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"Zu einseitig betrachtet" Doris Schröder-Köpf verteidigt den Ex

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Diese Zeiten sind vorbei - aber einander verbunden sind sie noch immer: Gerhard Schröder und Doris Schröder-Köpf (Archivbild von 2013).

(Foto: imago images / Joachim Sielski)

Seinen Namen hat Doris Schröder-Köpf behalten. Und sie will ihn auch nicht ablegen. So bleibt sie wohl für immer mit Altkanzler Gerhard Schröder verbunden, dessen vierte Ehefrau sie war. Nun plaudert sie nicht nur über ihr privates Verhältnis zu ihm, sie verteidigt ihn auch gegen politische Kritik.

Doris Schröder-Köpf war Gerhard Schröders vierte Ehefrau. Doch mit über 20 Jahren an seiner Seite unterhielt sie die bis dato längste Beziehung mit dem heute 78-jährigen Altkanzler.

In einem Gespräch mit dem Magazin "Bunte" spricht die 59-Jährige über ihr aktuelles Verhältnis zu ihrem Ex-Mann. Dabei äußert sich die niedersächsische Landespolitikerin der SPD auch vorsichtig politisch zu ihm. In erster Linie nimmt Doris Schröder-Köpf den ehemaligen Bundeskanzler unter Hinweis auf dessen Verdienste und Vermächtnis in Schutz.

Gerhard Schröder habe in der Vergangenheit "viel Gutes" für Deutschland bewirkt, erklärt die ursprünglich aus Oberbayern stammende Politikerin. Dazu gehöre besonders sein "Nein zum Irak-Krieg", welches "Schaden von Deutschland abgewendet" habe. Derzeit werde ihr Ex-Mann daher "zu einseitig betrachtet", findet Doris Schröder-Köpf.

"Nicht spannungsfrei"

Privat würde sie mit Gerhard Schröder "wegen der Kinder" in Kontakt stehen, erklärt sie weiter. Ihr Verhältnis sei "natürlich (...) nicht spannungsfrei". In Zukunft den Namen Schröder abzulegen, habe sie aber nicht vor. "Seit einem Vierteljahrhundert trage ich Schröder als Familiennamen, und das wird auch so bleiben. Es ist inzwischen mein Name. Punkt", so Schröder-Köpf.

Vom niedersächsischen Innenminister Boris Pistorius, mit dem Schröder-Köpf zuletzt liiert war, hat sie sich derweil Anfang des Jahres getrennt. Nach dem Grund gefragt, verweist sie im "Bunte"-Gespräch auf eine schwere OP am offenen Herzen, der sie sich vor zwei Jahren unterziehen musste.

"Seit der Operation habe ich einen etwas anderen Blick auf mein Leben. Wenn einem die eigene Endlichkeit so vor Augen geführt wird, hat man vielleicht stärker das Bedürfnis nach Klarheit", so Schröder-Köpf. Trotz Trennung bleibe sie Pistorius aber noch "freundschaftlich verbunden".

"Ich bin sehr dankbar"

Mit ihren 59 Jahren habe sie ein Alter erreicht, in dem sie "keine Zeit mehr verschwenden möchte", erklärt Schröder-Köpf weiterhin. Rückblickend stellt sie fest: "Mein Leben, wann immer es endet, war ein üppiges. Ich bin sehr dankbar."

Die ehemalige Journalistin gehört seit 2013 dem niedersächsischen Landtag an. Am 9. Oktober tritt sie für die SPD erneut zur Wahl an.

Mit Gerhard Schröder war Doris Schröder-Köpf von 1997 bis 2018 verheiratet. Die Trennung erfolgte jedoch schon 2016. In die Zeit dieser Ehe fiel auch Gerhard Schröders Kanzlerschaft von 1998 bis 2005. Doris Schröder-Köpf hat eine Tochter aus einer früheren Beziehung. Mit dem heutigen Altkanzler adoptierte sie 2004 und 2006 zudem zwei Kinder aus Russland.

Quelle: ntv.de, vpr/spot

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