacht) erreichen gleich mehrere der Titel eine halbe Million Abrufe auf Youtube, der Albumtitel trendet als Hashtag #folklore auf Twitter. Hier sind ein paar der Songs.

08:05 Uhr

Hamsterkäufe und Wetter: Dieses Jahr droht Spreewaldgurken-Engpass

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Den Gurken ist es zu kalt.

Die Gurkenbauern im Spreewald schauen mit Sorge auf die diesjährige Ernte. "Das Jahr ist schwierig, nicht nur Corona-bedingt", sagte Geschäftsführerin Melanie Kossatz vom Spreewaldverein. Das Wetter sei zu unbeständig, die Nächte seien teilweise zu kalt gewesen. Die Gurke brauche mindestens 15 Grad. Im Juni seien die Temperaturen aber bis auf 5 Grad heruntergegangen. Das sei dem Gemüse zu frisch, sagt Kossack. Zudem seien die Pflanzen in diesem Jahr besonders anfällig für Pilzerkrankungen. Aktuell ist nach ihren Angaben derzeit nur die Hälfte des Ertrags vom vergangenen Jahr geerntet worden. Die Landwirte hofften nun auf besseres Wetter in den kommenden fünf Wochen, um das Defizit so klein wie möglich zu halten.

Hinzu komme, dass Konserven während des Corona-Lockdowns extrem nachgefragt waren, erläuterte Kossack. Die Regale seien leer gewesen. Da die Gurkenerträge niedriger ausfielen, liefen in den Betrieben nicht alle Verarbeitungslinien.

08:06 Uhr
Breaking News

Entführte Deutsche in Bagdad befreit

Die im Irak verschleppte Deutsche Hella Mewis ist wenige Tage nach ihrer Entführung wieder frei. Sicherheitskräfte hätten Mewis befreit, teilte ein irakischer Militärsprecher mit. Die Aktivistin Sirka Sarsam, die mit der Kuratorin Mewis befreundet ist, bestätigte die Freilassung.

Mehr dazu lesen Sie hier.
07:53 Uhr

Auch zum Mieten: Ein Bauernhof-Tier ist der neue Lifestyle-Trend in Berlin

Hühnerhaltung in der Stadt liegt im Trend. "Nach dem Urban Gardening kommt das Urban Livestock Farming", sagt Astrid Masson, Betriebsleiterin der Domäne Dahlem in Berlin, mit Blick auf den Trend zu urbaner Nutztierhaltung. Der Präsident des Bundes Deutscher Rassegeflügelzüchter, Christoph Günzel, sagt: "Mit dem Dioxinskandal vor etwa zehn Jahren ging es los. Und der Bio-Trend sorgt auch dafür, dass das Interesse an eigenen Hühnern steigt."

Auch im Internet tauschen sich inzwischen Zehntausende Hühnerfans in sozialen Netzwerken über Ställe oder Futter aus. Wer erst einmal testen möchte, kann zunächst auch Hühner mieten. Tierschützer sehen die Vermietung kritisch. So heißt es etwa beim Berliner Tierheim, Tiere seien keine Gegenstände, die man ständig herumreiche, sie wollten Kontinuität.

07:24 Uhr

USA: Russland hat Waffentest im Weltraum durchgeführt

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Es soll sich um eine Anti-Satelliten-Waffe gehandelt haben. (Symbolbild)

(Foto: imago images/Panthermedia)

Die USA haben Russland vorgeworfen, eine Waffe im Weltraum getestet zu haben. Die Weltraum-Abteilung der US-Armee erklärte, sie habe "Beweise" dafür, dass Moskau am 15. Juli eine Anti-Satelliten-Waffe im All getestet habe. Der Vorfall verdeutliche die "reale, ernsthafte und zunehmende" Bedrohung für die Weltraumsysteme der USA und ihrer Verbündeten, hieß es auf der Website des US Space Command.

Der US-Chefunterhändler für Abrüstungsfragen, Marshall Billingslea, bezeichnete den Waffentest als "inakzeptabel". Es handele sich um eine "schwerwiegende Angelegenheit", die bei den Abrüstungsverhandlungen mit Moskau in Wien kommende Woche angesprochen werden müsse, schrieb er auf Twitter.

06:53 Uhr

Viele Polizeibewerber können nicht gut genug Deutsch

Viele Bewerber für den Polizeidienst scheitern im Bewerbungsverfahren, weil sie die Rechtschreibung zu schlecht beherrschen. Dies zeigen Recherchen der dpa in verschiedenen Bundesländern. In Schleswig-Holstein etwa lag die Durchfallquote beim Diktat zuletzt im Schnitt bei gut 30 Prozent. Die sportlichen Anforderungen konnten nur sechs Prozent nicht erfüllen. Rund 20 Prozent der Abiturienten und 45 Prozent der Bewerber mit Mittlerer Reife scheiterten am Diktat. Und in Niedersachsen verhaut jeder zweite Teilnehmer den Eignungstest und scheidet deswegen aus dem Bewerbungsverfahren aus.

