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Die "Redskins" waren einmal NFL-Team erntet Shitstorm für neuen Namen

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Das NFL-Franchise aus Washington präsentiert eine wenig kreative Zwischenlösung.

(Foto: imago images/UPI Photo)

Im Zuge der Rassismusdebatte in den USA beschließt das NFL-Team aus Washington, seinen Beinamen "Redskins" abzulegen. Auch das Profil eines Indigenen im Logo verschwindet. Ein neuer Name muss her. Nach der Präsentation einer Übergangslösung laufen die Fans im Netz Sturm.

Die Washington Redskins aus der US-Profiliga NFL legen mit sofortiger Wirkung ihren Namen ab und treten in der neuen Saison übergangsweise als Washington Football Team an. Das gab der Klub am Donnerstag in einer Mitteilung bekannt. Die Franchise hatte zuletzt bereits die Änderung ihres viel kritisierten Klubnamens angekündigt und entschied sich nun für eine Zwischenlösung.

Mit dem Schritt verschafft sich Washington Luft für die Suche nach einem neuen Namen. Offenbar war den Verantwortlichen die Zeit vor dem Auftaktspiel am 13. September gegen die Philadelphia Eagles zu kurz. Bis zum ersten Saisonspiel soll die Bezeichnung Redskins ("Rothäute") nirgends mehr zu lesen sein. Die Teamfarben Burgunderrot und Gold bleiben unangetastet, der Twitter-Account wurde bereits umgestellt.

"Das ist ein Witz"

Bei den Fans kam die Idee nicht gut an. "Das ist ein Witz", schrieb ein User bei Twitter, ein anderer kommentierte: "Ein inkompetentes Team macht das, was es am besten kann." Ein weiterer fragte: "Und das ist wirklich das Beste, was euch eingefallen ist?" Auf die Zwischenlösung abzielend witzelte ein User: "Es muss sich so gut anfühlen, der Marketing-Beauftragte der Redskins zu sein. Du hast gerade eine einjährige Verlängerung für dein größtes Projekt jemals bekommen."

Verschwinden wird auch das Redskins-Logo, es zeigt einen Ureinwohner der USA im Profil. Zuletzt hatte der Klub bekannt gegeben, dass Mehrheitseigentümer Daniel Snyder und Headcoach Ron Rivera bereits an einem neuen Namen und einem neuen Design arbeiten. Auch die Cleveland Indians aus der Major League Baseball (MLB) denken über einen Namenswechsel nach. Klubbesitzer Paul Dolan sagte am Donnerstag, dass er darüber mit führenden Köpfen der indianischen Gemeinschaft sprechen möchte.

Er wolle die Sicht seiner Gesprächspartner "besser verstehen", so Dolan, auch Spielern, Fans, Partnern und Angestellten möchte er zuhören. Das Klublogo mit dem Indianer "Chief Wahoo" hatten die Indians nach der Saison 2018 abgelegt.

Quelle: ntv.de, dbe/sid

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