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Mitten in der "Tagesschau" Darum machte Sprecher Hofer ein Selfie

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Fühlt sich im Studio sichtlich wohl: Jan Hofer.

(Foto: picture alliance/dpa)

Millionen Zuschauer schalten Abend für Abend die "Tagesschau" ein. Normalerweise spulen deren Nachrichtensprecher routiniert ihr Programm ab. Doch nun entscheidet sich Jan Hofer für eine ungewöhnliche Aktion zur besten Sendezeit.

"Ich wünsche Ihnen noch einen schönen Abend." Mit diesen Worten verabschiedete sich "Tagesschau"-Sprecher Jan Hofer von den Zuschauern der 20-Uhr-Sendung. Doch als die Abspannmusik ertönte, trauten wohl viele ihren Augen nicht: Der Moderator drehte sich von der Kamera weg, griff zu einem Smartphone und machte ein Selfie.

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Wenige Minuten nach der augenscheinlich konzertierten Aktion lieferte Hofer auf dem Instagram-Account der Sendung eine Erklärung für das ungewöhnliche Verhalten ab. In einem kurzen Video erklärte er, dass er ausnahmsweise ein Handy mit ins Studio genommen habe, weil die "Tagesschau" nun eine Million Follower in dem sozialen Netzwerk habe und die Verantwortlichen sich dafür bedanken wollten.

Normalerweise sei es streng verboten, ein Smartphone mitzubringen. "Aber heute ist das mal egal", so der 69-Jährige weiter. "Warum? Wir haben eine Million Instagram-Follower, und wir freuen uns sehr darüber. Also wir zeigen keine Urlaubsfotos, wir zeigen keine Fotos vom Essen und keine Strandfotos - wir machen Nachrichten." Dass so viele Menschen dennoch dem Account folgten, mache sie "ein bisschen stolz".

Laut dem für die "Tagesschau" zuständigen Norddeutschen Rundfunk (NDR) hat sich die Zahl der Follower seit Jahresbeginn verdoppelt. Die "Tagesschau" ist seit knapp vier Jahren mit einem Account bei Instagram vertreten, das Social-Media-Team in Hamburg setze dabei auf eine Mischung aus Fotos, Videos und Stories.

Ohne Hofers Erklärung dürften sich viele der analogen Fernsehzuschauer wohl an eher unfreiwillige Pannen erinnert haben, die dem Sprecher in jüngster Zeit im "Tagesschau"-Studio widerfahren waren. Mitte August witzelte er mit seinem Kollegen Claus-Erich Boetzkes über Immobilien-Bewertungen und Bitcoins. Die beiden Moderatoren merkten nicht, dass während des Abspanns einer Sendung ihre Mikrofone noch aktiviert waren.

Im März sorgte zudem ein Schwächeanfall Hofers für Aufregung. Nach der Ausstrahlung des Wetterberichts konnte er die Live-Sendung nicht abmoderieren, sondern klammerte sich wortlos an den Tisch im Studio. Damals gab er an, er habe ein Medikament nicht vertragen, das er wegen einer verschleppten Grippe habe einnehmen müssen.

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Quelle: n-tv.de, fzö/dpa

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