Die Prüfungen weichen je nach Bundesland voneinander ab; jedoch zeigt sich, dass die Rechtschreibung eine Achillesferse der Bewerber ist. Orthografie ist deshalb wichtig, weil etwa die Hälfte der Arbeitszeit vieler Polizisten auf Büroarbeit entfällt. Die Beamten verfassen Anzeigen an Staatsanwaltschaft und Gericht - und die sollen einwandfrei sein.

06:42 Uhr

Das wird heute wichtig

Einen formidablen Freitagmorgen wünsche ich allerseits, liebe Leserinnen und Leser. Bevor wir alle ins Wochenende verschwinden, erwartet uns noch die eine oder andere spannende Entwicklung.

  • In der Türkei öffnet heute nach der höchst umstrittenen Umwandlung die Hagia Sophia erstmals wieder als Moschee. Das einst als Kirche errichtete Wahrzeichen Istanbuls war zuletzt jahrzehntelang ein für alle offenes Museum. Vor kurzem erteilte ein Gericht Präsident Erdogan die Erlaubnis, sie wieder zur Moschee umzufunktionieren.
  • In Brüssel stellt die EU-Kommission heute ihre Pläne für eine europäische Sicherheitsunion vor. Dabei geht es vor allem um die gemeinsame und länderspezifische Bekämpfung von Terrorismus und organisierter Kriminalität.
  • Ungarn erhält heute die erste Lieferung deutscher Leopard-Panzer. Das Land will seine Streitkräfte modernisieren und hat dazu 44 neu gefertigte Leopard 2 A7 sowie zwölf gebrauchte Leopard 2 A4 für Ausbildungszwecke bestellt. Die gebrauchten Maschinen werden heute geliefert. Sie ersetzen alte sowjetische Panzer vom Typ T72.
  • Frankfurt am Main bereitet sich auf erneuten nächtlichen Party-Andrang in der Innenstadt zum beginnenden Wochenende vor. Die Polizei wird mit einem Großaufgebot am Opernplatz präsent sein.

Wie Sie sehen, ist bereits jetzt absehbar, dass bis in die Nacht hinein einiges passieren dürfte. Also, stürzen wir uns gemeinsam ins Gewühl, mein Name ist Max Raudszus und ich werde uns durch diesen Nachrichten-Vormittag manövrieren. Bei Anregungen, Kritik oder Fragen wenden Sie sich gerne an mich unter max.raudszus[at]nachrichtenmanufaktur.de.

06:19 Uhr

Krimineller täuscht Tod vor, um Strafe zu umgehen - Tippfehler verrät ihn

Ein US-Amerikaner hat versucht, einer Bestrafung durch die Vortäuschung seines eigenen Todes zu umgehen - die gefälschte Sterbeurkunde enthielt aber einen verhängnisvollen Tippfehler. Der 25-Jährige hatte sich vor Gericht wegen Autodiebstahls und versuchten Autodiebstahls schuldig bekannt. Als er deswegen im Oktober im Bundesstaat New York verurteilt werden sollte, gab ein Vertreter seines Anwalts an, der Angeklagte habe sich umgebracht. Als Beweis wurde eine Sterbeurkunde eingereicht.

"Bei der Prüfung des Zertifikats durch die Staatsanwaltschaft des Bezirks Nassau wurde festgestellt, dass Schriftart und -größe im Dokument anders waren. Darüber hinaus stellten die Staatsanwälte fest, dass das Wort "Registry" falsch geschrieben war", hieß es nun in einer Mitteilung. Stattdessen stand dort "Regsitry". Der Mann wurde schließlich festgenommen und muss nun - zusätzlich zu den Strafen wegen der anderen Delikte - mit bis zu vier Jahren Haft rechnen.

06:12 Uhr
Breaking News

China ordnet Schließung von US-Konsulat an

Die chinesische Regierung hat die Schließung des US-Konsulats in Chengdu angeordnet. Dies sei eine "legitime und notwendige Reaktion auf unverschämte Maßnahmen der Vereinigten Staaten", erklärte das Außenministerium in Peking. Die chinesische Regierung entzog der US-Vertretung die Betriebslizenz. Die US-Regierung hatte diese Woche die Schließung des chinesischen Konsulats im texanischen Houston angewiesen. Der Schritt sei von den USA "provoziert" worden, hieß es in einer Erklärung aus Peking.

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06:04 Uhr

Häftling stirbt bei Brand in Berliner Gefängnis

Bei einem Brand in einem Berliner Gefängnis ist in der Nacht ein Häftling gestorben. Trotz wiederholter Reanimationsversuche sei es nicht gelungen, den Mann wiederzubeleben, teilte die Feuerwehr mit. In dem Zimmer des Toten in der JVA Moabit brannten nach Angaben der Feuerwehr Einrichtungsgegenstände, die jedoch zügig gelöscht werden konnten. Warum das Feuer ausbrach, ist bislang unklar. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Die Feuerwehr war mit etwa 30 Einsatzkräften vor Ort.

05:55 Uhr

Schlagzeilen aus der Nacht